DE440933C - Verfahren zum bergmaennischen Abbau maechtiger Lagerstaetten, vornehmlich fuer den Salz- und Dachschieferbergbau, im Kammerbau - Google Patents
Verfahren zum bergmaennischen Abbau maechtiger Lagerstaetten, vornehmlich fuer den Salz- und Dachschieferbergbau, im KammerbauInfo
- Publication number
- DE440933C DE440933C DEW68987D DEW0068987D DE440933C DE 440933 C DE440933 C DE 440933C DE W68987 D DEW68987 D DE W68987D DE W0068987 D DEW0068987 D DE W0068987D DE 440933 C DE440933 C DE 440933C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- mining
- chamber
- chambers
- primarily
- salt
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
- 238000010276 construction Methods 0.000 title claims description 9
- 238000000034 method Methods 0.000 title claims 4
- 238000005065 mining Methods 0.000 title claims 4
- 150000003839 salts Chemical class 0.000 title claims 2
- 239000010454 slate Substances 0.000 title claims 2
- 229910052500 inorganic mineral Inorganic materials 0.000 claims description 6
- 239000011707 mineral Substances 0.000 claims description 6
- 230000000717 retained effect Effects 0.000 claims 1
- 235000010755 mineral Nutrition 0.000 description 4
- KWYUFKZDYYNOTN-UHFFFAOYSA-M Potassium hydroxide Chemical compound [OH-].[K+] KWYUFKZDYYNOTN-UHFFFAOYSA-M 0.000 description 2
- 238000000605 extraction Methods 0.000 description 2
- 230000007812 deficiency Effects 0.000 description 1
- 230000002349 favourable effect Effects 0.000 description 1
- 239000000463 material Substances 0.000 description 1
- 230000000149 penetrating effect Effects 0.000 description 1
- 229940072033 potash Drugs 0.000 description 1
- BWHMMNNQKKPAPP-UHFFFAOYSA-L potassium carbonate Substances [K+].[K+].[O-]C([O-])=O BWHMMNNQKKPAPP-UHFFFAOYSA-L 0.000 description 1
- 235000015320 potassium carbonate Nutrition 0.000 description 1
- 239000011435 rock Substances 0.000 description 1
- 238000009966 trimming Methods 0.000 description 1
Classifications
-
- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E21—EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
- E21C—MINING OR QUARRYING
- E21C41/00—Methods of underground or surface mining; Layouts therefor
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mining & Mineral Resources (AREA)
- Remote Sensing (AREA)
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Geochemistry & Mineralogy (AREA)
- Geology (AREA)
- Chutes (AREA)
Description
440 Ö33
Die mehr oder weniger mächtigen, vielfach steil bis senkrecht stehenden Kalilagerstätten
werden jetzt im Kammerbau, der nach dem nrstenmäßigen Verhieb auch Firstenbau genannt
wird, hereingewonnen. Zu diesem Zweck werden die Lagerstätten durch saigere Blindschächte der Länge nach in Bauabschnitte
eingeteilt. Zwischen zwei Schächten liegen zwei oder mehrere Kammern, die ίο durch stehenbleibende senkrechte Pfeiler voneinander
getrennt sind. Die Hereingewirinung einer Kammer beginnt mit dem Schießen
eines 2 m hohen Einbruchs, wobei das gewonnene Haufwerk gleichzeitig herausgefördert
wird. Darauf wird die flache Firste gedrückt, d. h. der Einbruch bis auf
S m Höhe erweitert. Nachdem das lose Gestein aus der flachen Firste bis auf einen
kleinen Rest herausgefördert ist, wird von hier aus mit dem Drücken der hohen Firste
begonnen, d. h. die Kammer wird bis zur endgültigen Höhe von 10 bis 12 m durch
Schießarbeit erweitert. Danach wird das Haufwerk wiederum herausbefördert und endlich der leere Raum mit Bergen oder
Fabrikrückständen versetzt.
