DE437245C - Verfahren zur Darstellung pastenfoermiger Reinigungsmittel - Google Patents

Verfahren zur Darstellung pastenfoermiger Reinigungsmittel

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DE437245C
DE437245C DEB112690D DEB0112690D DE437245C DE 437245 C DE437245 C DE 437245C DE B112690 D DEB112690 D DE B112690D DE B0112690 D DEB0112690 D DE B0112690D DE 437245 C DE437245 C DE 437245C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C11ANIMAL OR VEGETABLE OILS, FATS, FATTY SUBSTANCES OR WAXES; FATTY ACIDS THEREFROM; DETERGENTS; CANDLES
    • C11DDETERGENT COMPOSITIONS; USE OF SINGLE SUBSTANCES AS DETERGENTS; SOAP OR SOAP-MAKING; RESIN SOAPS; RECOVERY OF GLYCEROL
    • C11D9/00Compositions of detergents based essentially on soap
    • C11D9/04Compositions of detergents based essentially on soap containing compounding ingredients other than soaps
    • C11D9/22Organic compounds, e.g. vitamins
    • C11D9/26Organic compounds, e.g. vitamins containing oxygen
    • C11D9/262Organic compounds, e.g. vitamins containing oxygen containing carbohydrates

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Description

  • Verfahren zur Darstellung pastenförmiger Reinigungsmittel. Die hydrotopen Eigenschaften von Seifenlösungen ermöglichen es, organische Lösungsmittel, welche sonst mit Wasser nicht mischbar sind, Kohlenwasserstoffe usw., in eine wasserlösliche Form zu bringen, die mit Wasser vermischt teils klare Lösungen, teils feine Emulsionen ergibt. Es genügen, um den angegebenen Zweck zu erreichen, bereits schwache Seifenlösungen mit geringem Fettgehalt. Eine weitere Steigerung der emulsionsbildenden Fähigkeit bei geringen Seifenkonzentrationen läßt sich durch Anwendung von sogenannten Lösungs- bzw. Emulsionsvermittlern erzielen, deren eine Reihe bekannt geworden sind.
  • Es hat sich gezeigt, daß derartige Emulsionen eine je nach Art des Lösungsmittels und der Emulsion mehr oder minder große Reinigungskraft besitzen. Sie sind deshalb geeignet, Reinigungszwecken zu dienen und erweisen sich gewissen, besonders wasserunlöslichen Verschmutzungen gegenüber als der Seife von gleicher Konzentration an und für sich überlegen.
  • Wenn der Reinigungseffekt von. reinen Seifenlösungen zu einem Teil auf ihre emulgierenden Eigenschaften zurückgeführt wird, wobei die Emulsionsbildung beim Waschprozeß durch mechanische Einwirkung in Erscheinung tritt, so ist bei einer bereits vorgebildeten Emulsion von Lösungsmitteln in Wasser ein intensiverer Reinigungseffekt zu erwarten, was die Erfahrung bestätigt hat.
  • Wenn andererseits die Wascht;nrkung von Seifen zum anderen Teil auf adsorptive Wirkung des Seifenkolloids den Schmutzstoffen gegenüber beruht, so werden die obengenannten Emulsionen wegen ihres- relativ geringen Gehaltes an Seifenstoffen diese adsorptive Wirkung gar nicht oder nur in geringem Maße zeigen. Es wurde nun beobachtet, daß pflanzliche Stärke in teilweise verkleistertem Zustand und in Verbindung mit derartigen Lösungsmittel-Wasseremulsionen von geringem Seifengehalt eine vorzügliche adsorptive Wirkung besitzt und zu gleicher Zeit eine Verdickung der meist flüssigen Emulsionen bis zur pastenförmigen Konsistenz bewirkt.
  • Diese adsorptive Eigenschaft teilweise aufgeschlossener Stärke war nicht ohne weiteres zu erwarten, da unverkleisterte Stärke, abgesehen von der in trockenem Zustand sich äußernden Kapillaritätswirkung, keinerlei adsorptive Wirkungen äußert. Ebensowenig ist dies bei vollkommen verkleisterter Stärke der Fall.
  • Es war zwar bekannt, Seifen, besonders Kaliseifen, zwecks Füllung und Streckung mit Stärke zu versehen, die infolge der bei der Herstellung der Seife herrschenden Temperatur und infolge des großen Überschusses an Ätzalkalien, die solche Seifen aufzuweisen pflegen, vollkommen verkleistert. Derartiger vollkommen verkleisterter Stärke kommt, wie oben erwähnt und wie übereinstimmend bestätigt wird, weder eine Reinigungswirkung als solcher zu, noch ist solcher Kleister imstande, den Reinigungseffekt der Seifen, denen er einverleibt ist, zu erhöhen. Die Stärke dient hier also lediglich als Füll- und Streckmittel.
