DE4337702C2 - Lager für die Wickelwelle einer Aufwickelvorrichtung - Google Patents
Lager für die Wickelwelle einer AufwickelvorrichtungInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Lager für eine Wickelwelle
für eine Aufwickelvorrichtung für Wickelgut, insbesondere für
Haspelantriebe von Flächenvorhängen, der im Oberbegriff des
Anspruchs 1 genannten Gattung.
Derartige Lager sind bereits bekannt (DE 39 27 080 A1) und
haben sich im praktischen Einsatz bereits bewährt, wie dies
auch anhand der Figurenbeschreibung noch erläutert wird.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, den Aufbau und die
Montage des Lagers ohne Beeinträchtigung der Funktion des
selben noch weiter zu vereinfachen.
Die Erfindung ist im Anspruch 1 gekennzeichnet und in Unter
ansprüchen sind weitere Verbesserungen desselben beansprucht.
Gemäß der Erfindung ist der Haltezapfen im Unterschied zum
oben genannten nächstkommenden Stand der Technik zylindrisch
ausgebildet, so daß er unmittelbar als Drehlager für die
Wickelwelle verwendbar ist. Im Lagerkörper befindet sich ein
Umlenkorgan im Nachbarschaftsbereich des Haltezapfens, welches das Antriebs
organ, insbesondere eine Antriebsschnur für Haspelantriebe
von Flächenvorhängen, in einen Durchgangskanal umlenkt, der
das Antriebsorgan durch den Lagerkörper hindurch zu einer
äußeren Seitenfläche desselben, insbesondere der Unterseite
des Lagerkörpers, führt.
Dabei sind mehrere, insbesondere in den Unteransprüchen bean
spruchte besonders bevorzugte Ausbildungen des Umlenkorgans und
des Lagerkörpers mit dem Haltezapfen realisierbar, wie dies
anhand der Zeichnung und der folgenden Figurenbeschreibung noch
näher erläutert wird. In der Zeichnung zeigen:
Fig. 1 eine perspektivische Ansicht des Lagers gemäß der
Erfindung;
Fig. 2 eine perspektivische Ansicht des Lagerkörpers;
Fig. 3 eine Anwendung des Lagers
an einem kippbaren Fensterflügel;
Fig. 4 ein schematisches Schnittbild durch den oberen Teil
des in Fig. 3 dargestellten Fensterflügels in der
jenigen Stellung, in der der Fensterflügel an den
Fensterrahmen herangeklappt ist, nach dem Stand
der Technik;
Fig. 5 ein bekanntes Lager und dessen Montage in einer Halte
leiste bei teilweise abgerolltem Flächenvorhang;
Fig. 6 in teilweise auseinandergezogener Stellung Einzelteile
einer Aufwickelvorrichtung mit einem Flächenvorhang
und bekannten Lagern;
Fig. 7/7a eine perspektivische Ansicht eines erfindungsgemäßen
Lagerkörpers mit einer in Fig. 7a in entsprechender
Ansicht gezeigten Abdeckplatte;
Fig. 8/8a eine bevorzugte Ausbildung der Erfindung
mit im Abstand voneinander positionierten Einzel
teilen in Fig. 8 und in Fig. 8a mit dem teilweise
im Schnitt dargestellten entsprechenden Einzel
teilen in der montierten Stellung;
Fig. 9, 10 und 11 andere Ausbildungen der Abdeckplatte in
Draufsicht;
Fig. 12 eine weitere Ausbildung des erfindungsgemäßen Lagers
in perspektivischer Darstellung und
Fig. 13/13a eine weitere Ausbildung der Erfindung in perspektivischer
Ansicht sowie Fig. 13a im Quer
schnitt.
