DE437635C - Verfahren und Stempel zum Einsetzen der Lochsteine ohne Zwischenfutter unmittelbar in die Uhrwerksplatine selbst - Google Patents

Verfahren und Stempel zum Einsetzen der Lochsteine ohne Zwischenfutter unmittelbar in die Uhrwerksplatine selbst

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DE437635C
DE437635C DEJ25020D DEJ0025020D DE437635C DE 437635 C DE437635 C DE 437635C DE J25020 D DEJ25020 D DE J25020D DE J0025020 D DEJ0025020 D DE J0025020D DE 437635 C DE437635 C DE 437635C
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    • GPHYSICS
    • G04HOROLOGY
    • G04DAPPARATUS OR TOOLS SPECIALLY DESIGNED FOR MAKING OR MAINTAINING CLOCKS OR WATCHES
    • G04D3/00Watchmakers' or watch-repairers' machines or tools for working materials
    • G04D3/04Devices for placing bearing jewels, bearing sleeves, or the like in position
    • G04D3/042Devices for placing bearing jewels, bearing sleeves, or the like in position for bearing jewels

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Processing Of Stones Or Stones Resemblance Materials (AREA)
  • Adornments (AREA)

Description

  • Verfahren und Stempel zum Einsetzen der Lochsteine ohne Zwischenfutter unmittelbar in die Uhrwerksplatine selbst. Bekanntlich geschieht die Herstellung der Lager in Taschenuhrgestellplatten noch heute in der Weise, daß die am Umfang nachgestanzten Platinen oder Brücken mittels gebohrter Löcher, den sogenannten Präzisionslöchern, auf Präzisionsstifte der Sortierplatten gesteckt «-erden, deren Stellung in Beziehung zur Bohrspindel so festgelegt ist, daß die Bohrung für das Steinlager und mithin dieses selbst an den gewünschten Platz kommt.
  • Das 1_insetzen des Steinlagers in die ihrer Stellung nach festgelegten Brücke erfordert nun im allgemeinen vier Arbeitsvorgänge, und zwar zunächst das Bohren eines Loches, das erheblich kleiner sein muß als der Steindurchmesser, und dann das 'Nachbohren dieses Loches mittels eines Zapfenbohrers, dessen Zapfen in dem Loch möglichst ohne Spiel geführt wird und der ferner seinerseits die erste Bohrung so erweitert, daß sie dein Stein eine leichte Einführung erlaubt. Das Loch wird hierbei nur auf eine ganz bestimmte Tiefe nachgebohrt, wodurch ein Auflager für den Stein geschaffen und die Entfernung der zwei Lager einer Zelle voneinander bestimmt wird. -Hiernach erfolgt das Einstechen einer Nut, durch «-eiche die Lochwandung geschwächt wird, worauf schließlich das Umlegen der geschwächten Wandung über den Stein als Endoperation geschieht.
  • Die Schwächung der Wandung zum Ermöglichen des Eindrückens des Steinlagers ist bekanntlich schon seit vielen Jahren bei der Fertigung der Deckplättchen der Spurlager für die Unruhen gebräuchlich; sie ermöglicht das Eindrücken in ein einfach gebohrtes Loch und gewährleistet infolge der dem Messing innewohnenden Elastizität einen genügenden Festhaltedruck.
  • Seit einiger Zeit (bei dem Erfinder seit igi8) ist in der feinmechanischen Massenfabrikation das früher nur an den Wänden der Stücke geübte Nachstanzverfahren auch beim Fertigen von Löchern aller Art in Anwendung gebracht worden, und zwar zum Erzielen größerer Genauigkeit, besonders hinsichtlich der Präzisionslöcher der Taschenuhrgestellplatten, die, wie erwähnt, zum Einhängen des Werkstücks auf der 712aschine dienen und zugleich die Stellung des Werkstücks bestimmen.
  • Beim Fertigen der Steinlager ist man neuerdings (vgl. Patent 363905) dazu übergegangen, die Löcher in den Platten (Brücken) viel größer zu machen, als dies für den Stein selbst notwendig ist, um diese Löcher ebenfalls stanzen und nachstanzen zu können. In die Löcher werden dann besondere Steinfutter eingesetzt, die in einem Arbeitsgang für sich gefertigt werden und aus Messingplättchen bestehen, in die die Lagersteine in der eingangs erläuterten Weise gefaßt werden. Hierbei ist von Bedeutung das Zentrieren des Umfangs nach dem Mittelloch des Steins, da von der Genauigkeit dieser Arbeit die Genauigkeit der Eingriffsentfernulig, d. h. die Entfernung der Lager zweier verschiedener Wellen, abhängt. Das Steinfutter wird in dein vorgesehenen Loch durch Preßsitz festgehalten; indem die Wandung des Loches in bekannter Weise (wie beim Fertigen des Loches für den Steinsitz) geschwächt, »federnd« gemacht ist.
