DE4324922A1 - Referenzelektrode zur elektrochemischen Bestimmung des Sauerstoffpartialdrucks in Ionenschmelzen - Google Patents
Referenzelektrode zur elektrochemischen Bestimmung des Sauerstoffpartialdrucks in IonenschmelzenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Referenzelektrode zur elektrochemischen Be
stimmung des Sauerstoffpartialdrucks in Ionenschmelzen, insbesondere in
oxidischen Glasschmelzen.
Es ist bekannt, die Qualität von Glasschmelzen durch elektrochemische Be
stimmung des Sauerstoffpartialdrucks zu überwachen. So gibt der Sauer
stoffpartialdruck Aufschluß über den Redoxzustand in der Glasschmelze.
Dieser wiederum nimmt Einfluß auf alle Eigenschaften der Glasschmelze, die
über Redoxsysteme eingestellt werden können, beispielsweise auf den Läu
terzustand oder die Färbung der Schmelze, um nur einige Beispiele zu nen
nen. Einzelheiten hierzu sind u. a. in Baucke, F.G.K, "High-Temperature
Sensors for Oxidic Glass-Forming Melts" in Sensors - A Comprehensive Sur
vey; Vol. 3; Chemical and Biochemical Sensors Part II; 1992, pp 1156-80
beschrieben.
Zur Messung des Sauerstoffpartialdrucks pO₂ in Glasschmelzen wurden bisher
sog. ZrO₂-Referenzelektroden aus Yttrium-stabilisiertem Zirkondioxid ein
gesetzt. Diese bekannten Elektroden, die dem Oberbegriff des Patentan
spruchs 1 zugrundeliegen, sind in der Literatur vielfach beschrieben wor
den, so z. B. auch in der oben genannten Veröffentlichung von Baucke.
Zur Messung des Sauerstoffpartialdrucks sind sie Bestandteile der isother
men elektrochemischen Meßkette
Pt, O₂(1)/ZrO₂+ xY₂O₃/Schmelze, O₂(2)/Pt
aus deren EMK (Elektromotorische Kraft) E sich der Sauerstoffpartialdruck
der Schmelze pO₂(2) nach der Formel
pO₂(2)=pO₂(1)·e-E 4 F/(R T) (1)
(F = Faradaykonstante, R = Gaskonstante, T = Temperatur) berechnen läßt.
Es ist wesentlich für die Funktion der ZrO₂-Referenzelektrode, daß an der
Dreiphasengrenze Pt(1), O₂(1)ZrO₂ + xY₂O₃ ein definierter Sauerstoffpar
tialdruck pO₂(1) herrscht. Dies ist am bequemsten durch definierte Gas
ströme (meist Luft oder reiner Sauerstoff) oder durch geeignete Metall/
Metalloxid-Puffer gewährleistet.
Üblicherweise führt man die ZrO₂-Referenzelektrode als Halbrohr aus Zir
kondioxid aus oder als zylindrischen massiven Zapfen, der mittels einer
Bohrung an einem zylindrischen Aluminiumoxidrohr gehalten wird. Die sauer
stoff- bzw. luftumspülte oder von dem oben genannten Metall/Metalloxid-
Puffer umgebene Platinelektrode befindet sich im Inneren des Zirkondioxid-
Rohres bzw. endet oberhalb des zylindrischen massiven Zapfens im Alumini
umoxidrohr, wobei der Kontakt zwischen Platin-Elektrode und Zirkondioxid-
Rohr bzw. Zapfen üblicherweise durch Einbetten der Platin-Elektrode in ein
Zirkondioxidpulver verbessert wird.
Eine ideale Messung verläuft so, daß beim "unendlich langsamen" Durchgang
von 4F Elektronen durch das Meßinstrument an den Elektroden genau 1 mol O₂
umgesetzt wird und dabei reversibel vom höheren zum niedrigeren Druck ex
pandiert.
Die Keramik Zirkondioxid besitzt in der Meßsonde zugleich eine trennende
wie auch leitende Funktion. Einerseits verhindert sie den direkten Aus
tausch von neutralem Sauerstoff und Elektronen (Kurzschluß der Zelle), an
dererseits erlaubt sie als fast reiner Sauerstoffionenleiter den oben be
schriebenen Transport von Ionen (Elektrolytschlüssel). Darüber hinaus ist
Zirkondioxid i. a. recht stabil gegenüber der Korrosion durch Glasschmel
zen.
Diese vorteilhaften Eigenschaften des Zirkonoxids sind seit langem bekannt
und führten zum weitverbreiteten Einsatz bei der thermodynamischen Unter
suchung fester Oxide. Die hohen Anforderungen an Temperaturwechselbestän
digkeit und Korrosionsfestigkeit in oxidischen Glasschmelzen verhinderten
lange einen routinemäßigen Einsatz im Glaslabor, ganz zu Schweigen von
Wanneneinsätzen. Erst mit der kommerziellen Verbreitung der Yttrium-stabi-
lisierten Halbrohre und Stäbe waren problemlose Labormessungen möglich.
