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Abdichtungs- oder Haltevorrichtung für stab- oder rohrförmige Körper,
beispielsweise für Entlüftungsröhrchen elektrischer Glühlampen. Die Erfindung bezieht
sich auf eine Abdichtungs- oder Haltevorrichtung für stab- oder rohrförmige Körper,
beispielsweise für Entlüftungsröhrchen elektrischer Glühlampen.
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Gemäß der Erfindung ist innerhalb eines Hohlkörpers ein elastischer
Schlauch mit beiden Enden befestigt, welcher durch ein zwischen die Innenwandung
des Hohlkörpers und den Schlauch einlaßbares flüssiges oder gasförmiges Druckmittel
an den in ihm steckenden stab-oder rohrförmigen Körper angepreßt werden kann.
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Es ist bereits bekannt, zur Abdichtung von Entlüftungsröhrchen elektrischer
Glühlampen
in Entlüftungsmaschinen einen Gummipfropfen zu verwenden,
welcher eine enge Bohrung hat, in die das Entlüftungsröhrchen hineingesteckt wird,
so daß sich der Gummi dicht an die Wandung des Röhrchens anlegt. Bei der Vorrichtung
gemäß der Erfindung kann das Entlüftungsröhrchen in die Abdichtungsvorrichtung vollkommen
frei eingeführt werden, und der elastische Schlauch legt sich erst unter der Wirkung
des Druckmittels dicht an das Entlüftungsröhrchen an.
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Zum Andrücken des -freien Mittelteils des elastischen Körpers an die
Wand des zylindrischen Körpers genügt in vielen Fällen der Druck in einer gewöhnlichen
Wasserleitung. Die Anwendung von Preßluft ist jedoch im allgemeinen mehr zu empfehlen.
In diesem Falle ist es auch besonders leicht, nach dem Schließen des Preßlufthahnes
die Wand des elastischen Körpers mittels Evakuierung des Zwischenraumes von dem
zylindrischen Körper zu lösen. Man braucht dazu nur den Raum, der zuvor mit der
Preßluftleitung in Verbindung stand, mit einer Vakuumleitung, z. B. mit der in Glühlampenfabrikenimmervorhandenen
Vorvakuumleitung, zu verbinden.
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Falls die Einrichtung nach der Erfindung zur luftdichten Verbindung
eines hohlen zylindrischen Körpers, z. B. einer Evakuierröhre mit einer Vakuumleitung,
angewendet wird, wird zweckmäßig die elastische Röhre über das Ende der Vakuumleitung,
und dann eine Metallröhre derart über die elastische Röhre geschoben, daß ein Ende
der letzteren luftdicht zwischen der Vakuumleitung und der Metallröhre festgeklemmt
ist.
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Auch kann in diesem Falle in der Vakuumleitung eine Vorrichtung zur
Unterstützung der Evakuierröhre angebracht werden. Zweckmäßig ist diese Vorrichtung
senkrecht beweglich und wird federnd unterstützt.
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Die Erfindung ist in der Zeichnung beispielsweise erläutert.
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Abb. i zeigt teilweise einen senkrechten Schnitt und teilweise eine
Ansicht einer Einrichtung nach der Erfindung, während Abb. 2 den Erfindungsgegenstand
in Draufsicht zeigt.
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In der dargestellten Einrichtung ist an der Vakuumleitung i eine senkrechte
Metallröhre 2 befestigt. Über das obere Ende der Röhre 2 ist ein Schlauch q: aus
Gummi oder ähnlichem elastischen Stoffe geschoben, der von einer Metallbüchse 3
umgeben ist. Zwischen dem unteren Teile der Büchse 3 und dem oberen Teile der Röhre
2 wird das untere Ende des Gummischlauches q. luftdicht festgeklemmt. Die Röhre
2 und die Büchse 3 sind an dieser Stelle zweckmäßig etwas konisch gestaltet. Der
obere Teil des Gummischlauches q ist bei 5 um das obere Ende der Büchse 3 herumgebogen,
und über diesen oberen Teil @ ist . eine Kappe 6 geschoben, um auch an dieser Stelle
einen luftdichten Verschluß zwischen dem Gummischlauche q. und der Büchse 3 zu sichern.
Dieser luftdichte Verschluß wird noch dadurch verbessert, daß die Kappe 6, die am
oberen Ende umgebogen ist, durch Federkraft nach unten gedrückt wird. Zu diesem
Zwecke sind an der Kappe 6 Ösen 7 und 8 befestigt, und Federn 9 und io sind einerseits
mit diesen Ösen und anderseits mit einem fest an der Röhre 2 sitzenden Ringe iz
verbunden.
