DE435604C - OElverschluss und Staubabdichtung fuer Achslager - Google Patents
OElverschluss und Staubabdichtung fuer AchslagerInfo
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B61—RAILWAYS
- B61F—RAIL VEHICLE SUSPENSIONS, e.g. UNDERFRAMES, BOGIES OR ARRANGEMENTS OF WHEEL AXLES; RAIL VEHICLES FOR USE ON TRACKS OF DIFFERENT WIDTH; PREVENTING DERAILING OF RAIL VEHICLES; WHEEL GUARDS, OBSTRUCTION REMOVERS OR THE LIKE FOR RAIL VEHICLES
- B61F15/00—Axle-boxes
- B61F15/20—Details
- B61F15/22—Sealing means preventing entrance of dust or leakage of oil
Landscapes
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- Mechanical Engineering (AREA)
- Sealing Of Bearings (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft einen Ölverschluß und eine Staubabdichtung für Achslager, bestehend
aus einem zweiteiligen Ring, dessen Teile unter gegenseitiger Führung den Achszapfen
in der Staubkammer des Achslagers federnd umfassen und der in einem mit Dichtungsmitteln
belegten, federnd gegen die Wandung der Staubkammer gedrückten Gehäuse untergebracht ist.
ίο Das Neue besteht darin, daß das Gehäuse
vollkommen getrennt ist von dem zweiteiligen Ring und seinem Halte- und Führungsrahmen
und gegen die Wandung der Staubkammer durch Federn gedrückt wird, die von der Ringfederung unabhängig sind. Dabei kann
das Gehäuse gegebenenfalls mit gewölbten Wandungen und in sich federnd ausgebildet
werden. Durch diese Bauweise wird der Vorteil erreicht, daß der zweiteilige Ring und das
Gehäuse vollkommen unabhängig voneinander beweglich sind, demgemäß auch die Ölrückführung
einerseits und die Seitenabdichtung der Staubkammer anderseits. Der Ring kann also unter Umständen eine andere Winkellage
mit Bezug auf die Senkrechte als das Gehäuse einnehmen. Dies ist insofern von großer Bedeutung,
als die Staubkammern der Achsbuchsen in der Regel nicht nur vollständig roh und unbearbeitet sind, sondern ihre
Wände sehr häufig auch große Unregelmäßigkeiten und Gußfehler aufweisen, die durch
Kernversetzungen in Form von Ansätzen und Graten hervorgerufen werden. Bei der erfindungsgemäß
vorgesehenen Unabhängigkeit des als ölabstreifer wirkenden zweiteiligen
Ringes von dem Staubschutzgehäuse verbleibt ersterem die Möglichkeit, sich, auch wenn die
Wandungen der Staubkammer uneben oder schief sind, stets vollständig winklig auf dem
Notlauf einzustellen, was für seine zuverlässige Wirkung erforderlich ist. Dieses Freischweben
des Ringes ist auch besonders dann von wesentlichem Vorteil, wenn er an seinem Innenumfang eine Nut trägt, also seine Anlageflächen
am Achsschenkel geschwächt sind, denn dann muß besonders verhindert werden, daß der Ring sich infolge Schiefstellung einseitig
abschleift.
Die Zeichnung veranschaulicht ein Ausführungsbeispiel der Erfindung. Abb. ι ist ein
Längsschnitt durch das Achslager, Abb. 2 eine vordere Stirnansicht der Dichtungsmittel
bei weggebrochener vorderer Wand des Hilfsgehäuses, Abb. 3 ein senkrechter Schnitt
durch die Dichtung und Abb. 4 ein wagerechter Schnitt durch dieselbe.
Der Bund 1 des Achszapfens 2 wird umia
faßt von einem zweiteiligen Dichtungsring 3, der z. B. aus einer durch Faserstoffe zusammengehaltenen
Harzmasse (Faturan) besteht. Der Außenumfang dieser Ringhälften ist viereckig, so daß er in die Staubkammer 4 des
Achslagers eingeführt und in Anpassung an die Form dieser gegen eine Verdrehung gesichert
wird. An der unteren Hälfte des Rinr ges 3 sind mittels Niete 6 U-förmige Bleche 5
o. dgl. befestigt, die in ihrem oberen Teil unmittelbar zur Führung der oberen Hälfte des
Ringes 3 dienen. Auf letzterer ist eine Blattfeder 7 befestigt, die sich mit ihren freien
Enden gegen die U-förmigen Führungen 5 durchsetzende, zapfenförmige Anschläge 8
legt. Die Innenfläche des Ringes ist mit einer Nut 9 versehen, in die m der unteren Ringhälfte
zur ölabführung dienende Kanäle 10 münden.
