DE433203C - Verfahren zur Herstellung von Scharnieren - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Scharnieren

Info

Publication number
DE433203C
DE433203C DES69456D DES0069456D DE433203C DE 433203 C DE433203 C DE 433203C DE S69456 D DES69456 D DE S69456D DE S0069456 D DES0069456 D DE S0069456D DE 433203 C DE433203 C DE 433203C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
chain
hinge
hinges
individual
eyes
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DES69456D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Priority to DES69456D priority Critical patent/DE433203C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE433203C publication Critical patent/DE433203C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21DWORKING OR PROCESSING OF SHEET METAL OR METAL TUBES, RODS OR PROFILES WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21D53/00Making other particular articles
    • B21D53/38Making other particular articles locksmith's goods, e.g. handles
    • B21D53/40Making other particular articles locksmith's goods, e.g. handles hinges, e.g. door hinge plates

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Dovetailed Work, And Nailing Machines And Stapling Machines For Wood (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Scharnieren. Scharniere sind bisher fabrikmäßig in der gleise hergestellt worden, daß in einem ersten Arbeitsgang die beiden in ihrer äußeren Form in der Regel voneinander abweichenden Scharnierhälften durch Schneiden bzw. Stanzen erzeugt wurden. Mit dem Ausstanzen hat man auch bereits die Schraubenlöcher mit erzeugt. In einem zweiten Arbeitsgang wurden dann die beiden Scharnierhälften durch Rollen der Lappen zu Augen weiterbearbeitet. Hierbei handelt es sich in Wirklichkeit aber schon um zwei Arbeitsvorgänge, da ja zwei noch getrennte Werkstücke zu bearbeiten sind.
  • Auf diese drei Vorgänge folgen dann als vierter und fünfter zwei wiederum übereinstimmende Bearbeitungen der beiden Scharnierhälften durch Fräsen der Stirnflächen an den Augen, damit diese beim Zusammensetzen des Scharniers genaues Maß erhalten und ineinanderpassen. Dann folgen als sechster Arbeitsgang das Einziehen des Stiftes oder Zapfens, als siebenter das Verwalzen des Stiftes, d. h. die Bildung von nietkopfartigen Stauchungen an seinen Enden, und als achter Arbeitsgang das Versenken der Löcher für die Schraubenköpfe. Bei der Herstellung von sogenannten Flachgelenkketten, an deren einzelnen Gliedern die Stäbe von Rollvorhängen (Jalousien) befestigt werden, ist man in der Weise vorgegangen, daß die einzelnen Kettenglieder ausgestanzt, an zwei entgegengesetzten Enden zu Scharnieraugen eingerollt und dann fertig bearbeitet wurden, indem chrauben- oder Nietlöcher in ihnen ange-S S bracht wurden. Nach der Fertigstellung der Einzelglieder würden sie dann durch das Einstecken der verbindenden Gelenkzapfen zu der gewünschten Kette vereinigt.
  • Gemäß der Erfindung wird zur Herstellung von Scharnieren zunächst das Ausstanzen von Formstücken vorgenommen, welche äußerlich den einzelnen Gliedern der vorerwähnten Kette ähnlich sind, indem sie gleichfalls an zwei gegenüberliegenden Enden mit angerollten Scharnieraugen versehen werden. Diese Plattenglieder haben aber keine Kette zu bilden, sondern sie werden später durch Zerschneiden in zwei Teile, nämlich in die beiden Hälften eines Scharniers, zerlegt. Die Plattenglieder werden aber sogleich, nachdem sie ausgestanzt und eingerollt sind, vorübergehend zu einer Kette vereinigt, und es werden dann weitere Arbeiten, die zur Bildung von Scharnieren erforderlich sind, soweit wie möglich vorgenommen, während die Glieder noch kettenartig zusammenhängen. Dadurch wird nicht nur die Vornahme dieser Bearbeitungen erleichtert, sondern es wird von Anfang an eine Erleichterung und Vereinfachung der Herstellung dadurch erzielt, daß für jedzs Scharnier nicht, wie früher, je zwei unter sich verschiedenartige Teile (die beiden Scharnierhälften) ausgestanzt werden, sondern daß jedes einzelne Stanzstück stets je zwei, und zwar verschiedenartige Scharnierhälften umfaßt.
  • Zugleich mit dem Ausstanzen erfolgt natürlich die Miterzeugung der Schraubenlöcher. Das darauffolgende Rollen der Lappen zu Augen an beiden gegenüberliegenden Kanten des Werkstückes erfolgt in einem Arbeitsgang, so daß die Augen für je zwei Scharnierhälften zugleich entstehen, während bei der alten Scharnierherstellungsart an jeder für sich ausgestanzten Scharnierhälfte das Auge in einem besonderen Arbeitsgang erzeugt wurde; ebenso erfolgt dann das Fräsen der Augenstirnflächen für die beiden späteren Scharnierhälften in nur einem Arbeitsgang. Statt der bisher nach dem alten Verfahren fünf Einzelbearbeitungen sind jetzt also nur drei Einzelbearbeitungen vorzunehmen.
  • Die Werkstücke werden nunmehr durch Einziehen der Scharnierzapfen fortlaufend zu einer Kette vereinigt, was in an sich bekannter Weise durch Maschinenarbeit so erfolgt, wie die Zapfen nach dem alten Verfahren durch eine Maschine eingeführt wurden. Es folgen nunmehr das sogenannte Verwalzen der Stifte, das Versenken der Löcher für die Schraubenköpfe und als neuer Arbeitsvorgang das Zerteilen der Glieder der gebildeten Kette, wodurch dann die Einzelscharniere entstehen.
  • Das neue Verfahren vermeidet also weitgehend die Behandlung von Einzelw erkstükken und ermöglicht dadurch eine weitgehende Ersparung an Lohnkosten. Es braucht nur die Hälfte der Werkstücke nach dem alten Verfahren einzeln hergestellt und zunächst durch Rallen und Fräsen der Augen bearbeitet zu werden. Nach dem Einziehen der-Stifte ist dann überhaupt nur noch ein kettenartig zusammenhängendes Gesamtwerkstück zu bearbeiten, wodurch seine Führung an die verschiedenen Bearbeitungsstellen, die selbständig von einer Maschine hintereinander vorgenommen werden kann, erheblich erleichtert wird. Die zur Benutzung kommende Maschine kann nach an sich bekannten Regeln die Arbeitsstellen hintereinander aufweisen, so claß jedes einzelne Glied der Kette nacheinander den Arbeitsstellen für das Verwalzen der Stifte, für das Versenken der Schraubenlöcher und für die zum Schluß vorzunehmende Zerteilung der Einzelstücke zugeführt wird und daß bei der absatzweisen Weiterbewegung der Kette die fertigen Scharniere nacheinander aus der Maschine herausfallen. Das Verfahren läßt sich natürlich aber auch so durchführen, daß die zu einer Kette vereinigten Einzelteile nacheinander verschiedenen Einzelmaschinen zugeführt werden, von denen die eine die Köpfe an den Stiften formt, die zweite die Schraubenlöcher versenkt und die dritte die Zerlegung in Einzelscharniere vornimmt.
  • Das Herstellungsverfahren läßt sich noch weiter dadurch vereinfachen, daß in einer Maschine das Rollen der Augen zugleich mit dem Stanzen erfolgt. Der hauptsächliche Vorteil des neuen Verfahrens liegt darin, daß die beiden zu einem Scharnier oder einem ähnlichen Gegenstand erforderlichen Hälften möglichst lange zusammenbelassen werden können, so daß eine Kette gebildet werden kann, an deren einzelnen Gliedern dann die übrigen Bearbeitungen in bequemer und billiger Weise vorgenommen werden.