Als nicht so einfach erwies sich der Einsatz an Glasschmelzwannen, wo die
Einsatzbedingungen spezielle Vorsichtsmaßnahmen und Konstruktionen erzwin
gen. Inzwischen liegen auch hierfür standardisierte Lösungen vor (Müller-
Simon et. al., Glastech. Ber. 64 (1991), 49-51).
Alle Bauformen ändern allerdings nichts an der grundsätzlichen Schwäche
der Zirkondioxidsonde: ihrer hohen Empfindlichkeit gegenüber mechanischer
und besonders thermischer Belastung. Deshalb ist die Wahl der Einbauorte
stark begrenzt, die Messung im Schmelzbecken oder im Läuterbereich ist
praktisch ausgeschlossen; positive Erfahrungen liegen nur für Speiserrin
nen vor.
Insbesondere während des Einbaus in die heiße Schmelzwanne bzw. beim Wie
derantempern oder Abtempern von zwischenzeitlich abgekühlten Wannen kann
es zum Bruch der Keramik kommen. Eine gebrochene oder gerissene Keramik
macht die Sonde funktionsuntüchtig. Bruchstücke der Keramik können durch
Steinbildung, mechanische Blockade im Rührtiegel, Speiseraggregaten etc.
zu nachhaltigen Produktionsausfällen führen.
Darüber hinaus ist in einigen wenigen Glasschmelzen die Korrosion des Zir
kondioxids so stark, daß eine reproduzierbare Messung des pO₂ nicht mög
lich ist.
Aufgabe der Erfindung ist, eine Referenzelektrode zur elektrochemischen
Bestimmung des Sauerstoffpartialdrucks in Ionenschmelzen, insbesondere in
oxidischen Glasschmelzen, bei hohen Temperaturen, bereitzustellen, die bei
mechanischer und thermischer Belastung stabil ist und deren Einsatzort in
der Glasschmelzwanne frei wählbar ist.
Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß als Referenzelektrode eine Metall/
Metalloxidelektrode eingesetzt wird. Metall/Metalloxidelektroden sind in
der Elektrochemie wäßriger Lösungen als sog. Elektroden zweiter Art an
sich bekannt. Sie bestehen aus einem Elektrodenkörper aus Metall, z. B.
einem Metallstab, der von wenigstens einer Schicht aus einem schwerlösli
chen Oxid dieses Metalls überzogen ist. Es hat sich gezeigt, daß solche
Elektroden auch zur Messung in Ionenschmelzen, insbesondere in Glasschmel
zen, geeignet sind.
Wie im Falle der Zirkondioxid-Referenzelektrode erfolgt auch bei der Me
tall/Metalloxidelektrode die Bestimmung des Sauerstoffpartialdrucks in der
Schmelze durch Messung der EMK E einer elektrochemischen Kette. Diese läßt
sich wie folgt darstellen:
Pt(1)/Me/O₂(1) im Me-Oxid/Schmelze, O₂(2)/Pt(2)
Der Sauerstoffpartialdruck errechnet sich ebenfalls nach Gleichung (1),
wobei an die Stelle des Sauerstoffpartialdrucks an der Pt-Elektrode im
Zirkondioxidrohr pO₂ (1) der Sauerstoffpartialdruck pO₂ (1) an der Phasen
grenze Metall/Metalloxid tritt. Bringt man nämlich ein Metall Me ins
Gleichgewicht mit seinem Oxid MexOy so stellt sich an der Phasengrenze
Me/MexOy ein definiertes Sauerstoffpotential ein, das nur noch von der
Temperatur abhängt. Die thermodynamische Begründung dieses Phänomens fußt
darauf, daß an der Phasengrenze Me/MexOy mit dem Gleichgewicht der Bil
dungsreaktion
xMe + yO = MexOy (2)
und dem zugehörigen Massenwirkungs-Gesetz
K(T) = a(MexOy)/(a(Me)x·a(O)y) (3)
kein chemischer Freiheitsgrad mehr verbleibt: da die Aktivitäten der rei
nen kondensierten Phasen, d. h. des Metalls a(Me) und des reinen Metall
oxids a(MexOy), definitionsgemäß gleich 1 sind, ist die Sauerstoffaktivi
tät an der Phasengrenze nur noch vom Temperaturgang der Massenwirkungskon
stanten K (T) bestimmt. Aus den Lehrsätzen der Thermodynamik folgt dann
der Zusammenhang (s. Lehrbücher der Physikalischen Chemie):
δlog pO₂(Me/MexOy)/δ(1/T) = -(2/y)· ΛH°/(2.303·R) (4)
(R = Gaskonstante). Demnach ändert sich die Sauerstoffaktivität an der
Phasengrenze Me/MexOy mit der Temperatur umso stärker, je größer die Reak
tionsenthalpie ΛH° ist. Die Reaktionsenthalpie ΛH° ist selbst auch
(schwach) von der Temperatur abhängig, ansonsten aber natürlich charakte
ristisch für das zu betrachtende Metall/Metalloxid-Paar.
