DE43544C - Einrichtung zum Zuführen der Papierbogen an Druckmaschinen - Google Patents

Einrichtung zum Zuführen der Papierbogen an Druckmaschinen

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DE43544C
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DE
Germany
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paper
cylinder
sheet
drums
sheets
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT43544D
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English (en)
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J. MlSSONG in Höchst a. Main
Publication of DE43544C publication Critical patent/DE43544C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41FPRINTING MACHINES OR PRESSES
    • B41F21/00Devices for conveying sheets through printing apparatus or machines
    • B41F21/10Combinations of transfer drums and grippers
    • B41F21/102Combinations of transfer drums and grippers with pneumatic means

Landscapes

  • Separation, Sorting, Adjustment, Or Bending Of Sheets To Be Conveyed (AREA)
  • Delivering By Means Of Belts And Rollers (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Zuführung der Papierbogen von Hand zu dem Schöndruckcylinder ist nur bei Maschinen, welche in der Stunde 1000 bis 1200 Abdrücke liefern, möglich. Die bisher bekannt gewordenen Druckmaschinen für wechselnde Formate mit selbstthätiger Zuführung der Papierbogen haben den Uebelstand, dafs der Schneidapparat für die betreffende Formatgröfse in jedem einzelnen Falle eingestellt wird und die abgeschnittenen Papierbogen zu dem Schöndruckcylinder durch Bänder geführt werden.
Diese Einstellung des Schneidapparates erfordert an den Druckmaschinen complicirte Einrichtungen und hat Zeitverluste zur Folge. Die Bänder geben dem abgeschnittenen Papierbogen eine unzwangläufige Führung, und ist daher bei derselben ein genaues Register mit Sicherheit nicht zu erzielen, so dafs die auftretende Maculatur eine grofse ist.
Bänderführungen geben öfter zu Betriebsstörungen Veranlassung, welche namentlich bei Zeitungsdruck unangenehm sind.
Auch ist bei der Bandführung eine ganze Reihe von Zwischenrädern für den Antrieb der Bandwalzen nothwendig, welche das Geräusch der Maschine vergröfsern und die ganze Maschine in ihren Raumverhältnissen ausdehnen.
Da der vordere Papierrand beim Wechseln des Formates seine Lage ändert, so mufste bisher der· Schneidapparat um die entsprechende Länge der Verkürzung des Papierbogen verstellt werden.
Bei Bogen von kleinerem Format, als das Maximalformat für die betreffende Druckmaschine beträgt, liegt also der vordere Papierrand um die Strecke, um welche das Format kleiner geworden ist, weiter zurück, erreicht also den Schöndruckcylinder später, als er von demselben übernommen werden kann.
Die nachfolgend beschriebenen Neuerungen betreffen nun Druckmaschinen für wechselnde Formate der Papierbogen ohne Verstellung des Schneidapparates und ohne die unzwangläufige Bandführung.
Die Fig. 1, 2 und 3 zeigen die Einrichtung für eine Rotationsdruckmaschine in den charakteristischen Stellungen der verschiedenen Cylinder zu einander.
Fig. 4 zeigt die Einrichtung für eine Schön- und Widerdruckmaschine mit hin- und hergehendem Typenfundament.
Das zu bedruckende Papier wird von der endlosen Papierrolle R durch die Leitwalzen /l und /2 geführt, von den Speisewalzen L1 und L'1 erfafst und entsprechend der Bogenlänge durch die einen Zwischenraum lassenden Schneidcylinder C1 und C2 geführt und in die in Fig. 1 dargestellte senkrechte Lage gebracht.
Nachdem nun das Papier um die Formatlänge zwischen den Schneidcylindern und dem unteren Schneidcylinder C1 und Schöndruckcylinder S1 hindurchgeschoben ist, erfolgt das Abschneiden des Papierbogens, und in demselben Augenblicke wird derselbe am hinteren Rande (vor der Schnittlinie) vom unteren
Schneidcylinder C mittelst später beschriebener Saugvorrichtung angesaugt und so lange gehalten und geführt, bis die Uebergabe an den Schöndruckcylinder S1 in der Stellung Fig. 2 erfolgt. In der Stellung Fig. ι erfolgt das Abschneiden des unbedruckten Papierbogens, alsdann erfolgt die Uebergabe des einseitig bedruckten Papierbogens von dem Schöndruckcylinder S1 an den Widerdruckcylinder W1. Hierauf erfolgt das Loslassen des beiderseitig bedruckten Papierbogens von dem mit Saugvorrichtung versehenen Führungscylinder f1, und gelangt der Bogen nun zwischen die Bänder χ und jr, welche ihn nach dem Falz- oder Auslegeapparat führen.