Claims (1)

  1. PATF_NTT-ANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Scharnieren, dadurch gekennzeichnet, daß zunächst in an sich bekannter Weise Einzelwerkstücke gestanzt, mit Augen versehen und zu einer Kette vereinigt werden, worauf die je zwei Scharnierhälften umfassenden Kettenglieder fertig bearbeitet werden und schließlich die Kette durch Zerlegen ihrer Glieder in je zwei Teile wieder aufgelöst wird.
DES69456D 1925-04-01 1925-04-01 Verfahren zur Herstellung von Scharnieren Expired DE433203C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DES69456D DE433203C (de) 1925-04-01 1925-04-01 Verfahren zur Herstellung von Scharnieren

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DES69456D DE433203C (de) 1925-04-01 1925-04-01 Verfahren zur Herstellung von Scharnieren

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE433203C true DE433203C (de) 1926-08-24

Family

ID=7500994

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DES69456D Expired DE433203C (de) 1925-04-01 1925-04-01 Verfahren zur Herstellung von Scharnieren

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE433203C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1056567B (de) Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen der Zaehne von Zahnraedern durch Walzen
DE433203C (de) Verfahren zur Herstellung von Scharnieren
DE1477052B1 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Anbringen von Haltenocken an vorzugsweise kalibrierten Gleitlagerschalen
DE2800567A1 (de) Vorrichtung zum fraesen eines zapfens
DE915057C (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Rohlingen fuer Kopfschrauben od. dgl.
DE614089C (de) Verfahren zur Herstellung von Hohlbolzen, insbesondere hohlen Lokomotivstehbolzen
DE1952152A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Naehmaschinennadeln
AT137631B (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von nach einem Ende zu stufenförmig verjüngten Pedalachsen.
DE522751C (de) Verfahren zur Herstellung des einteiligen Schlittschuhes
DE176113C (de)
DE741848C (de) Verfahren zum Herstellen von aus einem Stueck bestehenden Hosentraegerpatten aus Leder o. dgl.
DE701349C (de) Verfahren und Werkzeug zum Fertigformen des Gewerbeteils mit den Anschlagflaechen sowie zum Richten der anschliessenden Schenkelteile von handgeschmiedeten Haarbrennscherenschenkeln
DE418002C (de) Vorrichtung zur Herstellung von Hohlkoerpern aus vorgelochten oder vollen Arbeitsstuecken mittels zweier Walzenpaare
DE2253936A1 (de) Verfahren und werkzeug zum ausbilden einer scheiteldichtungsnut in einem mehrfluegeligen rotor eines rotationskolbenmotors
DE2037832A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Scharnieren
DE19726923C1 (de) Verfahren zum fugenschlüssigen Verbinden von Holzteilen
DE142886C (de)
DE692467C (de) Verfahren zur unmittelbaren Nutzbarmachung der beim Schneiden von Platinen aus Werkstoffstreifen anfallenden Endstuecke durch Walzen
DE939417C (de) Verfahren zur Herstellung von Messern
DE456845C (de) Verfahren und Matrize zur Herstellung von Jacquardpapierkarten mit uebernormal grossen Kartenloechern
DE680880C (de) Verfahren zum Ausrichten der Fuehrungsteilen von Typenhebeln, Typenstangen o. dgl.
DE528489C (de) Vorrichtung zur Herstellung von Fitschen u. dgl.
DE632128C (de) Vorrichtung zum Walzen der Walzbacken fuer rechts- oder linksgaengige Schraubenbolzen
DE476110C (de) Herstellung von Federstiften
DE397392C (de) Maschine zur Herstellung von Stauchgegenstaenden, wie z.B. Schienennaegeln