Von diesem Versatz aus, das sind 8 bis 10 m über der Fördersohle, wird dann mit
dem Drücken der flachen Firste der Abbau der nächst höheren Kammer begonnen und so weiter fort. Für das Einbringen des Versatzes
in die erste Kammer, die Förderung des gewonnenen Gutes aus der zweiten und für die Wetterführung ist vorher die erste
Teilsohle 8 bis 10 m über der Fördersohle aufgefahren worden. Zwecks Gewinnung
eines 50 m hohen Abschnitts müssen also vier Teilsohlen aufgefahren werden, die viel
Schießmaterial und Löhne kosten. Unter der Fördersohle muß zum Schütze der von der
zunächst tieferen Sohle aus betriebenen Kammern ein schwebender Sicherheitspfeiler
stehenbleiben.
: Auch die Förderung des Versatzes und der
Kalisalze über die Teilsohlen und Blindschächte von Hand ist kostspielig. Zur Verbilligung
der Füllarbeit werden wohl neuerdings in den Kammern Schüttelrutschen ver-•
wendet; diese kommen jedoch nicht zur vollen Geltung, weil die ansteigende Forderung
in die Wagen die Leistung der Rinne , sehr herabdrückt und ein Teil des Haufwerks
', von der Sohle in die Rinne oder in die Wagen ] geschaufelt werden muß. Dieser Mangel ist
, auch nicht durch neuere (zum Teil undurchj führbare) Vorschläge, die Schüttelrutschen
! in eine Strecke unter den Kammern zu legen und "dieser das Fördergut durch einen in der
ι Streckenfirste anzulegenden Schlitz zuzufüh- ; ren, behoben worden. Hierbei kann auch der
billige Firstenverhieb nicht angewendet werden.
Der Zweck der Erfindung ist die Ersparung von Blindschächten und Teilsohlen
unter gleichzeitiger Verbilligung der Füll- und Förderkosten. Nach der Erfindung wird
die Sohle einer Kammer flach oder bis zum natürlichen Böschungswinkel des Haufwerks
zu den Fördersohlen geneigt angelegt, während der schwebende Sicherheitspfeiler zwisehen
zwei Sohlen unmittelbar über der jeweilig betriebenen* Fördersohle stehenbleibt.
Der damit bedingte diagonale Kammerbau spielt sich in Abweichung von dem oben beschriebenen normalen Kammerbau in der
Weise ab, daß von einer die untere und die obere Strecke verbindenden schrägen Strecke
aus unter Durchörterung des gegen die un- · tere Förderstrecke stehengebliebenen Sicherheitspfeilers
die Mineralien hereingewonnen und abbefördert werden, während der Bergeversatz von der oberen Strecke aus in die
diagonalen Kammern eingebracht wird, so daß damit tatsächlich besondere Blindschächte
und Teilsohlen erspart werden. Soweit dabei mechanische Fördermittel, wie
44093a
Schüttelmitnehmer oder einfache, feste Rutschen in Anwendung genommen werden
müssen, können sie sowohl für die Abbeförderung des hereingewonnenen Minerals wie
auch für den Bergeversatz unter den günstigsten Verhältnissen, d. h. im Gefälle liegend,
betrieben werden, womit sich also die Füll- und Förderkosten ebenfalls erniedrigen.
Der Einfallwinkel und die Länge der Kammern und die Höhe eines Bauabschnittes im
Lager sind voneinander abhängig und begrenzt durch den Schüttwinkel des Minerals
und durch das gewählte Abbaufördermittel, das bei der vorgesehenen Länge noch ohne
Schwierigkeiten arbeiten muß.
In der zugehörigen Zeichnung stellt Abb. 1 einen schrägen Längsschnitt durch einen Teil
der Lagerstätte auf Linie m-n in Abb. 2 dar, die selbst wieder den Querschnitt auf der
2Q Linie o-p von Abb. 1 bildet. Abb. 3 ist ein
Schnitt auf der Linie s-t in Abb. 1.
