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Die
vorliegende Erfindung betrifft
- – ein Verfahren
zum Erzeugen einer Niederspannungsentladung nach dem Oberbegriff
von Anspruch 1,
- – eine
Vakuumbehandlungsanlage mit einer Vakuumbehandlungskammer nach dem
Oberbegriff von Anspruch 12,
- – Verwendungen
des Verfahrens.
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Für verschiedene
Vakuumbehandlungsprozesse ist es bekannt, Niederspannungs-Bogenentladungen
einzusetzen. Beispielsweise aus der CH-PS-456 294 oder der CH-PS-551
497, weiter auch der CH-PS-645 137A5 er aus den Aufsätzen
"Ein Produktionsverfahren
zur Herstellung dünner Schichten
durch Kathodenzerstäubung
im Hochvakuumbereich",
F. Gaydou, Sonderdruck aus Vakuumtechnik, Rudolf A. Lang Verlag,
Wiesbaden, Heft 7166, S. 161-164, und
"Ein Verfahren zur Herstellung dünner Schichten durch
Ionenzerstäubung
im 10E – 4
Torr Bereich", F.P.
Gaydou, Balzers Aktiengesellschaft, FL-Balzers, aus Sonderdruck
aus Mikroelektronik 2, Oldenburg/München-Wien 1967, S. 183-192,
ist
es bekannt, zur Erzeugung einer Niederspannungs-Bogenentladung in
einer Vakuumbehandlungskammer, letzterer über eine Blendenanordnung eine
Kathodenkammer anzukoppeln, worin eine thermionische Kathode angeordnet
ist. Die Niederspannungs-Bogenent ladung wird üblicherweise in der Kathodenkammer
mit Hilfe einer separaten Zündelektrode
gezündet,
welche mit Bezug auf die thermionische Kathode auf positives, anodisches
Zündpotential
gelegt wird.
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Nach
dem Zünden
der Niederspannungs-Bogenentladung, in der Kathodenkammer, wird
die Entladung primär
zwischen der thermionischen Kathode und einer behandlungskammerseitig angeordneten
Anode unterhalten. Dabei kann die behandlungskammerseitig vorgesehene
Anode durch mindestens Teile der Innenwand der Vakuumbehandlungskammer
(nachstehend auch kurz "Behandlungskammer") gebildet sein,
oder es kann eine separate Anodenanordnung in der Behandlungskammer
angeordnet und von deren Wandung elektrisch isoliert, deran, dass
Behandlungskammer und die erwähnte
Anodenanordnung elektrisch getrennt voneinander potentialbeaufschlagt
werden können.
Eine solche Anodenanordnung kann z.B. durch einen Substratträger gebildet
sein.
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In
gewissen Anwendungsfällen,
wie beispielsweise aus der CH-PS-551 497 bekannt, wird die Blendenanordnung
elektrisch potentialschwebend betrieben, in anderen, wie beispielsweise
aus der CH-PS-456 294 bekannt, ist sie auf das Potential der Behandlungskammerwand
gelegt.
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Es
hat sich gezeigt, dass sich bei einer derartigen Anordnung Funkenentladungen,
bekannt unter dem Ausdruck "arcing", insbesondere an
Partien der Behandlungskammer-Innenwand ausbilden, und zwar umso
ausgeprägter,
je mehr solche Partien der Bogenentladung ausgesetzt sind und je
höher die elektrische
Feldstärke
an solchen Partien ist.
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Derartige
Funkenentladungen bewirken eine Belastung der elektrischen Speisegeräte, die
für den Unterhalt
der Entladung vorgesehen sind, und ein unkontrolliertes Prozessverhalten,
wie Unterbrüche
und Verunreinigungen, z.B. durch Gasausbrüche, Abstäuben bzw. Verdampfen von nicht
erwünschten Materialien
etc. Dadurch kann die Prozessführung gänzlich unmöglich werden.
Eine Abstäubung
der vom arcing betroffenen Wandungspartien führt bei heiklen Behandlungsprozessen,
bei welchen eine kontrolliert hoch reine Behandlungsatmosphäre erforderlich
ist, zu intolerabler Kontamination.
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Dies
führte
dazu, dass die Niederspannungs-Bogenentladung, welche an sich für manche Prozesse
höchst
vorteilhaft wäre,
insbesondere wegen der tiefen kinetischen Energie der Ladungsträger in der
Niederspannungs-Bogenentladung bei gleichzeitig hoher Ladungsträgerdichte,
für manche
Behandlungsprozesse, bei denen die erwähnten Kontaminationen nicht
tolerabel sind, nicht eingesetzt wurden.
