DE43652C - Apparat zum Scheeren von Thieren und zum Haarschneiden - Google Patents
Apparat zum Scheeren von Thieren und zum HaarschneidenInfo
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- DE43652C DE43652C DENDAT43652D DE43652DA DE43652C DE 43652 C DE43652 C DE 43652C DE NDAT43652 D DENDAT43652 D DE NDAT43652D DE 43652D A DE43652D A DE 43652DA DE 43652 C DE43652 C DE 43652C
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B26—HAND CUTTING TOOLS; CUTTING; SEVERING
- B26B—HAND-HELD CUTTING TOOLS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- B26B19/00—Clippers or shavers operating with a plurality of cutting edges, e.g. hair clippers, dry shavers
- B26B19/24—Clippers or shavers operating with a plurality of cutting edges, e.g. hair clippers, dry shavers specially adapted for shearing animals, e.g. sheep
-
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- B26B19/28—Drive layout for hair clippers or dry shavers, e.g. providing for electromotive drive
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 69: Schneidwerkzeuge.
WILLIAM BELL in MURRURUNDI,
Apparat zum Scheeren von Thieren und zum Haarschneiden.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 17. Juni 1887 ab.
Bewegung
Die vorliegende Erfindung betrifft einen Apparat zum Scheeren von Thieren und zum
Schneiden von Haaren, bei welchem im wesentlichen eine gefingerte Schneidplatte über eine
finger- oder kammartige Unterplatte hin- und herverschoben wird und diese Schneidplatte
von einer an dem Apparat sitzenden und durch Druckluft oder andere Druckflüssigkeit
betriebenen Kraftmaschine
gesetzt werden kann.
gesetzt werden kann.
Auf beiliegenden Zeichnungen stellen F12. 1
und 2 zwei Ansichten des vollständigen Apparates dar; Fig. 7 ist ein Querschnitt durch die
Mitte des Apparates; Fig. 9 bis 17 sind Ansichten und Schnitte durch den Motor, sowie
Abänderungen des letzteren, während die übrigen Figuren Einzeliheile des Apparates darstellen.
Der Apparat kann in verschiedener Weise ausgeführt werden; in den Fig. 1 bis 8 ist die
eine Einrichtung dargestellt; die übrigen Figuren beziehen sich auf Abänderungen derselben.
In den Figuren ist der Cylinder der die Scheere treibenden Kraftmaschine mit A bezeichnet.
Als Triebkraft wird vorzugsweise gepreiste Luft verwendet, welche in den Schieberkasten B
durch den hohlen Handgriff C hindurch eingeführt wird und den Kolben hin- und herbewegt;
der Hebel E, welcher mit seinem einen gegabelten Ende eine Hülse A1 in der
Mitte des aus zwei Theilen bestehenden und nach aufsen offenen Kolbens umfafst (Fig. 16
und 17), verursacht eine entsprechende Hin- und Herbewegung des mit dem anderen
Ende E~ verbundenen Scheerenblaties F auf
dem unteren Scheerenblatt G. Das Hebelende E"' ist mit Zäpfchen Es, Fig. 7, versehen,
welche in entsprechende Löcher F-, Fig. 5, hineinpassen. Der Hebel E ruht einerseits auf
dem oberen Scheerenblatt F und mit letzterem auf dem festen Scheerenblatt G, und andererseits
mittelst seines verbreiterten Theiles E2 auf dem Reibungsröllchen E'\ Fig. 7 und 8, Welches
auf der Grundplatte A'' liegt. Das Röllchen E1 bewegt sich um den Zapfen E6 und
bezweckt, das Gleiten des Hebels und die Reibung auf das geringstmögliche Mafs herabzubringen.