Eine bevorzugte Anwendung der Erfindung ist schematisch in
Fig. 3 gezeigt, wonach ein hier nicht sichtbare Lagerkörper
1 in einer Halteleiste 15 versteckt angeordnet ist. Ein Rollo
behang 20 bildet einen Flächenvorhang aus insbesondere hitze
reflektierenden und das Tageslicht, insbesondere Sonnenlicht,
dämpfenden, aber dennoch transparenten, insbesondere metalli
sierten Folien oder Textilien, wie diese zunehmend auch in Büro
bereichen als Blendschutz insbesondere für Bildschirmarbeits
plätze immer größere Bedeutung gewinnen. Bei der Einbauart
nach Fig. 3, 4 und 5 ist der Rollobehang 20 in seitlichen
Führungsprofilen 16 geführt, die am Fensterflügelrahmen 19
befestigt sind und sich von der oberen Halteleiste 15 nach
unten vor einer Isolierglasscheibe 18 hinziehen. Das Fenster ist in Be
zug zu seinem Rahmen 17 kippbar. Das untere Ende des Rollobehangs 20
wird durch eine Querleiste 14 abgeschlossen.
Dieser Einbau hat den Vorteil, daß der Rollobehang 20 zusammen mit dem
Fensterflügel für Lüftungszwecke kipp- oder drehbar ist.
Damit beidseitig der Seitenränder des Rollobehangs 20 im
Zwischenraum zum Fensterflügelrahmen 19, d. h. den benachbarten Glas
leisten, nur ein geringer Lichtspalt verbleibt, sollen dort
möglichst schmale die Glasleisten überdeckende Führungsprofile
16 angeordnet sein. Eine kleine Lichtspaltbreite wird unter
Verwendung sogenannter Haspelzüge als Antrieb für die Aufwickel
vorrichtung für den Rollobehang 20 erreicht, weil die Antriebs
teile in die Wickelwelle 10 integrierbar sind und der Lagerkörper 1
sehr schmal ausgebildet werden kann. Ein als Antriebsschnur aus
gebildetes Antriebsorgan 9 ist auf einem innerhalb der Wickel
welle 10 angeordneten Haspelbolzen auf- bzw. von diesem ab
wickelbar, wie dies beispielsweise in Fig. 1 schematisch
dargestellt ist.
Nach der bekannten Ausbildung von Fig. 5 ist das Antriebsorgan
9 durch eine Durchbrechung 22 des Lagerkörpers 1 und eine Halte
öse 21 geführt. Die nach oben offenen Durchbrechungen und
Kanäle 22 für das Antriebsorgan 9 sind jedoch ästhetisch nicht
sehr ansprechend, weshalb dieser Mangel nach dem Ausführungs
beispiel von Fig. 6 in bekannter Weise durch solche Lager
körper 1, 13 verbesserbar ist, welche stirnseitig eine glatte
Sichtfläche bieten. Der Lagerkörper 1 weist einen Haltezapfen
3 mit quadratischem Querschnitt auf. Dabei dient der Halte
zapfen 3 zur drehfesten Lagerung einer Lagerscheibe 12, welche
segmentförmige Durchbrechungen zum Hindurchführen des Antriebs
organs 9 aufweist. Die Wickelwelle 10 wird von der Lagerscheibe
12 drehbar gelagert. Die Verwendung solcher Lagerscheiben 12
ist jedoch mit Nachteilen verbunden.
Bei der Erfindung kann auf solche Lagerscheiben 12 dadurch
verzichtet werden, daß der Haltezapfen 3 beispielsweise gemäß
der Ausführung von Fig. 1 einen zylindrischen Querschnitt
aufweist und unmittelbar, d. h. ohne Einsatz eines Zwischen
stücks, wie der Lagerscheibe 12 von Fig. 6, als Drehlager
für die Wickelwelle 10 dient. Damit das Antriebsorgan 9 in
Form der Antriebsschnur aus der von der Wickelwelle 10
kommenden Richtung (im wesentlichen in Axialrichtung der
Wickelwelle 10 und des Haltezapfens 3) in einen Durchgangskanal
5 umgelenkt wird, welcher sich zwischen Querstegen 1d des
Lagerkörpers 1 erstreckt, ist ein Umlenkorgan in Form eines
Querstifts 11 durch eine Querbohrung 3b am hinteren, dem Lager
körper 1 benachbarten Ende des Haltezapfens 3 so hindurch
gesteckt, daß die freien Enden des Querstifts 11 in je einem
Schlitz 1g der Querstege 1d verankert sind.
