DE4323901C2 - Schwingsieb - Google Patents

Schwingsieb

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DE4323901C2
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Description

Die Erfindung betrifft ein Schwingsieb nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Ein derartiges Schwingsieb ist aus dem AEG-Prospekt "Schwingsiebe zum Klassieren, Ausscheiden und Trennen; Entwässerungsgeräte", VIB 1.06/0884 DE, Seiten 4 bis 13 bekannt. Das Schwingsieb weist einen Siebbelag auf, das mit Schüttgut beladen wird. Unter dem Siebbelag sind frei bewegliche Gummikugeln angeordnet, die während des Betriebes von unten gegen den Siebbelag schlagen. Sie verhindern das "Erblinden" und sorgen für einen sauberen Siebbelag. Mit Frequenz- und Intervallsieben werden dem Schüttgut periodisch wechselnde Schwingbeschleunigungen erteilt. Maßnahmen zur Verlängerung der Lebensdauer des Siebbelags, welches durch das Aufschlagen der Gummikugeln leidet, und Maßnahmen zum möglichst großflächigen Reinigen des Siebbelags bis zu den Rändern sind dort nicht genannt.
Schwingsiebe werden in der mechanischen Aufbereitungs- und Verfahrenstechnik eingesetzt, und zwar insbesondere zum Sieben, Trennen und Ausscheiden von Schüttgütern. Dabei kommen grobe, feine, körnige oder pulverisierte Schüttgüter in Betracht.
Vor allem bei Sieben für feine und pulverisierte Schüttgüter besteht die Gefahr einer raschen Verstopfung des entsprechend feinen Siebbelags durch Steckkörner ("Erblindung").
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Schwingsieb mit einer Klopfeinrichtung zu schaffen, bei dem der Siebbelag eine hohe Standzeit aufweist und sich während des Betriebes nur möglichst wenig mit Schüttgut zusetzt.
Diese Aufgabe wird gelöst durch ein Schwingsieb gemäß Anspruch 1.
Vorteilhaft wirkt sich bei diesem Schwingsieb aus, daß die Sprungkörper durch Schwingungen des Siebgerätes - vom Gegensprungboden beschleunigt - gegen den Siebbelag geschleudert werden; dadurch werden die Steckkörner aus dem Siebbelag geschlagen bzw. geschleudert; es wird also ein "Erblinden" des Siebbelags verhindert. Dieser Reinigungsvorgang wird erfindungsgemäß allerdings nur in bestimmten Zeitintervallen vorgenommen, die Klopfeinrichtung arbeitet nämlich im Intervallbetrieb. Auf diese Weise wird der Siebbelag geschont und erreicht eine längere Haltbarkeitsdauer (Standzeit), da er nur während der genannten Zeitintervalle durch das Aufschlagen der Sprungkörper einem Verschleiß ausgesetzt ist.
Die Einrichtung von senkrechten Trennwänden in dem Bereich zwischen Siebbelag und Gegensprungboden gemäß Anspruch 2 hat den Vorteil, daß sich die Sprungkörper nicht in einem engen Bereich sammeln und infolgedessen der Siebbelag nicht mehr auf seiner ganzen Fläche durch die Stöße der Sprungkörper gereinigt wird. Da durch die Trennwände stets für eine gleichmäßige Verteilung der Sprungkörper gesorgt ist, lassen sich - gegenüber einer Ausführung ohne Trennwände - ihre Anzahl und ihre Härte optimieren, was zu einer Gewichtseinsparung der schwingenden Vorrichtung und zu einem besonders geringen Verschleiß des Siebbelages führt. Eine Gewichtseinsparung entlastet den Antrieb und vermindert die notwendige Antriebsleistung des Schwingsiebes. Weniger Sprungkörper vermindern außerdem die Lärmbelästigung.
Dadurch, daß eine Verstopfung des Siebbelags verhindert wird, ist eine hohe Siebleistung gewährleistet. Außerdem bleiben durch die regelmäßige Reinigung keine Reste von Feinanteilen, die an sich durch das Sieb hindurchfallen müßten, auf dem (verstopften) Sieb zurück, das Schüttgut wird also besser ausgenutzt.
Günstig ist eine Befestigung des Siebbelags durch Ankleben an den Siebrahmen gemäß Anspruch 4. Dadurch bleibt die Vorspannung dauerhaft erhalten, denn der Siebbelag kann dadurch nicht von dem Siebrahmen oder aus der Einspannung abrutschen.
