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Stellvorrichtung für Lichtreflektoren zu ärztlichen, insbesondere
zahnärztlichen Untersuchungszwecken. Die Erfindung betrifft eine Stellvorrichtung
für Lichtreflektoren zu ärztlichen, insbesondere zahnärztlichen Untersuchungszwecken
und besteht darin, daß mehrere radial von einem Mittelpunkt ausgehende Tragarme
für die Lichtreflektoren durch geeignete, an den Tragarmen geführte, vom Mittelpunkt
aus mechanisch gemeinsam bewegbare Stellorgane gleichzeitig derart winklig verstellbar
sind, daß sich das Licht aller Lampen auf eine und dieselbe Stelle vereinigen läßt.
Innerhalb der hohlen Tragarme lassen sich bewegliche Stehschieber durch einen Kegel,
mit dem sie durch Federn in Berührung gehalten werden, gemeinsam umstellen. Innerhalb
der hohlen Tragarme können auch durch Kegelräder o. dgl. miteinander in Verbindung
stehende drehbare Wellen mit Schraubenwindungen in schraubenmtttterartige Stellriegel
eingreifen. Die Winkelverstellung der Reflektoren kann derart erfolgen, daß die
Stellschieber und Stehriegel mittels Zapfen in an den Reflektorgehäusen vorgesehene
schräge Schlitze eingreifen. Ein weiteres Merkmal der Erfindung besteht darin, daß
die Tragarme an ihrem Mittelpunkt durch ein Doppelgelenk derart an einem festen
Halter gelagert sind, daß die Tragarme beliebig verstellbar sind.
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Auf der Zeichnung ist der Gegenstand der Erfindung veranschaulicht,
und zwar zeigt: Abb. i eine Vorderansicht des Erfindungsgegenstandes mit vier Lampen,
Abb. a eine vergrößerte Seitenansicht der Abb. i, teilweise geschnitten, Abb. 3
die Stellvorrichtung im Mittelpunkt zur gemeinsamen Verstellung der Reflektoren,
Abb. 4. das Universalgelenk, durch welches die Tragarme mit einem festen Halter
in Verbindung stehen.
Abb. 5 entspricht der Abb. 2, aber in anderer
Ausführungsform, und Abb.6 zeigt eine Teilansicht dieser Ausführungsform im rechten
Winkel zu Abb. 5. Gemäß den Abb. i bis .4 ist io ein röhrenförmiger Ständer, in
welchem ein zylindrischer Halter i i von beliebiger Länge in senkrechter Richtung
verstellbar ist. Vorteilhaft reicht derselbe beispielsweise bis zum Sitze eines
zahnärztlichen Operationsstuhls. Das obere Ende des Halters i i ist bei 12 rechtwinklig
abgebogen. Das abgebogene Ende trägt einen Bügel 13, zwischen dessen parallelen
Armen 14 Scheiben 15 aus Fiber vorgesehen sind, die das Auge 16 eines Verbindungsstückes
17 umfassen. Das entgegengesetzte Ende des Verbindungsstückes wird durch ein rechtwinklig
zum ersten Auge angeordnetes Auge 18 gebildet, an welches ein Bügel i9 eines röhrenförmigen
Gliedes 2o angreift. Zwischen dem Bügel i9 und dem Auge 18 sind wieder Scheiben
aus Fiber eingeschaltet. Die Bügel 13 und i9 und die Augen 16 und 18 stehen durch
Gelenkbolzen 21 miteinander in Verbindung. Das röhrenförmige Glied 2o ist an seinem
äußeren Ende offen, und in der Bohrung des Gliedes ist ein Stift 22 drehbar. Das
Glied 2o ist außerdem mit einem es berührenden Stift 23 versehen, der teilweise
von einer ringförmigen Nut 24 umfaßt wird, die in den Stift 22 eingelassen ist.
Durch diese Ausführung wird es ermöglicht, den Stift 22 zu drehen, ohne denselben
von dem röhrenförmigen Gliede 2o abzunehmen. Gemäß der beschriebenen Vorrichtung
erfolgt eine seitliche und senkrechte Schwenkung unter Vermittlung des Gliedes 17,
wogegen eine kreisförmige Einstellung mittels des im röhrenförmigen Halter drehbaren
Stiftes 22 erfolgt.
