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Vorrichtung zur Fernsteuerung von Flüssigkeitsmeßapparaten. Gegenstand
der vorliegenden Erfindung ist eine Vorrichtung zur Fernsteuerung von Flüssigkeitsmeßapparaten,
bei welcher die zu messende Flüssigkeitsmenge auf einer in beliebiger Entfernung
vom Meßapparat aufgestellten Einstellscheibe, die nach der Einstellung entgegen
der Wirkung einer Feder durch .ein Sperrwerk gehalten ist, eingestellt werden kann.
Dieses Sperrwerk wird schrittweise vom Meßapparat aus freigegeben. Zur Einstellung
der im Innern eines Gehäuses untergebrachten Einstellscheibe sind Außenorgane vorhanden,
durch welche der Flüssigkeitsmesser in Tätigkeit gesetzt werden kann. Zu diesem
Zweck werden die genannten Organe von der Einstellscheibe entkuppelt und mit letzterer
erst dann wieder gekuppelt, wenn die eingestellte Menge aus dem Flüssigkeitsmesser
ausgeflossen ist.
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Auf der Zeichnung ist beispielsweise eine Ausführungsform einer Vorrichtung
nach vorliegender Erfindung dargestellt.
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Abb. i ist ein Schnitt nach Linie 1-I der Abb.2, welche eine Ansicht
des Apparates von hinten ist.
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Abb. 3 ist ein Schnitt nach Linie III-III der Abb.i und Abb. q. ein
Schnitt nach Linie IV-IV der Abb. i.
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Abb.5 zeigt eine Einzelheit, während Abb.6 eine teilweise Wiederholung
von Abb. i ist, aber die gegenseitige veränderte Stellung einzelner Organe gegenüber
Abb. i zeigt.
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Abb.7 ist ein teilweiser Schnitt nach Linie V II-VII der Abb. a.
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In einem Gehäuse i, das vorn durch einen doppelten Deckel 2 und hinten
durch eine Haube 3 abgeschlossen ist, ist eine Einstellscheibe ¢ gelagert. Diese
Einstellscheibe steht unter der Wirkung einer flachen Spiralfeder 5, die einerseits
mit dieser Einstellscheibe, anderseits 'mit dem Deckel 2 verbunden ist. Durch Drehung
dieser Einstellscheibe im Sinne des Uhrzeigers wird diese Feder gespannt. Die Einstellscheibe
4. (Abb. ;) trägt in ihrem Innern einen radial angeordneten, unter Federwirkung
stehenden Nocken 35, der ständig in die innere Verzahnung eines Schaltkranzes
6 greift, der auch eine äußere Verzahnung besitzt, welche mit dem Schalthebel 7
zusammenarbeitet. Die Feder 5 ist mit einer Anfangsspannung eingebaut, so daß die
Einstellscheibe ;1 sich ständig durch den Nokken 35 gegen die innere Verzahnung
des Kranzes 6 anlehnt, wobei dieser Kranz durch den Schalthebel? an einer Drehung
verhindert ist. Ein Zurückdrehen des Schaltkranzes ist durch die Nocken $ und 9
(s. Abb. 3) unmöglich gemacht.
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Die Teilung der inneren Verzahnung des, Kranzes 6 ist die Hälfte derjenigen
der äußeren Verzahnung. Schwingt der Schaltarm um die Achse der Welle io, auf welcher
er
mittels Vierkants festsitzt, so kommen abwechslungsweise seine
Arme in der Weise zur Wirkung, daß sie jedesmal einen rückwärts gerichteten, durch
die Feder 5 verursachten Schritt des Kranzes 6 zulassen, um den Betrag eines Zahnes
des inneren Zahnkranzes.
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Die Welle io erhält ihre Bewegung durch einen Arm i i (s. Abb. 4.),
welcher unter dem Einfluß eines Kolbens 12 steht. Dieser Kolben erhält seine Bewegung
durch die-Kugel eines Kugelrohres 13, welches nach dem in beliebiger Entfernung
aufgestellten Flüssigkeitsmesser hinführt.