Bei der alternativen Ausbildung von Fig. 2 ist der als Dreh
lager für die Wickelwelle 10 dienende Haltezapfen 3 nicht mit
einer Querbohrung, sondern mit einem Querschlitz 3a versehen,
wodurch das Einführen des Querstifts 11 in die in Fig. 2 ge
zeigte Lage erleichtert wird. Sowohl der Querschlitz 3a als
auch die Schlitze 1g in den Querstegen 1d des Lagerkörpers
1 können den Querstift 11 durch Klemmwirkung verankern.
Die Lagerkörper 1 nach Fig. 1 und 2 sind im Querschnitt U-
förmig ausgebildet, so daß die Querstege 1d die äußeren
Schenkel bilden, während der diese verbindende Steg als Basis
für den Haltezapfen 3 dient.
Bei der Ausbildung von Fig. 7 weist der Lagerkörper 1 rings
um den Haltezapfen 3 von einer Frontseite 1c des Lagerkörpers
1 aus gesehen eine etwa rechteckförmige Ausnehmung 2 auf, von
der zwei Durchgangskanäle 5 zu einer äußeren, hier unten ange
ordneten, Seitenfläche 1a führen. Als Umlenkorgan dient eine
Abdeckplatte 1b, die in den unteren Teil der Ausnehmung 2 so
eingesetzt wird, daß eine halbkreisförmige Aussparung 6a zur
Aufnahme des unteren Teils des Haltezapfens 3 dient. Die Abdeck
platte 1b bzw. deren oberer Rand dient hier als Umlenkorgan.
Fig. 8/8a zeigt eine ähnliche Ausbildung der Erfindung, bei
der die Abdeckplatte 1b die Ausnehmung 2 an der Frontseite
1c des Lagerkörpers 1 rings um den Haltezapfen 3 im wesent
lichen vollständig abdeckt. Der Haltezapfen 3 ragt dann durch
ein Durchgangsloch 6 in der Abdeckplatte 1b hindurch, wogegen
das Antriebsorgan 9 durch eines von zwei Löchern 1e gesteckt
und hinter der Abdeckplatte 1b durch den Durchgangskanal 5
nach unten bis zur äußeren Seitenfläche 1a, welche hier die
Unterfläche des Lagerkörpers 1 bildet, hindurchgezogen wird,
wie dies schematisch in Fig. 8a in der Montagestellung ge
zeigt ist. In Fig. 8a ist auch ersichtlich, daß der Halte
zapfen 3 als Drehlager für die Wickelwelle 10 dient, welche
an ihrem Ende eine zylindrische Ausnehmung aufweist, in welche
der zylindrische Haltezapfen 3 eingesteckt wird.
In Fig. 9, 10 und 11 sind weitere Ausbildungsformen der
Abdeckplatte 1b dargestellt für den Fall, daß die Ausnehmung
2 im Lagerkörper 1 entsprechende Konturen aufweist, in welche
die Abdeckplatten 1b drehfest einsetzbar sind.
Bei der weiteren Ausbildung der Erfindung nach Fig. 12 ist
der Lagerkörper 1 mit einem Fenster 1f versehen, in welchem
die Durchgangskanäle 5 münden, so daß die Übergangsstelle bzw.
der Rand des Durchgangskanals 5 zum Fenster 1f als Umlenkorgan
für das hier nicht dargestellte Antriebsorgan dient.
