DE43562C - Seidenhaspel mit automatischer Zuführung der Kokons - Google Patents

Seidenhaspel mit automatischer Zuführung der Kokons

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DE43562C
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DE
Germany
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cocoons
cocoon
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DENDAT43562D
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Original Assignee
E. W. SERRELL JR. in Chabeuil, Frankreich
Publication of DE43562C publication Critical patent/DE43562C/de
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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01BMECHANICAL TREATMENT OF NATURAL FIBROUS OR FILAMENTARY MATERIAL TO OBTAIN FIBRES OF FILAMENTS, e.g. FOR SPINNING
    • D01B7/00Obtaining silk fibres or filaments
    • D01B7/04Reeling silk

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Supports For Plants (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Beim Abhaspeln von Cocons müssen von Zeit zu Zeit an den Seidenfaden neue Coconfäden angelegt werden, um abgebrochene oder zu Ende gegangene Fäden zu ersetzen; hierdurch wird die Continuität und Regelmäfsigkeit der Dicke des Seidenfadens gesichert.
In der Praxis mufs dieses Anlegen der Coconfäden während des Abhaspeins und jedenfalls zur richtigen Zeit geschehen.
Bei Handhaspeln mufs der Arbeiter den sich bildenden Faden und die mit demselben verbundenen Cocons beobachten. Durch Zählen der sich abwickelnden Cocons und Beurtheilung des Abwickelungsgrades weifs der Arbeiter dann den richtigen Augenblick zu treffen und einen neuen Coconfaden anzulegen.
Bei den selbsttätigen Seidenhaspeln (s. die Patentschriften No. 19885 und 40284) sind verschiedene mechanische und elektrische Vorrichtungen getroffen, mittelst welcher der Faden im Stande ist, selbsttätig einen Theil der Maschine in Bewegung zu setzen, wenn derselbe durch einen neuen Coconfaden verstärkt werden mufs; aufserdem sind hierfür andere Bewegungsmechanismen vorhanden, durch welche ein neuer Coconfaden selbstthätig an den Seidenfaden angelegt wird, wenn dieselben in Wirksamkeit treten.
Bei allen diesen selbsttätigen Mechanismen wird der neue Coconfaden hauptsächlich in folgender Art an den Faden gelegt:
In der Fig. ι werden in einem Coconhalter b die Cocons α nahe an der Stelle, wo sie an den Seidenfaden c angelegt werden sollen, vorräthig gehalten. Das Ende jedes Reservecocons α ist an einem Stift d befestigt.
Wenn ein neuer Coconfaden dem Seidenfaden zugefügt werden mufs, wird der Faden eines Reservecocons α durch einen gewöhnlichen Fadenleiter gefafst und dem Faden in bekannter Weise zugeführt.
Das Anfüllen dieser Coconhalter b geschieht mit der Hand, auch mufs jeder Coconfaden mit der Hand ausgezogen und an dem Stift d befestigt werden.
Der Zweck der Erfindung ist nun das Füllen des Coconhalters und Abgabe der einzelnen Cocons an den Fadenleiter, beides auf selbstthätigem Wege.
Dieses Resultat wird erreicht, ohne dafs es nothwendig wäre, die Cocons in einer besonderen Ordnung zu arrangiren, und jeder der Cocons wird in dem passenden Augenblick in eine solche Stellung gebracht, dafs sein gespannter Faden durch den gewöhnlichen Fadenleiter gefafst und in bekannter Weise an den sich bildenden Seidenfaden angelegt wird.
Fig. 2 ist eine schematische Darstellung des Coconhalters b, des Füllbassins e, des Haspelbassins und des Fadenleiters g.
Fig. 3 ist eine Ansicht des Coconhalters b (theilweise im Schnitt) zur Veranschaulichung des Mechanismus zum Auswerfen der Cocons.
Fig. 4, 5 und 6 sind Details dieser Vorrichtung.
Fig. 7 veranschaulicht die verschiedenen Stellungen, welche ein Cocon im Wasser einzunehmen vermag, und Fig. 8, 9 und io zeigen die verschiedene Art und Weise, in welcher die Cocons in die Zellen der Coconhalter b (Fig. 2 und 3) eintreten können.
Der zur automatischen Zuführung der Cocons zum Seidenhaspel dienende Apparat besteht im wesentlichen aus einem gewöhnlichen drehbaren Coconhalter b mit Zellen an seinem Umfange (s. Fig. 2), in welche die in einem Füllbassin e schwimmenden Cocons durch Wirkung einer in dem Behälter absichtlich durch eine Schraube i hervorgerufenen Wasserströmung von selbst eintreten können und aus welchem Coconhalter bezw. den Zellen desselben sie nach Bedarf durch einen selbsttätigen Mechanismus herausgetrieben werden, um in das Bassin/ eines selbsttätigen Seidenhaspels und in den Bereich des gewöhnlichen Fadenleiters g zu gelangen.