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Der im erwähnten Sinne drehbare sowie seitlich und senkrecht verstellbare
Lampenhalter geht von einer Platte 25 aus, die mit dem Stift 22 verbunden ist. Die
Platte 25 ist abnehmbar an einem Gehäuse 26 von rechteckigem Querschnitt befestigt.
An den Seitenflächen des Gehäuses sind Muffen mit äußeren Gewinden 27 und achsialen
Bohrungen 28 angeschlossen. Die Vorderwand des Gehäuses 26 weist eine ähnliche Muffe
29 auf, in deren Bohrung 30 eine Stellschraube 31 eingreift, die sich bei
einer Drehung achsial bewegt. Die Stellschraube 31 trägt an ihrem inneren Ende einen
Kegel 32 und an ihrem äußeren Ende ein Kettenrad 33.
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Jeder der Fortsätze 27 trägt einen röhrenförmigen Tragarm 34, der
an seinem angrenzenden Ende Innengewinde aufweist, mittels welchem er an einer -.,%Zuffe
27 angeschraubt ist. Das äußere Ende jedes Tragarmes endet in einem Ring 35, von
welchem ein Bügel 36 ausgeht. Zwischen den Armen des Bügels 36 ist das Gehäuse 37
einer Sammellinse 38 drehbar gelagert. Das Gehäuse 37 trägt an dem der Linse entgegengesetzten
Ende eine Fassung 39 für eine elektrische Lampe. Aus der parallelen Stellung der
Reflektorgehäuse gemäß Abb. z werden die Reflektoren durch Stellorgane gleichzeitig
und winklig zueinander verstellt, so daß das Licht aller Lampen auf irgendeinen
gewünschten Punkt vereinigt werden kann. Das Stellorgan besteht aus einem an der
Außenfläche eines Gehäuses 37 befestigten Fortsatz 40, der zwischen den Armen des
Bügels 36 liegt. Der radial stehende Teil 41 des Fortsatzes verläuft in der Längsrichtung
des Reflektorgehäuses und weist parallele Schlitze 42 auf, die zur Achse des Reflektorgehäuses
geneigt sind.
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Durch einen Tragarm 34 erstreckt sich in achsialer Richtung eine nachgiebig
gelagerte verstellbare Stange 43, die in der Bohrung 28 verschiebbar ist und deren
abgerundetes Ende 44 mit der Oberfläche des Kegels 32 in Berührung steht. Das entgegengesetzte
Ende der Stange 43 trägt ein Verbindungsstück 45, das miteinander entgegengesetzten
Stiften 46 in die Schlitze 42 der beiden zueinander parallelen Teile 41 eingreift.
Die Stange 43 wird durch eine Feder 47 in ständiger Berührung mit dem Kegel 32 gehalten.
Das eine Ende der Feder 47 liegt gegen eine Scheibe 48 an, die an dem äußeren, mit
Gewinde versehenen Ende des Armes 34 vorgesehen ist, während das andere Ende der
Feder 47 an eine Scheibe 49 angreift, die an der Stange 43 befestigt ist. Wenn die
Reflektorgehäuse 37, wie aus Abb. 2 ersichtlich, parallel zueinander gerichtet sind,
liegen die Stifte 47 in den tieferen Enden der Schlitze 42. Wird der Kegel 32 nach
außen bewegt, so verschieben sich die Stangen 43 in der Richtung nach dem Mittelpunkt
des Gehäuses 26, und infolge dieser Verschiebung bewegen sich die Stifte 46 in den
Schlitzen 42 aufwärts, so daß die Reflektorgehäuse 37 um ihre Drehpunkte an den
Bügeln 36 geschwenkt werden. Da jedes Reflektorgehäuse von demselben Kegel aus bewegt
wird und die Federn 47 in gleicher Weise auf die Stangen 43 einwirken, werden alle
Lampen in genau gleicher Weise bewegt. Infolge der gleichzeitigen und gleichartigen
Verstellung aller Lampen schneiden sich die Achsen derselben in demselben Punkt,
an welchem eine von verschiedenen Stellen herrührende und in verschiedenen Richtungen
reflektierte Beleuchtung stattfindet.
