DE440933C - Verfahren zum bergmaennischen Abbau maechtiger Lagerstaetten, vornehmlich fuer den Salz- und Dachschieferbergbau, im Kammerbau - Google Patents

Verfahren zum bergmaennischen Abbau maechtiger Lagerstaetten, vornehmlich fuer den Salz- und Dachschieferbergbau, im Kammerbau

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DE440933C
DE440933C DEW68987D DEW0068987D DE440933C DE 440933 C DE440933 C DE 440933C DE W68987 D DEW68987 D DE W68987D DE W0068987 D DEW0068987 D DE W0068987D DE 440933 C DE440933 C DE 440933C
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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E21EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
    • E21CMINING OR QUARRYING
    • E21C41/00Methods of underground or surface mining; Layouts therefor

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mining & Mineral Resources (AREA)
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Description

440 Ö33
Die mehr oder weniger mächtigen, vielfach steil bis senkrecht stehenden Kalilagerstätten werden jetzt im Kammerbau, der nach dem nrstenmäßigen Verhieb auch Firstenbau genannt wird, hereingewonnen. Zu diesem Zweck werden die Lagerstätten durch saigere Blindschächte der Länge nach in Bauabschnitte eingeteilt. Zwischen zwei Schächten liegen zwei oder mehrere Kammern, die ίο durch stehenbleibende senkrechte Pfeiler voneinander getrennt sind. Die Hereingewirinung einer Kammer beginnt mit dem Schießen eines 2 m hohen Einbruchs, wobei das gewonnene Haufwerk gleichzeitig herausgefördert wird. Darauf wird die flache Firste gedrückt, d. h. der Einbruch bis auf S m Höhe erweitert. Nachdem das lose Gestein aus der flachen Firste bis auf einen kleinen Rest herausgefördert ist, wird von hier aus mit dem Drücken der hohen Firste begonnen, d. h. die Kammer wird bis zur endgültigen Höhe von 10 bis 12 m durch Schießarbeit erweitert. Danach wird das Haufwerk wiederum herausbefördert und endlich der leere Raum mit Bergen oder Fabrikrückständen versetzt.
Von diesem Versatz aus, das sind 8 bis 10 m über der Fördersohle, wird dann mit dem Drücken der flachen Firste der Abbau der nächst höheren Kammer begonnen und so weiter fort. Für das Einbringen des Versatzes in die erste Kammer, die Förderung des gewonnenen Gutes aus der zweiten und für die Wetterführung ist vorher die erste Teilsohle 8 bis 10 m über der Fördersohle aufgefahren worden. Zwecks Gewinnung eines 50 m hohen Abschnitts müssen also vier Teilsohlen aufgefahren werden, die viel Schießmaterial und Löhne kosten. Unter der Fördersohle muß zum Schütze der von der zunächst tieferen Sohle aus betriebenen Kammern ein schwebender Sicherheitspfeiler stehenbleiben.
: Auch die Förderung des Versatzes und der Kalisalze über die Teilsohlen und Blindschächte von Hand ist kostspielig. Zur Verbilligung der Füllarbeit werden wohl neuerdings in den Kammern Schüttelrutschen ver-• wendet; diese kommen jedoch nicht zur vollen Geltung, weil die ansteigende Forderung in die Wagen die Leistung der Rinne , sehr herabdrückt und ein Teil des Haufwerks ', von der Sohle in die Rinne oder in die Wagen ] geschaufelt werden muß. Dieser Mangel ist , auch nicht durch neuere (zum Teil undurchj führbare) Vorschläge, die Schüttelrutschen ! in eine Strecke unter den Kammern zu legen und "dieser das Fördergut durch einen in der ι Streckenfirste anzulegenden Schlitz zuzufüh- ; ren, behoben worden. Hierbei kann auch der billige Firstenverhieb nicht angewendet werden.
Der Zweck der Erfindung ist die Ersparung von Blindschächten und Teilsohlen unter gleichzeitiger Verbilligung der Füll- und Förderkosten. Nach der Erfindung wird die Sohle einer Kammer flach oder bis zum natürlichen Böschungswinkel des Haufwerks zu den Fördersohlen geneigt angelegt, während der schwebende Sicherheitspfeiler zwisehen zwei Sohlen unmittelbar über der jeweilig betriebenen* Fördersohle stehenbleibt. Der damit bedingte diagonale Kammerbau spielt sich in Abweichung von dem oben beschriebenen normalen Kammerbau in der Weise ab, daß von einer die untere und die obere Strecke verbindenden schrägen Strecke aus unter Durchörterung des gegen die un- · tere Förderstrecke stehengebliebenen Sicherheitspfeilers die Mineralien hereingewonnen und abbefördert werden, während der Bergeversatz von der oberen Strecke aus in die diagonalen Kammern eingebracht wird, so daß damit tatsächlich besondere Blindschächte und Teilsohlen erspart werden. Soweit dabei mechanische Fördermittel, wie
44093a
Schüttelmitnehmer oder einfache, feste Rutschen in Anwendung genommen werden müssen, können sie sowohl für die Abbeförderung des hereingewonnenen Minerals wie auch für den Bergeversatz unter den günstigsten Verhältnissen, d. h. im Gefälle liegend, betrieben werden, womit sich also die Füll- und Förderkosten ebenfalls erniedrigen.
Der Einfallwinkel und die Länge der Kammern und die Höhe eines Bauabschnittes im Lager sind voneinander abhängig und begrenzt durch den Schüttwinkel des Minerals und durch das gewählte Abbaufördermittel, das bei der vorgesehenen Länge noch ohne Schwierigkeiten arbeiten muß.
In der zugehörigen Zeichnung stellt Abb. 1 einen schrägen Längsschnitt durch einen Teil der Lagerstätte auf Linie m-n in Abb. 2 dar, die selbst wieder den Querschnitt auf der 2Q Linie o-p von Abb. 1 bildet. Abb. 3 ist ein Schnitt auf der Linie s-t in Abb. 1.
Die Kammer A1 wird von der Förderstrecke ι aus mit soviel Neigung aufgefahren, daß die Kammer bis zur Erreichung der Wetterstrecke 2 nicht länger wird, um ihre Leerförderung mit Schüttelrutschen oder andern Hilfsmitteln nicht zu behindern. Die Hereingewinnung der Mineralien spielt sich dabei in derselben Weise, wie oben für wagerechte Kammern beschrieben, ab. Nach Herstellung einer diagonalen Verbindungsstrecke 4 zwischen den Strecken 1 und 2 wird von ihr aus der Einbruch geschlossen, dann wird die flache und schließlich die hohe Firste gedruckt. Unmittelbar über der Fördersohle bleibt zum Schütze der Baue von einer tieferen Fördersohle aus der Sicherheitspfeiler B stehen, der den Bedürfnissen der Förderung aus den Kammern A1, A2 entsprechend durchörtert wird, und zwar z. B. so, daß dieser untere Teil 3 die Gestalt eines Schüttrichters erhält. Bei starker Neigung der Kammersohle fällt das Haufwerk durch den Trichter dem Wagen 5 in der Strecke 1 zu, während es auf flachgeneigter Kammersohle vermittels geeigneter mechanischer Fördereinrichtungen dem Wagen 5 zugeführt wird. Nachdem die Kammer A1 leergefördert und wieder zweck- v mäßig mittels Förderrinne versetzt worden ist, wird in der beschriebenen Weise von dem ersten Versatz aus die nächste Kammer A2 herausgeschossen und so folgend die Kammer A3 und folgende. Die hierbei aufzufahrende Strecke 4a hat bereits zur Bewetterung der Kammer A3 gedient. Nach dem Abbau einer gewissen Zahl Kammern, in der Zeichnung beispielsweise drei, läßt man den diagonalen Sicherheitspfeiler C stehen. Die Höhe der diagonalen Kammern kann, ohne wesentlich höhere Kosten zu verursachen, geringer als beim bisherigen söhligen Kammerbau gewählt werden.
Der diagonale Kammerbau läßt sich auch sehr gut mit strossenmäßigem Verhieb durchführen, indem zunächst am liegenden Stoß der Kammer die Strecke 4 aufgefahren und dann von der Strecke 2 aus nach Strecke 1 zu fortschreitend die Kammer strossenmäßig abgebaut wird. Die Strecke 4 dient dann zur Durchführung der Förderung. Bei mächtigen flachliegenden Lagerstätten müssen natürlich die Sicherheitspfeiler anders gewählt werden. Ist das Lager nicht mächtiger, als daß eine diagonale Kammer vom Hangen -
■ den bis zum Liegenden reicht, so fällt der : schwebende Sicherheitspfeiler B fort; statt
■ dessen kann man die Strecke 1 ins Liegende verlegen, um die Abbauförderung, wie oben
j beschrieben, zu erleichtern. Ebenso kann der diagonale Pfeiler C fortfallen, dagegen müssen zwischen je zwei Kammerreihen A1, A2, Az. . . . senkrechte, der Kammerbreite entsprechende Pfeiler stehenbleiben.

