DE440436C - Verfahren zum Ziehen von Stangen usw - Google Patents

Verfahren zum Ziehen von Stangen usw

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DE440436C
DE440436C DEW72148D DEW0072148D DE440436C DE 440436 C DE440436 C DE 440436C DE W72148 D DEW72148 D DE W72148D DE W0072148 D DEW0072148 D DE W0072148D DE 440436 C DE440436 C DE 440436C
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heating
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21CMANUFACTURE OF METAL SHEETS, WIRE, RODS, TUBES, PROFILES OR LIKE SEMI-MANUFACTURED PRODUCTS OTHERWISE THAN BY ROLLING; AUXILIARY OPERATIONS USED IN CONNECTION WITH METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL
    • B21C9/00Cooling, heating or lubricating drawing material

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Metal Extraction Processes (AREA)

Description

  • Verfahren Ziehen von Stangen usw. Es ist ein Ziehverfahren vorgeschlagen worden, bei dem die Größe des Endquerschnittes nicht durch den gleichbleibenden Querschnitt einer Ziehdüse, sondern durch die Festlegung des Verhältnisses der Zu- und Abfiihrungsgeschwindigkeit des Ziehgutes bestimmt ist. Die Einschnürungsstelle bzw. der Ort der Formänderung wird dabei dadurch bestimmt. und begrenzt, daß die betreffende Stelle kraftschlüssig einer zusätzlichen Einwirkung von Druckkräften, z. B. durch federnde Ziehbacken oder -walzen, unterworfen wird.
  • Erfindungsgemäß soll nun bei diesem Verfahren die zusätzliche Anwendung von Druckkräften ersetzt werden durch eine örtliche Herabsetzung der Streckgrenze des Ziehgutes, so daß die im Ziehgut vorhandene Zugspannung allein an dieser Stelle zur Durchführung der gewollten Formänderung ausreicht. Eine Herabsetzung der Streckgrenze findet bei den in Frage kommenden Werkstoffen nun bekannterweise durch Erwärmung statt. Das Verfahren soll also so durchgeführt werden, daß das zwischen Zuführungs- und Abführungsstelle gespannte Ziehgut einer örtlichen Erwärmung unterworfen wird. Bei der praktischen Durchführung wird sich im allgemeinen an die Heizvorrichtung eine Abkühlungsvorrichtung anschließen, um dem Ziehgut schnell genug wieder größere Widerstandsfähigkeit zu geben. Die Heiz- und Abkühlungsvorrichtungen können in der mannigfaltigsten Weise ausgeführt werden. Abb. i bis 5 zeigen einige Beispiele. In Abb. i stellt z. B. a eine durch Feuer oder Brenngase erhitzte oder elektrisch beheizte Glühröhre dar, durch die das Ziehgut b läuft und an deren Ende es in dem gezeichneten Beispiel durch einen Preßgasstrahl (auch Flüssigkeitsnebel), der aus einer ringförmigen Düse c strömt, so abgekühlt wird, daß es wieder die notwendige Festigkeit zur Übertragung der Zugspannung ohne Formänderung erhält. Zweckmäßig wird für die Abkühlung ein indifferentes Gas benutzt, das weiter durch die Glühröhre geführt wird, um in bekannter Weise das Ziehgut bei der Erwärmung vor dem Verzundern zu schützen. Um unnötige Gasverluste zu vermeiden oder das Einsaugen von Luft zu verhüten, kann dann vor der Ringdüse nach der Eintrittsseite des Ziehgutes hin eine Vorkammer d gebildet werden, in der durch eine feine Verbindung :a zu der Ringdüse c ein ganz geringer Überdruck aufrechterhaltenwird. Zur raschen Entfernung des Glührohres von dem Ziehgut kann das Glührohr mit einem Schlitz versehen sein, wie Abb.2 es darstellt, oder das Glührohr kann auch mehrteilig nach Abb.3 ausgebildet werden.
