DE433397C - Vorrichtung zur Einstellung des Empfindlichkeitsgrades an Erschuetterungskontakten - Google Patents

Vorrichtung zur Einstellung des Empfindlichkeitsgrades an Erschuetterungskontakten

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DE433397C
DE433397C DEB121936D DEB0121936D DE433397C DE 433397 C DE433397 C DE 433397C DE B121936 D DEB121936 D DE B121936D DE B0121936 D DEB0121936 D DE B0121936D DE 433397 C DE433397 C DE 433397C
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    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01HELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H35/00Switches operated by change of a physical condition
    • H01H35/14Switches operated by change of acceleration, e.g. by shock or vibration, inertia switch
    • H01H35/144Switches operated by change of acceleration, e.g. by shock or vibration, inertia switch operated by vibration

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  • Electromagnets (AREA)

Description

Die Erfindung ist eine Abänderung der Vorrichtung zur Einstellung des Empfindlichkeitsgrades an Erschütterungskontakten nach Patent 409095. Nach letzterem wird die Einstellung eines unter dem Einfluß eines Elek-'tromagneten stehenden Erschütterungskontaktes bis zur Kontaktbewegung vorgenommen und sodann der gewünschte Empfindlichkeitsgrad durch Veränderung des elektrischen Stromes im Elektromagneten eingestellt, dergestalt, daß mit Stromverminderung die Empfindlichkeit des Erschütterungskontaktes nachläßt. In gewissen Fällen ist es vorteilhaft, daß das Nachlassen der Empfindlichkeit durch eine Stromvermehrung im Elektromagneten hervorgerufen wird. In Abb. 2 ist der Vibrationskontakt des Hauptpatentes nochmal herausgezeichnet, der in der Ruhekontaktstellung a-b vom Elektromagneten abgewendet liegt. Abweichend davon liegt in Abb. ι die Vibrationsfeder in der Ruhestellung a-b dem Elektromagneten zugewendet,
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so daß sie sich bei Erschütterungen aus dem magnetischen Felde entfernt, anstatt sich diesem, wie in Abb. 2, bei eintretenden Erschütterungen zu nähern. Zuvor erscheint die Neueinrichtung demnach nur als eine einfache Umkehrung der Anordnung des Hauptpatentes, doch es ergibt sich hierbei eine stark abweichende Wirkungsweise, d. h. ein abweichendes Verhalten auf Erschütterungen, ίο wie aus späterem weiter hervorgehen wird. In der Ausführung der Zeichnung (Abb. 1) wird wiederum durch Lösung des Erschütterungskontaktes α von der Kontaktstellung b ein Ruhestromkreis geöffnet, doch kann auch durch Berührung von α mit der Kontaktstelle c ein hier nicht mitgezeichneter Arbeitsstromkreis geschlossen werden. Mit der Unterbrechung des Ruhestromkreises (E-a-b~ g-h-i-E zurück) läßt dessen Relais g seinen Anker i auf die Kontaktstelle / fallen, dort einen hier nicht mitgezeichneten Stromkreis schließend, der ein Alarmwerk oder eine Bewegungsvorrichtung irgendwelcher anderen Art auslöst. Der Ruhestromkreis wird — wenn die Erschütterung der Vibrationsfeder a nachgelassen hat, also α wieder gegen b anliegt — dadurch wieder geschlossen, daß mit Niederbewegung eines zurückfedernden Druckknopfes m ein Hilfsstromstoß (E-a-b- g-ni-n-E zurück) durch das Relais g gesandt wird, der den Anker i an die Kontaktstelle h wieder anlegt. Anstatt der Form einer Blattfeder α kann das bei Erschütterungen sich in Bewegung zu setzende Glied auch vielerlei andere Formen haben, wie bereits im Hauptpatent erwähnt, auch als Pendel o. dgl. ausgebildet sein. Der Elektromagnet p wird nach der Ausführungsart der Zeichnung durch die Stromquelle E1 unter Zuhilfenahme eines Potentiometers (Verstellungskurbel r) gespeist. Liegt die Kurbel r auf der Stelle 30, so ist der Elektromagnet stromlos, und die Erschütterungsfeder α wird von p nicht beeinflußt. Es wird nun zuerst wieder die Höchstempfindlichkeitsgrenze gesucht, was durch Einstellung am Vibrationskontakt selbst geschehen kann oder auch am Potentiometer, dadurch, daß durch Rückwärtsbewegung der Kurbel r ein Strom durch den Elektromagneten p geschickt wird bis zu einer Stärke, bei welcher der Elektromagnet die Vibrationsfeder α gerade noch anzieht, was etwa in der Kurbelstellung r auf Punkt 26 der Fall sein möge. Nun wird durch weitere Rückstellung der Kurbel r um die gewünschte Anzahl Stromvermehrungspunkte der für den praktischen Betrieb dann benötigte Empfindlichkeitsgrad hergestellt.