Claims (3)

Patentansprüche:
1. Verfahren zum bergmännischen Abbau mächtiger Lagerstätten, vornehmlich für den Salz- und Dachschieferbergbau, im Kammerbau, dadurch gekennzeichnet, daß zur Ersparung von Blindschächten und Teilsohlen die Sohlen der Kammern derart flach oder bis zum natürlichen Böschungswinkel des Haufwerks zu den Fördersohlen geneigt angelegt sind, daß sowohl die Abbeförderung der hereingewonnenen Mineralien nach der unteren Strecke wie der Bergeversatz von der oberen Strecke aus unter Ausnutzung des Gefälles auch bei Verwendung mechanischer Fördereinrichtungen, wie Schüttelrutschen, möglich ist, um so die Füll- und Förderkosten herabzusetzen.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß über der Förderstrecke (1) ein schwebender Sicherheitspfeiler erhalten bleibt, der zwecks Abbeförderung der Mineralien durchörtert wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß dem unteren Teil der Kammern (3) im oberen Teil des Sicherheitspfeilers (B) die Form eines Schüttrichters verliehen wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DEW68987D Verfahren zum bergmaennischen Abbau maechtiger Lagerstaetten, vornehmlich fuer den Salz- und Dachschieferbergbau, im Kammerbau Expired DE440933C (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1199214B (de) * 1960-10-17 1965-08-26 Harpener Bergbau Ag Verfahren zum mannlosen Abbau von steil und stark geneigt gelagerten Floezen
RU2403388C1 (ru) * 2009-02-27 2010-11-10 Учреждение Российской академии наук Институт проблем комплексного освоения недр Российской академии наук (УРАН ИПКОН РАН) Способ подземной разработки соляных пластов

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