Bei der Ausbildung von Fig. 13/13a ist der Lagerkörper 1 an
der Frontseite mit dem Haltezapfen 3 versehen. Innerhalb des
Lagerkörpers 1 befinden sich zwei Durchgangskanäle 5, die sich
von der unteren Seitenfläche 1a des Lagerkörpers 1 ausgehend
bis hinter zwei Durchbrechungen 4 an der Frontseite 1c
des Lagerkörpers 1 nach oben erstrecken. Durch dieses zusammen
hängende System des betreffenden Durchgangskanals 5 mit der
betreffenden Durchbrechung 4 kann das Antriebsorgan 9 von der
Frontseite 1c durch den Lagerkörper 1 hindurch zu dessen unterer
Seitenfläche 1a geleitet werden.
Das erfindungsgemäße Lager ist einfach herstellbar, leicht
mit der Wickelwelle 10 montierbar und besorgt das Umlenken des
Antriebsorgans 9 auf sehr einfache Weise. Es empfiehlt sich,
das Umlenkorgan an der Stelle der Umlenkung aus der Axial
richtung (des Haltezapfens 3 und der Wickelwelle 10) in die
jenige Richtung, in der an dem Antriebsorgan 9 zum Antrieb der
Wickelwelle 10 gezogen wird, nicht scharfkantig, sondern mehr
oder weniger gerundet auszubilden, damit eine Antriebsschnur,
ein Antriebsband oder eine andere Ausbildung des Antriebs
organs 9 nicht beschädigt wird.
Empfehlenswert ist es, wenn das Umlenkorgan aus einem Kunst
stoff mit niedrigem Reibungskoeffizienten hergestellt wird.
Claims (9)
1. Lager für eine Wickelwelle einer Aufwickelvorrichtung für
Wickelgut, wie Vorhänge, Blendschutzrollos, Landkarten, bei
dem ein Lagerkörper (1) mit einem zur Abstützung und als Drehlager
für die Wickelwelle (10) dienenden Haltezapfen (3) und mit
mindestens einem zu einer äußeren Seitenfläche (1a) führenden
Durchgangskanal (5) versehen ist, der zum Hindurchleiten eines
Antriebsorgans (9), wie einer Antriebsschnur, dient,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Haltezapfen (3) zylindrisch ausgebildet ist und daß
im Lagerkörper (1) ein als Querstift (11), Umlenkrand einer
bzw. Löcher (1e) in einer Abdeckplatte (1b)
und/oder Umlenkrand eines Fensters (1f) im Lagerkörper (1)
ausgebildetes Umlenkorgan im Nachbarschaftsbereich des
Haltezapfens (3) angeordnet ist, welches das Antriebsorgan (9)
in den Durchgangskanal (5) umlenkt.
2. Lager nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Querstift (11) quer zum Lagerkörper (1) angeordnet
ist.
3. Lager nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Querstift (11) etwa im rechten Winkel zur Achse des
Haltezapfens (3) durch diesen gesteckt ist.
4. Lager nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Haltezapfen (3) eine Querbohrung (3b) zum Hindurch
stecken des Querstifts (11) aufweist.
5. Lager nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Haltezapfen (3) einen sich in Axialrichtung er
streckenden Querschlitz (3a) zur Aufnahme des Umlenkorgans
aufweist.
6. Lager nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Enden des Umlenkorgans in Querstegen (1d) verankert
sind, die sich etwa parallel und im Abstand zum Haltezapfen
(3) erstrecken.
7. Lager nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Abdeckplatte (1b) in
eine um den Haltezapfen (3) angeordnete Ausnehmung (2) im
Lagerkörper (1) derart eingesetzt ist, daß sie diese Aus
nehmung (2) in Richtung zur Wickelwelle (10) mindestens
teilweise abdeckt.
8. Lager nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Abdeckplatte (1b) mindestens ein Durchgangsloch
(6) zum Hindurchführen des Antriebsorgans (9) von der
Wickelwelle (10) zu einem Durchgangskanal (5) aufweist.
9. Lager nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Durchgangskanal (5) in einem Fenster (1f) im Lager
körper (1) endet, das sich zu der Frontseite (1c) desselben
öffnet, von welcher der Haltezapfen (3) absteht.
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Publications (2)
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