DE439883C - Vorrichtung fuer die kontinuierliche Waermebehandlung von Stoffen in einem von aussen mit Hilfe von geschmolzenem Metall erhitzten Gefaess - Google Patents
Vorrichtung fuer die kontinuierliche Waermebehandlung von Stoffen in einem von aussen mit Hilfe von geschmolzenem Metall erhitzten GefaessInfo
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Classifications
-
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- C10—PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
- C10B—DESTRUCTIVE DISTILLATION OF CARBONACEOUS MATERIALS FOR PRODUCTION OF GAS, COKE, TAR, OR SIMILAR MATERIALS
- C10B47/00—Destructive distillation of solid carbonaceous materials with indirect heating, e.g. by external combustion
- C10B47/18—Destructive distillation of solid carbonaceous materials with indirect heating, e.g. by external combustion with moving charge
- C10B47/26—Destructive distillation of solid carbonaceous materials with indirect heating, e.g. by external combustion with moving charge with the aid of hot liquids, e.g. molten salts
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
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- C10B—DESTRUCTIVE DISTILLATION OF CARBONACEOUS MATERIALS FOR PRODUCTION OF GAS, COKE, TAR, OR SIMILAR MATERIALS
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Description
- Vorrichtung für die kontinuierliche Wärmebehandlung von Stoffen in einem von außen mit Hilfe von geschmolzenem Metall erhitzten Gefäß. Die Erfindung bezieht sich auf die Wärmebehandlung von Stoffen zum Zwecke des Destillierens, Trocknens oder Verkokens.
- Bei Verfahren einer kontinuierlichen Wärmebehandlung eines Stoffes, wobei das Gut durch eine von außen erhitzte Retorte o. dgl. hindurchgeschickt wird, spielt die Rührwirkung der Vorrichtung, welche das Hindurchgehen verursacht, 'wie z. B. einer archimedischen Schraube oder zweier solcher Schrauben, die miteinander durch Zahnräder verbunden sind, eine wichtige Rolle, um die Teilchen, welche durch Berührung mit den Wänden der Retorte erhitzt worden sind, mit den Teilchen, die nicht derart erhitzt sind, zu mischen, so daß die gesamte Masse schließlich erhitzt wird. Diese Art der Wärmeübertragung ist sehr langsam, wenn nicht eine erhebliche Überhitzung der Teilchen, die in Berührung mit der Wandung kommen, zulässig ist.
- In Fällen, wo eine Überhitzung ausdrücklich durch das bekannte Hilfsmittel des Umgebens der Retorte o. dgl. mit geschmolzenem Metall vermieden wird, welches auf einer im wesentlichen konstanten Temperatur in der .Nähe derjenigen, bei welcher die Hitzebehandlung durchgeführt werden soll, gehalten wird, ist die überschüssige, von den Teilchen, die in Berührung mit der Wandung gewesen sind, mitgeführte Wärme so klein, daß entweder die Geschwindigkeit des Durchsatzes sehr gering sein muß oder daß viel von dem Gut nicht genügend erhitzt wird.
- Es ist vorgeschlagen worden, zu behandelndes Material, wie Holzspäne, einer Wärmebehandlung in der Weise zu unterwerfen, daß das Material durch den ringförmigen Zwischenraum zwischen zwei gleichachsige zylindrische Flächen gepreßt wird, die durch einen kurzen Zwischenraum getrennt sind, wobei die innere Fläche umläuft, während die äußere erhitzt wird. Das Material wird dadurch erhitzt, während es sich in Form einer dünnen Schicht befindet, und die Umdrehung der inneren Zylinderfläche veranlaßt das Material, sich beständig umzuwenden oder zu mischen. Es ist dabei aber ein erheblicher Druck nötig, um das Material in achsialer Richtung im Zvlinder vorwärts zu bewegen.
- Gemäß der Erfindung ist die innere, umlaufende Zylinderfläche mit flachem Schraubengewinde versehen, wobei der Umlauf diel ser Zylinderfläche zum Zwecke des Mischens des Materials und des ständig Inberührunb bringens frischer Teilchen mit der erhitzten Wandfläche gleichzeitig die zwangläufige V orbewegung des Materials in achsialer Richtung durch die Vorrichtung vorgenommen wird. Das äußere Gefäß wird mit Hilfe von geschmolzenem Metall erhitzt, von dem es ganz oder teilweise umgeben ist. Diese Vor-; richtung hat den weiteren Vorteil, daß, da die Gewinde sich nur um eine sehr kurze Strecke von dem äußeren Gefäß erstrecken, das Gewinde auch Wärme aus der erhitzten Oberfläche aufnimmt und somit das durch die Vorrichtung hindurchgehende Material in gewissem Umfange durch die von dem Gewinde aufgenommene Wärme erhitzt wird. Dieser Vorteil ist um so erheblicher, wenn das Gewinde verhältnismäßig stark ist, wenn also beispielsweise die Gangbreite an der Spitze halb so groß, wie die Steigung beträgt.
- Zweckmäßig kommt die umlaufende, mit Gewinde versehene Fläche, das heißt also die Transportschnecke, in Eingriff mit einer Abstreifschnecke, deren Gewinde demjenigen der Transportschnecke entspricht, aber deren Gang umgekehrt wie derjenige der Transportschnecke ist, das heißt die eine Schnecke ist linksgängig, die andere rechtsgängig. Die erstgenannte Schnecke veranlaßt das Gut, in Form eines Fadens von schmalem Querschnitt sich vorwärts zu bewegen, indem die Teilchen beständig durch die Einwirkung der Schnecke oder der Abstreifschnecke umgewendet werden. Die letztere hat auch eine Mahlwirkung, «-elche grobes Gut oder Klumpen, die sich beim Erhitzen bilden können, zerkleinert.
