DE4342180C2 - Verfahren zur Herstellung von Motivvordruckalben - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Motivvordruckalben

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    • B42BOOKBINDING; ALBUMS; FILES; SPECIAL PRINTED MATTER
    • B42FSHEETS TEMPORARILY ATTACHED TOGETHER; FILING APPLIANCES; FILE CARDS; INDEXING
    • B42F5/00Sheets and objects temporarily attached together; Means therefor; Albums
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Description

Die Erfindung betrifft Verfahren zur Herstellung von Motivvordruckalben gemäß Oberbegriff des Anspruchs 1.
Vordruckalben zum Sammeln von Briefmarken sind bekannt. So gibt es z. B. Vordruckalben, die länderweise alle erschiene­ nen Briefmarken chronologisch auflisten. Die Seiten des Al­ bums sind lösbar zusammengeheftet und gestatten immer wie­ der die Neuerscheinungen durch Einlage neuer Blätter zu er­ gänzen.
Für jede in dem entsprechenden Land herausgegebene Brief­ marke ist auf den Katalogseiten ein Feld vorgesehen, das durch eine bildliche Darstellung oder erläuternden Text kenntlich gemacht wird.
Die flächigen Sammelobjekte werden mit Hilfe von Befesti­ gungselementen in der Art von Fotoecken, kleinen Taschen oder mit Hilfe von Klebefalzen an der entsprechenden Stelle befestigt.
Briefmarken werden nicht nur dazu benutzt, die notwendigen Gebühren an die Post zu zahlen, sondern sie enthalten auf­ gedruckt häufig Bilder von berühmten Persönlichkeiten, Bil­ der von technischen Meisterwerken oder Landschaftsgestal­ tung, Tiere und auch Blumen. Das hat dazu geführt, daß das Interesse am Sammeln von bestimmten aufgedruckten Motiven stark zugenommen hat. Die Archivierung dieser Motivmarken erfolgte in der Regel dadurch, daß die Briefmarken in spe­ ziellen Steckalben aufbewahrt wurden.
Üblich ist es, daß Händler bereits fertig zusammengestellte Motivsammlungen anbieten, die dann auf bereits vor­ gefertigten Blättern fixiert sind. Auch diese angebotenen Briefmarkenmotivsammlungen erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
Gerade beim Sammeln nach Motiven und nach anderen Gesichts­ punkten (in folgenden Themen genannt), ist es für den Samm­ ler sehr wichtig zu wissen, wieviele Sammelobjekte zu einem bestimmten Motiv eigentlich existieren.
Die am stärksten verbreiteten Kataloge, wie die z. B. allge­ mein benutzten Briefmarkenkataloge, katalogisieren die Briefmarken nicht nach Motiven, sondern nach heraus zugeben­ den Ländern und nach der Reihenfolge ihres Erscheinens. Für einzelne Motive und andere Spezialsammlungen gibt es zwar spezielle Kataloge, doch ist für den Sammler von bestimmten Themen eine vollständige Erfassung der thematisch interes­ sierenden Sammelobjekte oft praktisch unmöglich. Ganz all­ gemein ist es nicht möglich, die vollständige Erfassung der Sammelobjekte mit einer zweckmäßigen Archivierungsvorrich­ tung zu verbinden, wie es bei den bekannten Vordruckalben der Fall ist.
Es ist auch bekannt, daß die thematische Vielfalt von flä­ chigen Sammelobjekten ständig größer wird. Häufig ist die Zahl der einzelnen Sammelobjekte von einem Thema begrenzt, so daß die aufwendige Herstellung von Vordruckalben für al­ le denkbaren, bereits vorhandenen Motive und für die noch ausstehenden oder sich entwickelnden Motive nur in einzel­ nen Fällen ökonomisch vertretbar wäre, da in der Regel die­ se Vordruckalben naturgemäß nur in geringer Auflage auf dem Markt absetzbar wären.
Die sofortige Herstellung von Motivvordruckalben nach der Ent­ stehung eines Sammelwunsches von flächigen Objekten mit be­ stimmter thematischer Orientierung, z. B. Motivsammlung von Briefmarken, auch als preiswertes Unikat, ist nicht mög­ lich.
Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, ein Herstel­ lungsverfahren zu entwickeln, das es ermöglicht, Motivvor­ druckalben für jedes denkbare Thema praktisch sofort herzustellen.
Die Lösung der Aufgabe erfolgt mit den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruchs 1.
In der DE-OS 21 63 457 ist eine blattförmige Briefmarkensammeleinheit für Briefmarkenalben beschrieben, deren Grundblatt nach dem Wunsch des Briefmarkensammlers beschriftet werden kann. Das sei für Motivsammler sehr vorteilhaft. Hierbei sei es auch möglich, anstelle eines die zu sammelnden Briefmarken abbildenden Vordruckes lediglich Katalognummern bestimmter Briefmarkenkataloge zu verwenden, die unmittelbar an der Stelle, an der die Briefmarke fixiert wird, z. B. aufgedruckt werden kann.
Diese Art der Herstellung eines Motivvordruckalbums ist sehr zeitaufwendig, da ein hoher manueller Aufwand notwendig ist, um die Motive zusammenzutragen. Weiterhin ist es nicht möglich, mit dieser Briefmarkensammeleinheit, nachdem der Wunsch entstanden ist, bestimmte Motive zu sammeln und zu archivieren, praktisch sofort die Motivvordruckalben zur Verfügung zu stellen.
Das mit dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellte Vordruckalbum besteht aus mehreren Seiten, die auf an sich bekannte Weise zusammengeheftet werden und mit einem Deckel versehen werden können. Das Vordruckalbum enthält alle Sammelobjekte mit einem bestimm­ ten, vorgebbaren Thema in chronologischer oder in anderer gewünschter Reihenfolge. Die Darstellung der Sammelobjekte ist in weiten Grenzen variierbar.
Das mit dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellte Vordruckalbum eignet sich für Briefmar­ ken, Münzen, Banknoten, Telefonkarten, Werbebildchen, Fotos usw. Zum Anlegen der Datenbank werden Nachschlagewerke, Ka­ taloge, statistische und wissenschaftliche Veröffentli­ chungen und öffentliche Register benutzt. Das Ausdrucken der flächigen Objekte mittels der Software kann erfindungs­ gemäß in Originalgröße, aber auch verkleinert oder vergrö­ ßert erfolgen. Die flächigen Objekte können mittels an sich bekannter Befestigungselemente auf oder in der Nähe der Darstellungen fixiert werden. Für beidseitig mit Bildmoti­ ven versehene flächige Objekte ist es erfindungsgemäß mög­ lich, durchscheinende oder durchsichtige Albumseiten zu verwenden. In einer weiteren Variante können die zu be­ druckenden Albumseiten auch Fenster aufweisen, so daß von der Rückseite her das Bildmotiv auf der aufliegenden Seite betrachtet werden kann. Die einzelnen gedruckten Seiten werden dann auf an sich bekannte Weise zu Alben zusammenge­ faßt.
Die Erfindung erlaubt es, für jedes denkbare Bildmotiv praktisch sofort ein Vordruckalbum herzustellen. Es ist ein großer Vorteil der Erfindung, daß der technische und ökono­ mische Aufwand der Herstellung äußerst gering ist. Jedem Sammler ist es nun sofort möglich zu erkennen, wie voll­ ständig seine Spezialsammlung ist. Hinzu kommt die über­ sichtliche Präsentation der Sammelobjekte verbunden mit ei­ ner wenig aufwendigen und einfachen Archivierung.
Die Herstellung der Vordruckalben ist nicht an eine be­ stimmte Auflagenhöhe gebunden. Jeder Sammler hat sein eige­ nes Vordruckalbum. Auf die graphische Gestaltung der Album­ seite, auf die auszudruckenden bibliographischen Daten oder auf die Anzahl der Bilddarstellungen kann ohne weiteres spezifischen Einfluß genommen werden.
Es ist auch möglich, durch Abweichungen von der Original­ größe der Darstellung nach unten und nach oben, anstelle der Originale, die vielleicht zu klein, zu groß oder auch zu wertvoll sind, Kopien der Sammelobjekte im Vordruckalbum zu archivieren.