Die Einrichtung der Papierzuführung, Fig. 4, ist im wesentlichen dieselbe wie bei einer Rotationsdruckmaschine, Fig. 1, 2 und 3, und unterscheidet sich von dieser nur dadurch, dafs der abgeschnittene Papierbogen von dem unteren Schneidcylinder C3 nicht unmittelbar an den Schöndruckcylinder, sondern an den Führungscylinder F abgegeben wird, welcher ihn dem Schöndruckcylinder S2 zuführt. Die Einschaltung des Führungscylinders F hat den Zweck, Platz für den in die senkrechte Lage gebrachten Papierbogen zu gewinnen, weil bei unmittelbarer Uebergabe an den Schöndruckcylinder S2 in die Höhe zwischen dem hin- und hergehenden Typenfundament und der Druckcylindermitte für das gröfste Format nicht ausreicht.
Der Durchmesser und die Geschwindigkeit der oberen Schneidcylinder C2 und C* ist so gewählt, dafs C2 bei einer Umdrehung der Druckcylinder und C4 bei einem Hin- und Hergange des Typenfundamentes eine Umdrehung macht, also einen Bogen abschneidet.
Da beim Wechseln des Formates nur der vordere Papierrand seine Lage ändert, der hintere Papierrand aber seine Lage stets beibehält, so ist beim Ansaugen am hinteren Rande ■ des Papierbogens das Verstellen der Schneidcylinder und die unsichere Zuführung der abgeschnittenen Bogen zum Schöndruckcylinder bezw. Führungscylinder durch Bänder oder auf einem schrägen Tisch vollkommen vermieden.
Die oberen Speisewalzen L2, Fig. 1 bis 3, und L4, Fig. 4, sind bei der vorliegenden Neuerung gewöhnliche cylindrische Walzen, welche durch ihr Eigengewicht und eine elastische Feder gegen die unteren Speisewalzen jL1 und L3 geprefst werden und so das Vorziehen des Papieres bewirken. Die untere Speisewalze L3 kann durch die Speisewalze L1 ersetzt werden, und umgekehrt L1 durch L3 (Fig. 1 bis 3 und 5 bis 6).
Die untere Speisewalze L1 besteht aus mehreren gegen einander verstellbaren Scheiben, Fig. 5, von denen wechselweise eine fest und die andere lose auf einer gemeinsamen Achse d sitzen. Die Mantelfläche der gegen einander verstellbaren Scheiben a1 a2 . . . der Speisewalze L1 ist in ihrem Umfange in zwei Hälften abgesetzt, in der Weise, dafs die eine Hälfte mit dem gröfseren Radius von der oberen gewöhnlichen Speisewalze L2 berührt und somit das Papier je nach der gegenseitigen Stellung der Scheiben λ'α2 mehr oder weniger ruckweise vorgeschoben wird. Das ruckweise Vorschieben des Papieres ermöglicht, dafs dasselbe mit der Umfangsgeschwindigkeit der Druck- und Schneidcylinder zugeführt wird, und somit auch das Ansaugen des vorderen Papierbogenrandes an den unteren Schneidcylinder. Die Formatlänge kann bis auf die Hälfte des Maximalformates reducirt werden, und wenn die obere Speisewalze L2 durch die gleiche Walze wie L1 ersetzt wird, so kann man die Formatlänge bis auf Null reduciren. Stellt man die untere Speisewalze L1 so ein, dafs dieselbe vom Moment des Schnittes an oder schon vorher von der oberen Speisewalze L2 berührt wird, so kann man im Moment des Schnittes das Papier zu beiden Seiten der Schnittlinie, also am hinteren Rande des abgeschnittenen und am vorderen Rande des nächstfolgenden Papierbogens, mit einer gemeinsamen Saugvorrichtung, wie in der Seitenansicht des unteren Schneidcylinders Fig. ι ο zeigt, an denselben ansaugen und führen, bis der abgeschnittene Papierbögen an den Schöndruckcylinder S1 abgegeben ist. Bei zwei getrennten Saugvorrichtungen (von beiden Cylinderseiten) kann der vordere Papierbogenrand so lange