Vorzugsweise wird der Gegensprungboden gemäß Anspruch 5 durch Kleben an dem Siebrahmen befestigt; eine Verschraubung könnte sich nämlich im Laufe der Zeit durch die Schwingbewegungen lösen; außerdem könnten zwischen den Verschraubungen Wechselbewegungen entstehen; dies hätte eine erhebliche Lärmbelästigung zur Folge.
Eine Dämpfung des von den Sprungkörpern verursachten Körperschalls wird nach Anspruch 6 durch Verwendung eines geräuschdämpfenden Kunststoffgewebes als Material für den Gegensprungboden erreicht; bei Verwendung eines einfachen Lochblechs würde ein größerer Körperschall entstehen.
Der Gegensprungboden mit seinen groben Maschen kann auch gemäß Anspruch 7 an einem getrennten Rahmen, der unterhalb des eigentlichen Siebrahmens angeordnet ist, befestigt sein. Die verschiedenen Rahmen sind dann übereinander gestapelt.
Von Vorteil ist es, gemäß Anspruch 8 den Siebrahmen in dem Schwingsieb so zu befestigen, daß der Siebrahmen, z. B. nach Abnutzung des Siebbelages, möglichst einfach herausgenommen werden kann. Dazu wird der Siebrahmen mit einem geeigneten Hebelmechanismus zwischen ein Ober- und ein Unterteil geklemmt; der Siebrahmen ist also in einen Siebkasten gespannt. Dadurch läßt sich der Siebrahmen ohne Werkzeuge aus dem Schwingsieb herausnehmen. Geräuschdämmende Zwischenlagen verhindern Klappergeräusche.
Vorteilhaft ist es, gemäß Anspruch 10 die gesamte Fläche des Siebbelags mit Hilfe von Stegen, die in dem Siebrahmen befestigt sind, in mehrere Siebteilflächen zu untergliedern. Dadurch erhält der Siebbelag eine zusätzliche Stützung. Durch die Schaffung vieler kleiner Siebteilflächen ist es z. B. möglich, dünnere Siebbeläge (Siebgewebe) einzusetzen.
Von Vorteil ist nach Anspruch 11 eine Anbringung der Trennwände direkt unter den Stegen. Auf diese Weise werden unter dem Siebbelag Teilräume gebildet, die mit einer (geringen) Anzahl von Sprungkörpern belegt sind.
Die Sprungkörper beklopfen die Siebteilfläche, behindern sich nur in geringem Maße gegenseitig - im Vergleich zu dem Fall einer großen Anzahl - und stoßen nicht "nutzlos", ohne den Siebbelag zu beklopfen, gegen einen Steg. Auf diese Weise werden die Sprungkörper weniger stark belastet und halten länger.
Ein vollständiges Abklopfen der Siebteilflächen läßt sich durch eine günstige Formung des Siebrahmens und der auf den Trennflächen angeordneten Stege bewirken gemäß Anspruch 12. Wenn der Siebrahmen oben Vorsprünge aufweist, auf denen der Siebbelag befestigt ist, und die Stege seitlich über den Trennwänden hinausragen, wird, insbesondere bei kugelförmigen Sprungkörpern, ein ganzflächiges Beklopfen - bis zu den Rändern - der freischwebenden Bereiche des Siebbelags möglich.
Wenn das Schwingsieb das Schüttgut in einer bestimmten Förderrichtung bewegt, sind die längs dieser Förderrichtung verlaufenden Stege vorzugsweise gemäß Anspruch 14 in Förderrichtung versetzt angeordnet, damit das Schüttgut stets, von Stegen der Rahmenunterteilungen kommend, auf freie Siebteilflächen auftrifft und nicht etwa auf benachbarte Stege; dadurch ist eine hohe Siebleistung gewährleistet.
Auch bei einer rautenförmigen und einer dreieckförmigen Anordnung der Stege innerhalb des Siebrahmens gemäß Anspruch 15 ist sichergestellt, daß auf den Stegen liegendes Schüttgut bei den gerichteten Stößen des Schwingsiebes stets auf benachbarte freie Siebteilflächen fällt.
Wenn die Vorsprünge entsprechend schmal ausgeführt werden, können kugelförmige Sprungkörper nicht gegen die Vorsprünge stoßen, sondern sie berühren allenfalls gleichzeitig eine Trennwand und den Rand des freien Siebbelags; dabei schlagen die Sprungkörper wegen ihrer Kugelform nicht gegen den Vorsprung. Durch die Vorsprünge wird zudem eine besonders breite Klebefläche für den Siebbelag geschaffen, was die Haltbarkeit der Befestigung erhöht, ohne daß gleichzeitig eine Verbreiterung der Wandstärke des Siebrahmens erforderlich wäre (Gewichtseinsparung!).