Der Einfachheit halber werden für den Sauerstoffpartialdruck an der Pha
sengrenze Me/MexOy als Funktion der Temperatur Eichkurven erstellt, die
dann für die Auswertung der EMK-Messungen mit der Metall/Metalloxid-Elek
trode eingesetzt werden können. Diese Eichkurven lassen sich entweder nach
Gleichung 4 aus den bekannten thermodynamischen Daten für das betreffende
Metall/Metalloxid-Paar berechnen oder aber experimentell durch Messung der
EMK der Metall/Metalloxid-Elektrode beispielsweise gegen eine Zirkondi
oxid-Elektrode und Auswertung der Meßergebnisse nach Gleichung 1 bestim
men.
Die experimentelle Bestimmung der Eichkurven hat den Vorteil, daß für jede
Schmelze charakteristische Eichkurven erstellt werden können. Durch Wech
selwirkungen zwischen einzelnen speziellen Komponenten einer Schmelze und
dem Elektrodenmaterial kann es zu einer Beeinflussung der Ergebnisse der
Eichmessung kommen. Die Verwendung einer universellen Eichkurve für die
unterschiedlichsten Schmelzen würde somit in vielen Fällen zu einer Ver
fälschung der gemessenen Sauerstoffpartialdrücke führen.
Dagegen lassen sich diese Störeinflüsse in einfacher Weise dadurch elimi
nieren, daß für jede Schmelze nur die ihr zugeordnete charakteristische
Eichkurve verwendet wird.
Diese Probleme lassen sich bei der Berechnung einer theoretischen Eichkur
ve nach Gleichung 4 nicht beheben. Die Auswertung der EMK-Messungen einer
Metall/Metalloxid-Elektrode mittels einer solchen theoretischen Eichkurve
sollte daher nur dann vorgenommen werden, wenn lediglich Relativwerte von
Interesse sind. Eine zuverlässige Ermittlung absoluter Sauerstoffpartial
drücke kann bei dieser Vorgehensweise nicht garantiert werden.
Zur Messung des Sauerstoffpartialdrucks in Glasschmelzen muß die erfin
dungsgemäße Elektrode aus einem Metall bestehen, das bei den in den
Schmelzen herrschenden hohen Temperaturen ausreichend temperaturbeständig
ist, d. h. das einen möglichst hohen Schmelzpunkt besitzt. Andererseits
darf das Metall nicht "zu edel" sein, damit sich eine Oxidschicht ausbil
den kann (thermodynamisches Kriterium der Oxidbildung), es darf aber auch
nicht zu schnell zum Oxid durch reagieren (kinetisches Kriterium der Oxid
bildung), um eine möglichst lange Lebensdauer der Meßsonde zu gewährlei
sten. Daneben sind Faktoren wie Kosten, Verarbeitbarkeit, Toxizität etc.
zu beachten.
Das Oxid muß ebenfalls einen hohen Schmelzpunkt besitzen und darf in der
Glasschmelze allenfalls schwerlöslich sein. Die Dicke der Oxidschicht
sollte vorzugsweise wenigstens 10 nm betragen, es können aber auch schon
einige wenige Atomlagen ausreichen.
Der Ort, an dem der Referenzpartialdruck pO₂(1) fixiert wird (hier die
Phasengrenze Me/MexOy) muß von der Schmelze mit dem zu messenden Partial
druck pO₂ (2) abgetrennt sein. An die elektrolytische Verbindung bestehen
Anforderungen hinsichtlich der Leitfähigkeit für Ionen und Elektronen, die
schon oben diskutiert wurden. ZrO₂ erfüllt diese als praktisch reiner Sau
erstoffionenleiter. Bei der alternativen Referenzsonde übernimmt das Oxid
MexOy zugleich mit der potentialdefinierenden auch die elektrolytische
Funktion. Die Anforderungen sind erfüllt, wenn das Oxid MexOy entweder zu
den reinen Sauerstoffionenleitern oder den reinen Kationenleitern (für Me)
zählt. Liegt eine Mischleitung vor, so können sich störende Diffusionspo
tentiale aufbauen, die zu absolut geringeren EMK-Werten führen. Dem kann
man dadurch begegnen, daß sich nach hinreichend langen Zeiten (z. B. eini
gen Stunden) stationäre, d. h. stabile und reproduzierbare Zustände bzgl.
des Diffusionspotentials einstellen. Die ebenso reproduzierbare Abwei
chung der EMK von den theoretischen Werten werden in der Eichung berück
sichtigt.