Die Feder 7 drückt also die Ringhälften 3 gegeneinander und gegen den Achszapfen, so
daß die gesamte Einrichtung frei auf letzterem hängt. Außerdem ist ein gleichfalls im
wesentlichen viereckiges Hilfsgehäuse 1 r vorgesehen,
das oben und unten offen ist, so daß der Dichtungsring frei in dasselbe eingeführt
werden kann. Die Weite des Gehäuses in Richtung der Längsachse des Achszapfens ist
so groß, daß der Ring innerhalb des Hilfsgehäuses ein genügendes Spiel hat, um frei
seine Federwirkung entfalten zu können. Die der Innenwand 12 der Staubkammer 4 zugekehrte
Außenwandung des Hilfsgehäuses 11 trägt einen Dichtungsbelag 13 aus Gummi
o. dgl., der gleichfalls mit einer mittleren Öffnung für den Durchtritt des Achszapfens versehen
ist. An der entgegengesetzten Außenwandung des Hilfsgehäuses 11 sind Blattfedern
14 befestigt, die, sobald das Hilfsgehäuse
nach Art der Abb. 1 in die Staubkammer 4 eingesetzt wird, das Gehäuse fest
nach rechts drücken und so unter Vermittlung der Dichtungsplatte 13 eine gute Abdichtung
der inneren Achslageröffnung bewirken, so daß durch diese keinerlei Öl, das sich nach
Abfließen durch die Öffnungen 10 des Dichtungsringes
in der Staubkammer 4 angesammelt hat oder durch die Öffnung 15 in dieselbe
übergetreten ist, ausfließen kann. Dabei bleibt aber die Wirkung des Dichtungsringes
3 durch das Hilfsgehäuse völlig unbehindert.
Die Federn 14 können auch wegbleiben, und es kann dafür das Hilfsgehäuse 11, wie
die Abb. 5 im wagerechten Schnitt durch das Achslager zeigt, auch mit gewölbten, in sich
federnden Wandungen ausgestattet werden. Dadurch wird der weitere Vorteil erreicht,
daß der Innenraum des Hilfsgehäuses 11 vergrößert wird und weiter der, daß sich dieses
Gehäuse besser der Innenform der im allgemeinen nur sehr roh ausgearbeiteten und
gleichfalls mit gekrümmten Wandungen versehenen Staubkammer' 4 besser anpaßt. Die
genügende Federwirkung des Gehäuses läßt sich, wie Abb. 6 veranschaulicht, leicht dadurch
erreichen, daß das Gehäuse 11 aus zwei Teilen na und ii* hergestellt wird, deren
kurze Wandungen 16 und 17 im stumpfen Winkel liegen, so daß, wenn diese Wandungen
16 und 17 durch Niete 18 (Abb. 5) miteinander
verbunden werden, eine Auswölbung der großen Stirnwandungen entsteht.
Es ist weiter zweckmäßig, den Dichtungsbelag 13 nicht bis an den Bund 1 des Achszapfens
2 heranreichen zu lassen, sondern an der inneren Außenwandung des Hilfsgehäuses 11 einen Metallring 19, z. B. aus Bronze, zu
befestigen, der seinerseits die eigentliche Abdichtung an der inneren Öffnung des Lagers
vornimmt und außerdem verhindert, daß Öl go infolge der Dochtwirkung des Dichtungsbelages 13 bis an diese Öffnung hochgesogen
wird.
Claims (2)
- Patent-Anspuüche;i. Ölverschluß und Staubabdichtung für Achslager, bestehend aus einem zweiteiligen Ring, dessen Teile unter gegenseitiger Führung den Achszapfen in der Staubkammer des Achslagers federnd umfassen und der in einem mit Dichtungsmitteln belegten, federnd gegen die Wandung der Staubkammer gedrückten Gehäuse untergebracht ist, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse (11) vollkommen getrennt ist von dem zweiteiligen Ring (3) un(i seinem Halte- und Führungsrahmen (s) und gegen die Wandung der Staubkammer durch Federn (14) gedrückt wird, die von der Ringfederung unabhängig sind.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse mit gewölbten Wandungen und in sich federnd ausgebildet ist.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEH98631D DE435604C (de) | 1924-09-25 | 1924-09-25 | OElverschluss und Staubabdichtung fuer Achslager |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEH98631D DE435604C (de) | 1924-09-25 | 1924-09-25 | OElverschluss und Staubabdichtung fuer Achslager |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE435604C true DE435604C (de) | 1926-10-15 |
Family
ID=7168112
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEH98631D Expired DE435604C (de) | 1924-09-25 | 1924-09-25 | OElverschluss und Staubabdichtung fuer Achslager |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE435604C (de) |
-
1924
- 1924-09-25 DE DEH98631D patent/DE435604C/de not_active Expired
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