Von Vorteil sind Sprungkörper in Form von Kugeln gemäß Anspruch 16, weil durch diese Form eine gute Verteilung und infolgedessen ein gleichmäßiges Abklopfen des Siebbelags über seine ganze Fläche begünstigt wird. Zudem ist die Abnutzung an den Sprungkörpern besonders gering.
Bei Mehrdecker-Siebanordnungen können mehrere mit jeweils einer Klopfeinrichtung ausgestattete Siebbeläge in Förderrichtung gemäß Anspruch 22 versetzt so angeordnet sein, daß sich die übereinander angeordneten Siebgewebe nicht vollständig überlappen, sondern ein Teil des unteren Siebbelags nicht von dem Siebbelag des darüber befindlichen Siebrahmes bedeckt wird; dadurch entsteht eine Stufung in Förderrichtung.
Durch die Stufung wird die Siebleistung erhöht, denn in den vorderen Bereichen der Siebflächen fällt von oben kein weiteres Schüttgut auf den Siebbelag; feinkörniges Schüttgut kann dort leichter durch den Siebbelag hindurchfallen.
Im folgenden wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand vierer Zeichnungen näher beschrieben, aus denen sich weitere Einzelheiten und Vorteile ergeben.
Es zeigen
Fig. 1 in grober Vereinfachung eine Schnittdarstellung eines Schwingsiebes mit einer Kugelklopfeinrichtung,
Fig. 2 Draufsichten auf zwei mögliche Schwingsiebe nach Fig. 1,
Fig. 3 verschiedene Profile für einen Siebrahmen und für Trennwände eines Schwingsiebes und
Fig. 4 in Förderrichtung gestuft angeordnete Siebrahmen mit jeweils einem Siebbelag und einer Kugelklopfeinrichtung.
In Fig. 1 ist ein Schwingsieb dargestellt, welches einen Siebkasten mit einem Oberteil (1) und einem Unterteil (2) aufweist. An zwei gegenüberliegenden Längsseiten des Siebkastens sind Spanneinrichtungen (3) angeordnet.
Jede Spanneinrichtung (3) weist einen an dem Unterteil (2) befestigten Hebelmechanismus (4) auf, welcher mit einer Klaue (5) ausgerüstet ist, die bei geschlossenem Siebkasten und nach unten umgelegtem Hebelmechanismus (4) einen zylinderförmigen, mit dem Oberteil (1) verbundenen Stift (6) umgreift. Zwischen dem Oberteil (1) und dem Unterteil (2) ist ein verwindungssteifer Siebrahmen (7) eingespannt. An dem Siebrahmen (7) ist oben ein nachgiebiger Siebbelag (8) durch Kleben befestigt. Der eingesetzte Siebrahmen (7) kann leicht und schnell ohne große Montagetätigkeit bei einem Verschleiß des Siebbelags (8) gewechselt werden; zum Herausnehmen des Siebrahmens (7) muß lediglich der Hebelmechanismus (4) umgelegt werden.
Der Siebrahmen (7) weist an seinem oberen Abschluß einen umlaufenden, nach innen weisenden Vorsprung (9) auf; er umschließt eine rechteckige Fläche, die durch mehrere Stege (10) aufgegliedert ist; die Stege (10) bilden den oberen Abschluß von Trennwänden (11), die den von dem Siebrahmen (7) umgebenen Raum in mehrere Teilräume untergliedern. Durch die Stege (10), die unmittelbar unter dem Siebbelag (8) angebracht sind, wird der Siebbelag (8) in mehrere Siebteilflächen gegliedert.
Zwischen dem Siebrahmen (7) und dem Oberteil (1) ist umlaufend eine Neoprenedichtung (12) eingespannt; sie verhindert, daß ein Teil von auf dem Siebbelag (8) befindlichem Schüttgut (16), welches einer Siebung unterworfen werden soll, seitlich neben den Siebrahmen (7) fällt.
Zwischen dem Siebrahmen (7) und dem Unterteil (2) ist eine umlaufende schmale Zwischenlage (13) aus Filz angeordnet, die zum einen dafür sorgt, daß der Siebrahmen (7) unter Vorspannung zwischen dem Oberteil (1) und dem Unterteil (2) geklemmt ist, und zum andern dafür, daß während des Betriebes keine Klappergeräusche entstehen.
Das Schwingsieb ist mit einer Klopfeinrichtung ausgestattet. In einem Abstand unter dem Siebbelag (8) befindet sich ein Gegensprungboden (1) aus geräuschdämpfendem, grobmaschigem Kunstoffgewebe.