Darüber hinaus müssen auch Störeinflüsse berücksichtigt werden, die da
durch entstehen, daß es zwischen der Oxidschicht MexOy und der Glasschmel
ze zu chemischen Reaktionen kommt. Als Reaktionsprodukte kommen die Misch
oxidbildung, die Bildung weiterer fester oxidischer Phasen und auch die
Legierung des Metalls Me mit metallischen Komponenten der Oxidschmelze in
Betracht. Diese Störeinflüsse können wie oben im Zusammenhang mit der
Mischleitung beschrieben beseitigt werden.
Die großen Vorteile einer erfindungsgemäßen Metall/Metalloxid-Elektrode
gegenüber der herkömmlichen ZrO₂-Sonde sind ihre Robustheit und Flexibili
tät, da der Meßaufbau keine keramischen Bauteile benötigt. Im einzelnen
sind zu nennen der einfachere Aufbau, die höhere mechanische und thermi
sche Belastbarkeit, der leichtere und ungefährlichere Einbau in die Wanne
sowie die Tatsache, daß eine erfindungsgemäße Elektrode sowohl als Top
elektrode als auch als Seiten- oder Bodenelektrode ausgeführt werden kann.
Sie kann sowohl in der Schmelz- als auch in der Läuterwanne eingesetzt
werden. Damit ist z. B. der Sauerstoffpartialdruck in der Schmelze längs
der Wannenachse meßbar.
Beim Wanneneinbau einer erfindungsgemäßen Me/MexOy-Elektrode ist zu beach
ten, daß der Einsatzort der als Gegenelektrode üblicherweise eingesetzten
Pt-Meßelektrode von dem zu bewältigenden Problem bestimmt wird. Vorausge
setzt werden muß nur eine homogen aufgeschmolzene Schmelze zwischen dem
Einsatzort der Bezugs- und Meßelektrode. Einflüsse auf die EMK-Bildung
zwischen den beiden Elektroden durch Temperaturunterschiede können mit
Hilfe des Standard-Seebeck-Koeffizienten der Glasschmelze, der zuvor im
Labor experimentell ermittelt werden kann, korrigiert werden. Desgleichen
können auch in an sich bekannter Weise Thermo- und Diffusionspotentiale
korrigiert werden (s. hierzu z. B. K.S. Goto, W. Pluschkell, "Oxygen Con
centration Cells" in: Physics of Electrolytes, Vol. II (Ed. Hladik), Lon
don 1972). Zur Auswertung der pO₂-Messung mit der Me/MexOy/Pt-Meßkette
müssen die drei Größen Temperatur der Me/MexOy-Elektrode, Temperatur der
Pt-Elektrode und die EMK zwischen diesen beiden Elektroden kontinuierlich
aufgenommen und verarbeitet werden.
Dabei ist vorgesehen, die sehr kleinen Thermospannungen nahe bei den Elek
troden mit Spannungs/Strom-Wandlern in Stromsignale umzuwandeln und die
gemessene EMK ebenfalls in der Nähe der Elektroden mit einem Impedanzwand
ler und anschließend mit einem Spannungs/Strom-Wandler in ein Stromsignal
umzuwandeln. Die so erzeugten Stromsignale 0-20 mA können dann störunan
fällig über weite Strecken zum Hüttenrechner oder einem zusätzlich aufge
stellten PC übertragen werden, wo sie dann verarbeitet und gespeichert
werden können.
Als geeignet haben sich für die Referenzelektrode insbesondere die folgen
den Metalle erwiesen: Hf, Nb, Ta, Mo und W. Sie besitzen einen hohen
Schmelzpunkt und bilden alle feste Oxide mit allerdings stark unterschied
lichen Schmelzpunkten:
| Schmelzpunkt der Metalle und Oxide in °C (aus The Oxide Handbook, Ed. G.V. Samsonov, New York 1982): | |
| Hf | |
| 2150 | |
| HfO₂ | 2777 |
| Nb | 2468 |
| NbO | < 1900 |
| NbO₂ | < 1900 |
| Nb₂O₅ | 1511 |
| Ta | 2996 |
| Ta₂O₅ | 1877 |
| Mo | 2610 |
| MoO₂ | 1927 |
| MoO₃ | 795 |
| W | 3410 |
| WO₂ | 1570 |
| WO₃ | 1270 |
Für die genannten Metalle und ihre Oxide liegen auch termodynamische Daten
vor, die es erlauben, nach Gleichung 4 die theoretischen Sauerstoffpar
tialdrücke an der Phasengrenze Me/MexOy zu berechnen:
Auch die Legierungen der oben genannten Metalle untereinander und ihre
(Misch-)Oxide können eingesetzt werden. Darüber hinaus sind auch Anwen
dungsfälle denkbar, bei welchen eine Dotierung der genannten Metalle mit
anderen Schwermetallen vorteilhaft sein kann.