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Die Einstellscheibe ist in ihrer Mitte@kegelförmig durchbohrt und
sitzt lose auf einem Konus 14, der außen einen Knopf 15 trägt. Dieser Konus ist
hohl und dient als Führung für das eine Ende eines zy'in.drischen Schiebers 16,
der sich durch die ganze Vorrichtung erstreckt und an seinem anderen Ende sowohl
im Gehäuse i als auch in der Haube 3 geführt ist. Das hohle, vom Konus 14. umschlossene
Ende dieses Schiebers birgt eine starke Schraubenfeder 17, die sich einerseits gegen
den Konus und anderseits gegen den Schieber stützt, um dadurch den Konus 14 stets
mit der Einstellscheibe q. verkuppelt zu halten.
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In einem Schlitz 18 des Schiebers 16 ist eine zweiarmige Klinke i
9 untergebracht, welche sowohl mit ihrem als Klaue 2o ausgebildeten Ende als auch
mit ihrem nasenförmigen Ende 21 auf die Außenseite des Schiebers hinausragt. Die
Klaue 2o greift in der in Abb. i gezeichneten Betriebsstellung der Teile über den
inneren Rand einer in das offene hohle Ende des Konus 17 eingeschraubten -Hülse
und hält dadurch den Schieber mit dem Konus verkuppelt. Die Wirkung der Feder 17
ist alsdann ausgeschaltet.
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Auf der kleinen Welle 23- sitzen zwei Nokken 24. und 25. Der erstere
24 (s. Abb. i, q. und 7) steht unter Federwirkung und -lehnt sich ständig gegen
einen Kranz 26 der Einstellscheibe 4.. Die Stellung dieses Nockens 24 bestimmt diejenige
des Nockens 25, welcher in Abb. 4. gestrichelt angedeutet ist. Ist der Nocken 2:1
in eine Aussparung 27 des Kranzes 26 eingefallen, so liegt der Nocken 25 im Bereich
der Hülse 22 und verhindert dann jede achsiale . Verschiebung des Konus 14. Befindet
sich: dagegen der Nocken 2.1 auf dem äußersten Rand des Kranzes, so ist die Stellung
des Nockens 25 derart, daß der Konus entgegen der Wirkung der Feder 17 achsial bewegt
werden kann, und zwar durch einen Druck von Hand auf den Knopf 15. Dieser Druck
ist jedesmal nötig, wenn der Konus 14. mit dem Schieber _16 gekuppelt werden
soll. Das in der Haube 3 geführte Ende des Schiebers 16 stützt sich gegen eine in
einer mit der Haube fest verbundenen Kappe eingelegte Feder 28. Die Feder ist bestrebt,
den Schieber gegen den Konus hin zu bewegen, ist aber bedeutend schwächer als die
Feder 17, so daß ihre Wirkung von letzterer vollständig aufgehoben ist, wenn Schieber
und Konus in der Stellung sind, die in Abb.6 angegeben ist, -d.h. entkuppelt ist.
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Auf dem Schieber sitzt ferner das Messer 29 (s. -auch Abb. 5) eines
elektrischen Messerschalters, dessen federnde Kontakte mit 3o bezeichnet sind. Letztere
sind von einem aus Isoliermaterial angefertigten Ring 31 getragen, der zwischen
Gehäuse i und Haube 3 eingeschaltet ist. Dieser Ring trägt die notwendigen Anschüsse
für die elektrischen Leitungen, die zum Motor des Flüssigkeitsmessers führen. Letzterer
ist nicht gezeichnet. Er ist im vorliegenden Beispiel von derjenigen Art, welche
ein oder mehrere Meßgefäße besitzen, deren jeweilige Entleerung die Bewcgun,g eines
Hebelsystems verursachen, welches die Kugeln des Kugelrohres 13 verschiebt. Kommt
die Feder 28 zur Wirkung, so wird das Messer a9 zwischen die Kontakte 3o geschoben
und schießt damit den Motorstromkreis, wodurch der Flüssigkeitsmesser in Tätigkeit
gesetzt wird. Dieser Schalter 29, 30 ist hier nur einpolig. Es ist aber s
e. lbstverständlich, daß er auch zweipolig gemacht werden könnte, wobei dann die
notwendigen Anschlüsse die Zahl vier erreichen würden.
