DE438673C - Verfahren zur Herstellung von Zinksulfid enthaltenden Fluoreszenzschirmen fuer Roentgenstrahlen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Zinksulfid enthaltenden Fluoreszenzschirmen fuer Roentgenstrahlen

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DE438673C
DE438673C DEJ22894D DEJ0022894D DE438673C DE 438673 C DE438673 C DE 438673C DE J22894 D DEJ22894 D DE J22894D DE J0022894 D DEJ0022894 D DE J0022894D DE 438673 C DE438673 C DE 438673C
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    • GPHYSICS
    • G21NUCLEAR PHYSICS; NUCLEAR ENGINEERING
    • G21KHANDLING OF PARTICLES OR IONISING RADIATION NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; IRRADIATION DEVICES; GAMMA RAY OR X-RAY MICROSCOPES
    • G21K4/00Conversion screens for the conversion of the spatial distribution of X-rays or particle radiation into visible images, e.g. fluoroscopic screens

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • High Energy & Nuclear Physics (AREA)
  • Silver Salt Photography Or Processing Solution Therefor (AREA)
  • Conversion Of X-Rays Into Visible Images (AREA)
  • Luminescent Compositions (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Zinksulfid enthaltenden Fluoreszenzschirmen für Röntgenstrahlen. Zur Herstellung von Durchleuchtungs- und Verstärkungsschirmen für Röntgenstrahlen wurde Zinksulfid schon mehrfach verwendet. Wenn es sich trotzdem in der Radiologie nicht cingebürgert hat, so liegt dies daran, daß die mit Hilfe von Zinksulfid bisher hergestellten Durchleuchtungs- und Verstärkungsschirme zwei grundsätzliche Mängel aufzuweisen hatten. Der eine Mangel bestand darin, daß die aus Zinksulfid bestehenden oder Zinksulfid enthaltenden -Durchleuchtungs- und Verstärkungsschirme sehr intensiv und sehr lang nachleuchteten, der zweite Mangel bestand darin, daß die Leuchtkraft gegenüber Schirmen, die mit Hilfe anderer fluoreszierender Substanzen, z. B. Calciumwolfratnat ocler Platindoppelsalzen o. dgl., hergestellt waren, sehr erheblich geringer war, was zur Folge hatte, daß das Bild auf dem Durchleuchtungsschirm wohl klar, jedoch schwach war und daß die mit Hilfe der Verstärkungsschirme unter gleichen Verhältnissen erzielten photographischen Bilder bei gleicher Expositionszeit und Härte der Röntgenröhren bedeutend dünner waren als die mittels solcher Verstärkungsschirme hergestellten, welche mit Hilfe anderer fluoreszierender Mittel erzeugt waren.
  • Die Erfindung - hilft nicht nur den vorstehend angeführten Mängeln ab, sondern führt zu einem mit Hilfe von Zinksulfid hergestellten Durchleuchtungs- und Verstärkungsschirm, welcher, ohne merklich nachzuleuchten, die mit Hilfe anderer phosphoreszierender Mittel hergestellten Durchleuchtungs- und Verstärkungsschirme in bezug auf Plastizität und Dichte der damit hergestellten Bilder übertrifft.
  • Die Erfindung beruht auf der Beobachtung, daß man mit Hilfe von Zinksulfid Durchleuchtungs- und Verstärkungsschirme von hervorragenden Eigenschaften herstellen kann, wenn man das für die Herstellung von Zinksulfid bestimmte Zink mit einer zinklösenden Säure so behandelt, daß bei der Auflösung des Zinks ein Zinküberschuß vorhanden ist.
  • Diese Beobachtung ist im höchsten Grade überraschend. Da Zink bekanntlich die Eigenschaft besitzt, aus fast allen Metallsalzlösungen das entsprechende Metall auszufällen, so sollte man glauben, daß die Gegenwart eines Zinküberschusses beim Lösen des Zinks in Säure eine durchgreifende Reinigung des Zinks bewerkstelligt. Mit anderen Worten: Der vorstehend auseinandergesetzte technische Effekt, welcher die Auflösung des Zinks in Säure bei Gegenwart eines Zinküberschusses hervorbringt, sollte also der durch den Zinküberschuß bedingten Reinheit des für die Herstellung von Schwefelzink bestimmten löslichen Zinksalzes zuzuschreiben sein. Im Widerspruch steht jedoch die allgemein bekannte und mehrfach erprobte Tatsache, daß diejenigen Durchleuchtungs- und Verstärkungsschirme, die Zinksulfid enthalten, welches aus chemisch reinem Zink dargestellt wurde, gerade diejenigen Nachteile aufweisen, dieoben auseinandergesetzt erscheinen. Daraus geht zweifellos hervor, daß durch die Herstellung der für die Darstellung des Zinksulfids bestimmten Zinksalzlösung im Sinne des vorliegenden Verfahrens nicht nur eine Befreiung des Zinks von unerwünschteny-Beimengungen, sondern auch eine überraschende Wirkung erzielt wird, welche dem schließlichen Zinksulfid die für die Herstellung von Durchleuchtungs- und Verstärkungsschirmen so wertvollen Eigenschaften verleiht.