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Die Vorrichtung zum Antreiben der Stellvorrichtung von Hand umfaßt
einen Kragen 5o, die an irgendeiner der Röhren 34 befestigt wird, und an dem ein
Stift 51 ansteht.
Der Stift 5i trägt einen an ihm drehbaren Handhebel
52 mit Griff 53. An dem Handhebel grenzt ein Kettenrad 54 an. Die in der gleichen
Ebene liegenden Kettenräder 54. und 33 sind durch eine Kette 55 miteinander verbunden.
Erfolgt irgendeine Drehung des Handhebels 52, so wird die Schraube 31 achsial bewegt;
wobei der Kegel 32 seine Lage ändert. Die Einrichtung kann auch so getroffen werden,
daß mittels des Handgriffes der ganze drehbare Träger bewegt wird.
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Die Abb. 5 und 6 veranschaulichen eine andere Ausführung, bei welcher
die Verbindungsstücke 4.5 an ihren inneren Enden Innengewinde aufweisen. In diese
Innengewinde 57 greifen die mit Gewinde versehenen Enden einer Stange 58 ein, die
sich durch die Röhre 3d. erstreckt. Zwei in gleicher Linie liegende Röhren 3.4 stehen
durch ein Gehäuse 59 mit Muffenansätzen 35 und einer abnehmbaren seitlichen Deckplatte
6o miteinander in Verbindung. Das Gehäuse 59 trägt zwei weitere in gleicher Linie
verlaufende Röhren 3.4, die in einem rechten Winkel zum ersten Röhrenpaar stehen.
Die Welle oder Stange 58 hat nur eine drehende Bewegung, und sie trägt innerhalb
des Gehäuses 59 ein Kegelrad 61, das mit zwei in gleicher Achse und einander gegenüberliegenden
Kegelrädern 62 in Eingriff steht, die auf den Enden zweier Wellen 63 sitzen. Infolge
dieser Anordnung werden bei einer Drehung der senkrechten Welle 58 auch die Wellen
63 in Drehung versetzt. Die Welle 58 wird durch eine Handkurbel in Drehung versetzt.
Die Kurbelwelle 51' steht senkrecht zur Welle 58, ohne dieselbe zu schneiden. Die
Kurbelwelle trägt ein Zahnrad 6q., das mit einem auf der Welle 58 sitzenden Ritzel
65 in Eingriff steht. Das Gehäuse 66 für den Kurbelantrieb kann von beliebiger Ausführung
sein. Es ist zweckmäßig das Gehäuse zweiteilig auszuführen und mit Flanschen 67
zu versehen, welche die betreffende Röhre 34 umschließen.
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Die Handhabung der neuen Stellvorrichtung ist folgende: Sitzt ein
Patient eines Zahnarztes auf dem Operationsstuhl mit nach rückwärts geneigten Kopf
und geöffneten Mund, so wird die Handkurbel 53 durch den Zahnarzt in Drehung versetzt,
bis sich sämtliche von den vier Lampen herrührende Strahlen in einem Punkte vereinigen.
Dann wird der ganze drehbare Träger in die gewünschte Lage gedreht und um das Doppelgelenk
geschwenkt, bis sich die Lichtstrahlen im Munde des Patienten vereinigen. Es ist
klar, daß, da die Lichtstrahlen von verschiedenen Quellen herstammen, die Mundhöhle
des Patienten noch beleuchtet bleibt, auch wenn die von einer Lichtquelle herkommenden
Strahlen durch irgendein Hindernis aufgehalten werden.
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Stellvorrichtungen der beschriebenen Art können mittels geeigneter
Ständer an Operationsstühlen gelagert werden. Die Lagerung kann an dem Motor- und
Saugpumpenständer eines zahnärztlichen Kabinetts oder an dem Arbeitstisch eines
Arztes erfolgen.