DE4340465C2 - Vorrichtung zum Bearbeiten eines konischen Ringes, insbesondere eines Reibringes - Google Patents
Vorrichtung zum Bearbeiten eines konischen Ringes, insbesondere eines ReibringesInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Bearbeiten eines konischen
Ringes, insbesondere eines Reibringes, der eine innere und eine äußere zu be
arbeitende konische Oberfläche aus zueinander parallelen Erzeugenden sowie axial
verlaufende Mitnehmer aufweist, mit Hilfe zweier gegenüber dem konischen Ring um
dessen Achse drehangetriebener Bearbeitungswerkzeuge, nämlich einem Außen
werkzeug mit einem Innenkonus zur Bearbeitung der äußeren konischen Oberfläche
und einem Innenwerkzeug mit einem Außenkonus zur Bearbeitung der inneren
konischen Oberfläche des Ringes.
Um die konischen Reibflächen von Reibringen mit wenigstens einem äußeren oder
einem inneren Reibbelag, beispielsweise für Kupplungen oder Bremsen genau
bearbeiten zu können, ist es bekannt, Werkzeuge mit einem eine Diamantenbeschich
tung aufweisenden Außenkonus einzusetzen, der die innere Reibfläche des konischen
Reibringes entsprechend glättet. Da der Reibring gegenüber dem in die Ringöffnung
eingreifenden, drehenden Werkzeug festgehalten wird, hängt die Bearbeitungsgenau
igkeit einerseits von der zentrischen Ausrichtung des Werkzeuges gegenüber dem
konischen Ring und anderseits von der durch das Spannen des Werkstückes beding
ten, elastischen Ringverformung ab, was sich auf den gewährleistbaren Toleranzbe
reich nachteilig auswirkt. Gleiches gilt für die Bearbeitung der äußeren Reibflächen
eines konischen Reibringes mit einem Werkzeug, das zur Bearbeitung dieser äußeren
Reibfläche einen entsprechenden Innenkonus aufweist. Da sich bei einer Bearbeitung
eines konischen Reibringes mit einem inneren und einem äußeren Reibbelag die sich
bei der Bearbeitung der einzelnen Reibflächen ergebenden Toleranzen zu einer
Summentoleranz addieren, bleibt die erreichbare Bearbeitungsgenauigkeit hinter
höheren Genauigkeitsansprüchen zurück. Abgesehen davon muß das Werkstück
umgespannt werden, was mit einem zusätzlichen Arbeitsaufwand verbunden ist.
Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, die Vorrichtung zum Bearbeiten
eines konischen Ringes, insbesondere eines Reibringes, der eingangs geschilderten
Art so auszugestalten, daß eine genaue Bearbeitung sowohl der inneren als auch der
äußeren konischen Bearbeitungsfläche mit geringen Toleranzen möglich wird, und
zwar mit einem vergleichsweise geringem Arbeitsaufwand.
Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe dadurch, daß die beiden koaxial angeord
neten und gegensinnig angetriebenen Bearbeitungswerkzeuge den Ring zwischen
ihrem Innenkonus und ihrem Außenkonus axial verlagerbar aufnehmen und gegen
einander auf Anschlag axial verschiebbar sind, wobei der Ring zwischen axialen
Anschlägen gehalten ist, die von gegenüber den beiden Werkzeugen axial verschieb
bar geführten, jedoch nicht rotierenden Haltern gebildet sind, und daß zur Sicherung
des Ringes gegen eine Drehmitnahme durch die Bearbeitungswerkzeuge der eine
Halter in die Mitnehmer eingreift.