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Zwecks-Unterstützung der Evakuierröhre 28 der Lampe 1q. ist innerhalb
der Röhre 2 ein Stäbchen 16 angebracht, das an seinem oberen Ende mit einem konischen
Teile r5 versehen ist, welcher einen Ring 2o trägt. Der Stab 16, der am unteren
Ende eine Verstärkung i7.besitzt, kann sich in einer Büchse 18 senkrecht auf und
ab bewegen, die bei ig etwas verengt ist, damit der Stab 16 sich nicht zu weit aufwärts
bewegen kann. Das Stäbchen 16 wird von einer Schraubenfeder 22 unterstützt, die
zwischen der Röhre 18 und einem an dem oberen Ende der Lampe befestigten Ringe 2i
angebracht ist.
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Wenn die Lampe 1q. mit der Evakuierröhre 28 auf die Stütze 15, 16
gesetzt wird, wird durch das Gewicht der Lampe die Feder 22 etwas zusammengedrückt,
womit die weiter unten noch zu beschreibenden Vorteile verbunden sind.
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In die Büchse 3 mündet eine Röhre 25, die zur Zu- und Ableitung einer
Flüssigkeit unter Druck oder von Preßluft und gegebenenfalls zum Verbinden mit einer
Vakuumleitung dient.
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Die Arbeitsweise der erfindungsgemäßen Einrichtung ist kurz folgende:
Wenn die Lampe 14 mit der Evakuierröhre 28 auf das obere Ende des Stäbchens 16 gestellt
wird, befindet sich der Gummischlauch q. in der gezeichneten Stellung, so daß die
Evakuierröhre 28 ohne irgendwelche Reibung in ihn hineingeschoben werden kann. Es
ist einleuchtend, daß in diesem Augenblicke in der Leitung i noch kein Vakuum vorhanden
ist.
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Durch die Röhre 25 wird nun eine Flüssigkeit oder ein Gas unter Druck
zwischen den freien mittleren Teil des Gummischlauches q. und die Innenwandung der
Büchse 3 geleitet, wozu man zweckmäßig Preßluft verwenden kann. Die Preßluft wird
durch die Röhre 30 zugeführt, und das Absperrventil 29 in die dazu geeignete Stellung
gebracht. Der Druck der Preßluft kann einige Atmosphären betragen. Hierdurch wird
dann der mittlere Teil des Gummischlauches q. nach dem Inneren hin gegen die Außenseite
der Evakuierröhre 28 gedrückt, so daß ein luftdichter Verschluß zwischen dem Gummischlauche
4 und der
Evakuierröhre 28 erhalten wird. Die Röhre i wird nun mit
einer Vakuumpumpe oder einer Vakuumleitung in Verbindung gesetzt, und die in der
Zeichnung nur teilweise dargestellte Lampe 14 wird sorgfältig entlüftet. Dabei kann
man in bekannter Weise den Glaskörper der Lampe erhitzen, um die darin enthaltenen
Gase und Dämpfe zu vertreiben. Auch kann die Leitung i in bekannter Weise zunächst
an eine sogenannte Vorvakuumpumpe und dann an eine Hochvakuumpumpe angeschlossen
werden. Nachdem in der Lampe ein genügend hohes Vakuum erhalten worden ist wird
die Leitung i wieder von der Vakuumpumpe oder Vakuumleitung abgesperrt und die Evakuierröhre
28 in bekannter Weise kurz über der Kappe 6 von der Lampe 14 abgeschmolzen. Hierauf
wird die Röhre 25 mittels des Absperrventils 29 von der Preßluftleitung abgesperrt.
Zweckmäßig wird nun auch die Leitung 25 durch das Absperrventil 29 und die Röhre
31: mit einer Vakuumleitung, z. B. mit der in Glühlampenfabriken allgemein vorhandenen
sogenannten Vorvakuumieitung, in der ein Druck von z. B. einigen Millimetern bis
zu einigen Zentimetern Quecksilbersäule herrscht, in Verbindung gesetzt.
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Infolge der Absperrung der Preßluft geht der Gummischlauch 4 wieder
in die ursprüngliche Stellung zurück, was durch Herstellung eines Vakuums in der
Leitung 25 noch befördert wird. Die Evakuidrröhre 28 wird nun frei von dem Gummischlauche,
und da auf dem oberen Ende des Stäbchens 16 nun nicht mehr das Gewicht der ganzen
Lampe, sondern nur das Gewicht der Evakuierröhre ruht, wird diese durch die Kraft
der Feder 22 etwas aufwärts bewegt, was ihre Entfernung erleichtert.
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Da beim Abschmelzen der Evakuierröhre der Gummischlauch allmählich
auf eine schädliche hohe Temperatur erwärmt werden würde, empfiehlt es sich, für
dessen Abkühlung Sorge zu tragen. Zu diesem Zwecke ist gemäß der Zeichnung auf der
Kappe 6 eine ringförmige Röhre 12 angebracht, die um den Ring 13 herumgelegt ist.
Die Leitung i2 ist mit Zu- und Abführungsleitungen 26 und 27 (Abb. 2) für eine Kühlflüssigkeit,
z. B. kaltes Wasser, versehen.