Daneben sind prinzipiell auch noch die Metalle Ru, Re, Os geeignet, ihre
Verwendung ist jedoch wegen der hohen Material- und Verarbeitungskosten
und im Falle des Os wegen des hohen Dampfdrucks der toxischen Oxide weni
ger bevorzugt.
Der Einfachheit halber bildet sich die Oxidschicht auf dem Metallelektro
denkörper erst beim Eintauchen der Elektrode in die Schmelze. Hierdurch
erspart man sich einen Arbeitsgang. Man muß in diesem Fall lediglich vor
Beginn einer Messung abwarten, bis das System ins Gleichgewicht gekommen
ist, d. h. bis stabile Verhältnisse eingetreten sind.
Im Normalfall wird die Oxidschicht bei der in die Schmelze eingetauchten
Elektrode weiter in den metallischen Körper hinein wachsen. Andererseits
wird sie, selbst wenn es sich um ein nur schwerlösliches Oxid handelt, von
der Schmelze nach und nach von außen her abgetragen werden. Diese Vorgänge
begrenzen die Lebensdauer einer erfindungsgemäß eingesetzten Elektrode,
sie führen jedoch i. a. erst dann zu einer Störung der Messung, wenn der
Metallkern nahezu vollständig verschwunden ist. Eine Änderung der Dicken
der Metallschicht und der Metalloxidschicht relativ zueinander führt al
leine noch zu keiner Beeinträchtigung der Meßergebnisse. Sicherheitshalber
empfiehlt es sich jedoch, gegen Ende der Lebensdauer einer Metall/Metall
oxidelektrode deren Funktionstüchtigkeit durch wiederholte Eichmessungen
zu überprüfen.
Bevorzugt werden Referenzelektroden aus Mo eingesetzt. Die Wirkung der Mo-
Elektrode beruht darauf, daß sich in üblichen Glasschmelzen bei Temperatu
ren bis etwa 1900°C eine dünne, fest anhaftende MoO₂-Schicht bildet. Die
Schicht wirkt zugleich passivierend und verhindert die schnelle Korrosion
des relativ unedlen Molybdän in der Glasschmelze. Dies ist auch die ei
gentliche Grundlage dafür, daß Molybdänelektroden als Heizelektroden ein
gesetzt werden können. Wie nachfolgend im Ausführungsbeispiel näher erläu
tert wird, hat sich Mo als Elektrodenmaterial in den unterschiedlichsten
Glasschmelzen hervorragend bewährt.
Es können Mo-Stäbe in der üblichen für den Bau von Heizelektroden verwen
deten Qualität verwendet werden. Insbesondere kann die Referenzelektrode
entweder eine vom Heizkreis abgeklemmte d. h. stillgelegte Heizelektrode
sein oder eine zusätzlich montierte Elektrode, deren Temperatur entweder
vorteilhafterweise durch ein im Elektrodeninneren angebrachtes Thermoele
ment oder durch ein zusätzlich angebrachtes Thermoelement gemessen wird.
Die Temperaturen der in die Schmelze tauchenden Mo-Elektrodenteile sollten
möglichst homogen sein. Bei der verwendeten Mo-Elektrode muß ferner si
chergestellt sein, daß sie erdfrei in der Wanne montiert ist. Erdfrei
meint dabei auch die Isolation von allen elektrisch leitenden Teilen der
Wanne.
Die Elektrode ist vorzugsweise als Stab oder als halbseitig geschlossenes
Rohr ausgebildet, da sie in diesem Fall einfacher gehaltert und bei Bedarf
auch leicht ausgetauscht werden kann.
Nachfolgend wird die Erfindung anhand der Figuren und der Ausführungsbei
spiele näher erläutert:
Es zeigen:
Fig. 1 einen möglichen Meßaufbau zur Erstellung der Eichkurven für eine
erfindungsgemäße Metall/Metalloxid-Elektrode,
Fig. 2 einen möglichen Meßaufbau für die Verwendung einer erfindungsge
mäßen Elektrode als Bodenelektrode,
Fig. 3-7 die Meßergebnisse der an dem Meßaufbau von Fig. 1 durchgeführ
ten Messungen mit Elektroden aus Mo, Wo und Tantal in verschie
denen Glasschmelzen, im einzelnen:
Fig. 3 als Beispiel typische Meßkurven, die mit einer Metallelektrode
(Me) in einer Glasschmelze erhalten wurden,
Fig. 4 die Meßkurven, die mit einer Mo/MoO₂-Elektrode in einer Na-Ca-
Silicat-Glasschmelze erhalten wurden,
Fig. 5 die Meßkurven, die mit einer Mo/MoO₂-Elektrode in einer Schmelze
aus Borosilicatglas 3.3 erhalten wurden (Messung Mo gegen ZrO₂),
Fig. 6 die Meßkurven, die mit einer W/WO₂-Elektrode in der gleichen Bo
rosilicatglasschmelze wie in Fig. 5 ermittelt wurden (Messung W
gegen ZrO₂) und
Fig. 7 die Meßergebnisse, die mit einer Ta/Ta₂O₅-Elektrode in der glei
chen Borosilicatglasschmelze wie in den Fig. 5 und 6 erhalten
wurden (Messung Ta gegen ZrO₂).
