DE4428154C2 - Anordnung einer Langlaufskibindung und eines daran angepaßten Langlaufskischuhs - Google Patents
Anordnung einer Langlaufskibindung und eines daran angepaßten LanglaufskischuhsInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Anordnung einer Langlaufskibindung und eines daran angepaßten
Langlaufskischuhs gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Eine derartige Anordnung ist aus der DE 92 00 453 U1 bekannt. Obschon sich diese Anord
nung in der Praxis zum Langlaufen im allgemeinen bewährt hat, ist sie nur bedingt zum soge
nannten "Skating" geeignet. Unter "Skating" versteht man eine schlittschuhartige Fortbewe
gung auf Skiern, die in letzter Zeit vor allem im Wettkampfsport als besonders schnelle Art
der Fortbewegung immer mehr an Bedeutung gewinnt. Bei den herkömlichen Langlauf-Ski
bindungen liegt die gelenkartige Verbindung zwischen Gelenkachse einerseits und bindungs
seitigem Haltehaken andererseits am oder sogar vor dem vorderen Sohlenende. Dadurch läßt
sich nahezu die gesamte Sohle des Langlauf-Skischuhs von der Deckfläche des Skikörpers
abheben. Eine exakte Skiführung sowie eine maximale Kraftübertragung auf den Skikörper
läßt sich damit nicht, zumindest nur begrenzt erreichen.
In der EP 0 136 310 B1 ist eine Kombination einer Langlauf-Skibindung und eines daran an
gepaßten Schuhs beschrieben, bei der die Langlauf-Skibindung ein Kopplungselement für den
Anschluß des Schuhs aufweist, welches an seinem skivorderen Ende mit dem Skikörper ver
bindbar und an seinem skirückwärtigen Ende am Schuh im Ballenbereich desselben an
schließbar ist. Das Kopplungselement ist derart biegbar ausgestaltet, daß der Absatz des
Schuhs beim Skilanglauf entsprechend herkömlicher Langlauf-Skibindungen frei angehoben
werden kann. Diese Kombination ist für den Wettkampfsport ebenfalls nicht einsetzbar, da sie
sich zum "Skating" mangels ausreichender Seitenstabilität nicht eignet.
Schließlich ist den bekannten Konstruktionen gemeinsam, daß dem Skiläufer nicht das Gefühl
vermittelt wird, mit der Vordersohle seines Schuhs stets vollflächigen Kontakt mit dem Ski zu
haben.
Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Anordnung einer Lang
lauf-Skibindung und eines daran angepaßten Langlauf-Skischuhs der gattungsgemäßen Art
bereitzustellen, die sich durch im Vergleich zum Stand der Technik verbesserte Kraftübertra
gung und Skisteuerung auszeichnet und darüber hinaus dem Skiläufer das Gefühl vermittelt,
mit der Vordersohle seines Schuhs stets vollflächigen Kontakt mit dem Ski zu haben.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruches
1 gelöst.
Die erfindungsgemäße Anordnung ist zum einen dadurch gekennzeichnet, daß die Gelenk
achse im Ballenbereich der vorderen Sohle angeordnet ist, und zum anderen, daß im Bereich
zwischen dem Flexor und der Gelenkachse ein vom Flexor unabhängig zwischen Sohle und
Skideckfläche wirksames, elastisch abgestütztes Sohlen-Kontaktelement vorgesehen ist.
Durch diese konstruktiven Maßnahmen werden dem Skiläufer das Gefühl vermittelt, daß er
mit der Vordersohle seines Schuhs stets vollflächigen Kontakt mit dem Ski hat. Diese nicht
nur gefühlsmäßig bestehende Tatsache verbessert auch das Kraftübertragungs- und Skisteue
rungsgefühl ganz erheblich. Auch wird durch das erfindungsgemäß vorgesehene Sohlen-
Kontaktelement die Kraftübertragung vom Skischuh auf den Skikörper erheblich verbessert.
Schließlich eignet sich die erfindungsgemäße Anordnung ganz besonders zum sogenannten
"Skating", und zwar primär durch die Anbindung des Schuhs am Ski im Ballenbereich der
Vordersohle des Schuhs.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der erfindungsgemäßen Anordnung sind in den Unteransprü
chen beschrieben. Dazu sei bemerkt, daß es von Vorteil ist, wenn das Sohlen-Kontaktelement
an der Skideckfläche angelenkt ist, wobei sich die Gelenkachse parallel zur Skideckfläche und
quer zur Skilängsrichtung erstreckt. Damit ist eine definierte Schwenkbewegung in einer
Ebene senkrecht zur Skideckfläche gewährleistet.