Durch die gleichzeitige Bearbeitung der äußeren und der inneren konischen Reib
fläche zwischen zwei einander gegenüberliegenden und den zu bearbeitenden Ring
zwischen ihrem Innenkonus und ihrem Außenkonus aufnehmenden, drehangetrieben
en Werkzeugen wird zunächst eine rasche Bearbeitung gewährleistet. Das Fehlen
einer gesonderten Spanneinrichtung für das Werkstück stellt nicht nur einen geringen
Konstruktionsaufwand sicher, sondern erhöht auch die Bearbeitungsgenauigkeit, weil
sich der konische Ring frei an die Bearbeitungswerkzeuge anlegen kann, so daß
Fehler, die auf eine mangelhafte Ausrichtung des Werkstückes gegenüber dem
Werkzeug zurückzuführen sind, von vornherein ausgeschlossen werden. Die gleich
zeitige Bearbeitung der beiden konischen Bearbeitungsflächen durch die beiden den
zu bearbeitenden Ring zwischen sich schwimmend aufnehmenden Bearbeitungs
werkzeuge bringt außerdem eine den Einbauverhältnissen des Ringes entsprechende
Bearbeitung mit sich, was das Einhalten besonders enger Toleranzgrenzen in bezug
auf die spätere Verwendung der Ringe erlaubt. Durch die axiale Vorschubbewegung
der Bearbeitungswerkzeuge bis auf Anschlag können darüber hinaus die Innen- und
Außendurchmesser mit engen Toleranzen eingehalten werden. Die Drehmitnahme
des Ringes durch eines der Bearbeitungswerkzeuge wird dabei durch einen nicht
rotierenden Halter verhindert, der mit den axial verlaufenden Mitnehmern des Ringes
zusammenwirkt und einen von zwei axialen Anschlägen bildet, zwischen denen der
zu bearbeitende Ring gegen ein axiales Verkanten während der gegensinnigen
axialen Verstellbewegung der Bearbeitungswerkzeuge festgehalten wird, was ein
gleichmäßiges Anlegen der beiden Bearbeitungswerkzeuge an den konischen Reib
flächen erlaubt.
Um einfache Konstruktionsverhältnisse zu erhalten, können die Halter über Federn
gegenüber den Halterungen für die beiden Bearbeitungswerkzeuge axial abgestützt
werden. Werden in diesem Fall die beiden Bearbeitungswerkzeuge nach dem Ein
setzen eines zu bearbeitenden Ringes gegeneinander verstellt, so wird der Ring
zunächst zwischen den Haltern bzw. den durch sie gebildeten axialen Anschlägen
verkantungsfrei gehalten, bevor die Bearbeitungswerkzeuge auf die Bearbeitungs
flächen aufsetzen. Die federnde axiale Abstützung der Halter ergibt die notwendige
axiale Verschiebbarkeit des Ringes gegenüber den beiden Bearbeitungswerkzeugen.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise dargestellt, und zwar
wird eine erfindungsgemäße Vorrichtung zum Bearbeiten eines konischen Reibringes
mit einer inneren und einer äußeren konischen Reibfläche in einem vereinfachten
Axialschnitt gezeigt.
Die dargestellte Vorrichtung zum Bearbeiten eines konischen Reibringes 1 mit einer
inneren Reibfläche 2 und einer äußeren Reibfläche 3 weist zwei Bearbeitungswerk
zeuge auf, nämlich ein Außenwerkzeug 4 mit einem Innenkonus 5 zur Bearbeitung
der äußeren Reibfläche 3 und ein Innenwerkzeug 6 mit einem Außenkonus 7 zur
Bearbeitung der inneren Reibfläche 2 des konischen Reibringes 1. Diese Bearbei
tungswerkzeuge 4 und 6 sind koaxial gelagert und gegensinnig antreibbar, was aus
Übersichtlichkeitsgründen nicht näher dargestellt ist.
Um eine gegenseitige axiale Relativverschiebung der beiden Werkzeuge 4 und 6
sicherzustellen, wird gemäß dem dargestellten Ausführungsbeispiel das den Innenko
nus 5 aufweisende Werkzeug 4 axial unverschiebbar gehalten und das andere
Bearbeitungswerkzeug 6 in einer axial verschiebbaren Halterung 8 aufgenommen, so
daß ein in den Innenkonus 5 des Werkzeuges 4 eingesetzter Reibring 1 durch ein
Anstellen des Werkzeuges 6 mit dem Außenkonus 7 zwischen den beiden Werkzeu
gen 4 und 6 bearbeitet werden kann, die zu diesem Zweck vorzugsweise als mit
Diamanten besetztes Glättwerkzeug oder- Schleifwerkzeug ausgebildet sein
können.