  • Abb. 4. zeigt die Erwärmung des Ziehgutes durch Wirbelströme, indem das Ziehgut b durch eine mit Wechselstrom, am vorteilhaftesten Hochfrequenzstrom, gespeiste Spulet läuft. Die Abkühlung erfolgt in diesem Beispiel durch Eintauchen m eine Kühlflüssigkeit g. Zum Abschluß der Eiwärmungszone gegen die Außenluft kann die Spulet ebenfalls bis in die Kühlflüssigkeit hineingeführt werden.
  • Abb. 5 schließlich zeigt die Erwärmung durch elektrische Widerstandserhitzung, indem das Ziehgut auf ein gewisses Stück zum Teil eines Niederspannungsstromkreises gemacht wird. Dabei erfolgt die -Stromzuführung auf der einlaufenden Seite zweckmäßig möglichst wärmespeichernd, z. B. durch Graphitkontakte h, und die Stromzuführung auf der Ab-Führungsseite zweckmäßig möglichst wärmeabführend, z. B. durch Kupferwalzen'!, die zudem mit Innenkühlung oder mit Außenkühlung durch feucht gehaltene Polster oder Anblasen mit Preßluft versehen sein können, um eine möglichst rasche Abkühlung des Ziehgutes zu dem früher gekennzeichneten Zweck zu erreichen. Auch diese elektrische Widerstandswärmevorrichtung kann in bekannter Weise in eine indifferente Atmosphäre gesetzt werden.
  • Die verschiedenen beschriebenen Heiz- und Abkühlungsvorrichtungen können in beliebiger Weise miteinander vereinigt werden.
  • Für einen stetigen Verlauf des Arbeitsvorganges kann es vorteilhaft sein, die Höhe der Erwärmung selbsttätig zu regeln, und zwar in Abhängigkeit von der Zugspannung im Ziehgut. Das kann dadurch geschehen, daß der Rückdruck auf die Ablauf- oder Auflaufvorrichtung benutzt wird, entweder die Heizvorrichtung unmittelbar zu regeln, so daß erhöhtem Rückdruck eine Verstärkung der Heizwirkung entspricht, oder die Ziehgeschwindigkeit zu beeinflussen, so daß erhöhtem Rückdruck eine Verminderung der Ziehgeschwindigkeit und damit unter sonst gleichen Umständen erhöhte Heizdauer, d. h. mittelbar erhöhte Heizwirkung, entspricht.
  • Der Vorteil der Erfindung liegt u. a. in einem Fortfall einer Reihe der mechanischem Verschleiß unterworfenen Ziehteile, der Ermöglichung einer größeren Querschnittsverminderung gegenüber dem Kaltziehen und gegebenenfalls in einem Fortfall der Kalthärtung und der damit verbundenen Notwendigkeit des Zwischenglühens.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Ziehen von Stangen, Drähten, Bändern usw., bei dem Zu- und Abführungsgeschwindigkeit des Ziehgutes zwangläufig festgelegt sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Einschnürungsstelle durch örtliche Herabsetzung der Streckgrenze des Ziehgutes infolge Erwärmung bestimmt und begrenzt wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, daß die Höhe der Heizwirkung unmittelbar oder mittelbar durch Beeinflussung der Ziehgeschwindigkeit in Abhängigkeit von der Zugspannung in dem Ziehgut selbsttätig geregelt wird, und zwar so, daß erhöhten Ziehspannungen eine Erhöhung der Heizwirkung entspricht.
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Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE896782C (de) * 1944-03-16 1953-11-16 Deutsche Edelstahlwerke Ag Verfahren und Vorrichtung zum Ziehen von Hohl- und Vollwerkstuecken
DE964406C (de) * 1950-01-21 1957-05-23 Phoenix Rheinrohr Ag Vereinigt Stangenrohrziehbank
US3988913A (en) * 1972-02-16 1976-11-02 International Harvester Company Isothermal metal forming apparatus
DE3110043A1 (de) * 1980-03-17 1982-01-21 Daidotokushuko K.K., Nagoya, Aichi Verfahren und vorrichtung zur herstellung konischer staebe

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