DE445083C - Flugzeug mit senkrechten und wagerechten unbeweglichen Stabilisierungsflaechen - Google Patents

Flugzeug mit senkrechten und wagerechten unbeweglichen Stabilisierungsflaechen

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DE445083C
DE445083C DET30139D DET0030139D DE445083C DE 445083 C DE445083 C DE 445083C DE T30139 D DET30139 D DE T30139D DE T0030139 D DET0030139 D DE T0030139D DE 445083 C DE445083 C DE 445083C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B64AIRCRAFT; AVIATION; COSMONAUTICS
    • B64CAEROPLANES; HELICOPTERS
    • B64C17/00Aircraft stabilisation not otherwise provided for
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B64AIRCRAFT; AVIATION; COSMONAUTICS
    • B64CAEROPLANES; HELICOPTERS
    • B64C1/00Fuselages; Constructional features common to fuselages, wings, stabilising surfaces or the like
    • B64C2001/0045Fuselages characterised by special shapes

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Aviation & Aerospace Engineering (AREA)
  • Transmission Devices (AREA)

Description

  • Flugzeug mit senkrechten und wagerechten unbeweglichen Stabilisierungsflächen. Die Erfindung betrifft Land- und Wasserflugzeuge und bezweckt, deren Stabilität tun die Stampf-, Schlinger- und Richtungsachse zu erhöhen. Jedes Flugzeug kann als ein im Raum freies, sich um seinen Schwerpunkt drehendes System betrachtet werden, wobei die auftretenden Kräfte und Momente sich um diesen Schwerpunkt das Gleichgewicht halten und der Apparat sich um ihn dreht. Die Erfindung beruht nun in der Erkenntnis, daß sich eine selbsttätige Sicherung der Längs- und Querstabilität erzielen läßt, wenn man den Tragflächen eine derartige Gestalt gibt, daß i. jede Drehung des Flugzeuges um seine Schlingerachse selbsttätig eine die Drehung aufhebende dynamische Bremswirkung erzeugt, a. jede Drehung des Flugzeuges uni die Stampfachse selbsttätig eine die Drehung aufhebende dynamische Bremswirkung erzeugt, 3. jede Drehung des Flugzeuges um seine Richtungsachse selbsttätig eine die Drehung aufhebende dynamische Bremswirkung erzeugt, q.. jeder Flug des Apparates außerhalb seiner Gleichgewichtsbedingungen (wie es am Ende jeder Drehung um die Schlinger-, Stampf- oder Richtungsachse der Fall sein würde) selbsttätig ein statisches Kräftepaar um die entsprechende Achse erzeugt, derart, daß das Flugzeug in seine Gleichgewichtsstellung zurückkommt.
  • Gemäß der Erfindung wird dies dadurch erreicht, daß. an den seitlichen Enden der Haupttragfläche und oberhalb dieser ein Paar senkrechter Stabilisierungsflächen und über diese i ein Paar wagerechter Stabilisierungsflächen vorgesehen sind, die in der Flugrichtung eine beträchtliche Länge besitzen. Vorzugsweise weist jedes Paar einer horizontalen und vertikalen Stabilisierungsfläche in der Vorderansicht das Profil eines »'["« von verschiedener Schenkellänge auf, dessen äußerer Schenkel der längere ist, wobei die Gesamtflächensumme jedes Stabilisierungsflächenpaares ungefähr von der Größenordnung des Haupttragflächenflügels ist. Die Druckmittelpunkte der horizontalen Stabilisierungsflächen fallen daher auf zwei beträchtlich hinter der Drehachse und über der Schlingerachse genau symmetrisch liegende Punkte, während die Druckmittelpunkte der vertikalen Stabilisierungsflächen auf zwei beträchtlich hinter der Richtungsachse und oberhalb der Scblingerachse liegende Punkte fallen.
  • Es sei hier bemerkt, daß die Anwendung von Stabilisierungsflächen an den Steuereinrichtungen für Flugzeuge bereits bekannt ist. Diese am Flugzeugschwanz angeordneten Hilfsflächen bewirken jedoch nur eine Erhöhung der Steuerstabilität, ohne die unter i bis 4 angeführten Bedingungen für die Fahrtstabilität erfüllen zu können. Demgegenüber ergeben die Stabilisierungsflächenpaare gemäß der Erfindung eine kräftige Bremswirkung gegen jede Drehung öder Schwingung des Apparates um seine Schlingerachse, weil der auf die Stabilisierungsflächen ausgeübte Druck verhältnismäßig stark ist und an den Druckmittelpunkten der oberhalb der Schlingerachse angeordneten Stabilisierungsflächen angreift, so daß er in bezug auf den Schwerpunkt des Apparates an einem beträchtlichen Hebelarm wirkt. Da die Druckmittelpunkte der in der Flugrichtung stark verlängerten Stabilisierungsflächen hinter der von der Stampfachse und der Richtungsachse gebildeten Ebene liegen, haben sie zugleich eine beträchtliche dynamische Bremswirkung gegen jede Schwingung in bezug auf diese Achsen zur Folge. Auf diese Weise bringt der auf die Druckmittelpunkte der Stabilisierungsflächen wirkende Luftdruck den Apparat in seine Gleichgewichtslage selbsttätig zurück, wenn er sich um diese oder jene Achse drehen sollte.