Die anzulegenden Cocons schwimmen in dem heifsen Wasser des Füllbassins e.
Die Fäden sämmtlicher Cocons werden mit einander vereinigt und um einen Haken h geschlungen, wo sie infolge ihres Leimes hängen bleiben.
Die schwimmenden Cocons 17,18 werden durch eine mittelst einer Schraube i hervorgerufene Wasserströmung in der durch die Pfeile angegebenen Richtung in die Zellen des Coconhalters getrieben. Jedesmal, wenn an den Seidenfaden c (Fig. 2) noch ein neuer Coconfaden angelegt werden mufs, wird der Coconhalter b um einen Theil gedreht.
Wenn der Coconhalter sich derart gedreht hat, steht eine leere Zelle desselben den Cocons gegenüber und es tritt einer der Cocons 17, 18 in diese hinein, während die schon in den anderen Zellen vorhandenen Cocons durch Drehen des Coconhalters nach einander zum höchsten Punkte desselben gelangen, von wo sie dann durch den nachstehend beschriebenen Mechanismus ausgeworfen werden.
Der höchste Cocon 2 nimmt nach einander die durch punktirte Linien in Fig. 2 veranschaulichten Stellungen an und fällt in das Haspelbassin /, wobei sein Faden angespannt bleibt und in üblicher Weise durch den Fadenleiter g gefafst wird.
Die erwähnte Umdrehung des Coconhalters geschieht durch den in der Patentschrift No. 19885 dargestellten Mechanismus.
Der oben angeführte Mechanismus (Fig. 3, 4, 5 und 6), wodurch die Cocons aus den Zellen entfernt werden, vollzieht dagegen zwei besondere Operationen; durch die eine wird der Cocon 2 aus der mit vollen Linien gezeichneten Position (s. Fig. 3) aus der Zelle gehoben und in die mit punktirten Linien angedeutete Stellung gebracht, während durch die andere Operation der Cocon so weit in horizontaler Richtung voran bewegt wird, bis er infolge seines Gewichtes in das Haspelbassin f fallen kann.
Das Ausheben der Cocons 2 aus der Zelle wird durch einen bei k drehbar gelagerten Arm j (s. Fig. 3, 4 und 5) bewirkt. Die abwärtsgehende Bewegung dieses Armes j wird durch einen Daumen / hervorgebracht, welcher an der Verticalwelle m befestigt ist und gegen das Ende eines Ansatzes η wirkt. Dieser sitzt mit dem Arm j auf derselben Achse k. Die Aufwärtsbewegung geschieht durch eine Spiralfeder ρ (s. Fig. 4 und 5).
Ist nun der Cocon 2 in die erste mit punktirten Linien gezeichnete Stellung-gelangt, so wird er durch einen Rechen q (s. Fig. 3, 4 und 6), der an einem um s drehbaren Arm r scharnierartig befestigt ist, seitwärts bewegt und fällt dann in das Haspelbassin f.
Der Antrieb des Rechens q geschieht mittelst eines Daumens t, der auf der Welle m befestigt ist; t wirkt gegen einen auf ν scharnierartig gelagerten Arm 11, dessen freies Ende gegabelt ist, um in den Schenkel des Armes r einzugreifen und denselben zusammen mit dem Rechen q aus der in Fig. 3 mit vollen Linien gezeichneten Stellung in jene mit punktirten Linien dargestellte zu bewegen.
Eine Feder n> (s. Fig. 3 und 4) auf der Achse des Armes u hält den Rechen q beständig in der durch Fig. 3 mit vollen Linien gezeichneten Stellung.
Fig. 7 zeigt die drei verschiedenen Positionen, welche die Cocons auf dem Wasser einnehmen können.
Befindet sich ein Cocon mit seinem Ende vor dem Coconhalter, so geht er in die Zelle hinein (s. Fig. 8), was durch die Strömung des Wassers hervorgebracht wird.
Wenn aber der Cocon aufrecht steht (siehe Fig. 9), so veranlafst die Wasserströmung denselben, sich gegen den Rand der Zelle zu neigen und die verschiedenen, mit punktirten Linien gezeichneten Stellungen nach einander einzunehmen.
Wenn schliefslich der Cocon sich quer vor der Zelle befindet, so wird er herumgedreht, wie Fig. 10 zeigt; diese letztere ist eine Oberansicht eines Theiles eines Coconhalters im Durchschnitt.
Der oben beschriebene Auswerfer kann auch eine andere passende Construction erhalten.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Ein Seidenhaspel, bei welchem die automatische Zuführung der Cocons dadurch erfolgt, dafs dieselben (nach Aufnahme und Anheftung des Fadenanfanges) aus einem Füllbassin (e) mittelst einer circulirenden Wasserströmung in die Zellen eines drehbaren Coconhalters (b) geführt und von hier nach Bedarf in das Haspelbassin ff) befördert werden.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
DENDAT43562D Seidenhaspel mit automatischer Zuführung der Kokons Active DE43562C (de)

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