Die Funktion der alternativen Referenzelektroden wurde in einer Reihe
technischer Glasschmelzen getestet. Hierbei wurden insbesondere durch Mes
sung der EMK der Metall/Metalloxid-Elektrode gegen eine Zirkondioxid-Elek
trode als Funktion der Temperatur Eichkurven erstellt. Diese Eichkurven
bzw. die daraus ermittelten thermodynamischen Daten für das betreffende
Metall/Metalloxidpaar wurden zur Bestätigung der Brauchbarkeit der alter
nativen Referenzelektroden theoretischen Daten bzw. berechneten Kurven ge
genübergestellt.
Der Versuchsaufbau ist in Fig. 1 skizziert. In die mittels einer Induk
tionsspule (1) in einem Platintiegel (2) beheizbare Glasschmelze (3) wur
den drei Elektroden (4, 6, 7) von oben eingeführt: eine herkömmliche ZrO₂-
Elektrode (4) mit Pt-Innenableitung (5) und Sauerstoffinnenspülung (1
bar), eine Reinplatin-Elektrode (6) sowie eine Metall-Elektrode (7) (in
den Ausführungsbeispielen: Mo, Ta oder W-Stäbe Durchmesser jeweils 4 mm,
Länge 400 mm), deren nicht in die Schmelze tauchender Teil vorteilhafter
weise durch eine mit einem Inertgas, z. B. Ar, beschickte Hülse (8), ins
besondere aus Pt, geschützt wurde.
Die verwendeten Metalle hatten die folgende Reinheit:
Mo: 99.95% 0.03% W Metallwerk Plansee, Reutte (I)
Ta: 99.90% 0.04% Nb Metallwerk Plansee, Reutte (I)
W: 99.96% 0.01% Mo Metallwerk Plansee, Reutte (I)
Ta: 99.90% 0.04% Nb Metallwerk Plansee, Reutte (I)
W: 99.96% 0.01% Mo Metallwerk Plansee, Reutte (I)
Zwischen den Elektroden (4, 6, 7) wurden Spannungen gemessen. Die Tempera
tur der Schmelze wurde mit Hilfe des Thermoelements (10) bestimmt. Aus der
EMK1 erhält man in gewohnter Weise (s. Gl. 1) den in der Glasschmelze
herrschenden Sauerstoffpartialdruck. Mit der EMK2 berechnet man den Sau
erstoffpartialdruck an der Metall-Elektrode (n. Gl. 1).
Der Versuchsablauf bestand darin, die mit den Elektroden (4, 6, 7) verse
hene Glasschmelze (3) definierten Temperaturprogrammen zu unterwerfen, in
der Regel Temperaturzyklen. Dabei wurden die Temperaturen mit zwischen 40
K/h und 400 K/h über einen Temperaturbereich von einigen hundert Grad va
riiert. Bei einigen Zyklen wurden die Schmelzen zusätzlich mechanisch ge
rührt (Rührer ist hier nicht eingezeichnet).
Der in Fig. 1 skizzierte Meßaufbau lieferte die Meßgrößen EMK (Pt/ZrO₂) =
EMK1 und EMK (Me/ZrO₂) = EMK2 für die Metalle Me = Mo, W oder Ta als
Funktion der Temperatur.
In Fig. 3 sind die typischen Meßergebnisse und deren Auswertung für eine
Schmelze abgebildet. Die ebenfalls dargestellte EMK (Me/Pt) = EMK3 er
rechnet man als Differenz EMK3 = EMK2 - EMK1. Der umgekehrte Weg wäre
in der Praxis beim Wanneneinsatz der Meßkette Me/Me-Oxid/Schmelze, pO₂/Pt
einzuschlagen. Als Grundlage für die Umrechnung EMK3 - EMK1 - pO₂
(Schmelze) dienen dann die individuellen, für die jeweilige Schmelze cha
rakteristischen "Eichkurven" EMK2 = f(T) des Metalls Me. Es liegt auf der
Hand, daß sowohl EMK2 = f(T) als auch pO₂ (Me/MexOy) = f(T) als Eichkur
ven verwendet werden können. Hierzu bedarf es lediglich unterschiedlicher
mathematischer Formulierungen des Problems.