  • Die Erfindung sei an Hand der Zeichnung näher erläutert, die ein Ausführungsbeispiel der Erfindung schematisch darstellt.
  • Abb. i ist eine Draufsicht, Abb. 2 eine Vorderansicht und Abb.3 eine Seitenansicht eines in Ruhe befindlichen Flugzeuges.
  • Abb.4 ist eine Vorderansicht eines in bezug auf seine Schlingerachse außerhalb des Gleichgewichtes befindlichen Flugzeuges.
  • Abb. 5 ist eine Seitenansicht eines in bezug auf seine Stampfachse außerhalb des Gleichgewichtes befindlichen Flugzeuges.
  • Die Abb.6 ist eine der Abb.5 entsprechende Ansicht, welche die statische Beeinflussung des Flugzeuges um die Stampfachse veranschaulicht.
  • Die Abb. 7 und 8 zeigen in Vorderansicht und Draufsicht die Wirkung der vertikalen Stabilisierungflächen, wobei die horizontalen Stabilisierungsflächen der Übersicht halber nicht gezeichnet sind.
  • Abb. 9 ist eine Vorderansicht eines infolge Drehung um die Schlingerachse aus der Gleichgewichtslage geratenen Flugzeuges, welche die statische Wirkung der Stabilisierungsflächen in diesem Falle darstellt.
  • Die Abb. io schließlich zeigt in einer Draufsicht, in der die horizontalen Stabilisierungsflächen der Übersicht halber fortgelassen sind, die Wirkung der vertikalen Stabilisierungsflächen, die ein abgelenktes Flugzeug in seine für den Flug erforderliche Gleichgewichtslage zurückbringt.
  • In dem dargestellten Ausführungsbeispiel bedeuten i und 2 die horizontalen Stabilisierungsflächen mit ihren bei 3 bzw. 4 gelegenen einander entsprechenden Druckmittelpunkten, deren Entfernung voneinander 2 L beträgt, wobei L ihr Abstand von dem gemeinsamen Schwerpunkt bedeutet (vgl. Abb.4). Die horizontalen Stabilisierungsflächen i und 2 sind den vertikalen Stabilisierungflächen 31 und 41 (Abb.2, und 9) derart übexgelagert, daß jedes_ Stabilisierungsflächenpaar in der Vorderanicht ein >zT« von ungleichen Schenkellängen bildet, wobei der äußere Schenkel länger als der nach innen zeigende ist; die Stabilisierungsflächen sind sowohl untereinander als auch mit den Haupttragflächen fest verbunden, so daß sie gewissermaßen zwei in der Längsrichtung des Flugzeuges verlaufende T-Träger bilden, die während des Fluges zur Versteifung des Apparates beitragen.
  • Sollte der Apparat aus irgendwelchen Gründen die Neigung zu Schlingerbewegungen in Richtung des Pfeiles io (Abb. 4) haben, so wirken zwei Kräfte i i in bezug auf die voneinander sehr entfernten Punkte 3 und 4 mit dem sehr beträchtlichen Hebelarm 2 l; so d'aß sie der Drehung um die Schlingerachse entgegenwirken und diese Drehung abbremsen.
  • Hätte der Apparat aus irgendwelchen Gründen Neigung, im Sinne des Pfeiles I2 (Abb.5) zu stampfen, so würden auf die Punkte 3 und 4 Kräfte 13 mit einem Hebelarm h, der in bezug auf den Schwerpunkt 17 von beträchtlicher Länge ist, -#vii-ken, so da.ßjede Drehbewegung in 'Richtung des Pfeiles 'i2 abgebremst würde. Außer diesen bremsenden Einflüssen und außer ihrer Wirkung in Verbindung mit den entsprechenden vertikalen Stabilisierungsflächen, von denen noch die Rede sein wird, üben die horizontalen Stabilisierungsflächen auch eine kräftige statische Wirkung zur Rückführung des Apparates in die Gleichgewichtslage aus. Wenn nämlich aus irgendeinem besonderen Grunde der Apparat so abgelenkt würde,-wie es die Abb. 6 zeigt, und sich in der Richtung des Pfeiles 14 fortbewegt, so werden an den Punkten 3 und 4 Kräfte 15 angreifen, deren mit dem Hebelarm 12 in bezug auf den Schwerpunkt 17 angreifende Komponenten 16 dem Apparat eine Drehung im Sinne des Pfeiles 18 geben und ihn somit in die Gleichgewichtslage zurückführen werden.