Ein weiterer wesentlicher Vorteil der Erfindung ist es, daß der Ausdruck der Darstellungen der flächigen Objekte auf durchscheinende, durchsichtige oder Fenster aufweisende Seiten erfolgen kann, damit auch die Rückseite der archi­ vierten Objekte betrachtet werden kann. Das würde für Bank­ noten und Telefonkarten zweckmäßig sein.
Der Fortsetzungsbezug von Neuerscheinungen der Sammelobjek­ te ist auf Wunsch schnell mit Hilfe des erfindungsgemäßen Verfahrens zu realisieren.
Die Erfindung wird anhand der Zeichnung noch näher erläu­ tert.
Es zeigen:
Fig. 1 eine Albumseite einer Briefmarkenmotivsammlung "Schach"
und
Fig. 2 mehrere Seiten einer Motivsammlung "Schach".
Die in Fig. 1 dargestellte Albumseite einer Briefmarkenmo­ tivsammlung "Schach" ist mit dem erfindungsgemäßen Verfah­ ren hergestellt worden. Dazu war es notwendig, eine Daten­ bank anzulegen. Mit Hilfe einer Software wurden aus dieser Datenbank entsprechend der Motivvorgabe alle zutreffenden Briefmarken herausgesucht und in chronologischer Reihen­ folge gemäß Fig. 1 und Fig. 2 auf einzelne Albumseiten ausgedruckt. Als beschreibende Daten der Briefmarken er­ scheint beim Ausdruck das geographische Sammelgebiet 7, die Briefmarkenkatalognummer 2, der Frankaturwert 3, die Farbe des Bildes 4 und die Motivbezeichnung 5 des auf der Brief­ marke dargestellten Motivs. Die Emissionsbezeichnung mit Erscheinungsjahr 6 trennt die Briefmarkensätze optisch von­ einander. Zusätzlich erfolgt eine Charakterisierung der Briefmarkenzähnung 8.
Fig. 2 zeigt fünf ausgedruckte Seiten der Briefmarkenmo­ tivsammlung "Schach". Ein Rahmen 1 gibt die ungefähre Größe der Briefmarken an. Fig. 2 zeigt, daß das Verfahren zur Herstellung des Motivalbums es ermöglicht, die unterschied­ lichsten Größen der Rahmen 1 auszudrucken.
Nach dem Ausdrucken aller Briefmarkenmotive "Schach" werden die Einzelseiten auf an sich bekannte Weise durch Binden oder mit Hilfe von Klemmappen oder mit durchsteckbaren Heftelementen zu einem Album zusammengefaßt.

Claims (5)

1. Verfahren zur Herstellung von Motivvordruckalben zur Dokumentation und/oder zum Sammeln von flächigen Ob­ jekten, die ein- und/oder beidseitig bildhafte Dar­ stellungen aufgebracht aufweisen, dadurch gekennzeich­ net, daß eine Datenbank der flächigen Objekte angelegt wird, daß mittels einer Software aus der Datenbank nach vorgegebenen Thema alle Objekte ermittelt werden, daß mittels der gleichen Software ein Drucker angesteuert wird, der zum vorgegebenen Bildthema alle ermittelten Bildmotive mit ihren bibliographischen und/oder mit ihrem Bild und/oder mit einer beliebig kennzeichnenden graphischen Darstellung nach vorgebbaren ord­ nungsrelevanten und/oder ästhetischen Kriterien auf ein vorgebbares Seitenformat ausdruckt, und daß alle ge­ druckten Seiten zum vorgegebenen Bildthema auf an sich bekannte Weise zu einem Motivvordruckalbum gebunden werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zum Anlegen der Datenbank Nachschlagewerke, Kataloge, amtliche, statistische und wissenschaftliche Veröf­ fentlichungen und öffentliche Register benutzt werden.
3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 und 2, dadurch ge­ kennzeichnet, daß mittels der Software zum Ausdrucken der Vordruckalbumseiten eine Darstellung der flächigen Objekte in Originalgröße erfolgt.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch ge­ kennzeichnet, daß mittels der Software zum Ausdrucken der Vordruckalbumseiten eine verkleinerte oder vergrö­ ßerte Darstellung der flächigen Objekte erfolgt.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch ge­ kennzeichnet, daß die flächigen Objekte mittels Befe­ stigungselemente auf oder in der Darstellung fixiert werden.
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