angesaugt bleiben, als das Vorschieben des kleinsten Formates dauert, also während einer halben Umdrehung des unteren Schneidcylinders. Die Fig. 5 zeigt einen Längenschnitt und die Fig. 6 eine Seitenansicht der unteren Speise walze ΙΛ Die auf der Achse d festsitzenden Scheiben ax sind mit einem Schlitze b und die losen Scheiben a2 mit einer Nabe c, Fig. 5, versehen, durch welche eine runde Stange e lose hindurchgesteckt ist, auf welche auf einer Seite ein Zahnrad ^1 fest aufgekeilt ist, während auf deren anderen Seite ein Zahnrad ^8 sitzt, welches, durch Nuth und Feder gegen Drehung auf der Stange e geschützt, in axialer Richtung verschiebbar ist.
Die Zahnräder ^1 und ^3 stehen in Eingriff mit den auf der Welle d festsitzenden Zahnrädern %- und % 4, und durch diese beiden Räderpaare ^1 und \2 und ^3 und ^r4 wird die Verstellung der Scheiben α1 und a 2 gegen einander bewirkt.
Das Feststellen der Stange e und mit dieser der Scheiben α1 und a2 wird durch die Mutter m bewirkt. Die Stange e ist an beiden
Enden mit einem Viereck für eine kleine Kurbel versehen. Der Zeiger % zeigt auf einer Scala die Länge des von der oberen Speisewalze Z,2 berührten Umfanges der unteren Speisewalze L\ d. i. die Länge des jeweiligen Formates, an.
Beim Wechseln bezw. Einstellen des Formates wird die Mutter tn gelöst und mittelst auf die Stange e gesteckter Kurbeln die Scheiben al und α2 so gegen einander verstellt, bis der Zeiger \ die gewünschte Formatlänge anzeigt und hierauf die Mutter m wieder angezogen wird;
Die Construction der Speisewalzen Z,3, Fig. 4, ist aus dem Längenschnitt, Fig. 7, und der Seitenansicht, Fig. 8, zu ersehen. Dieselben bestehen aus einer zweitheiligen Hülse mit konischen Naben an beiden Enden, über welche ein Hohlkegel mit Muttergewinde geschoben und angeprefst wird.
Die Winkelgeschwindigkeit dieser Hülse ist stets die gleiche, und die dem jeweiligen Format entsprechende Umfangsgeschwindigkeit wird durch Hülsen von gröfserem oder kleinerem Durchmesser erzielt, und bleibt dabei die Berührung mit der Walze JL4 infolge der pendelartigen Lagerung der letzteren immer gesichert. Die Saugvorrichtung des unteren Schneidcylinders C ist durch einen Längenschnitt, Fig. 9, und eine Seitenansicht, Fig. 10, veranschaulicht. Der Cylinder C1 ist mit einer axialen Bohrung g1 und einer radialen Bohrung g2 versehen, welche in ein im Umfange liegendes Rohr r mündet, das nach aufsen führende Löcher i besitzt, mittelst deren der Papierbogenrand an r angesaugt bezw. abgeblasen wird. Die axiale Bohrung gl steht durch ein durch eine Stopfbüchse mit Ueberwurfmutter lose hindurchgestecktes Rohr r' mit dem Steuerapparat f in Verbindung, von welchem ein Rohr r2 nach dem luftverdünnten Raum führt. Das Steuerorgan ist ein Flachschieber, welcher die Steuerung der ein- und austretenden Luft in und aus den Cylindern C1 S1 W1 und fl bewirkt. Die Fig. 11, 12 und 13 zeigen die den drei charakteristischen Cylinderstellungen, Fig. 1, 2 und 3, entsprechenden Schieberstellungen, und zwar Fig. 11 die Schieberstellung für die Cylinderstellung Fig. 1, Fig. 12 für Fig. 2 und Fig. 13 für Fig. 3. Die Kanäle 1, 2, 3 und 4 stellen die Verbindung der Luftrohrleitungen der Cylinder C S1 W1 und fl mit dem luftverdUnnten Raum bezw. mit der Atmosphäre her, und zwar 1 mit dem unteren Schneidcylinder C, 2 mit dem Schöndruckcylinder S1, 3 mit dem Widerdruckcylinder W1 und 4 mit dem Führungscylinder/'.
