DE43394C - Elektrische Circulationsbatterie - Google Patents
Elektrische CirculationsbatterieInfo
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Classifications
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- H—ELECTRICITY
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- H01M50/00—Constructional details or processes of manufacture of the non-active parts of electrochemical cells other than fuel cells, e.g. hybrid cells
- H01M50/70—Arrangements for stirring or circulating the electrolyte
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-
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21: Elektrische Apparate.
Dr. C. HOEPFNER in BERLIN. Elektrische Circulationsbatterie.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 13. Februar 1887 ab.
Für solche elektromotorische Zwecke, bei welchen eine mobile Kraftquelle Anwendung
rindet, wie z. B. bei elektrisch betriebenen Land- und Wasserfahrzeugen, werden zur
Zeit wohl ausschliefslich secundäre elektrische Batterien (Accumulatoren) benutzt. Die bisher
bekannt gewordenen primären elektrischen Batterien sind wegen ihrer voluminösen und
unpraktischen Formen, sowie wegen der durch den Transport noch erhöhten Unsicherheit und
Unregelmäßigkeit ihrer Wirkung für solche Zwecke völlig untauglich.
Die vorliegende Erfindung betrifft nun eine primäre elektrische Batterie, welche einen so
geringen Raum beansprucht und derart kräftig, constant und mit maschineller Sicherheit wirkt,
dafs deren Verwendung als mobile Kraftquelle für genannte Zwecke mit aufserordentlichen
Vortheilen verknüpft ist.
Die Batterie ist auf beiliegender Zeichnung in Fig. ι im Verticalschnitt, in Fig. 2 im Horizontalschnitt
nach x-x dargestellt.
Dieselbe besteht aus einem Eisengestell mit eiserner Tischplatte A, auf welcher im Kreise
oder in sonst geeigneter Anordnung bündeiförmig dicht neben einander eine Anzahl sehr
hoher, säulenartiger Elemente E mittelst der Isolatoren J verschraubt ist. Die Isolotoren
sind in der Mitte zu Rohrstücken J1 ausgebildet,
an deren unteres Ende je ein aus Isolirmasse bestehendes Rohr D angeschlossen ist. Die Länge und der Durchmesser dieser
Rohre D ist so gewählt, dafs die elektrische Ausgleichung der Potentialdifferenzen der Elemente
infolge der Circulation der Flüssigkeit verhindert wird.
Die Rohre D hängen in einem Behälter B, welcher aus säurefestem Material besteht und
von unten gegen die Tischplatte A luftdicht verschraubt ist. Der Behälter B ist dicht über
dem Boden mit einem Abfiufsrohr F versehen, an welchem ein aufrechter Stutzen angebracht
ist, der als Flüssigkeitsstandrohr dient. Etwa in der mittleren Höhe des Behälters B führt
ein zweites Rohr C von gröfserem Querschnitt nach oben, welches etwa in der Höhe des
oberen Randes der Elemente ein seitliches Zweigrohr C1 trägt. Letzteres führt nach dem
Regenerator R, dessen Abfiufsrohr R 1 nahe
über dem Boden des luftdicht verschlossenen Vertheilers V ausmündet. In dem Rohr C
bewegt sich die Transportschnecke S, welche entweder durch einen Elektromotor oder durch
ein Uhrwerk U betrieben wird, und welche die ausgenutzte Depolarisationsflüssigkeit aus C
nach dem Regenerator R hebt.
Das obere Ende jedes Elementes E steht durch ein Rohr V1 mit dem Vertheiler V in
Verbindung. Die Rohre V1 reichen nahezu bis auf den Boden des Vertheilers V.
Um den Apparat in Betrieb zu setzen, wird der Behälter B durch ein mit Hahn versehenes
Rohr L mit der zu verwendenden Flüssigkeit gefüllt. Alsdann wird durch dasselbe
Rohr Luft eingeblasen , so dafs die Flüssigkeit durch die Rohre D in die Elemente
hinein und ebenso in den Rohren C und F hochgedrückt wird. Die Füllung der
Elemente hängt natürlich von dem Luftdruck in B ab, und hat man es somit in der Hand,
durch weitere Luftzufuhr oder durch Ablassen von Luft den Flüssigkeitsstand in den EIe-
menten und demnach auch die Elektricitätsentwickelung zu erhöhen oder zu erniedrigen.