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Der dargesteate Apparat wird folgendermaßen in Tätigkeit gesetzt:
Soll eine bestimmte Menge, die immer ein Mehrfaches des Meßgefäßinha_ts ist, ausgeschenkt
werden, so wird der Knopf 15 gedreht, uni die Einstellscheibe 4, die durch die Feder
28 mit dem Konus 14, an - dem der Knopf 15 festsitzt, gekuppelt ist, um eine Anzahl
von Zähnen zu bewegen, die der Anzahl der Entleerungen des Meßgefäßes entspricht.
Sobald die Einstellung stattgefunden hat, hat der Nocken 24. die Aussparung 27 verlassen,
ist auf die Peripherie des Kranzes 26 gehoben worden, so daß der locken 25 die achsiale
-Bewegung das Konus nicht mehr verhindert. Ist die Menge eingestellt, so wird der
Knopf 15 in den Apparat hineingedrückt, bis die Klaue 2o der Klinke i 9 hinter den
inneren Rand der Hülse 22 zu liegen kommt. Die Klinke schnappt ein, und die Kupplung
des Konus mit dem Schieber 16 kommt zustande.
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Die Wirkung der Feder 17 ist nun aufgehoben, und die Feder 28 kann
zur Geltung kommen, um Schieber samt Konus gegen die Einstellscheibe 4 hin, d. h.
den Knopf 15 nach
außen, und das Messer 29 zwischen die Kontakte
3o zu schieben. Jetzt ist der Flüssigkeitsmesser in Tätigkeit. Bei jeder Entleerung
desse:ben werden die Kugeln des Kugelrohres 13 im Rohr bewegt, und der Kolben 12
schwingt den Arm i i. Mit letzterem bewcgen sich auch die Weile io und der Schalthebe17.
Ein Zahn nach dem andern wird dann unter der Wirkung d°r flachen Spiralfeder 5 zurückbewegt,
bis die Einste:lscheibe 4 ihre Nu:lstellung wieder erreicht hat. In diesem Augenback
schnappt Nocken 2,1 wieder in die Aussparung 27 hin°in und Nocken 25, der, solange
Schicbcr und Konus gekuppelt waren, sich im Bereich der Nase 21 der Klinke i 9 befand,
drückt auf- diese Nase,, dreht die K:inke und entkuppelt Schieber 16 und Konus 14
durch Aus:ösen der Klaue 2o. Feder 17 kommt alsdann wieder zur Wirkung, löst Konus
und Schieber voneinander, kuppelt aber Konus und Einstellscheibe q. miteinander,
drückt die schwächere Feder 28 zusammen und unterbricht den Kontakt zwi sehen Messer
29 und Kontakten 3o. Der Stromkreis des Motors wird unterbrochen und der F-üss:gkeitsmesser
abgestellt.
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Es wurde hier angenommen, die Pumpe des F:üss_gkeitsmessers stehe
mittelbar oder unmitte:bar unter der Wirkung eines elektrischen Motors, dessen Stromkreis
durch die Fernsteuervorrichturg unterbrochen werden kann. Es wäre aber auch mög:ich,
durch die Vorrichtung einen F:üssigkeitsmesser zu bedienen, der durch eine Handpumpe
gespeist wird. Dann würde der Schicb--r 16 di°jenigen Organe tragen, welche die
Wirkung dieser Pumpe zu_assen oder aufheben. Dieser Schieber könnte beispielsweise
die Saugleitung der Pumpe b2lü:ten, so daß ein Fördern der zu messenden F.üss-_'gkeit
nicht stattfinden könnte, bevor nicht eine bestimmte Menge an der Einstellscheibe
eingestellt wäre.
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Es ist auch denkbar, daß diese mechanische 'Vorrichtung mit der elektrischen
zusammen in einer Anlage zur Anwendung käme.