Bei Anwendung comprimirter Luft zum Abblasen des Papierbogenrandes mufs der Schieber in einem geschlossenen Räume (Schieberkasten), welcher mit dem luftverdichteten Räume in Verbindung steht, untergebracht sein.
Die Bewegung des Schiebers wird durch eine unrunde Scheibe bewirkt, welche auf einer Welle sitzt, welche die gleiche Zahl Umdrehungen macht wie die Druckcylinder.
Das Ansaugen des Papieres an die Cylinder geschieht dadurch, dafs die Luftröhre desselben mittelst Steuerapparates im geeigneten Momente mit dem luftverdünnten Räume in Verbindung gebracht wird.
Die UeberfUhrung der abgeschnittenen Bogen von dem einen Cylinder zum anderen kann auf folgende beiden Arten bewirkt werden:
1. Die Luftröhre des abgebenden Cylinders, welche vor. der Uebergabe mit verdünnter Luft gefüllt ist, wird mit der Atmosphäre oder einem luftverdichteten Räume in Verbindung gesetzt, und die Luftröhre des empfangenden Cylinders wird mit dem luftverdünnten Räume in Verbindung gebracht, so dafs der Papierbogen von dem abgebenden Cylinder losgelassen und von dem empfangenden Cylinder angesaugt wird.
2. Die Luftröhre des abgebenden Cylinders wird mit einem luftverdichteten Räume in Verbindung gebracht und der Papierbogen direct auf den empfangenden Cylinder, welcher mit Greifern versehen ist, geblasen und von den Greifern erfafst und mitgenommen.
Die vorbeschriebene Einrichtung zeichnet sich durch den Fortfall der bisherigen Verstellung der Schneidcylinder und der unzuverlässigen Bandführung vor allen bisherigen Druckmaschinen vortheilhaft aus, und ist durch dieselbe eine compendiöse Universaldruckmaschine für wechselnde Formate mit leichtester und bequemster Handhabung erzielt.

Claims (2)

Patent-Ansprüche: Um an Rotationspressen und Druckmaschinen mit hin- und hergehenden Typenfundamenten bei Zuführung verschiedener Papierbogen von einer endlosen Rolle das beim Wechsel des Bogenformates jedesmal erforderliche Einstellen der Schneidcylinder zu vermeiden und eine vollständig zwangläufige Zuführung der Papierbogen ohne Bänder zu erzielen:
1. Die Anwendung einer derartig angeordneten Saugvorrichtung am unteren Schneidcylinder C1 bezw. C3, Fig. 1 bis 4, dafs das Papier im Moment des Schnittes am hinteren Rande an den unteren Schneidcylinder angesaugt wird.
2. Die Anwendung von in der Achsenrichtung halbirten Speisewalzen Z,3, Fig. 4 und 7, welche infolge der hebelartigen Lagerung der zweiten Speisewalze Z.4 bei jeder Gröfse mit dieser in Berührung bleiben.
An Stelle der vorstehend unter 2. genannten Einrichtung die Anwendung einer aus einzelnen Scheibentrommeln ala2... zusammengesetzten Speisewalze Z1, Fig. 5, bei welcher die neben einander gereihten, nur einen halben Cylindermantel besitzenden Einzeltrommeln abwechselnd fest oder lose auf der Achse d sitzen, und wobei die losen Trommeln a2 mittelst des Stabes e gegen die festen Trommeln a1 um irgend einen Winkel von o° bis i8o° verstellt werden können, so dafs der verbleibende Umfang der Walzentrommel L1 die Formatlänge des Bogens bestimmt.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
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