  • Es wurde ferner die Beobachtung gemacht, daß die für die vorliegenden Zwecke hervorragenden Eigenschaften des oben beschriebenen Zinksulfids noch eine weitere Verbesserung erfahren: i. Wenn man das bereits geglühte Zinksulfid im Röntgenlichte auf seine Brauchbarkeit prüft und etwa vorhandene wenig oder nicht leuchtende Anteile der geglühten Masse durch Sortieren im Röntgenlichte ausscheidet. Zu diesem Zwecke wird das geglühte Zinksulfid entweder im Ganzen oder in Anteilen beliebiger Größe im Röntgenlichte beobachtet. Jene Partien, welche geringe oder keine Fluoreszenz aufweisen; werden ausgeschieden, während die genügend stark leuchtenden Anteile zur Herstellung der Durchleuchtungs-oder Verstärkungsschirme verwendet werden. Die ausgeschiedenen Anteile können bei der Herstellung neuer Zinksulfidmengen wieder verwendet werden; wenn man das geglühte Zinksulfid einem gründlichen Waschprozeß mit Wasser unterwirft; 3. wenn man das geglühte Zinksulfid einem Schlämmprozeß unterwirft.
  • 2 und 3 kann in einer Operation zusammengefaßt werden.
  • Zur Ausführung des Verfahrens wird Zink oder Zinkabfall mit einer zinklösenden Säure so behandelt, daß eine kleine oder größere Menge des Zinks ungelöst zurückbleibt. Der Auflösungsprozeß kann in der Kälte oder Wärme erfolgen. Die Lösung des Zinksalzes wird nach dem Abfiltrieren oder Dekantieren von ungelöstem Zink, vorteilhaft nach vorhergegangener Behandlung mit einem Oxydationsmittel, um etwa noch vorhandenes Eisen zu entfernen, mit einem basischen Stoff, z. B. Kalk oder Natriumcarbonat oder Ammoniak o. dgl., versetzt und - wenn nötig -filtriert. Dann werden vorteilhaft kleine Mengen von Schwermetallsalzen, z. B. ein Silbersalz, ein Wismutsalz, ein Wolframsalz o. dgl., zugesetzt und dieLösungmitSchwef--lwasserstoff oder der Lösung eines Schwefelmetalls oder mit Hilfe von Schwefelammonium gefällt. Die Fällung kann in organisch saurer oder in neutralisierter oder in alkalischer Lösung erfolgen. Das ausgefällte Zinksulfid wird abgesaugt, wenn gewünscht, kurz gewaschen und getrocknet. Der getrocknete Niederschlag wird vorteilhaft nach vorherigem Pulvern geglüht. Es empfiehlt sich, das Glühen bei Luftabschluß durchzuführen. Es ist zweckmäßig, den geglühten Niederschlag vor seiner Verarbeitung auf Durchleuchtungs- und Verstärkungsschirme im Röntgenlichte von den nicht leuchtenden oder wenig leuchtenden Anteilen zu befreien und dann zu schlämmen, um ihn von den grobenPartikelchen zu befreien. DieVerarbeitung des Zinksulfids auf Durchleuchtungs- und Verstärkungsschirme geschieht in bekannter Weise, d. h: das Zinksulfid wird entweder im Gemische mit einem Bindemittel auf einer geeigneten Unterlage, wie z. B. Papier, Pappe, Glas, einem dünnen Holzbrettchen o. dgl., aufgetragen oder auf eine mit einem Bindemittel bestrichene Unterlage eingestaubt. Man kann aber auch so vorgehen, daß man das Zinksulfid mit einem geeigneten Bindemittel oder plastischen Mittel vermischt ' und auf dem Gemische - sei es durch Eintrocknen des Lösungsmittels oder durch Auswalzen o. dgl. -Folien herstellt, welche je nach der Beschaffenheit und Menge des Bindemittels sowie je nach dem etwa vorhandenen, geschmeidig machenden Mittel starr oder biegsam sein können.
  • Für die Herstellung von Durchleuchtungs-oder Verstärkungsschirmen kann man das Zinksulfid für sich allein oder im Gemische mit kleinen Mengen von Schwermetallen oder im Gemische mit anderen fluoreszierenden Substanzen, wie Calciumwolframat oder Platindoppelsalzen ö. dgl., oder im Gemische mit beiden Gruppen verwenden.
  • Unter »Fluoreszenzschirme« <werden in den Patentansprüchen Durchleuchtungs- und Verstärkungsschirme für Röntgenstrahlen verständen. Beispiel: Rohes Zink wird in einer Säure, z. B. Salzsäure, aufgelöst, diese L-3sung mit einem Überschuß von Zink erwärmt und dann einige Stunden stehen gelassen.
  • Bei Verwendung von chemisch reinem Zink müssen einige Stücke rohen Zinks mit aufgelöst oder als Zinküberschuß verwendet werden. In gleicher Weise verfährt man, wenn von einer fertigen Zinklösung ausgegangen wird, z. B. von der käuflichen Chlorzinklösung.
