DE444192C - Verfahren zur Herstellung von Druckformen durch Kontakt zwischen Vorlage und einer Kolloidschicht - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Druckformen durch Kontakt zwischen Vorlage und einer Kolloidschicht

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DE444192C
DE444192C DEU8881D DEU0008881D DE444192C DE 444192 C DE444192 C DE 444192C DE U8881 D DEU8881 D DE U8881D DE U0008881 D DEU0008881 D DE U0008881D DE 444192 C DE444192 C DE 444192C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41MPRINTING, DUPLICATING, MARKING, OR COPYING PROCESSES; COLOUR PRINTING
    • B41M5/00Duplicating or marking methods; Sheet materials for use therein
    • B41M5/025Duplicating or marking methods; Sheet materials for use therein by transferring ink from the master sheet

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Description

  • Verfahren zur Herstellung von Druckformen durch Kontakt zwischen Vorlage und einer Kolloidschicht. Zur Reproduktion von Vorlagen zur Herstellung von Druckformen bedient man sich verschiedener bekannter Verfahren, z. B. der Photographie, der Durchlichtung, der Reflektokopie, der anastatischen Verfahren, der Katatypie. Mit allen diesen bekannten Verfahren hat das im folgenden beschriebene neue Verfahren nichts gemein. Es ähnelt nur insofern der Katatypie, als auch das neue Verfahren auf die Wirkung des Lichtes zur Erzeugung von Druckformen verzichten kann.
  • Es ist auch bekannt, durch eine Kontaktwirkung zwischen der wiederzugebenden Vorlage und einer Kolloidschicht eine Druckform zu erzeugen, wobei die technische Zusammensetzung der Tinte bzw. des Farbstoffes, mit welchem die Vorlage beschriftet oder bedruckt war, dem besonderen Zwecke angepaßt sein mußte.
  • Bei dem neuen Verfahren kann eine in üblicher Weise einseitig oder doppelseitig bedruckte oder bezeichnete Vorlage auf Papier als Vorlage dienen, ohne daß diese Vorlage einer besonderen Behandlung bedarf. Das neue Verfahren beruht auf der Erkenntnis, daß bei der Berührung einer derartigen Papiervorlage mit einer Kolloidschicht unter Ausschluß des Lichtes die Kolloidschicht an denjenigen Stellen gehärtet bzw. gegerbt wird, an welchen das Papier der Vorlage die Kolloidschicht berührte, während die bedruckten Teile derVorlage die Kolloidschicht unverändert lassen. Nach einiger Zeitdauer der Kontaktwirkung zwischen bedruckter Vorlage und Kolloidschicht verschwindet die Gerbwirkung der Kolloidschicht unter den unbedruckten Papierstellen wieder und tritt unter den bedruckten Stellen der Vorlage auf der Kolloidschicht wieder auf.
  • Eine Ausführungsweise des neuen Verfahrens sei beispielsweise im folgenden beschrieben. Eine Aluminiumplatte wird als Träger für die Kolloidschicht dadurch geeignet gemacht, daß man sie einige Stunden in schwacher Salpetersäure von 2 ° badet, hierauf kräftig abspült und mit Bimsstein sauber abschleift. Nach dem Trocknen erhält diese Platte einen Aufguß, der beispielsweise folgende Zusammensetzung haben kann: 12o ccm 16prozentige wäßrige Gelatinelösung wird mit einer stark ammoniakalischen Ammoniumacetatlösung mitAlkoholzusatz (15 ccmkonzentrierte Essigsäure -,' 5 ccm Äthylalkohol -E- 55 ccm Ammoniak) versetzt. Die Platten werden- in schneller Rotation in einer geeigneten Trockenschleuder getrocknet. Die Schicht darf bei der Trocknung nicht zu warm werden, weshalb beim Schleudern eine Temperatur von nicht über 30° gehalten werden muß.
  • Nach dem Trocknen wird die Platte in einem Kopierrahmen mit der Vorlage in möglichst starken Kontakt gebracht und nach 3 bis q. Minuten aus dem Rahmen genommen. Nach kurzer Wässerung erhält die Kolloidschicht durch Übergießen mit einem Farbstoff eine Kontrollfärbung. Durch Reiben mit Watte wird das Bild sichtbar, es erscheint die Druckvorlage im Negativ. Die Schicht wird getrocknet, in Salpetersäure von 8 B6 3 Minuten geätzt, um die später aufzutragende Druckfarbe auf dem Metall haftend zu machen, mit einer Mischung von 50 Prozent Umdruckfarbe -E- 50 Prozent Federfarbe mit Terpentinzusatz eingewalzt, im Wasserbad abgerieben und ist für den Auflagedruck nach kurzem Ätzen mit Phosphorsäure druckfertig. Es wird also unter Ausschluß des Lichtes durch das Kontaktverfahren direkt eine druckfertige Platte gewonnen.
  • Für die meisten Verwendungsfälle des Verfahrens ist das Erzielen eines Negativs wie bei dem obenerwähnten Beispiel genügend. Durch Änderungen in der Zusammensetzung des Kolloids, beispielsweise durch geringeren Ammoniakgehaltund längereAussetzungsdauer, läßt sich auch ein Positiv erzeugen. Die bei kurzer Kontaktwirkung zwischen dem Papier der Vorlage und der Schicht der Druckplatte entstehende Gerbung wird bei längerer Kontaktwirkung wieder aufgehoben. Jedoch tritt die Gerbwirkung bei längerer Kontaktwirkung an den Stellen auf, die im Kontakt mit den durch Tusche oder Druckfarben bedruckten Teilen der Vorlage liegen.
  • Von verschiedenen Metallen hat sich das Aluminium als das geeignetste für die Unterlagen bisher erwiesen.
  • Als anderes Ausführungsbeispiel für eine für das beschriebene Verfahren geeignete Kolloidschiebt kommt eine stark ammoniakalische Gelatinelösung mit geringen Zusätzen basischer Farbstoffe in Betracht.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von Druckformen durch Kontakt zwischen Vorlage und einer Kolloidschicht, dadurch gekennzeichnet, daß durch eine Kontaktwirkung zwischen dem Papier einer in üblicher Weise bedruckten, unpräparierten Vorlage und einer Kolloidschicht eine Druckform erzeugt wird. z. Verfahren zur Herstellung von Druckformen nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Kolloidschicht bei Berührung mit dem Papier der Vorlage an den mit dem Papier der Vorlage sich berührenden Stellen gehärtet wird, während die bedruckten Teile der Vorlage die Kolloidschicht unbeeinflußt lassen, wodurch eine Druckform entsteht, bei welcher der Druckfarbenträger das Metall der Druckplatte ist. 3. Verfahren zur Herstellung von Druckformen nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß durch längere Dauer der Kontaktwirkung das Papier der Vorlage durch die Stellen, die mit Tusche oder Druckfarbe bedeckt sind, hindurchwirkt und hierbei eine Druckform entsteht, bei der der Druckfarbenträger die gehärtete Schicht der Druckplatte ist.
DEU8881D 1925-06-12 1925-06-12 Verfahren zur Herstellung von Druckformen durch Kontakt zwischen Vorlage und einer Kolloidschicht Expired DE444192C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE963960C (de) * 1954-02-10 1957-05-16 Inst Graphische Technik Verfahren zum Herstellen von Duplikaten bzw. Kopiervorlagen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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