Eine stark verbesserte Kraftübertragung ist dann sichergestellt, wenn ein wesentlicher Teil der
vorderen Sohle auf dem Sohlen-Kontaktelement aufliegt, wobei sich das vordere Ende der
Sohle zweckmäßigerweise an einer am Sohlen-Kontaktelement ausgebildeten Anlagefläche
abstützt.
Auf die Anatomie und die Biomechanik des Fußes zugeschnitten kann das Sohlen-Kontakt
element um einen Winkel von 2° bis 12°, insbesondere 2° bis 8°, vorzugsweise 4° bis 6° ver
schwenkt werden.
Die Maßnahmen nach Anspruch 7 erhöhen die Seitenführung des Langlaufskis. Dies ist von
besonderem Vorteil für das bereits erwähnte "Skating".
Weitere Vorteile und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Be
schreibung einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Anordnung, wie sie
in der anliegenden Zeichnung schematisch dargestellt ist. Hierbei zeigen:
Fig. 1 eine schematische perspektivische Darstellung einer Ausführungsform einer
auf einem Langlaufski montierten Langlauf-Skibindung gemäß Erfindung;
Fig. 2 die Langlauf-Skibindung gemäß Fig. 1 in Seitenansicht;
Fig. 3 ein erfindungsgemäß vorgesehenes Sohlen-Kontaktelement in perspektivischer
Darstellung, wie es bei der Ausführungsform nach den Fig. 1 und 2 zum
Einsatz kommt; und
Fig. 4 das Sohlen-Kontaktelement gemäß Fig. 3 in Seitenansicht.
Die nachstehend beschriebene Ausführungsform umfaßt eine Langlauf-Skibindung 10 ent
sprechend den Fig. 1 und 2 sowie einen daran angepaßten, hier nicht näher dargestellten
Langlauf-Skischuh. Im Ballenbereich desselben sind in Eingriffselemente der Bindung 10
einfügbare komplementäre Eingriffselemente zur Herstellung einer gelenkartigen Verbindung
vorgesehen. Die sohlenseitigen Eingriffselemente umfassen eine Gelenkachse, die in einer
Ausnehmung der Sohle bzw. deren Lauffläche angeordnet ist und sich quer zur Sohlenlängs
richtung sowie etwa parallel zur Sohlenlauffläche erstreckt. Die komplementären bindungs
seitigen Eingriffselemente umfassen einen Haltekaken 26, der die erwähnte Gelenkachse im
Ballenbereich der Vordersohle des nicht näher dargestellten Skischuhs hintergreift und mit
dieser ein Scharniergelenk bildet. Der Haltehaken 26 ist aus einer Schließstellung in eine
Freigabestellung und umgekehrt bewegbar. Er ist durch ein Flachelement aus Kunststoff oder
Metall, insbesondere Aluminium oder rostfreiem Stahl gebildet, das in einem flachen und
mittels Schrauben 30 an einem Skikörper 32 befestigbaren Bindungsgehäuse 28 in Skilängs
richtung hin- und herverschieblich (Doppelpfeil 42 in Fig. 1) gelagert ist. Das (ski-)hintere
Ende des Haltehakens 26 ist in Richtung nach oben und zur Skispitze hin zu einem U-förmi
gen Haltebügel 36 verformt, der in der Schließstellung zur Fixierung der Gelenkachse im
Ballenbereich der Schuhsohle mit dem Bindungsgehäuse 28 zusammenwirkt. Das (ski-)-
vordere Ende des Haltehakens 26 ist mit einem am Bindungsgehäuse 28 gelagerten Betäti
gungselement 40 derart verbunden, daß die Bewegung des Betätigungselements 40 in eine
translatorische Hin- und Herbewegung (Doppelpfeil 42) des Haltehakens 26 bzw. Haltebügels
36 umsetzbar ist. Das Betätigungselement 40 ist bei der in den Fig. 1 und 2 gezeigten Ausfüh
rungsform der Bindung 10 am vorderen Ende 50 derselben als Drehscheibe ausgebildet, an
der das vordere Ende des Haltehakens 26 exzentrisch angeschlossen ist. Statt der Drehscheibe
40 kann auch ein Drehriegel, Schwenkhebel oder dgl. vorgesehen sein.