Die Kammer A1 wird von der Förderstrecke
ι aus mit soviel Neigung aufgefahren, daß die Kammer bis zur Erreichung der
Wetterstrecke 2 nicht länger wird, um ihre Leerförderung mit Schüttelrutschen oder andern
Hilfsmitteln nicht zu behindern. Die Hereingewinnung der Mineralien spielt sich dabei in derselben Weise, wie oben für wagerechte
Kammern beschrieben, ab. Nach Herstellung einer diagonalen Verbindungsstrecke 4 zwischen den Strecken 1 und 2 wird
von ihr aus der Einbruch geschlossen, dann wird die flache und schließlich die hohe Firste
gedruckt. Unmittelbar über der Fördersohle bleibt zum Schütze der Baue von einer tieferen
Fördersohle aus der Sicherheitspfeiler B stehen, der den Bedürfnissen der Förderung
aus den Kammern A1, A2 entsprechend durchörtert
wird, und zwar z. B. so, daß dieser untere Teil 3 die Gestalt eines Schüttrichters
erhält. Bei starker Neigung der Kammersohle fällt das Haufwerk durch den Trichter
dem Wagen 5 in der Strecke 1 zu, während es auf flachgeneigter Kammersohle vermittels
geeigneter mechanischer Fördereinrichtungen dem Wagen 5 zugeführt wird. Nachdem die
Kammer A1 leergefördert und wieder zweck- v
mäßig mittels Förderrinne versetzt worden ist, wird in der beschriebenen Weise von dem
ersten Versatz aus die nächste Kammer A2 herausgeschossen und so folgend die Kammer
A3 und folgende. Die hierbei aufzufahrende Strecke 4a hat bereits zur Bewetterung
der Kammer A3 gedient. Nach dem Abbau einer gewissen Zahl Kammern, in der
Zeichnung beispielsweise drei, läßt man den diagonalen Sicherheitspfeiler C stehen. Die
Höhe der diagonalen Kammern kann, ohne wesentlich höhere Kosten zu verursachen, geringer
als beim bisherigen söhligen Kammerbau gewählt werden.
Der diagonale Kammerbau läßt sich auch sehr gut mit strossenmäßigem Verhieb durchführen,
indem zunächst am liegenden Stoß der Kammer die Strecke 4 aufgefahren und dann von der Strecke 2 aus nach Strecke 1
zu fortschreitend die Kammer strossenmäßig abgebaut wird. Die Strecke 4 dient dann
zur Durchführung der Förderung. Bei mächtigen flachliegenden Lagerstätten müssen
natürlich die Sicherheitspfeiler anders gewählt werden. Ist das Lager nicht mächtiger,
als daß eine diagonale Kammer vom Hangen -
■ den bis zum Liegenden reicht, so fällt der : schwebende Sicherheitspfeiler B fort; statt
■ dessen kann man die Strecke 1 ins Liegende
verlegen, um die Abbauförderung, wie oben
j beschrieben, zu erleichtern. Ebenso kann der diagonale Pfeiler C fortfallen, dagegen
müssen zwischen je zwei Kammerreihen A1, A2, Az. . . . senkrechte, der Kammerbreite
entsprechende Pfeiler stehenbleiben.