Abweichend von der Anordnung des Hauptpatentes ist hier die Empfindlichkeit des Kontaktes eine kleinere, je stärker der Stromdurchfluß durch den Elektromagneten ist. Im j Höchstempfindlichkeitszustand des Kontaktes ί ist demnach kein oder nur ein sehr schwacher ! Strom im Elektromagneten vorhanden. In der ! Anordnung der Abb. 2 dagegen (als Wiederj holung der Anordnung des Hauptpatentes) muß im Zustande der größten Empfindlichkeit auch der stärkst einzustellende Strom im Elektromagneten vorherrschen. Dabei zeigt sich nun in der Kontaktstellung der Abb. 2, in welcher bei Erschütterungen die Vibrationsfeder α sich dem Elektromagneten nähern soll, eine größere Empfindlichkeit auf kleinere und kleinste Erschütterungen als in der Kontaktstellung der Abb. 1. Dies möge sich daraus j erklären, daß bei (auch kleinsten) Erschütterungen Schwingungen innerhalb der Feder a auftreten, noch bevor sich die Erschütterungsstöße bis zur Kontaktstelle a-b fortgepflanzt So haben, wodurch kleine Annäherungen und Abwendungen der Feder α zum magnetischen Felde des Elektromagneten p und damit kleine Magnetverstärkungs- und Abschwächungsstöße entstehen, von denen die ruckweise auftretenden Magnetverstärkungsstöße bei der Anordnung der Abb. 2 zu einem Abspringen der Feder α von der Kontaktstelle b auch bei sehr schwachen Erschütterungen führen können (es war der Höchstempfindlichkeitszustand, also das Gleichgewicht zwischen Magnet- und Federkraft im vollständig erschütterungslosen Zustande vorausgesetzt). In der Anordnung der Abb. 1 dagegen ist im Höchstempfindlichkeitszustande kein oder nur ein sehr schwacher Strom im Elektromagneten vorhanden, die Schwingungen innerhalb der Feder α können damit auch keine Änderungen der magnetischen Kraft herbeiführen und selbst im Falle, daß die Anordnung der Abb. ι so getroffen ist, daß bei der Höchstempfindlichkeitseinstellung bereits ein nennenswerter elektrischer Strom durch den Elektromagneten fließt, steht dem Abfallen der Vibrationsfeder, veranlaßt durch kleinere Magnetisierungsschwankungen, eine gewisse Remanenz im Magneten entgegen. Da nun die Feststellung der Höchstempfindlichkeitsgrenze maßgebend ist für die dann zu erfolgende Einstellung des gewünschten Empfindlichkeitsgrades, so ergibt sich daraus bereits das unterschiedliche Verhalten eines unter dem Einfluß eines Elektromagneten stehenden Vibrationskontaktes, je nachdem, ob die Vibrationsfeder bei Erschütterungen sich dem Magneten zuwendet oder von ihm abwendet. Weiter zeigt sich folgender Unterschied: In der Anordnung der Abb. 1 kann in der Kurbelstellung r auf Punkt 0 ein solch großer Strom durch den Elektromagneten geschickt sein und damit die Vibrationsfeder so fest gegen die Kontaktstelle b angehalten werden,
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daß selbst sehr grobe Erschütterungen ein Abspringen der Feder α von b nicht mehr veranlassen können, während in der Kurbelstellung r auf Punkt 30 ein Abfallen der Feder α von b bereits ohne Erschütterungen vorliegen kann. Soll dieser große Meßbereich der Einstellungsmöglichkeiten auf die verschiedensten Empfindlichkeitsgrade durch Veränderung des elektrischen Stroms, auch in ίο der Anordnung der Abb. 2 vorhanden sein, muß dort die Vibrationsfeder a so kräftig ausgeführt werden, daß sie infolge ihrer eigenen Federkraft genügend fest gegen b anliegt, wenn eine nur sehr geringe Empfindlichkeit gewünscht wird. Dies bedingt dann aber in der Einstellung auf größere Empfindlichkeiten einen sehr großen Stromdurchfluß durch p, der schädlich wirkt, wenn die Spannung der Stromquelle, von welcher der Elektromagnet p gespeist wird, zeitweise eine schwankende ist, z. B. beim