Innerhalb des ringförmigen Werkzeuges 4 mit dem Innenkonus 5 ist ein nicht rotierender Halter 9 mit
einem ringförmigen axialen Anschlag 10 für den Reibring 1 vorgesehen, wobei der
Halter 9 gegenüber dem Werkzeug 4 axial verschiebbar geführt ist und sich in axialer
Richtung über Druckfedern 11 an einem axialen Wälzlager 12 abstützt, so daß sich
aufgrund dieser federnden Abstützung eine axiale Verschiebbarkeit des ringförmigen
Anschlages 10 gegenüber der Halterung für das Werkzeug 4 ergibt. In ähnlicher
Weise ist auch dem Werkzeug 6 mit dem Außenkonus 7 ein ringförmiger Anschlag 13
für den Reibring 1 zugeordnet, wobei sich der den Anschlag 13 bildende Halter 14
über Federn 15 an der Halterung 8 abstützt, gegenüber der der Halter 14 verschieb
bar geführt ist. Ein axiales Wälzlager 16 gewährleistet die drehbare Abstützung des
Halters 14 gegenüber dem Werkzeug 6.
Wird ein zu bearbeitender Reibring 1 in den Innenkonus 5 des Werkzeuges 4 eingelegt,
so kommt der Reibring 1 zunächst auf den axialen Anschlag 10 zu liegen.
Nach dem Anstellen des Werkzeuges 6 mit dem Außenkonus 7 über
dessen Halterung 8 legen sich die Werkzeuge 4 und 6 an die zu bearbeitenden Reibflächen 2
und 3 des Ringes 1 an, wobei der Ring 1 zwischen den Anschlägen 10 und 13 axial
verkantungsfrei festgehalten wird. Wegen der fehlenden Abstützung
der Anschläge 10 und 13 bleibt die axiale Verschiebbarkeit des in dieser Weise
gesicherten Ringes 1 erhalten, so daß eine gleichzeitige Bearbeitung beider
Reibflächen 2 und 3 einerseits durch den Innenkonus 5 des Außenwerkzeuges
4 und anderseits durch den Außenkonus 7 des Innenwerkzeuges 6 gewährleistet
ist. In der linken Hälfte der Zeichnung ist die Stellung der Vorrichtung unmittelbar vor
dem axialen Festhalten des Reibringes 1 zwischen den Anschlägen 10 und 13
dargestellt. Auf der rechten Hälfte ist die Arbeitsstellung für das bearbeitete Werkstück
gezeichnet, wobei der Außenkonus 7 des Werkzeugen 6 auf Anschlag entsprechend
tief in den Innenkonus 5 des Werkzeuges 4 eingedrückt ist und der Reibring 1
zwischen den Anschlägen 10 und 13 axial verkantsicher gehalten wird, ohne die
relative Verschiebbarkeit des Ringes 1 gegenüber den Werkzeugen 4 und 6 zu
verhindern.
Der Reibring 1 ist mit über seinen Umfang verteilten, axial vorragenden
Mitnehmern 17 versehen, in die der dem Halter 14 zugeordnete Anschlag 13
eingreift, so daß der Ring 1 gegen eine Drehmitnahme durch eines
der Werkzeuge 4 bzw. 6 gesichert ist.
Claims (2)
1. Vorrichtung zum Bearbeiten eines konischen Ringes, insbesondere eines
Reibringes, der eine innere und eine äußere zu bearbeitende konische Oberfläche
aus zueinander parallelen Erzeugenden sowie axial verlaufende Mitnehmer aufweist,
mit Hilfe zweier gegenüber dem konischen Ring um dessen Achse drehangetriebener
Bearbeitungswerkzeuge, nämlich einem Außenwerkzeug mit einem Innenkonus zur
Bearbeitung der äußeren konischen Oberfläche und einem Innenwerkzeug mit einem
Außenkonus zur Bearbeitung der inneren konischen Oberfläche des Ringes, dadurch
gekennzeichnet, daß die beiden koaxial angeordneten und gegensinnig angetriebenen
Bearbeitungswerkzeuge (4; 6) den Ring (1) zwischen ihrem Innenkonus (5) und ihrem
Außenkonus (7) axial verlagerbar aufnehmen und gegeneinander auf Anschlag axial
verschiebbar sind, wobei der Ring (1) zwischen axialen Anschlägen (10; 13) gehalten
ist, die von gegenüber den beiden Werkzeugen (4; 6) axial verschiebbar geführten,
jedoch nicht rotierenden Haltern (9; 14) gebildet sind, und daß zur Sicherung des
Ringes (1) gegen eine Drehmitnahme durch die Bearbeitungswerkzeuge (4; 6) der
eine Halter (14) in die Mitnehmer (17) eingreift.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Halter (9; 14)
über Federn (11; 15) gegenüber den Halterungen (8) für die beiden Bearbeitungs
werkzeuge (6; 4) axial abgestützt sind.
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