Claims (3)
1. Verfahren zum bergmännischen Abbau mächtiger Lagerstätten, vornehmlich
für den Salz- und Dachschieferbergbau, im Kammerbau, dadurch gekennzeichnet, daß zur Ersparung von Blindschächten
und Teilsohlen die Sohlen der Kammern derart flach oder bis zum natürlichen Böschungswinkel des Haufwerks
zu den Fördersohlen geneigt angelegt sind, daß sowohl die Abbeförderung der hereingewonnenen Mineralien nach der
unteren Strecke wie der Bergeversatz von der oberen Strecke aus unter Ausnutzung
des Gefälles auch bei Verwendung mechanischer Fördereinrichtungen, wie Schüttelrutschen,
möglich ist, um so die Füll- und Förderkosten herabzusetzen.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß über der Förderstrecke
(1) ein schwebender Sicherheitspfeiler erhalten bleibt, der zwecks Abbeförderung
der Mineralien durchörtert wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß dem unteren Teil der
Kammern (3) im oberen Teil des Sicherheitspfeilers (B) die Form eines Schüttrichters
verliehen wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEW68987D DE440933C (de) | Verfahren zum bergmaennischen Abbau maechtiger Lagerstaetten, vornehmlich fuer den Salz- und Dachschieferbergbau, im Kammerbau |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEW68987D DE440933C (de) | Verfahren zum bergmaennischen Abbau maechtiger Lagerstaetten, vornehmlich fuer den Salz- und Dachschieferbergbau, im Kammerbau |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE440933C true DE440933C (de) | 1927-02-24 |
Family
ID=7608255
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEW68987D Expired DE440933C (de) | Verfahren zum bergmaennischen Abbau maechtiger Lagerstaetten, vornehmlich fuer den Salz- und Dachschieferbergbau, im Kammerbau |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE440933C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1199214B (de) * | 1960-10-17 | 1965-08-26 | Harpener Bergbau Ag | Verfahren zum mannlosen Abbau von steil und stark geneigt gelagerten Floezen |
| RU2403388C1 (ru) * | 2009-02-27 | 2010-11-10 | Учреждение Российской академии наук Институт проблем комплексного освоения недр Российской академии наук (УРАН ИПКОН РАН) | Способ подземной разработки соляных пластов |
-
0
- DE DEW68987D patent/DE440933C/de not_active Expired
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1199214B (de) * | 1960-10-17 | 1965-08-26 | Harpener Bergbau Ag | Verfahren zum mannlosen Abbau von steil und stark geneigt gelagerten Floezen |
| RU2403388C1 (ru) * | 2009-02-27 | 2010-11-10 | Учреждение Российской академии наук Институт проблем комплексного освоения недр Российской академии наук (УРАН ИПКОН РАН) | Способ подземной разработки соляных пластов |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE3246544C2 (de) | ||
| DE112015000180T5 (de) | Bergbauverfahren | |
| DE2630979A1 (de) | Abbauverfahren | |
| DE2452696A1 (de) | Untertage gelegener kohlenschlammanreiche.rungssumpf | |
| DE440933C (de) | Verfahren zum bergmaennischen Abbau maechtiger Lagerstaetten, vornehmlich fuer den Salz- und Dachschieferbergbau, im Kammerbau | |
| DE2915483A1 (de) | Abbauverfahren fuer in maechtigen floezen vorkommende materialien | |
| DE3115293A1 (de) | Verfahren zum abbau von kohlenfloezen | |
| DD301300A7 (de) | Verfahren zur segmentierten sprengung hoher bauwerke | |
| DE678589C (de) | Verfahren zum Abbau von Lagerstaetten | |
| DE83677C (de) | ||
| DE402498C (de) | Verfahren zum Abbau maechtiger Lagerstaetten im Kammerbau | |
| DE19721833C1 (de) | Salzhaldenabdeckung | |
| DE596715C (de) | Verfahren zum Aufbrechen von Schaechten | |
| RU2069749C1 (ru) | Способ разработки крутого напряженного газодинамически активного пласта | |
| DE727273C (de) | Abbaufoerdereinrichtung | |
| DE527542C (de) | Rutschbuehnen fuer den Abbau steil gelagerter Kohlenfloeze | |
| DD222924A1 (de) | Verfahren zur gestaltung des kippenstuetzendammes in braunkohlentagebauen | |
| AT210374B (de) | Streckenausbau für Stollen | |
| DE371595C (de) | Verfahren zum Abbau maechtiger Lagerstaetten im Kammerbau | |
| DE713863C (de) | Verfahren zum Abteufen von durchbohrten und unterfahrenen Gesenken | |
| DE903806C (de) | Verfahren zum Abbauen von Kohle, insbesondere Braunkohle, mittels einer Abbaukammer | |
| DD271140A1 (de) | Verfahren zur verdichtung von lockergestein durch sprengung | |
| DE935781C (de) | Verfahren zum Abbau maechtiger Lagerstaetten, z. B. von Braunkohle od. dgl. | |
| DE3405069A1 (de) | Verfahren zum vortrieb eines vortriebsschildes | |
| DE888079C (de) | Verfahren zur Herstellung des unter der Erdoberflaeche liegenden Mauerwerks von Wohnstaetten u. dgl. |