Genauso, wie man aus der EMK1 einen momentanen und lokalen Sauerstoffpar
tialdruck der Schmelze errechnen kann (s. Gl. 1 und den Plot unten links
in Fig. 3 als Beispiel für die Auswertung einer pO₂-Bestimmung in der
Glasschmelze mit der herkömmlichen "ZrO₂-Sonde"), so erhält man formal mit
Gl. 1 einen Zahlenwert für den Sauerstoffpartialdruck an der Phasengrenze
Me/Me-Oxid.
Zwei funktionale Darstellungen sind in Fig. 3 einander gegenübergestellt:
log pO₂ = f(T) im Plot mitte links und log pO₂ = f(1/T) im Plot links
oben. Aus ihnen kann man die termodynamischen Daten der Oxidationsreaktion
an der Phasengrenze Me/MexOy ablesen. Mit Gl. 4 berechnet man die Reakti
onsenthalpie zu
ΛH° = (δ log pO₂(Me/MexOy)/δ(1/T))·(2.303·R·y/2) (5).
Die Auswertung der Reaktionsentropie erfolgt dagegen am bequemsten nach der
Formel:
ΛS° = (δEMK(Me/ZrO₂)/δT)·(4·F) (6).
Die Kurven sollten ebenso wie die thermodynamischen Größen charakteris
tisch für das Metall, ansonsten aber unabhängig von der Wahl der Glas
schmelze sein. Die tatsächlichen Abweichungen erkennt man beim Vergleich
der Meßkurve mit einer theoretischen Kurve, die allein auf den thermodyna
mischen Daten der entsprechenden Oxidationsreaktion zwischen den reinen
Komponenten beruht. Die theoretischen Kurven sind bei den folgenden Abbil
dungen gestrichelt in das jeweils erste Diagramm mit eingezeichnet.
Solange die Abweichungen von den theoretischen Kurven für jede Glasart re
produzierbar bleiben, steht, wie bereits oben erwähnt, der Aufstellung ei
ner empirischen Eichkurve nichts im Wege.
Die Fig. 4 und 5 fassen die Ergebnisse, die beim Test des Molybdäns in
den Schmelzen verschiedener technischer Gläser gewonnen wurden, zusammen.
Die Darstellungen sind jeweils repräsentativ für eine Reihe von Experimen
ten, bei denen Temperaturzyklen mit unterschiedlichen Aufheiz- bzw. Ab
kühlgeschwindigkeiten, zum Teil unter gleichzeitigem Einsatz eines Rührers
durchgeführt wurden. Es wurden jeweils reine Metallstäbe verwendet, deren
Oxidschicht sich erst beim Eintauchen in die Glasschmelze bildete.
Bei allen Experimenten findet man eine gute bis sehr gute Übereinstimmung
der experimentellen und theoretischen Werte. Dabei ist auch zu beachten,
daß die der Auswertung zugrundeliegenden Temperaturen auf höchstens 10°C
genau bestimmt waren. Die individuell verschiedenen Abweichungen können
außerdem durch die Ausbildung unterschiedlich "dotierter" MoO₂-Schichten
und unterschiedlicher Diffusionspotentiale in den Schichten und Schmelzen
begründet sein.
Alle Mo-Stäbe wiesen unabhängig von der Glasart bei Versuchsende eine sil
brig, teils gelblich schimmernde, feste Anlaufschicht auf. Die Dicke der
Anlaufschichten lag nach jeweils mindestens einwöchigem Einsatz im µm-Be
reich.
Für alle Glasschmelzen lassen sich gut reproduzierbare Eichkurven angeben.
Als Eichkurve wurde hier ohne Beschränkung der Allgemeinheit die Abhängig
keit EMK2 = f(T) gewählt. Die erstmaligen Einstellzeiten der Sonden lagen
bei einigen Stunden Glaskontakt. Höhere Temperaturen beschleunigten die
Ausbildung einer stabilen EMK. Danach waren die Sonden gebrauchsfertig. Im
einzelnen gilt:
Natronkalkglas (Zusammensetzung: SiO₂ 74 Gew.-%, CaO 10 Gew.-%, Na₂O 16 Gew.-%, Sb₂O₃ 0,2 Gew.-%): Auch nach mehrwöchigem Einsatz der Sonde traten keine Probleme auf. Das Glas enthielt Sb, was aber keine negativen Auswir kungen hatte.
Borosilicatglas 3.3 (ISO 3585 v. 07.91):
In der NaCl-geläuterten Borosilikatglasschmelze zeigte der Molybdänstab die geringsten Korrosionsspuren. Der pO₂ der Schmelze variierte wie zu er warten nur sehr wenig mit der Temperatur.
Natronkalkglas (Zusammensetzung: SiO₂ 74 Gew.-%, CaO 10 Gew.-%, Na₂O 16 Gew.-%, Sb₂O₃ 0,2 Gew.-%): Auch nach mehrwöchigem Einsatz der Sonde traten keine Probleme auf. Das Glas enthielt Sb, was aber keine negativen Auswir kungen hatte.