  • Nach dem Abkühlen und Filtrieren wird noch in Lösung gebliebenes Eisen in bekannter Weise, nach erfolgter Oxydation, z. B. mit Brom oder Kaliumpermanganat o. dgl. durch Fällung in der Hitze mit ätzenden oder kohlensauren Alkalien oder Erdalkalien entfernt. Diese werden so lange zugesetzt, bis etwas von dem sich ausscheidenden Zinkhydrodyd bzw. Zinkkarbonat ungelöst zurückbleibt.
  • Nach Filtration werden Schwermetalle in Form ihrer Salzlösungen in Mengen von o,oooi bis o,ooi Teilen zugefügt, z. B. liefern o,ooi5 Teile Wismut oder o,ooi Teile Silber empfindliche Röntgenschirme. Es können auch Wolfram, Uran, Kupfer oder auch Gemische dieser Metalle unter sich oder mit anderen verwendet werden.
  • Die so vorbereitete Lösung wird nun kochend mit klar filtrierter Schwefelbarium-oder Schwefelstrontiumlösung gefällt. Auch mit Schwefelwasserstoff kann die Fällung vorgenommen werden, ebenso mit Alkalisulfiden und Schwefelammonium; diese letzteren werden sich insbesondere dann empfehlen, wenn das Anion der Zinklösung mit den alkalischen Erden unlösliche Fällungen gibt. Bei Verwendung der Alkalisulfide muß auf die Verunreinigung mit Eisen Bedacht genommen werden; die Herstellung einer ziemlich verdünnten Lösung und längeres Kochen derselben führt zur vollkommenen Enteisenung.
  • Die Fällung kann auch in der Kälte vorgenommen «erden. Es setzt sich dann der Niederschlag langsam ab und läßt sich schwerer filtrieren. Die Fällung soll zweckmäßig eine unvollständige bleiben, im Filtrat soll noch Zink deutlich nachweisbar sein. Nach dem Absitzen des Schwefelzinks wird abgesaugt, der Niederschlag unmittelbar oder nach einmaligem Waschen getrocknet, dann im gut bedeckten Tiegel gegebenenfalls unter Luftabschluß in einer inerten Atmosphäre oder im Vakuum geglüht. Hat die glühende Masse etwa iooo° C erreicht, so soll man zweckmäßig den Glühprozeß nicht allzulange fortsetzen, weil sonst Abnahme, unter Umständen sogar Verschwinden der Leuchtkraft eintreten kann. N- ach dem Abkühlen wird der Tiegelinhalt im Röntgenlicht untersucht, zwecks Ausscheidung der weniger wirksamen Partien, z. B. Randpartien. Die ausgesuchte Partie wird sodann mit heißem Wasser übergossen und einem Schlämmprozeß unterworfen, wodurch sich immer noch- weniger leuchtende grobkörnige Teile absondern lassen. Der Rest wird filtriert abgesaugt und vorteilhaft bei ioo° C oder darüber getrocknet.
  • Das fertiggestellte Präparat wird - mit einem plastischen Bindemittel, z. B. einer Li>-#ung von Zelluloseacetat oder eines Zelluloseäthers im Verhältnis von z. B. io bis 2o Teilen "Zinksulfid auf i Teil Bindemittel innig vermischt und in bekannter Weise auf einen Durchleuchtungs- oder Fluoreszenzschirm verarbeitet, indem man sie entweder zu Folien ausgießt oder auswalzt oder geeignete Unterlagen, wie Papier. Pappe o. dgl., mit ihr überzieht.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von Zinksulfid enthaltenden Fluoreszenzschirmen für Röntgenstrahlen, dadurch gekennzeichnet, daß man das für die Herstellung von Zinksulfid bestimmte Zink mit einer Säure so behandelt, daß bei der Auflösung des Zinks ein Zinküberschuß vorhanden ist. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß dem Zink oder der Lösung des Zinks in der Säure oder dem fertigen Zinksulfid wenigstens ein anderes -Metallsalz zugefügt wird. 3. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch i oder a,dadurch gekennzeichnet, daß das geglühte Zinksulfid im Röntgenlichte sortiert Und gegebenenfalls geschlämmt wird.
DEJ22894D 1922-08-02 1922-08-02 Verfahren zur Herstellung von Zinksulfid enthaltenden Fluoreszenzschirmen fuer Roentgenstrahlen Expired DE438673C (de)

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DE (1) DE438673C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE748685C (de) * 1939-11-29 1944-11-08 Verfahren zur weitgehenden Unterdrueckung des Nachleuchtens lumineszierender Zink- oder Zinkcadmium-Sulfide
DE755315C (de) * 1933-11-14 1952-05-19 Chem Fab Von Heyden A G Scharfzeichnende Roentgenfolie oder -schirm

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE755315C (de) * 1933-11-14 1952-05-19 Chem Fab Von Heyden A G Scharfzeichnende Roentgenfolie oder -schirm
DE748685C (de) * 1939-11-29 1944-11-08 Verfahren zur weitgehenden Unterdrueckung des Nachleuchtens lumineszierender Zink- oder Zinkcadmium-Sulfide

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