Diese Reibung kann geregelt werden durch Drehen an dem geränderten Kopf D2
der Schraube D\ welche in eine Brücke D eingesetzt ist. Ein federnder Schnepper D3
fällt in den Kopf D- ein, so dafs sich die Schraube nicht von selbst verstellen kann. Das
Scheerenblatt F kann zum Zweck des Schärfens abgenommen werden, indem man die
Schraube D1 so lange aufdreht, bis die Zäpfchen Es aus den Löchern F2 des Scheerenblattes
heraustreten, worauf das Abnehmen des letzteren leicht gelingt.
Der Motor ist in den Fig. 9 und 10 in gröfserem Mafsstabe dargestellt. Hier bezeichnet
A den Cylinder, B den Schieberkasten, C den Rohransatz für den hohlen
Handgriff; A1 ist die Oöffnung für den Hebel
E, α der Zapfen quer durch den offenen Raum des geiheilien Kolbens; ti1 a'~ sind die
Kolbenhälften; b ist die Stange des Kolbenschicbers; b' b'1 b?' b' sind die Kolben des Schiebers;
c ist die Haupteimrittsöffnung für die
Druckluft; c1 c- sind Zu- und Abgangskanäle
zum und vom Cylinder; c:'c'\ in der Zeichnung
durch gestrichelte Linien angedeutet, sind Kanäle vom Cylinder nach dem Schieberkasten;
cr'cf' sind Ausgangskanäle aus dem
Schieberkasten.
Geht man von der Stellung der Kolben, wie sie in den Figuren dargestellt ist, aus, so !
ist die Wirkungsweise des Motors folgende: Die Druckluft tritt durch die Oeffnung c in
den Schieberkasten B und den Kanal c'- in den Cylinder hinter das Kolbenende a\ wahrend
die auf der anderen Seite des Kolbens befind- j liehe Luft durch den Kanal e2, Schieber- j
kasten B und Kanal cn nach aufsen entweicht.
Der Kolben hat gerade einen Hub vollendet ' und daher die Oeffnung cs freigemacht; er
gestattet nunmehr der Druckluft, die sich noch hinter dem Kolben befindet, in den Schieberkasten
dicht hinter dem Kolben bl des Schiebers zu treten, infolge dessen wird der Schieber
verschoben, und es tritt nunmehr die Druckluft von dem Kolbenende αλ durch den
Kanal c1, den Schieberkasten B und die Ausgangsöffnung
c5 ins Freie, während andererseits die frische Druckluft jetzt von c aus
durch den Kanal c" hinter das Kolbenende agelangen kann und nunmehr den Kolben nach
links verschiebt, so lange, bis der Kanal c* geöffnet wird, um abermals eine Verschiebung
des Schiebers in die in der Zeichnung angegebene Stellung zu bewirken, worauf das Spiel
in derselben Reihenfolge wieder beginnt.
Bei der in Fig. ι ι dargestellten Abänderung
sind die beiden Mittelkolben aus Fig. 9 durch einen einzigen ersetzt; die beiden Kanäle vom
Cylinder nach den Schieberkastenenden kreuzen sich, um die in Fig. 9 erläuterte Bewegung
hervorzubringen.
Die in Fig. 12 dargestellte Anordnung unterscheidet
sich von der in Fig. 9 gezeichneten dadurch, dafs die Kanäle c:i c ' vom Cylinder
zu den Schieberkastenenden gekreuzt sind, dafs ferner die Flauptzugangsöffnung getheilt ist und
endlich der Ausgang der Druckluft durch nur einen Kanal cr>
erfolgt. Die Anordnung in Fig. 13 unterscheidet sich von der in Fig. 12
nur darin, dafs der Schieber an Stelle von vier Kolben nur zwei besitzt, während die
inneren beiden Kolben zu einem D-Schieber umgewandelt sind. Durch diese Abänderung
erreicht man, dafs auch die Gabelung des Zugangskanals c, wie in Fig. 12 dargestellt, hier
nicht mehr nölhig ist. Die Wirkungsweise dieser letzteren beiden Anordnungen kann leicht
verfolgt werden, wenn man nur beachtet, dafs der Kolben, am Ende seines Hubes angelangt,
durch die Hülfskanäle c3 c1 den Schieberkolben
umsteuert und auf diese Weise sich selbst den Zu- und Abgang der Druckluft regelt.
