DE44498C - Aufschliefsung der Kupferkiese durch salpetersäure Eisensalze behufs Extraktion des Kupfers - Google Patents

Aufschliefsung der Kupferkiese durch salpetersäure Eisensalze behufs Extraktion des Kupfers

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DE44498C
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copper
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acid iron
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DENDAT44498D
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J. PERINO, Chemiker, Assistent an der Technischen Hochschule in Charlottenburg, Technische Hochschule
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    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22BPRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
    • C22B1/00Preliminary treatment of ores or scrap
    • C22B1/02Roasting processes
    • C22B1/06Sulfating roasting
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22BPRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
    • C22B15/00Obtaining copper
    • C22B15/0063Hydrometallurgy
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
KLASSE 40: Hüttenwesen.
Das vorliegende Verfahren bezweckt eine einfache, vor und nach stattgehabter theilweiser Röstung ermöglichte Sulfatisirung des Schwefelkupfers der Kupferkiese, und bezieht sich die Neuerung auf die Anwendung der salpetersauren Salze des Eisens als Sulfatisirungsmittel. Letztere geben infolge ihrer leichten Zersetzbarkeit in mä'fsiger Hitze Sauerstoff ab unter Bildung von gasförmigen Oxyden des Stickstoffes und eines Rückstandes von Eisenoxyd. Der verfügbare Sauerstoff wirft sich in statu nascendi zunächst auf das Schwefelkupfer und bildet direct schwefelsaures Kupferoxyd, während die neben dem Schwefelkupfer stets vorhandenen höheren Schwef lungsstufen des Eisens schwieriger vom Sauerstoff angegriffen werden. Diese Verhältnisse sind abhängig von den Temperaturen, bei welchen der Procefs geleitet wird. Die Reaction beginnt schon bei etwas über 1000C. und verstärkt sich allmälig mit Erhöhung der Temperatur, welche aber 2000 nicht übersteigen mufs.
Die verschiedenen Sorten der vorkommenden Kupferkiese und kupferkieshaltigen Schwefelkiese werden in dieser Beziehung kleine Verschiedenheiten ihres Verhaltens erkennen lassen, wonach die einzuhaltenden Temperaturen zu reguliren sind. Die Dauer dieses Oxydationsprocesses darf je nach dem Vorschreiten der Erhitzung auf 1 bis 2 Stunden bemessen werden.
Je nach den Umständen kann es geeignet erscheinen, bei gleichzeitiger Bildung von schwefelsaurem Eisenoxyd die Erhitzung bis zurZersetzungstemperatur des letzteren (schwache Rothglut) zu steigern, wodurch dann bei event. Bildung von Kupferoxyd im ersten Stadium des Processes auch dieses noch in Sulfat verwandelt wird und so der Sulfatisirungsprocefs des Kupfers möglichst vollkommen wird.
Der erhaltene Rückstand wird dann mit warmem Wasser ausgelaugt und das Kupfer der auf diese Weise erhaltenen Vitriollauge mit Eisen nach dem bekannten Cementationsverfahren gefällt und raffinirt.
Bei der praktischen Durchführung dieses Verfahrens läfst sich ein sehr geeigneter Regenerationsprocefs anschliefsen, wobei es sich hauptsächlich um die Darstellung des salpetersauren Eisensalzes handelt. Man wird die aus dem Procefs resultirende Eisenvitriollauge direct mit einer concentrirten Lösung von salpetersaurem Kalk (in Salpeterplantagen erzeugt) behandeln, wobei sich schwefelsaurer Kalk (Gyps) als sehr schwerlöslich ausscheidet und eine Lösung von salpetersaurem Eisenoxydul sich bildet, welche abgelassen und in Vorlagen gebracht wird, die mit der Sulfatisirungseinrichtung in Verbindung stehen. Die während des Sulfatisirungsprocesses sich entwickelnden salpetrigen Dämpfe werden mittelst eines langsam durchgeleiteten Luftstromes nach den Vorlagen geführt, wodurch das salpetersaure Eisenoxydul zu salpetersaurem Eisenoxyd oxydirt wird, während das erzeugte Stickoxyd durch den
Sauerstoff der Luft abermalig zu salpetrigsauren Dämpfen umgewandelt wird, welche dann weiter durch suspendirten kohlensauren Kalk (oder auch Kalkmilch) bei Kochhitze absorbirt werden. Es findet hierbei eine allmälige (bei Gegenwart von Quarzsand raschere) Bildung von salpetersaurem Kalk statt.
Bei der Fällung der Eisenvitriollauge durch salpetersauren Kalk ist zu beachten, dafs ein Ueberschufs des letzteren störend auf die SuI-fatisirung des Kupfers wirkt.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Anwendung von salpetersauren Eisensalzen als Sulfatisirungsmittel der Kupferkiese mit oder ohne vorherige Röstung derselben behufs Extraction des Kupfergehaltes auf nassem Wege.
DENDAT44498D Aufschliefsung der Kupferkiese durch salpetersäure Eisensalze behufs Extraktion des Kupfers Expired DE44498C (de)

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DE44498C true DE44498C (de) 1900-01-01

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