Das Flüssigkeitsniveau ist so hoch zu halten, dafs die in C befindliche Schnecke die Flüssigkeit
leicht nach dem Regenerator R zu heben vermag. Wie bereits erwähnt, mündet das
Einlaufrohr R1 der regenerirten Flüssigkeit in
derselben Weise wie die Ablaufrohre V1 nahe über dem Boden des luftdicht geschlossenen
Vertheilers V, so dafs letzterer also stets als ein seiner Füllung entsprechender Windkessel
wirkt, und der Inhalt des Vertheilers demnach gleichmäfsig in allen Rohren F1 hochgeprefst
wird. Dieser Druck auf die Flüssigkeit im Vertheiler mufs so stark sein, dafs die Flüssigkeit
durch die Rohre V1 bis nach den Elementen überfliefst, so dafs also . sämmtlichen
Elementen gleichzeitig ein beständiger Strom von gleichartiger Depolarisationsflüssigkeit zugeführt
wird.
Die Regenerirung erfolgt dadurch, dafs die Flüssigkeit in dem Behälter R beständig mit
Sauerstoff oder Chlor gesättigt wird. Auch kann der Behälter R dazu dienen, der Flüssigkeit
Säure oder Verdünnungswasser zuzugeben. Ist der in B befindliche Vorrath von Flüssigkeit
nach längerer Zeit erschöpft, so wird dieselbe durch frische ersetzt. Durch die lange
Röhrenform der Elemente wird es möglich, den schädlichen, d. i. inneren Widerstand derselben
auf ein äufserst geringes Mafs einschränken zu können, so dafs die Elektricitätsentwickelung
eine überaus kräftige wird. Infolge des geringen Querschnitts der Rohre der Elemente erfordert der Aufbau der Batterie
auch nur eine verhältnifsmäfsig geringe Grundfläche.
Die Constanz der Elemente wird dadurch gesichert, dafs durch die Transportschnecke
eine lebhafte Circulation herbeigeführt wird. Die Circulation der Flüssigkeit kann auch
umgekehrt werden, so dafs letztere also von unten nach oben durch die Elemente fliefst,
aus diesen dann sich von selbst nach V ergiefst, aus welchem sie nach dem Regenerator R
gehoben werden müfste, um dann durch C nach dem Behälter B zu fliefsen. Die Transportschnecke
mUfste in diesem Falle also in dem centralen Rohr R1 der Vertheilers V
arbeiten.
Die beschriebene Batterie kann auch zur Erzeugung von elektrischem Licht und für
andere elektrotechnische Zwecke verwendet werden.
Claims (1)
- Pate nt-Anspruch:Elektrische Circulations- und Depolarisations-Batterie von geringer Grundfläche von der Einrichtung, dafs die hohen engröhrenförmigen, dicht bei einander stehenden Elemente (E), einerseits durch den isolirenden Vertheiler (V), der constant mittelst des Rohres (C) und eventuell des Regenerators (R) gespeist wird, andererseits durch die Isolatorröhren (D) in dem luftdicht verschlossenen Gefäfs (B) communiciren , wobei der Querschnitt dieser Röhren (D) so gewählt ist, dafs eine Ausgleichung der Spannungsdifferenz der Elemente infolge der Circulation der Flüssigkeit möglichst vermieden wird.Hierzu l Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE43394C true DE43394C (de) |
Family
ID=318724
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT43394D Expired - Lifetime DE43394C (de) | Elektrische Circulationsbatterie |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE43394C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1271795B (de) * | 1959-12-29 | 1968-07-04 | Gen Electric | Vorrichtung zur Konstanthaltung der Ausgangsspannung elektrischer Salzwasserbatterien, insbesondere Meerwasserbatterien |
| DE3239396A1 (de) * | 1982-10-25 | 1984-04-26 | Hoppecke Zoellner Sohn Accu | Batterie |
-
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- DE DENDAT43394D patent/DE43394C/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1271795B (de) * | 1959-12-29 | 1968-07-04 | Gen Electric | Vorrichtung zur Konstanthaltung der Ausgangsspannung elektrischer Salzwasserbatterien, insbesondere Meerwasserbatterien |
| DE3239396A1 (de) * | 1982-10-25 | 1984-04-26 | Hoppecke Zoellner Sohn Accu | Batterie |
| FR2535903A1 (fr) * | 1982-10-25 | 1984-05-11 | Hoppecke Zoellner Sohn Accu | Accumulateur pourvu d'un circuit exterieur de circulation de l'electrolyte |
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