In Fig. 14 und 15 ist der Staubdeckel H
zum Schütze der Mechanismen besonders dargestellt: A'' ist die Leiterplatte, H1 ein Gelenk
und H- eine Aussparung in der Staubklappe H\ letztere kann in zugeklappter Stellung
durch einen Schnepper oder Knopf ΗΆ gehalten werden. Zum Oelen oder Nachsehen
kann der Deckel im Gelenk Ηλ aufgeklappt
werden. Eine Aenderung der allgemeinen Anordnung ist in Fig. 16 bis 24 dargestellt; auch
der Motor unterscheidet sich insofern, als der Schieber als D-Schieber eingerichtet ist, welcher
unmittelbar von dem Kolben aus bewegt wird. Zu diesem Zwecke geht von der Unterfläche
des Schiebers eine kurze Stange b in den hohlen Kolben hinein und wird von Anschlägen
des Kolbens mitgenommen. Fig. ig zeigt einen Schnitt nach x-x, Fig. 16, aus
welchem die Anordnung der Kanäle ersichtlich ist. Die Abänderung betrifft ferner den Scheermechanismus,
welcher Aehnlichkcit mit demjenigen einer Nähmaschine besitzt, d. h. das
bewegliche Scheerenblatt hat hier eine gerade, nicht eine bogenförmig hin- und hergehende
Bewegung auf dem festen Scheerenblatt.
Die Druckluft, welche durch das Rohr C, Flg. 16 bis 19, eintritt, bewegt den Kolben al
und a~ hin und her und durch die Schieberstange b gleichzeitig den Schieber auf der
Schieberfläche derart, dafs abwechselnd die Kanäle c1 c'1 geöffnet und geschlossen werden;
das dadurch bewegte gegabelte Ende E[ des Hebels E überträgt die Bewegung auf das
Gleitstück F3, welches mittelst der Zapfen F~a
in gerader Linie geleitet wird. Mit dem Gleitstück F3 bewegt sich auch das obere Scheerenblatt
F. Zur Verminderung der Reibung dienen die Kugeln E''' in der Nuth des Hebels E,
sowie auch die Kugel E'1 auf der Unterseite des Hebels E; der Druck, mit welchem die
Scheerenblätter zusammengeprefst werden, läfst sich mittelst der Mutter £>' regeln. Die Fig. 20
bis 24 zeigen die Einzeltheile dieser Anordnung, welche ohne weitere Erläuterung erkannt
werden können.
Der Apparat wild nach Zuführung der Druckluft auf der Haut des Thieres bezw. auf dem
Kopf des Menschen herumgeführt, worauf dann die Wolle oder Flaare leicht und schnell abgeschnitten
werden.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Ein Apparat zum Scheeren von Thieren und zum Haarschneiden, gekennzeichnet durch ein festes Scheerenblatt G (Fig. 1 bis 8), auf wel-chem das bewegliche Blatt F unter Vermittelung eines auf Rolle E* (Fig. 8) oder auf Kugeln Es und Ei (Fig. 16 und 17) gleitenden Hebels E von dem hohlen hin- und hergehenden Doppelkolben a1 eines Luftdruckmotors bewegt wird, dessen Schiebersteuerung entweder aus vier Einzelkolben (Fig. 9 und 10) oder aus drei (Fig. 11) oder aus vier Kolben mit gekreuzten Kanälen (Fig. 12), oder aus zwei Kolben mit D-Schieber (Fig. 13), oder endlich aus einem vom Hauptkolben durch Anschlag mitgenommenen D-Schieber besteht.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE43652C true DE43652C (de) |
Family
ID=318953
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT43652D Expired - Lifetime DE43652C (de) | Apparat zum Scheeren von Thieren und zum Haarschneiden |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE43652C (de) |
-
0
- DE DENDAT43652D patent/DE43652C/de not_active Expired - Lifetime
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