Das Kunststoffgewebe hat eine Maschenweite, die größer ist als die des Siebbelags (8), damit das oben ausgesiebte (feine) Schüttgut (16) ungehindert nach unten - beispielsweise auf ein nicht dargestelltes Förderband oder auf einen nicht dargestellten Förderboden unterhalb des offenen Gegensprungbodens (14) - fällt. Zwischen dem Gegensprungboden (14) und den Trennwänden (11) ist ein kleiner Abstand vorhanden, so daß der Gegensprungboden (14) leicht federn kann, ohne gegen Unterkanten der Trennwände (11) zu stoßen und dabei Schaden zu nehmen. Es könnte auch zwischen die Trennwände (11) und den Gegensprungboden (14) (geräuschdämmendes) weiches Material (z. B. Filz) eingefügt werden.
Das Schwingsieb kann unten (anstelle des durchlässigen Gegensprungbodens (14) auch einen geschlossenen Boden besitzen, der in Förderrichtung im vorderen Bereich eine (nicht dargestellte) Auslaßöffnung besitzt. Durch die Schwingbewegung wird das gesiebte Gut auf dem Boden ("Förderboden") nach vorne zur Auslaßöffnung bewegt. Überkorn, welches nicht durch den Siebbelag (8) gedrungen ist, kann vorne im oberen Bereich (in Höhe des Siebbelags 8) durch eine weitere (nicht dargestellte) Auslaßöffnung abgegeben werden.
Zwischen dem Siebbelag (8) und dem Gegensprungboden (14) sind frei bewegliche Sprungkörper (15) angeordnet; bei den Sprungkörpern (15) handelt es sich hier um Gummikugeln; es sind jedoch auch Sprungkörper (15) einsetzbar, die nicht kugelförmig sind. Die Trennwände (11) unter dem Siebbelag (8) verhindern, daß sich die Gummikugeln in einem eng umgrenzten Bereich unter dem Siebbelag (8) in großer Anzahl ungewollt ansammeln und somit nicht mehr den freischwebenden Siebbelag (8) in seiner ganzen Fläche beklopfen.
Das Schüttgut (16) wird im hinteren Bereich in möglichst ganzer Breite auf den Siebbelag (8) geworfen. Feine Anteile des Schüttguts (2) fallen nach unten; Überkorn, das nicht durch Maschen des Siebbelags (8) fällt, wird auf der Höhe des Siebbelags (8) vorne ausgeworfen (nicht dargestellt).
Der Siebbelag (8) ist über die ganze Länge des Vorsprungs (9) und auf den Stegen (10) unter Vorspannung ganzflächig angeklebt.
Ein Schwingantrieb (17) (beispielsweise ein Linearschwinger, ein Unwuchtantrieb, ein Exzenterantrieb oder ein Magnetantrieb), der an einer Seite unterhalb des Siebkastens befestigt ist (oder dort eingreift), versetzt mit einer vorgegebenen Stoßrichtung in einem spitzen Winkel zum Siebbelag (8) das Schwingsieb in geradlinige Schwingbewegungen. Diese Schwingbewegungen werden ermöglicht durch Federelemente (18) (Gummipuffer, Gummihohlpuffer, Zug- oder Druckfedern), auf oder an denen das Schwingsieb gelagert ist.
Durch die Schwingbewegungen wird das Schüttgut (16) in einer bestimmten Förderrichtung (19) bewegt. Als Schwingantrieb (17) eignet sich beispielsweise ein Magnetvibrator, bei dem ein Anker, der über Spiral- oder Blattfedern mit einem von einer stromdurchflossenen Wicklung umgebenen Magnetkern verbunden ist, in Schwingungen versetzt wird. Diese Schwingungen werden auf den Siebkasten übertragen.
Schwingbewegungen lassen sich auch durch zwei nebeneinander auf einer Fläche mit hoher Steifigkeit angebrachte Unwuchtmotoren mit jeweils einer Achse, an der eine Unwuchtmasse befestigt ist, erzeugen. Die Unwuchtmotoren sind dabei paarweise gegenläufig angeordnet; während des Betriebes stellt sich die Drehbewegung der Motoren so ein, daß die Unwuchtmassen zu jedem Zeitpunkt spiegelbildlich zueinander angeordnet sind und sich ein synchroner Lauf einstellt, dabei steht die von den Unwuchtmassen herrührende, resultierende (zeitlich veränderliche) Kraft senkrecht zu der Fläche, auf der die Unwuchtmotoren befestigt sind.