Die gelenkartige Verbindung zwischen der sohlenintegrierten Gelenkachse und dem Halteha
ken 26 ist derart ausgebildet, daß die Sohlenlauffläche im Bereich des Ballens an der Deckflä
che 46 des Skikörpers 32 gehalten ist.
Zwischen der Sohlenlauffläche des Langlaufskischuhs und der Deckfläche 46 des Skikörpers
32 bzw. hier dem Bindungsgehäuse 28 ist ein elastisch verformbares Element, nämlich ein
Flexor 48 entsprechend den Fig. 1 und 2 zur elastischen Abstützung des Langlaufskischuhs an
der Deckfläche 46 des Skikörpers 32 bzw. an der Oberseite des Bindungsgehäuses 28 ange
ordnet. Konkret ist der Flexor 48 zwischen der gelenkartigen Bindung einerseits und dem
vorderen Sohlenende andererseits wirksam. Entsprechend Fig. 1 ist das Bindungsgehäuse 28
an der Oberseite noch mit zwei Führungs- bzw. Stützrippen 66 zur Aufnahme korrespondie
render Nuten an der Unterseite der Sohle bzw. in der Sohlenlauffläche des Langlaufskischuhs
versehen, die im wesentlichen parallel zur Skilängsrichtung verlaufen. Die Stützrippen 66 sind
integral mit dem Bindungsgehäuse 28 ausgebildet. Der Haltehaken 26 ist bei der dargestell
ten Ausführungsform zwischen den beiden Stützrippen 66 angeordnet, die jeweils im Bereich
unmittelbar vor dem Haltehaken 26 einander entsprechende, sich quer zur Skilängsrichtung
erstreckende Ausnehmungen 68 besitzen, welche zur Aufnahme der Gelenkachse des Lang
laufskischuhs vorgesehen sind.
Dem vorgenannten Betätigungselement 40 ist noch ein Betätigungshebel 41 zugeordnet, so
daß das Betätigungselement leichter handhabbar ist.
Im mittleren Abschnitt des Bindungsgehäuses 28 ist ein Sohlen-Kontaktelement 49 angeord
net. Es ist im Bereich der Skideckfläche 46 verschwenkbar gelagert (Doppelpfeil 39 in Fig. 1)
und umfaßt eine in einem Winkel von 2° bis 12° zur Skideckfläche 46 verschwenkbar ange
ordnete erste Stützfläche 65, an deren vorderes Ende sich eine kürzere, zweite Stütz- bzw.
Anlagefläche 71 anschließt, wobei sich diese Anlagefläche 71 gegenüber der Stütztfläche 65
in einem Winkel von etwa 135° nach oben erstreckt. Die beiden Flächen 65 und 71 sind Teil
eines einstückigen Bauelements, nämlich des Sohlen-Kontaktelements 49.
Auf der Stützfläche 65 stützt sich der zwischen sohlenintegrierter Gelenkachse und vorderem
Ende der Sohle liegende Teil derselben ab, während das vordere Sohlenende an der Anlage
fläche 71 anliegt.
In Längsrichtung des Skis sowie parallel zueinander und beabstandet voneinander erstrecken
sich von der Anlagefläche 71 nach hinten zwei Führungsrippen 67, die in korrespondierend
ausgebildete Nuten an der Unterseite der Sohle des Langlaufskischuhs eintreten. Im vorlie
genden Ausführungsbeispiel ist sowohl zwischen der Unterseite als auch zwischen vorderem
Ende des Sohlen-Kontaktelements 49 einerseits und dem Bindungsgehäuse 28 andererseits ein
elastisches Rückstell-Element 48 (Flexor) angeordnet, gegen dessen Wirkung das Sohlen-
Kontaktelement 49 in Richtung auf die Skideckfläche 46 drück- bzw. verschwenkbar ist. Bei
unbelastetem Sohlen-Kontaktelement 49 schließt die Stützfläche 65 mit der Skideckfläche 46
einen Winkel von etwa 6° ein. Jedoch sind - falls gewünscht - auch andere Winkelstellungen
möglich.
Alternativ kann das elastische Rückstell-Element 48 auch entweder nur der Unterseite oder
nur dem vorderen Ende des Sohlen-Kontaktelements 49 zugeordnet sein.
In zwei am hinteren Ende des Sohlen-Kontaktelements 49 angeordneten Vorsprüngen sowie
am vorderen Ende des hinteren Abschnitts des Bindungsgehäuses 28, das im montierten Zu
stand zwischen den genannten Vorsprüngen liegt, sind Querbohrungen 76 vorgesehen (Fig. 3
und 4), durch die sich eine Achse 73 hindurch erstreckt, und zwar parallel zur Skideckfläche
46 sowie quer zur Skilängsrichtung.