Anschluß der Anlage an ein städtisches Elektrizitätswerk, an eine elektrische Überlandzentrale o. dgl. Denn die durch Spannungsschwankungen in der Stromquelle verursachten Stromschwankungen im Elektromagneten beeinflussen natürlich auch den Empfindlichkeitsgrad, eine Beeinflussung, die nur dann ohne Bedeutung ist, wenn der Erschütterungskontakt unter einem höheren Stromdurchfluß weniger empfindlich wird (Abb. 1), dagegen sehr störend sein kann, wenn der stärkere Stromdurchfluß und damit auch die stärkeren Stromschwankungen gerade im Zustande der höheren Empfindlichkeit vorherrschen (Abb. 2). Es wird also in letzterer Anordnung auch im Zustande der Höchstempfindlichkeit der Stromdurchfluß durch den Elektromagneten ein beschränkter sein müssen, und da dieser Stromdurchfluß bei Einstellung auf den gewünschten Grad der Empfindlichkeit dann noch weiter verringert wird, so folgt daraus, daß der Meßbereich der Einstellungsmöglichkeiten durch Veränderung des elektrischen Stromes in der Anordnung der Abb. 2 nicht so weitgehend sein kann als in der Anordnung der Abb. 1. Ist dagegen der Anschluß an eine Stromquelle gegeben, die während der Dauer der Inbetriebnahme der Anlage keinen Spannungsschwankungen unterworfen ist, so kann wiederum die Anordnung der Abb. 2 vorteilhafter sein, weil dort die Höchstempfindlichkeitsgrenze genauer einzustellen möglich ist. Der Grund, daß dabei die inneren Schwankungen der Vibrationsfeder, bevor sie die Kontaktstelle b selbst erreichen, wirksam, in der Anordnung der Abb. 1 aber nicht wirksam sein können, ' ist bereits erwähnt. Hierzu kommt, daß — wenn in letzter Anordnung die Einstellung der Höchstempfindlichkeitsgrenze durch den elektrischen Strom stattfinden soll, wenn also bei der Kurbelstellung r auf Punkt 30 die Vibrationsfeder α noch auf c liegen soll — der zum Anziehen der Feder von c nach b benötigte Strom größer sein muß als derjenige, der in der angezogenen Kontaktstellung a-b das Gleichgewicht zwischen Magnet- und Federkraft hält, d. h. mit anderen Worten: Hat die Höchstempfindlichkeitseinstellung durch Kurbel r zu erfolgen, so ist sie in Abb. 1 wesentlich ungenauer als in der Anordnung der Abb. 2. Letzterem Übelstande kann man teilweise dadurch abhelfen, daß die Einstellung der Höchstempfindlichkeitsgrenze ohne Strom am Kontaktgehäuse selbst geschieht, z. B. so, daß in der Kurbelstellung r auf Punkt 30 durch Schrägstellung des Kontaktgehäuses oder durch Verstellung der Stellschraube d o. dgl. die Vibrationsfeder α gegen die Kontaktstelle b sehr lose angelegt und nunmehr erst durch Strombeschickung der gewünschte, an der Potentiometerskala ablesbare Empfindlichkeitsgrad hergestellt wird. Zum Schlüsse sei noch kurz erwähnt, daß — wenn sich die Stromquelle, durch welche der Elektromagnet gespeist wird, außerhalb des Gehäuses des Erschütterungskontaktes befindet — eine Beschädigung der Zuleitung von Stromquelle zum Elektromagneten (durch Verrosten, Zerreißen oder Kurzschluß usw.) in der Anordnung der Abb. 2 eine starke Unempfindlichkeit, in der Anordnung der Abb. 1 dagegen die Höchstempfindlichkeit des Erschütterungskontaktes herbeiführt, vorausgesetzt, daß die ursprüngliche Einsetzung der Höchstempfindlichkeitsgrenze in der Kurbelstellung 30, also ohne Strom erfolgte.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch: 1°°
    Vorrichtung zur Einstellung des Empfindlichkeitsgrades an Erschütterungskontakten nach Patent 409095, dadurch gekennzeichnet, daß der Erschütterungskontakt bei Einstellung einer gewissen Höchstempfindlichkeit unter dem Einfluß eines Elektromagneten steht oder nach Einstellung des Höchstempfindlichkeitszustandes in den Einfluß dieses Elektromagneten gebracht wird und sodann der gewünschte Empfindlichkeitsgrad durch Vermehrung des elektrischen Stromes im Elektromagneten eingestellt wird.
    Hierzu χ Blatt Zeichnungen.
DEB121936D 1925-09-25 1925-09-25 Vorrichtung zur Einstellung des Empfindlichkeitsgrades an Erschuetterungskontakten Expired DE433397C (de)

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