Bei entsprechend großer Schwingbeschleunigung des Schwingsiebs schlagen die Gummikugeln von unten gegen den nachgiebigen Siebbelag (3) ("Kugelklopfeinrichtung"). Dabei werden Körner des Schüttgutes (16), die sich in den Maschen des Siebbelages (8) festgesetzt haben und dadurch die Siebleistung vermindern, wieder nach oben geworfen; durch die Gummikugeln wird also der Siebbelag (8) gereinigt. Dieser Vorgang läuft nur bei einer großen Schwingbeschleunigung ab.
Eine elektronische Steuerung des Schwingantriebes (17) sorgt dafür, daß diese große Schwingbeschleunigung, die sich aus einer großen Schwingamplitude ergibt, nur während bestimmter Zeitintervalle angeregt wird. Der gleiche Effekt einer Erhöhung der Schwingbeschleunigung kann bei Unwuchtmotoren durch eine Erhöhung der Drehzahl bei konstanter Schwingamplitude erzielt werden.
In dazwischen liegenden Zeitabschnitten mit geringer Schwingbeschleunigung befinden sich die Gummikugeln - zusammen mit dem Gegensprungboden (14) - zwar auch in auf- und absteigender Bewegung, sie erreichen allerdings nicht den Siebbelag (8).
Zu dieser Zeit wird das Schüttgut (16) weiter über dem Siebbelag (8) gefördert und Feingut kann durch den offenen Siebbelag (8) hindurchfallen (und auf einem Förderboden weiter gefördert werden).
Nach einem voreingestellten Zeitintervall beginnt dann - gleichzeitig mit der Förderung des Schüttgutes (16) - die nächste Klopfperiode. Die geschilderte Steuerung der Schwingungen des Siebkastens ist vergleichbar mit dem Verfahren zum Betrieb einer Siebmaschine, wie es in der Patentschrift DE-PS 34 27 080 beschrieben ist; allerdings bezieht sich dieses Verfahren lediglich auf den Betrieb eines Siebes; es ist dort kein Hinweis auf eine (Kugel-)Klopfeinrichtung gegeben.
In dem erläuterten Ausführungsbeispiel sind Siebbelag (8) und Gegensprungboden (16) als am Siebrahmen (7) befestigte und damit starr miteinander verbundene Elemente beschrieben. Es ist auch denkbar, der Siebbelag (8) und den Gegensprungboden (14) elastisch miteinander zu verbinden oder getrennt anzutreiben, beispielsweise mit einem zweiten Schwingantrieb (17).
Durch die erwähnte Steuerung des Schwingsiebes, bei der nur zeitweise die Gummikugeln gegen den Siebbelag (8) schlagen, lassen sich die Erfordernisse nach einer gleichmäßig guten Siebbelagsreinheit und einer hohen Siebbelag-Standzeit einzeln den jeweiligen Anforderungen anpassen.
Fig. 2a zeigt in einer Draufsicht auf den Siebbelag (8) eine günstige Anordnung der Stege (10). Mit dem nach rechts weisenden Pfeil ist die Förderrichtung (19) des Schüttgutes (16) bezeichnet.
Der Siebbelag (8) bedeckt den gesamten, vom Siebrahmen (7) umschlossenen Bereich. Die Förderrichtung (19) weist parallel zu den Längsseiten des rechteckförmigen Siebrahmens (7). Die Stege (10) sind teils längs der Förderrichtung (19) und teils quer dazu angeordnet; die durch die Stege (10) gebildeten Siebteilflächen sind also rechteckförmig ausgestaltet. Wenn nun neues Schüttgut (16) in bezug auf die Förderrichtung (19) hinten (am "Anfang" des Siebbelags 8) auf den Siebbelag (8) geworfen wird, fällt ein Teil auf den längs der Förderrichtung (19) angeordneten Steg (20), kann also zunächst nicht durch den Siebbelag (8) fallen. Durch die gerichteten Schwingungen des Schwingsiebes wird das gesamte Schüttgut (16) in Förderrichtung (19) bewegt. Das auf dem Steg (20) befindliche Schüttgut (16) wird nach und nach auf eine (bezogen auf die Förderrichtung 19) vor dem Steg (12) befindliche Siebteilfläche (21) bewegt und wird anschließend dort einer Siebung unterworfen.
Durch die Anordnung der Stege (10, 20) wird also erreicht, daß mit Ausnahme der - in Förderrichtung (19) - vordersten Stege (22) hinter jedem Steg eine freie Siebteilfläche (21) angeordnet ist, auf die Schüttgut (16) befördert wird; auf den vordersten Stegen (22) dürfte sich nur noch wenig feines Schüttgut (16) ansammeln, das zudem nach und nach seitlich neben die Stege (22) fällt und damit auch zur Siebung auf Siebteilflächen (21) gelangt. Es verbleibt also keineswegs eine größere Menge ungesiebten Schüttgutes (16) längere Zeit auf den Stegen (10, 20, 22).