- Es ist vorteilhaft, die Abstreifschnecke mit einer geringerenUmfangsgeschwindigkeit umlaufen zu lassen als die Transportschnecke, und vorzugsweise wird dies dadurch erreicht, daß die Abstreifschnecke einen kleineren Durchmesser erhält als dieTransportschnecke, und daß die beiden Achsen der Schnecken mit derselben Geschwindigkeit umlaufen gelassen werden. Diese Bauart erspart Raum innerhalb des Gefäßes.
- Festes Gut wird vorzugsweise in den Trog oder die Retorte in fein verteiltem Zustande eingebracht.
- Die Erfindung läßt sich im besonderen auf das bekannte Verfahren anwenden, Kohle, welche verkokt werden soll, einer Vorverkokung bei niedriger Temperatur zu unterwerfen. Auch läßt sich das Verfahren zur trockenen Destillation von Schiefer und zur Destillation von Teer und Öl anwenden, bis ein Koksrückstand erhalten wird.
- 1n den Zeichnungen ist eine Ausführungsform der Erfindung beispielsweise dargestellt. Abb. i und ia sind ein Längsschnitt, Abb. 2 ist ein Ouerschnitt durch eine Vorrichtung nach der Erfindung.
- Eine trogförmige Retorte a ist in einem entsprechend gestalteten Bad b angeordnet, (las Blei enthält, welches auf der erforderlichen Temperatur über seinem Schmelzpunkt durch die Ölfeuerung c erhalten wird. Die Welle d ist mit ihrem einen Ende in einem Lager c innerhalb der Retorte gelagert und mit ihrem anderen Ende in einem Lager f, das von dem Ende der Retorte getragen wird. Auf der Welle d ist ein mit linksgängigem Gewinde versehener Zylinder g befestigt, der in Eingriff mit einer rechtsgängigen Schraube oder Schnecke h von gleicher Ganghöhe ist und der von einer Welle i. getragen wird, die in derselben Art wie die Welle d gelagert ist. Die Welle d wird von dem Zahnrad k angetrieben und treibt ihrerseits die Welle i. durch das Zahnrad 1.
- Das zu erhitzende Gut, beispielsweise pulverisierter Ölschiefer, wird in die Retorte durch den Schütttrichter in eingebracht und wird durch den Schneckenzylinder g dem anderen Ende der Retorte zugeführt, wo es in (las Schüttrohr ia gelangt. Dieses Schüttrohr ist am Boden durch einen bogenförmigen flachen Kasten r abgeschlossen, der Wasser enthält, um das Schüttrohr abzuschließen, und der durch die Arme o, o' auf Zapfen p gelagert ist. Absatzweise wird der Hebel q betätigt, der einen Fortsatz des Armes o' bildet, um den Verschluß zu öffnen, der von dem flachen Kasten r- gebildet wird, so daß der verkokte Schiefer abgeführt wird, der sich auf dem Kasten angesammelt hat. Die flüchtigen Entgasungsprodukte ziehen durch das Rohr s ab.
- Da die Schnecke auf dem Zylinder g nur eine geringe Gangtiefe besitzt, ist die Schicht Schieferpulver, welche in Berührung mit der erhitzten Wand der Retorte bewegt wird, nur dünn und wird durch und durch erhitzt. Etwaige an der Schnecke anhaftende Teilchen «-erden durch die Schnecke lt abgekratzt und, wenn nötig, zerdrückt.
Claims (4)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Vorrichtung für die kontinuierliche Wärmebehandlung von Stoffen in einem von außen mit Hilfe von geschmolzenem Metall erhitzten äußeren Gefäß, das wenigstens teilweise als Kreiszylinder ausgebildet ist und in dem eine mit dein vorgenannten Kreiszylinder gleichachsige Zylinderfläche in geringer Entfernung von dem Kreiszylinder umläuft, dadurch gekennzeichnet, daß die umlaufende Zylinderfläche mit einem flachen Schraubengewinde von geringer Steigung versehen ist, welches sowohl dazu dient, den zu behandelnden Stoff durch das äußere Gefäß hindurchzubewegen, als auch dazu, aus dem äußeren Gefäß aufgenommene Wärme auf den Stoff zu übertragen.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß eine Abstreifschnecke vorgesehen ist, welche mit dem Schraubengewinde auf der umlaufenden Zylinderfläche in Eingriff steht und einen Gang entgegengesetzt zu dem des letztgenannten Gewindes besitzt.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch i oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Gangbreite des Gewindes auf der Zylinderfläche nicht weniger als etwa die Hälfte der Steigung beträgt. .
- 4. Vorrichtung nach Anspruch :2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Abstreifschnecke mit einer geringeren Umlaufgeschwindigkeit als diejenige der umlaufenden Zylinderfläche angetrieben wird. Vorrichtung nach Anspruch 2, 3 oder d., dadurch gekennzeichnet, daß der Durchmesser der Abstreifschnecke geringer ist als derjenige der umlaufenden Zylinderfläche.
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| DE439883C true DE439883C (de) | 1927-01-21 |
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