DE444673C - Verfahren zur Umformung von mechanischen AEnderungen, die durch den Schall hervor-gerufen werden (Koerperschwingungen, Dichteschwankungen usw.), in elektrische Impulse - Google Patents
Verfahren zur Umformung von mechanischen AEnderungen, die durch den Schall hervor-gerufen werden (Koerperschwingungen, Dichteschwankungen usw.), in elektrische ImpulseInfo
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Description
Gegenstand der Erfindung ist ein Mikrophon zur Umsetzung von mechanischen Wirkungen
des Schalles in elektrische. Es beruht auf dem Gedanken, die sehr kleinen mechanisehen
\Teränderungen (Dichteänderungen der
Luft, mechanische Bewegungen von !Membranen u. dgl.), die der Schall hervorruft, zur
Erzeugung von Interferenzen im Strahlenwege einer Lichtquelle zu benutzen und die
ίο dadurch entstehenden Lichtschwankungen direkt oder indirekt, z. B. auf dem Umwege
über eine photographische Aufzeichnung, in elektrische Impulse umzusetzen, wozu bekannte
Mittel, wie photoelektrische Zellen, Selenzellen u. dgl., verwendet wei-den.
Ein derartiges Mikrophon hat den Vorteil, daß außerordentlich kleine mechanische Änderungen
wirksam werden. Benutzt man z. B. eine durch den Schall zum Schwingen ge-
-20 brachte Membran, so braucht diese nur einen Gesamtausschlag von 0,0004 mm zu machen,
um bei Verwendung von blauem Licht Interferenzwirkungen hervorzubringen. Eine solche Membran kann daher stark gedämpft
sein, wodurch der das elektrische Abbild des Schalles verzerrende Einfluß von Eigenschwingungen
beseitigt und die absolute Proportionalität der Umformung gesichert wird. Man kann aber auch ohne schwingende Membran
arbeiten, beispielsweise in der Form, daß in einer Art Gas-Interferometer-Anordnung
in den Weg des einen Lichtstrahles eine Art Luftresonator, z. B. eine Kammer oder
Röhre, eingeschaltet ist, welche mit der schall-· erregten Außenluft in Verbindung steht, so
daß in der Röhre Verdichtungen und Verdünnungen der Luft im Rhythmus der Schallfrequenz
hervorgebracht werden. Näheres zeigt die nachstehend beschriebene Abbildung, welche die Erfindimg im grundsätzlichen veranschaulichen
soll.
Ein von einer Lichtquelle L, beispielsweise einem stark beleuchteten Spalt, ausgehender
Lichtstrahl wird in bekannter Weise, z. B.
durch zwei Jaminsche Platten P1 und P2 in
einen reflektierten und einen gebrochenen Strahl 1 bzw. 2 zerlegt, welche beide zunächst
parallel verlaufen. Der Gang und die Zuordnung der Strahlen sind durch aufgesetzte
Pfeile angedeutet. Wahrend der Strahl 1 unmittelbar von P1 nach P2 gelangt, ist in den
Weg des Strahles 2 der Schallempfänger eingeschaltet. Tn der Abbildung ist als solcher eine
stark gedämpfte Membran M angenommen, auf welche der Schall in der Richtung des
Pfeiles 3 trifft. An der Rückseite der Membran ist ein kleines Spiegelchen S befestigt,
auf welches der Strahl 2 mittels eines Winkelspiegels W abgelenkt wird. Der von S
zurückgeworfene Strahl 2 kommt dann durch Reflexion an der Oberfläche von P2 mit dem
an gleicher Stelle austretenden gebrochenen Strahl 1 zur Interferenz. Alle optischen
Hilfsmittel, wie Linsen, Blenden usw., die zur \?ervollständigung der Apparatur in der
Praxis notwendig sind, bleiben hier der Übersicht halber fort.
In der Praxis entsteht bei der vorstehend geschilderten Anordnung durch das Zusammenwirken
aller vom Spalt L kommenden Strahlen ein System von Interferenzstreifen (monochromatisches
Licht vorausgesetzt), d.h. eine Folge heller und dunkler Spaltbilder. Läßt
man die Strahlen durch ein Raster R gehen, auf welchem eine dem Interferenzbilde gleichende
Folge von abwechselnd undurchsichtigen und durchsichtigen Streifen von der •v-Bf&itc des Spaltbildcs sich befindet, so wird
auf -eine hinter dem Raster im Strahlenweg liegende lichtelektrische Zelle Z eine gewisse
Lichtstärke treffen, wenn das hiterfcrcnzbild
auf dem Raster R so liegt, daß die hellen Spaltbilder von L auf durchsichtige Stellen
fallen. \Terschiebt sich aber das [nterferenzbild
durch die Änderungen des Weges des Strahles 2, die den Schallvorgängen entsprechen,
um nur eine Sireifcnbreite, so fallen
die hrllen Spahbilder auf die undurchsich-
tigen Stellen des Rasters, und die Zelle Z erhält kein Licht. Die in der Abbildung gezeichnete
Verbindung der lichtelektrischen Zelle mit der Verstärkeranordnung V zum
Zwecke der Umformung der Lichtschwankungen in verstärkte elektrische Impulse geschieht
nach einer der vielen bekannten Schaltweisen und soll hier weiter nicht erörtert
werden. Zu beachten ist bei der Ausführung der Erfindung, daß die Lage aller
optischen Teile sowie des Schallempfängers zueinander sehr stabil sein muß, um den Einfluß
von Erschütterungen auszuhalten.