Wird das Sohlen-Kontaktelement 49 belastet, so wird es um die Achse 73 nach unten ver
schwenkt. Insbesondere ist vorgesehen, daß sich das Sohlen-Kontaktelement 49 in einem
Winkelbereich von 2° bis 12° gegenüber der Deckfläche 46 verschwenken läßt. Alternativ
kann auch eine Verschwenkung von 4° bis 6° oder in einem anderen Winkelbereich vorgese
hen sein.
Entsprechend den Fig. 1 bis 4 ist die Oberseite der Führungsrippen 67 jeweils konvex ge
wölbt, derart, daß ihre hinteren Enden 111 die Stützfläche 65 münden. Ebenso münden die hin
teren Führungsrippen 66 mit ihren vorderen Enden in das Bindungsgehäuse 28. Dadurch wird
zwischen den Führungsrippen 66 des Bindungsgehäuses und den Führungsrippen 67 des
Sohlen-Kontaktelements 49 ein Bereich 69 definiert, in dem keine Führungsrippen vorhanden
sind. In diesem Zwischenbereich 69 erfolgt die Anlenkung des Langlaufskischuhs.
Zum Einsteigen in die Bindung 10 wird der Betätigungshebel 41 in eine Stellung gedreht, in
der sich der Haltebügel 26 in seiner hinteren Position befindet.
Das plattenförmige und vorzugsweise aus witterungsbeständigem Kunststoff hergestellte
Sohlen-Kontaktelement 49 wird durch das elastische Element 48 in eine Position gedrängt, in
der es um etwa 6° gegenüber der Skideckfläche 46 nach oben geschwenkt ist.
Wird der Langlaufskischuh auf die Langlaufskibindung 10 aufgesetzt, so liegt der hintere
Sohlenteil auf dem hinteren Abschnitt des Bindungsgehäuses 28 und der vordere Sohlenteil
auf dem Sohlen-Kontaktelement 49 bzw. auf der Stützfläche 65 desselben auf; und das vor
dere Ende des Schuhs bzw. der Sohle kommt mit der Anlagefläche 71 des Sohlen-Kontakt
elements 49 in Eingriff.
Die sohlenintegrierte Gelenkachse des Langlaufskischuhs befindet sich in einem Bereich 69
ohne Stützrippen. Unter Ausbildung einer Gelenkverbindung zwischen Skibindung und
Langlaufskischuh bzw. dessen Gelenkachse wird der Betätigungshebel 41 anschließend in
eine Stellung gedreht, derart, daß der U-förmige Haltebügel 36 in seine vordere Schließposi
tion gelangt.
Wird bei einer Fortbewegung des Skilangläufers die Ferse des Langlaufskischuhs vom Ski
abgehoben, so drückt der vordere Teil der Sohle das Sohlen-Kontaktelement 49 auf die Ski
deckfläche 46 unter entsprechender Übertragung von Fortbewegungs- und Steuerkräften auf
den Ski.
Der vordere Teil der Sohle des Langlaufskischuhs bleibt jederzeit in Eingriff mit der Stützflä
che 65 des Sohlen-Kontaktelements 49, und zwar aufgrund des elastischen Rückstell-Ele
ments 48 sowohl im unbelasteten als auch im teilweise oder vollständig belasteten Zustand.
Da die Führungsrippen 67 des Sohlen-Kontaktelements 49 auch dann vollständig in den kor
respondierend dazu ausgebildeten Nuten an der Unterseite der Sohle des Langlaufskischuhs
aufgenommen sind, wenn dessen Ferse maximal abgehoben ist, ist auch in diesem Bewe
gungszustand eine exakte seitliche Führung des Skis sichergestellt.
Schließlich stützt sich der Langlauf-Skischuh vorne an der Anlagefläche 71 des Sohlen-Kon
taktelements 49 ab, so daß die den Ski vorwärts treibenden Kräfte gut übertragen werden.