Fig. 2b zeigt die Draufsicht auf einen in anderer Weise durch Stege (4) aufgeteilten Siebbelag (8); und zwar haben die durch die Stege gebildeten Siebteilflächen (21′, 21′′) ein rautenförmiges oder dreieckiges Aussehen. Da keine Stege (10) längs der Förderrichtung (5) verlaufen ist sichergestellt, daß auf den Stegen (10) befindliches Schüttgut (16) rasch auf freie Siebteilflächen (21′, 21′′) gefördert wird.
Fig. 3a zeigt drei Trennwände (11′, 11′′) im Schnitt und zwei Sprungkörper (15), die gegen den Siebbelag (8) schlagen. Die Trennwände (11′, 11′′) weisen oben in Höhe des Siebbelags (8) - anders als die Trennwände (11) in Fig. 1 - keine Stege (10) auf; dadurch können die kugelförmigen Sprungkörper (15), die annähernd punktuell gegen den Siebbelag (8) schlagen, niemals Ränder des Siebbelags (8) in der Nähe der Trennwände (11′, 11′′) berühren. Bei den Trennwänden (11′′), welche einen rechteckförmigen Querschnitt aufweisen, werden Randbereiche des Siebbelags (8) mit einer Breite (23), die ungefähr einem halben Durchmesser der kugelförmigen Sprungkörper (15) entspricht, nicht beklopft. Dadurch werden an den Rändern des Siebbelags (8) grobkörnige Teile des Schüttgutes (16) nicht von den Sprungkörpern (15) herausgeschlagen; der Siebbelag (8) erblindet an diesen Rändern. Noch ungünstiger sieht es bei der im Querschnitt trapezförmigen Trennwand (11′) aus, welche oben schmaler ist als unten; dort wird ein Bereich des Siebbelags (8) mit einer Breite (24) nicht von den Sprungkörpern (15) beklopft, wobei die Breite (24) größer ist als die Breite (23).
Im Siebbelag (8) sitzende Steckkörner reiben bei aufliegendem Schüttgut (16) an dem Siebbelag (8) und zerstören es, so daß es früher verschlissen ist als im Falle einer regelmäßigen Reinigung. Durch die Gummikugeln werden diese Steckkörner aus den Gewebemaschen geschlagen.
Fig. 3b illustriert Möglichkeiten, mit denen verhindert werden soll, daß sich grobkörnige Teile dauerhaft an den Rändern der freischwebenden Bereiche des Siebbelags (8) festsetzen und dadurch ein Erblinden verursachen. Dazu werden die Trennwände (11, 11′′′) oben mit seitlich überstehenden Stegen (10) abgeschlossen, und der Siebrahmen (7, 7′) erhält oben Vorsprünge (9, 9′), die in die benachbarten Teilräume hineinragen. An den Stegen (10) und an den Vorsprüngen (9, 9′) ist der Siebbelag (8) festgeklebt. Es ist auch möglich, die Trennwände (11, 11′′′) unten zusätzlich mit Vorsprüngen (25, 25′) zu versehen. Die Trennwände haben also zusammen mit den Stegen ein T-Profil (Trennwand 11) oder zusammen mit den Vorsprüngen (25, 25′) ein Doppel-T-Profil (Trennwand 11′′′).
Die den Teilräumen zugewandte Kante an den Vorsprüngen (9, 25, 25′) am Übergang von den Vorsprüngen (9, 25, 25′) zu den Trennwänden (11, 11′, 11′′, 11′′′) kann sowohl eckig ausgeformt als auch mit einer Wölbung versehen sein, wie sie unter dem Vorsprung (9′) des Siebrahmens (7′) dargestellt ist.
Im unteren Teil eines Doppel-T-Profils hat eine Wölbung den Vorteil, daß sich an dieser Kante kein Schüttgut (16) ansammeln kann. Denn vor allem auf dem Vorsprung (25) im unteren Bereich des Doppel-T-Profils, der entgegengesetzt zur Förderrichtung (19) in den benachbarten Teilraum hereinragt, sammelt sich durch den Siebbelag (8) gefallenes Schüttgut (16) an; es wird nämlich durch die gerichteten Schwingbewegungen das Schüttgut (16) gegen die Trennwand (11′′′) geschleudert; von dort fällt es auf den Vorsprung (25).