  • Die vertikalen Stabilisierungsflächen entwickeln ihrerseits Bremswirkungen, zu denen man durch analoge Überlegungen gelangt, indem man z. B. die Abb. 7 und 8 betrachtet. Diese Bremswirkung verhindert jede Schlingerbewegung in Richtung des Pfeiles 51 (Abb.7) infolge der Kräfte 61 und 71, die mit einem Hebelarm 13 an den entsprechenden Druckmittelpunkten angreifen; ferner verhindert die von den vertikalen Stabilisierungsflächen herrührende Bremswirkung jede Abweichung von der gewünschten Bewegungsrichtung im Sinne des Pfeiles ioi um die durch den Schwerpunkt 17 des Apparates gehende Vertikalachse. In diesem Falle würde die seitliche Abweichung von der gewünschten Flugrichtung, die durch den Pfeil oo angedeutet ist, Kräfte i i i und 12i hervorrufen, welche an den Druckmittelpunkten 31 und 41 mit einem Hebelarm 14 angreifen.
  • Aus diesem Zusammenwirken der Stabilisierungsflächen (Abb. g) bzw. ihrer auf Wiederherstellung des Gleichgewichtszustandes hinzielenden Wirkungen ergibt sich ein weiterer beträchtlicher Vorteil der Anordnung gemäß der Erfindung: wenn nämlich der Apparat in Richtung des Pfeiles 131 abgelenkt wird, so werden Kräfte 141 und 151 auf die Druckmittelpunkte der beiden Stabilisierungsflächenpaare wirken. Die senkrechte Projektion des Paares 1/31 hat die Größe hl, welche geringer ist als die senkrechte Projektion h2 des entgegengesetzten Flügelpaares. Außerdem ist der auf das Flügelpaar 2/4i wirkende Hebelarm der Kraft 151 in bezug auf den Schwerpunkt 17 des Apparates erheblich größer als der auf das Flügelpaar 1/31 wirkende Hebelarm der Kraft 141. Infolgedessen wird das höher gelegene Flügelpaar 2/41 in bezug auf die Schlingerachse eine überwiegende Rolle spielen, indem es den Apparat wieder in die Gleichgewichtslage zurückführt.
  • Es ist auch ersichtlich, daß die Stabilisierungsflächen, wenn der Apparat aus seiner Gleichgewichtslage in bezug auf seine beiden Achsen, nämlich die Schlinger- und Richtungsachse, herausgekommen ist, mit der Richtungsachse des Apparates einen rechten Winkel bilden. Die Flugbewegung erzeugt einen Druck auf die Stabilisierungsflächen unabhängig von der Wirkung der Motoren. Da dieser Druck auf die Druckmittelpunkte der Stabilisierungsflächen wirkt, so wird er ein statisches Stabilisierungskräftepaar um die Schlingerachse ergeben, so daß der Apparat in seine normale Gleichgewichtslage zurückgebracht wird.
  • Wenn der Apparat aus irgendwelchem Grunde in Richtung des Pfeiles 171 abgelenkt ist, so gilt insbesondere für die vertikalen Stabilisierungsflächen (Abb. io), daß zwei gleiche Kräfte 181, igi an den Druckmittelpunkten der Stabilisierungsflächen 31 und 41 angreifen werden, deren eine, igi, mit einem kleineren Hebelarm in bezug auf den Schwerpunkt 17 angreifen wird als die andere, iSi. Die Wirkung der Kraft 181 wird daher überwiegen und das Flugzeug in Richtung des Pfeiles 211 wieder in die richtige Flugrichtung bringen.
  • Es lassen sich an den beschriebenen Ausführungsformen mannigfache Abänderungen vornehmen und auch sonst geeignete Einrichtungen treffen, ohne den Rahmen und den Sinn der Erfindung zu verlassen.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Flugzeug mit senkrechten und wagerechten unbeweglichen Stabilisierungsflächen, dadurch gekennzeichnet, daß an den seitlichen Enden der Haupttragfläche und oberhalb dieser ein Paar senkrechter Stabilisierungsflächen (31, 41) und über diesen ein Paar wagerechter Stabilisierungsflächen (i, 2) vorgesehen sind, die in der Flugrichtung eine beträchtliche Länge besitzen.
  2. 2. Flugzeug nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß jede horizontale und jede vertikale Stabilisierungsfläche zusammen in der Vorderansicht das Profil eines »'['« von verschiedener Schenkellänge bilden, dessen äußerer Schenkel der längere ist, und daß die Gesamtflächensumme jedes Stabilisierungsflächenpaares ungefähr von der Größenordnung des Haupttragflächenflügels ist.
DET30139D 1924-06-30 1925-04-01 Flugzeug mit senkrechten und wagerechten unbeweglichen Stabilisierungsflaechen Expired DE445083C (de)

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IT445083X 1924-06-30

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DET30139D Expired DE445083C (de) 1924-06-30 1925-04-01 Flugzeug mit senkrechten und wagerechten unbeweglichen Stabilisierungsflaechen

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