  • Ganz im Gegensatz hierzu verhält sich, wie oben erwähnt, Stärke, welche nur teilweise verkleistert ist. Es scheint, daß dabei eine Quellung und Vergrößerung der Stärkekörner eintritt, ohne daß das Stärkekorn gesprengt und in homogenen Kleister übergeführt wird und daß diese Vergrößerung der Oberfläche in günstigstem Sinne auf die Adsorptionsfähigkeit einwirkt.
  • Es ist nun keineswegs ohne weiteres möglich, derartig nur zu einem Teil aufgeschlossene Stärke zu erzeugen, und es hat sich gezeigt, daß der genannte Effekt nur erreicht wird, wenn Stärke mit den geschilderten lösungsmittelhaltigen Emulsionen vermischt und durch vorsichtigen Zusatz des aufschließenden Agens aufgeschlossen wird. Die Menge des Zusatzes ist abhängig von .der Konzentration der Emulsion, d. h. von der der Stärke zur Quellung zur Verfügung stehenden Wassermenge. Nach erfolgter Quellung kann das Aufschlußmittel (vorwiegend Natronlauge) mit einer geeigneten Säure ganz oder nahezu neutralisiert werden. Als solche wählt man zweckmäßig eine geeignete Fettsäure.
  • Die auf diese Art enstehenden pastenförmigen Produkte vereinigen auf überraschende Weise eine große Lösungs- und Emulgierungsfähigkeit speziell für fettige, pechartige, ölige, wachsartige, harzige Verunreinigungen mit einer saugenden und aufsaugenden Wirkung, die sie befähigt, eine nahezu selbständige Wirkung auszuüben, d. h. es bedarf bei ihrer Anwendung keines oder eines nur geringen Aufwandes an mechanischer Einwirkung, wie Bürsten usw., was sie speziell zur Entfernung lokaler Flecken geeignet macht. Hierzu erscheint auch ihre pastenförmige Konsistenz vorzüglich geeignet, durch die ein Auslaufen oder Ränderbildung vermieden wird. Sie befinden sich weiterhin in einer Form, die sie zu zweckmäßiger Verpackung (Tuben, Dosen) geeignet macht, sie sind infolge ihres geringen Fettgehaltes wirtschaftlich. Endlich sind sie gesundheitlich unschädlich, enthalten keine mineralischen Bestandteile, wie Sand, Bimsstein usw., die selbstverständlich für untergeordnete Zwecke ohne weiteres einverleibt werden können, was sie auch für empfindliche Reinigungsarbeiten geeignet macht, und es kann ihnen je nach Wahl der Bestandteile eine Desinfektionswirkung erteilt werden. -Aus diesen Gründen eignen sie sich zu Reinigungsarbeiten aller Art, besonders teerigen, harzigen, öligen, pechartigen Verschmutzungen, wie sie allenthalben vorkommen, und zeigen sich -in vielen Fällen der Seife an Reinigungskraft und bequemer Anwendung überlegen. Ausführungsbeispiele. t. Ein Emulsionskörper, bestehend aus 500 g Dekahydronaphthalin, aoo g Baumwollsaatfettsäure, 25 g NaOH" q.0° Be, roo g Wasser, wird mit 8oo g Stärke vermischt und mit 8o g NaOH qo° -Be; aufgeschlossen und langsam unter dauerndem Kneten mit 3 kg Wasser versetzt.
  • 2, Ein Emulsionskörper, bestehend aus 350 g CYklohexanol, 350 g Olein, 350 g Wasser, 70 g Natronlauge q.0° Be, i 18o g Tetralin oder Dekalin, wird mit q. 000 g Kartoffelstärke vermischt und mit 6oo-g Natronlauge q.0° Be aufgeschlossen und langsam in der Knetmaschine unter dauerndem Kneten. mit z2 kg Wasser versetzt.

Claims (1)

  1. PATENT-ANS-PRUcH: -Verfahren zur Darstellung pastenfÖrmiger Reinigungsmittel mit schützender und aufsaugender, selbsttätiger Wirkung und geringem Fettgehalt, dadurch gekennzeichnet, daß Emulsionen von organischen Lösungsmitteln in Wasser mit oder ohne Verwendung von Lösungsvermittlern mit Pflanzenstärke vermischt werden und die Stärke durch geeignete Mittel teilweise aufgeschlossen wird.:
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