Um dies zu vermeiden, kann dieser Vorsprung (25), der entgegengesetzt zur Förderrichtung (19) vorragt, etwas kleiner ausgestaltet werden oder ganz entfallen.
Auf dem Vorsprung (25′), der bezüglich der Förderrichtung (19) vor der Trennwand (11′′′) angeordnet ist, kann sich kein Siebgut (16) ansammeln, weil es durch die gerichteten Schwingbewegungen in der Förderrichtung (19) nach rechts bewegt und daher von dem Vorsprung (25′) herabgeworfen wird.
Jede Siebteilfläche wird in ihrem freischwebenden Bereich vollständig bis zu den Rändern von den kugelförmigen Sprungkörpern (6) abgeklopft. Positionen der Sprungkörper (15), in denen sie Randbereiche der freischwebenden Siebteilfläche abklopfen, sind in Fig. 3b dargestellt. Die dargestellten Profile mit den verhältnismäßig breiten Stegen (10) und Vorsprüngen (9, 9′) bieten eine breite Klebefläche zum Befestigen des Siebbelags (8). An den Vorsprüngen (25, 25′), die den unteren Abschluß der Trennwand (11′′′) bilden, kann unten der (in Fig. 3 nur teilweise dargestellte) Gegensprungboden (14) geklebt werden.
Fig. 4 zeigt im Schnitt mehrere übereinander angeordnete Siebrahmen (7), wobei jeder Siebrahmen (7) ähnlich ausgestaltet ist wie der in Fig. 1, d. h. jeder weist ein Siebbelag (8) auf, einen Gegensprungboden (14), Trennwände (11) und dazwischen frei bewegliche Sprungkörper (15).
Die Siebrahmen (7) überlappen sich nur teilweise, und zwar sind die unteren gegenüber den darüber angeordneten in Förderrichtung (19) versetzt angeordnet, dadurch ergibt sich eine stufige Anordnung der Siebrahmen (7) und der Siebbelag (8).
Es handelt sich bei diesem Schwingsieb um eine Mehrdeckeranordnung, die über einen gemeinsamen Schwingantrieb (17) in Schwingungen versetzt wird. Zur Funktionsweise des Schwingsiebes gilt das zuvor Geschriebene entsprechend.
Das Schüttgut (16) wird auf den obersten Siebbelag (8) geworfen, von dort stürzen Feinteile des Schüttguts (16) hinab, und zwar entweder auf eine geschlossene Fläche (26) des Gegensprungbodens (14), nämlich in den Bereichen, die über den darunterliegenden Siebrahmen (7) hinausragen, oder aber durch Maschen des Gegensprungbodens (14) auf das Siebbelag (8) des darunter angeordneten Siebrahmens (7); bei dem zuunterst angeordneten Siebrahmen (7) fällt das feine herabgefallene Schüttgut (16) durch in Förderrichtung (19) weiter vorne liegende Öffnungen (27) des untersten Gegensprungbodens (14) nach unten auf ein nicht dargestelltes Förderband. Die Siebbelag (8) an den einzelnen Siebrahmen (7) haben eine unterschiedliche Maschenweite, und zwar ist die Maschenweite der weiter unten angeordneten Siebbelag (8) kleiner. Grobkörniges Siebgut (16), das wegen der geringen Maschenweite nicht durch den Siebbelag (8) gelangt, kann jeweils durch eine in Förderrichtung vorne unmittelbar über dem Siebbelag (8) angeordnete Öffnung abtransportiert werden.
Selbstverständlich ist auch eine Mehrdeckeranordnung denkbar, bei der die Siebrahmen (7) ohne Stufung gerade übereinander zu einem "Turm" gestapelt sind.

Claims (22)

1. Schwingsieb mit einem nachgiebigen Siebbelag (8) und mit einer Klopfeinrichtung mit einem mit Abstand unter dem Siebbelag (8) angeordneten Gegensprungboden (14) und mit zwischen Gegensprungboden (14) und Siebbelag (8) befindlichen Sprungkörpern, die durch die Schwingungen des Schwingsiebes in ständige Bewegung versetzt werden und gegen den Siebbelag (8) schlagen, dadurch gekennzeichnet, daß durch die Wahl des Abstandes zwischen Siebbelag (8) und Gegensprungboden (14) und der Frequenz und/oder Amplitude des Schwingsiebes oder des Gegensprungbodens (14) ein Anschlagen der Sprungkörper (15) am Siebbelag (8) lediglich zu einzelnen Zeitintervallen steuerbar ist.