  • Diese Steinlager mit Steinfutter haben aber den Nachteil, daß ihre Herstellung gegenüber der früheren Art eine erhebliche Verteuerung und hinsichtlich der Eingriffsentfernung keine Verbesserung bringen, da sich die sowohl beim Nachstanzen der Löcher als auch besonders beim Zentrieren der Steinfutter entstehenden Fehler addieren und eine Ungenauigkeit infolge Schiefstehens der Räder ergeben können. Zugleich wird auch noch hinsichtlich der Gestellweiten eine Vergrößerung der Ungenauigkeit hervorgerufen, weil die Tiefe des Eindrückens nicht unmittelbar mit Beziehung auf den Stein erfolgen kann, sich also mindestens die Fehler der Steindicke, des Steinsitzes im Futter, des Eindrückens und der Ausdrehung in der Platte addieren, wodurch unbedingt Nachhilfen erforderlich werden.
  • Die Erfindung beseitigt die Fehler der obengenannten Lagerfertigung durch Fortlassen der besonderen, zu den erwähnten Fehlerquellen Veranlassung gebenden Steinfutter, In die Platten (Brücken) p (Abb. i) werden die beliebig hergestellten Löcher l nachgestanzt mit einem Durchmesser, der kleiner als der des Steins ist. Die Wandung wird, wie oben beschrieben, durch die Rille 11 (Abb. i) geschwächt, der Stein s mittels des Stempels der Abb.3 auf eine einstellbare Tiefe eingedrückt und im Loch vermöge der Elastizität der Wand festgehalten. Da der Stein schon bei der Bearbeitung genauestens nach dem Loch zentriert ist, fällt die Ungenauigkeit des Zentrier ens nach dem früheren Verfahren weg. Der Stein s (Abb. 2) ist hierbei, ,wie früher bei den Deckplättchen, zylindrisch gestaltet, wobei die eine Seite mit einer schwachen Rundung r versehen ist, die durch Polieren mittels einer Bürste erzeugt wird und durch gutes Zentrieren des Steins das Eindrücken erleichtert.
  • Der Uhrmacher, welcher einen gebrochenen Stein zu ersetzen hat, braucht lediglich den gebrochenen Stein herauszudrücken und kann dann. mit leichter Mühe einen neuen Stein ohne jedes besondere Werkzeug einsetzen.
  • Die Ungenauigkeit in der Gestellweite wird behoben durch Ausbildung des Eindrücksteinpels als Doppelstempel (Abb.3). Der innere Stempel i besitzt einen Durchinesser, der kleiner oder höchstens gleich dein Steindurchmesser ist; seine Stirnfläche drückt den Stein ein und ist gegen die des äußeren verstellbar. Die äußere Stirnfläche a stützt sich gegen die Plattenfläche, die mit der Brücke zusammenstößt, und gibt die Begrenzung für die Tiefe des Eindrückens, so daß die Entfernung zur inneren Stirnfläche i gleichbedeutend ist mit der Tiefe des Steinsitzes zur Plattenoberfläche.

Claims (2)

  1. PATE I`TTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Einsetzen der Lochsteine ohne Zwischenfutter unmittelbar in die Uhrwerksplatine selbst, dadurch gekennzeichnet, daß die Steine in entsprechend nachgestanzte Löcher der in der Lochnähe durch eine Rille federnd gemachten Platinwandung auf eine einstellbare Tiefe eingedrückt werden.
  2. 2. Einpreßstempel zum Ausführen des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der innere, mit dem Stein zusammenwirkende Teil (i) gegenüber dem äußeren mit der Lagerplatte des Steines zusammenwirkenden Teil in der Längsrichtung fein verstellbar ist.
DEJ25020D 1924-08-03 1924-08-03 Verfahren und Stempel zum Einsetzen der Lochsteine ohne Zwischenfutter unmittelbar in die Uhrwerksplatine selbst Expired DE437635C (de)

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DE437635C true DE437635C (de) 1926-11-24

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