Gemäß Fig. 2 kann zusätzlich vorgesehen sein, daß spiegelbildlich zum U-förmigen Bügel 36
ein Gegenbügel 77 fest am Bindungsgehäuse 28 derart vorgesehen ist, daß bei in vorderer
Position befindlichem U-förmigen Bügel 36 zwischen diesem und dem Gegenbügel 77 eine
sich quer zur Skilängsrichtung erstreckende Durchgangsöffnung 79 entsteht, durch die sich
die Gelenkachse des Langlaufskischuhs hindurch erstreckt. Der Gegenbügel 77 kann unter
stützend zur Anlagefläche 71 wirken und ebenfalls die nach vorne gerichteten Kräfte des
Langlaufskischuhs auf das Bindungsgehäuse 28 bzw. den Ski übertragen. Des weiteren ver
hindert er ein Außereingriffkommen von Gelenkachse und Haltebügel 36.
Mit der vorgenannten Anordnung ist somit insbesondere bei dem im Rennsport üblichen
"Skating" eine gute Kraftübertragung vom Schuh auf den Ski bei exakter Führung gewährlei
stet. Darüber hinaus ist auf die Anatomie und die Biomechanik des Fußes geachtet, so daß die
- wenn auch begrenzte - Abroll- und Greifbewegung des Fußes durch das in Richtung etwa
senkrecht zur Skideckfläche verschwenkbare Sohlen-Kontaktelement 49 nicht durch unnatür
liches Abknicken der Zehengelenke behindert ist.
Claims (7)
1. Anordnung einer Langlaufskibindung (10) und eines daran angepaßten Langlaufski
schuhs (12), der an seiner vorderen Sohle in Eingriffselemente der Bindung (10) einfüg
bare komplementäre Eingriffselemente zur Herstellung einer gelenkartigen Verbindung
aufweist, wobei die sohlenseitigen Eingriffselemente eine sich quer zur Schuhlängsrich
tung und etwa parallel zur Sohlenlauffläche (14) des Schuhs (12) erstreckende Gelenk
achse (22), die komplementären bindungsseitigen Eingriffselemente einen die Gelenk
achse (22) hintergreifenden und mit dieser ein Scharniergelenk bildenden Haltehaken (26)
umfassen, der aus einer Schließstellung in eine Freigabestellung und umgekehrt bewegbar
ist, und wobei dem vorderen Sohlenende ein elastisch verformbares Element bzw. Flexor
(48) zur elastischen Rückstellung des Schuhs (12) aus einer hochgeschwenkten Lage in
eine etwa skiparallele Lage zugeordnet ist,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Gelenkachse (22) im Ballenbereich (18) der vorderen Sohle angeordnet ist, und daß
im Bereich zwischen dem Flexor (48) und der Gelenkachse (22) ein vom Flexor (48) un abhängig zwischen Sohle und Skideckfläche (46) wirksames, elastisch abgestütztes Soh len-Kontaktelement (49) vorgesehen ist.
die Gelenkachse (22) im Ballenbereich (18) der vorderen Sohle angeordnet ist, und daß
im Bereich zwischen dem Flexor (48) und der Gelenkachse (22) ein vom Flexor (48) un abhängig zwischen Sohle und Skideckfläche (46) wirksames, elastisch abgestütztes Soh len-Kontaktelement (49) vorgesehen ist.
2. Anordnung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
das Sohlen-Kontaktelement (49) an der Skideckfläche (46) angelenkt ist.
3. Anordnung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Anlenkung des Sohlen-Kontaktelements (49) im Bereich, insbesondere unmittelbar
vor der Anlenkung des Schuhs (12) liegt.
4. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß
daß das Sohlen-Kontaktelement (49) um einen Winkel von 20° bis 120°, insbesondere
20° bis 80°, vorzugsweise 40° bis 60° verschwenkbar ist.
5. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß
das Sohlen-Kontaktelement (49) eine Sohlenstützfläche (64) aufweist, die im unbelaste
ten Zustand des Sohlen-Kontaktelements (49) in einer Ebene liegt, die mit der Skideck
fläche (46) einen Winkel von bis zu 120° einschließt.
6. Anordnung nach einem Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß
das vordere Ende des Sohlen-Kontaktelements (49) eine Anlagefläche (71) für das vor
dere Ende der Sohle des Langlaufskischuhs aufweist.
7. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, daß
das Sohlen-Kontaktelement (49) zumindest eine sich in Skilängsrichtung erstreckende
Führungsrippe (67) umfaßt, die jeweils mit einer zugeordneten, komplementären Nut an
der Unterseite der Sohle des Langlaufskischuhs (12) zusammenwirkt.
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1994
- 1994-08-09 DE DE4428154A patent/DE4428154C2/de not_active Expired - Fee Related
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|---|---|
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