Borosilicatglas 3.3 (ISO 3585 v. 07.91):
In der NaCl-geläuterten Borosilikatglasschmelze zeigte der Molybdänstab die geringsten Korrosionsspuren. Der pO₂ der Schmelze variierte wie zu er warten nur sehr wenig mit der Temperatur.
Die experimentellen thermodynamischen Daten sowie die Koeffizienten a und
b der "Eichkurven" aus den Messungen sind in der nachfolgenden Tabelle den
theoretischen Werten der Festkörperreaktionen Mo + O₂ = MoO₂ (aus The
Oxide Handbook, s. o.) gegenübergestellt. Der Vergleich der Daten stützt
die Vermutung, daß sich in den hier untersuchten Glasschmelzen eine MoO₂-
Anlaufschicht bildet. Das Ergebnis deckt sich auch mit früheren in der Li
teratur belegten Beobachtungen.
Bezugselektroden aus W/WO₂ und Ta/Ta₂O₅ in einer Borosilicatglasschmelze
(Borosilicatglas 3.3): Als Alternativen zum Molybdän wurden auch die Me
talle Wolfram und Tantal auf ihre Eignung als Referenzelektrode getestet.
Erste orientierende Untersuchungen wurden auf die Reaktion in der oben ge
nannten Borosilicatglasschmelze beschränkt. Das Ergebnis der Messungen
fällt, wie die Fig. 6 und 7 zeigen (es sind bei diesen Ausführungsbei
spielen der Übersichtlichkeit halber lediglich die Eichkurven EMK2 = f(T)
dargestellt; die in den Fig. 3 und 4 dargestellten zusätzlichen Kurven
lassen sich hieraus mit Hilfe der EMK1-Messung, wie oben beschrieben,
leicht berechnen) auch für diese Metalle prinzipiell positiv aus. Dafür
sprechen die analog zur Mo-Bezugselektrode bestimmten theoretischen Kur
ven, die in den Figuren zum Vergleich gestrichelt eingezeichnet wurden,
sowie die Gegenüberstellung der aus den Messungen nach den Gleichungen 5
und 6 gewonnenen experimentellen thermodynamischen Daten mit den entspre
chenden theoretischen Werten:
In Fig. 2 ist eine Me/MexOy-Elektrode als Bodenelektrode in einer Glas
schmelzwanne ausgebildet. Die in der Figur dargestellte Anordnung besteht
aus einem Me/MexOy-Stab (7) und einer als einseitig geschlossenes Rohr
ausgebildeten Pt-Gegenelektrode (6), die beide von unten durch den Wannen
boden (11) hindurch in die Glasschmelzwanne hineinragen. Beide Elektroden
(6, 7) sind in Öffnungen (12, 13) in dem aus Feuerfestmaterial bestehenden
Wannenboden (11) fixiert und abgedichtet. Die Halterung (14) für die Me/
MexOy-Elektrode (7) ist mit einer Kühlflüssigkeit kühlbar. Damit können
die Referenzelektroden im laufenden Wannenbetrieb ausgetauscht werden. Im
Inneren der Platin-Elektrode (6) ist ein Thermoelement (10) angeordnet.
Die elektrischen Anschlüsse der Elektroden (6, 7) und des Thermoelements
befinden sich außerhalb der Glasschmelzwanne unterhalb des Wannenbodens
(11).
Claims (6)
1. Referenzelektrode zur elektrochemischen Bestimmung des Sauerstoffpar
tialdrucks in Ionenschmelzen, insbesondere in oxidischen Glas
schmelzen,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Referenzelektrode (7) eine Metall/Metalloxid-Elektrode ist, bei
welcher der metallische Elektrodenkörper von wenigstens einer Schicht
aus einem schwerlöslichen Oxid dieses Metalls überzogen ist.
2. Referenzelektrode nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß sich die Oxidschicht auf dem Elektrodenkörper erst beim Eintauchen
der Elektrode in die Schmelze bildet.
3. Referenzelektrode nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Elektrode (7) aus Mo/MoO₂, W/WO₂, Hf/HfO₂, Nb/NbO,
oder Ta/Ta₂O₅ besteht oder aus Legierungen der genannten Metalle
untereinander und ihren Mischoxiden.
4. Referenzelektrode nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Elektrode (7) als Stab oder als einseitig geschlossenes Rohr
ausgebildet ist.
5. Referenzelektrode nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß im Inneren der Elektrode (7) ein Thermoelement angeordnet ist.
6. Referenzelektrode nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß der nicht in die Schmelze eintauchende Teil der Elektrode (7) von
einer mit einem Inertgas beschickbaren Hülse (8) umgeben ist.
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