Damit eine den Schallschwingungen proportionaie elektrische Wirkung zustande kommt, muß die Anordnung so getroffen werden, daß die maximale A^erschiebung der Interferenzstreifen eine Streifenbreite nicht übersteigt, da bei einer größeren Verschiebung das Spaltbild wieder auf eine undurchsichtige Stelle des Rasters fallen würde und somit eine Abnahme in der Beleuchtungsstärke der lichtelektrischen Zelle eintreten würde.
Damit eine den Schallschwingungen proportionaie elektrische Wirkung zustande kommt, muß die Anordnung so getroffen werden, daß die maximale A^erschiebung der Interferenzstreifen eine Streifenbreite nicht übersteigt, da bei einer größeren Verschiebung das Spaltbild wieder auf eine undurchsichtige Stelle des Rasters fallen würde und somit eine Abnahme in der Beleuchtungsstärke der lichtelektrischen Zelle eintreten würde.
Die zweite der vorstehend angedeuteten Möglichkeiten zur Beeinflussung des Strahles
2 läßt sich derart verwirklichen, daß dieser Strahl eine Luftkammer durchsetzt, in welcher
der auftreffende Schall die seiner Frequenz und Amplitude entsprechenden Dichtschwankungen
hervorruft, während der Strahl 1 einen gegen den Schall abgedichteten
Luftweg passiert. Der Gangunterschied beider Strahlen wird dann durch die Änderangen
der Fortpflanzungsgeschwindigkeit infolge der Dichteschwankungen erzeugt und bei geeigneter Bemessung der Luftwege groß
genug, um abwechselnde Auslöschung und Aufhellung bei genügend kleinen Schallamplituden
zu erzeugen.
■ Wendet man die indirekte Schallaufzeichnung, etwa auf einem Schallfilm, an, so kann
man das Interferenzbild ohne Zwischenschaltung eines Rasters unmittelbar auf dem Film
aufnehmen, wobei die \'~erschiebung der Interferenzstreifen
rechtwinklig zur Fortbewegungsrichtung des Films erfolgen muß. Bei der Wiedergabe muß dann aber ein Raster in
konstanter Lage, ähnlich der hier beschriebenen Anordnung, benutzt werden, um die Änderungen
der Belichtung der lichtelektrischen Zelle richtig zu steuern.
Man kann aber auch das für die Aufnahme dienende Interferenzlicht in gleicher Form bei
der Wiedergabe benutzen, um die Zelle durch den exponierten und entwickelten Film hindurch
richtig zu beleuchten, indem man es hierfür seiner Lage nach unveränderlich macht. Dann ergibt sich beim Vorbeigleiten
des Films von selbst der erforderliche Wechsei von hell und dunkel, indem die feststehenden
hellen Spaltbilder abwechselnd auf undurchlässige und durchlässige Stellen des Films treffen.
Claims (5)
1. Verfahren zur Umformung, von mechanischen Änderungen, die durch den
Schall hervorgerufen werden (Körperschwingungen, Dichteschwankungen usw.), in elektrische Impulse, dadurch gekennzeichnet,
daß der Gangunterschied zur Interferenz gelangender Lichtstrahlen durch diese mechanischen Änderungen beeinflußt
wird und die entstehenden Lichtschwankungen auf eine lichtelektrische Zelle oder ein ähnliches Mittel einwirken.
2. Elektrooptisches Mikrophon, dadurch gekennzeichnet, daß mechanische
Änderungen, die der Schall hervorruft (Körperschwingungen, Dichteschwankungen), den Gangunterschied zur Interferenz
gelangender Lichtstrahlen beeinflusset! und die entstehenden Lichtschwankungen
durch bekannte Mittel, z. B. lichtelektrische Zellen, in elektrische Impulse umgeformt
werden.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß bei einer Interferometer-Anordnung
in den Weg des einen Strahles ein Spiegel (S) eingeschaltet wird, der mit einer durch den Schall in
Bewegung gesetzten Membran verbunden ist und die Länge des Lichtweges infolge der Bewegungen der Membran verändert.
4. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß in einer Interferometer-Anordnung
einer von den beiden Strahlen durch eine mit der Außenluft verbundene Luftkammer geleitet
wird, in welcher der Schall Dichteschwankungen hervorbringt, während in den Weg
des anderen Strahles ein schalldichter Luftraum eingeschaltet ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß in den Lichtweg
vor der lichtelektrischen Zelle ein Raster gestellt wird, durch welches das Strahlenbündel nach der Interferenz hindurchtritt,
derart, daß eine Verschiebung des Interferenzbildes um nur eine Streifenbreite Auslöschung oder Aufhellung
bewirken kann.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DET29651D DE444673C (de) | Verfahren zur Umformung von mechanischen AEnderungen, die durch den Schall hervor-gerufen werden (Koerperschwingungen, Dichteschwankungen usw.), in elektrische Impulse |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DET29651D DE444673C (de) | Verfahren zur Umformung von mechanischen AEnderungen, die durch den Schall hervor-gerufen werden (Koerperschwingungen, Dichteschwankungen usw.), in elektrische Impulse |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE444673C true DE444673C (de) | 1927-05-27 |
Family
ID=7555046
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DET29651D Expired DE444673C (de) | Verfahren zur Umformung von mechanischen AEnderungen, die durch den Schall hervor-gerufen werden (Koerperschwingungen, Dichteschwankungen usw.), in elektrische Impulse |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE444673C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4820019A (en) * | 1984-09-12 | 1989-04-11 | Sharp Kabushiki Kaisha | Optical device |
-
0
- DE DET29651D patent/DE444673C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4820019A (en) * | 1984-09-12 | 1989-04-11 | Sharp Kabushiki Kaisha | Optical device |
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