2. Schwingsieb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Siebbelag (8) und dem Gegensprungboden (14) senkrechte Trennwände (11, 11′, 11′′, 11′′′) angeordnet sind, durch die mit einer festen Anzahl von Sprungkörpern (15) gefüllte Teilräume gebildet werden.
3. Schwingsieb nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Siebbelag (8) an einem die Siebfläche umschließenden Siebrahmen (7) befestigt ist.
4. Schwingsieb nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Siebbelag (8) unter Vorspannung an den Siebrahmen (7) geklebt ist.
5. Schwingsieb nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Gegensprungboden (14) ein nicht nachgiebiges Gewebe ist, welches gröbere Maschen hat als der Siebbelag (8), und daß der Gegensprungboden (14) unterhalb des Siebbelags (8) an den Siebrahmen (7) geklebt ist.
6. Schwingsieb nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Gewebe ein geräuschdämpfendes Kunststoffgewebe ist.
7. Schwingsieb nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Siebrahmen (7) aus zwei übereinanderliegenden Teilen besteht und an den einen Teil der Siebbelag (8) und an den anderen Teil der Gegensprungboden (14) geklebt ist.
8. Schwingsieb nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Siebrahmen (7) mit dem Siebbelag (8) und dem Gegensprungboden (14) zwischen einem Oberteil (1) und einem Unterteil (2) eines Siebkastens des Schwingsiebes eingeklemmt ist und daß zwischen dem Siebrahmen (7) und dem Ober- (1) und/oder dem Unterteil (2) eine geräuschdämpfende Zwischenlage (13) eingefügt ist.
9. Schwingsieb nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Zwischenlage (13) eine Filzschicht ist.
10. Schwingsieb nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Siebbelag (8) durch in unmittelbar unter dem Siebbelag (8) angeordnete, mit dem Siebrahmen (7) fest verbundene Stege (10) in mehrere Siebteilflächen aufgeteilt ist.
11. Schwingsieb nach Anspruch 2 und 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Stege (10) einen oberen Abschluß der Trennwände (11, 11′′′) bilden.
12. Schwingsieb nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß der Siebrahmen (7) oben einen umlaufenden Vorsprung (9, 9′) aufweist, auf dem der Siebbelag (8) befestigt ist, und daß die Trennwände (11, 11′′′) zusammen mit den Stegen (10) im Querschnitt ein T- oder ein Doppel-T-Profil aufweisen.
13. Schwingsieb nach einem der Ansprüche 10 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß der Siebbelag (8) sowohl am Siebrahmen (7) als auch an den Stegen (10) befestigt ist.
14. Schwingsieb nach einem der Ansprüche 10 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß durch Schwingungen des Schwingsiebes in einer Stoßrichtung auf dem Siebbelag (8) befindliches Schüttgut (16) in einer festen Förderrichtung (19) bewegt wird, daß die Stege (10) sowohl in Förderrichtung (19) als auch quer dazu verlaufen, so daß sich rechteckförmige oder quadratische Siebteilflächen (21) ergeben und daß die in Förderrichtung (19) angeordneten Stege (10) jeder Siebteilfläche quer zur Förderrichtung (19) versetzt angeordnet sind.
15. Schwingsieb nach einem der Ansprüche 10 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß durch Schwingungen des Schwingsiebes in einer Stoßrichtung auf dem Siebbelag (8) befindliches Schüttgut (16) in einer festen Förderrichtung (19) bewegt wird und daß die Stege (10) rautenförmige und dreieckförmige Siebteilflächen (21′, 21′′) begrenzen.
16. Schwingsieb nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Sprungkörper (15) Kugeln sind.
17. Schwingsieb nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Sprungkörper (15) zumindest außen aus Gummi bestehen.
18. Schwingsieb nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Sprungkörper (15) bürstenartige Formteile sind.
19. Schwingsieb nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß Siebbelag (8) und Gegensprungboden (14) mechanisch unverbunden mit einem Abstand zueinander angeordnet sind und unabhängig voneinander in Bewegung versetzt werden.
20. Schwingsieb nach einem der Ansprüche 1 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß Siebbelag (8) und Gegensprungboden (14) untereinander mechanisch verbunden sind und zusammen in Bewegung versetzt werden.
21. Schwingsieb nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Schwingsieb mehrere übereinander angeordnete Siebrahmen (7) mit jeweils einem Siebbelag (8) und einer Klopfeinrichtung aufweist.
22. Schwingsieb nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, daß die Siebrahmen (7) sich nicht vollständig überlappen, sondern in Förderrichtung (19) leicht versetzt angeordnet sind, so daß sich in Förderrichtung (19) von oben nach unten eine stufige Anordnung der Siebrahmen (7) ergibt.
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