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US 5,113,790 A offenbart
eine Vorrichtung für
die Plasmabehandlung von Substraten, wobei die Plasmaentladung zwischen
Kathode und Anode nicht durch Niederspannungs-Bogenentladung, sondern
durch Hochfrequenz erzeugt wird und keine als Druckstufe ausgebildete
Blendenanordnung zwischen der Kathode und der Behandlungskammer vorhanden
ist. Das für
Niederspannungs-Bogenentladungen typische Problem der Funkenbildung
(arcing) an den der Behandlungskammer zugewandten Wandpartien einer
solchen Blendenanordnung tritt somit hier nicht auf.
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Aus
DE 40 20 158 C2 ist
eine Vorrichtung zum Beschichten von Substraten bekannt, die eine mit
einer Niederspannungs-Bogenentladung arbeitende Plasmaquelle aufweist.
Diese ist aber gegen die Vakuumbehandlungskammer nicht durch eine
als Druckstufe ausgebildete Blendenanordnung getrennt. Das vorstehend
geschilderte Problem der Funkenbildung an einer solchen Druckstufen-Blende tritt
deshalb bei dieser bekannten Vorrichtung nicht auf.
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DE 33 30 144 C2 und
DE 28 23 876 C2 beschreiben
ein Verfahren zum Erwärmen
von Heizgut in einem Vakuumrezipienten durch Beschuss des Heizgutes
mit Elektronen aus einer magnetisch gebündelten Niedervolt-Bogenentladung.
Die Kathodenkammer steht mit dem Vakuumrezipienten über eine
Blendenöffnung
in Verbindung. Das Problem der Funkenbildung an den die Blendenöffnung umgebenden
Wandbereichen wird in diesen Schriften weder angesprochen noch gelöst.
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Der
Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und eine Vakuumbehandlungsanlage der
genannten Art so auszugestalten, dass eine unerwünschte Funkenbildung im Bereich
der als Druckstufe ausgebildeten Blendenanordnung möglichst weitgehend
vermieden wird und dadurch die Voraussetzung dafür geschaffen wird, Vakuumbehandlungsverfahren,
die mit einer Niederspannungs-Bogenentladung – also einer Niederspannungs-Hochstrom-Entladung – ar beiten
auch für
solche Behandlungsprozesse einsetzen zu können, welche bezüglich der
Behandlungsatmosphäre
hohe Anforderung stellen.
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Diese
Aufgabe wird erfindungsgemäß mit dem
im Anspruch 1 angegebenen Verfahren und mit der im Anspruch 12 angegebenen
Vakuumbehandlungsanlage gelöst.
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Es
wurde dabei erkannt, dass die dem arcing meist ausgesetzten Partien
der Behandlungskammer-Innenwand um die Blendenanordnung herum situiert
sind. Das Vorsehen des erfindungsgemäßen Schirmes verhindert das
Auftreten der erwähnten Funken
in diesem Bereich. Damit ergibt sich nun die Möglichkeit, ein Verfahren der
erwähnten
Gattung auch für
Prozesse einzusetzen, welche höchsten
Anforderungen bezüglich
Behandlungsatmosphäre
gerecht werden müssen.
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Die
genannten Probleme bezüglich
Funkenentladung entstehen bei den bekannten Verfahren sowohl bei
potentialschwebend betriebenen Partien an der Blendenanordnung wie
auch, und zwar in noch deutlicherem Maße, wenn die genannten Partien
auf Festpotential betrieben werden.
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Dank
des erfindungsgemäßen Vorgehens wird
es nun gemäß Anspruch
2 möglich,
diese erwähnten
Partien auf Festpotential zu betreiben, was bezüglich der Flexibilität der elektrischen
Beschaltung bzw. Potentiallegung von Kathodenkammer, Behandlungskammer
sowie von Partien um die Blendenanordnung herum, höchst vorteilhaft
ist.
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Zusätzlich wird
dadurch gemäß Anspruch
3 ermöglicht,
die erwähnten
Partien um die Blendenanordnung herum als Zündelektrode für die Niederspannungs-Bogenentladung
zu betreiben. Hierzu werden sie zum Zünden einerseits und während des Betriebes
der Niederspannungs-Bogenentladung andererseits auf unterschiedliche
elektrische Potentiale gelegt. Damit wird der Vorteil erwirkt, dass
in der Kathodenkammer nicht zusätzlich
eine Zündelektrode vorgesehen
und elektrisch isoliert durch die Kathodenkammerwand geführt werden
muss, sondern dass ohnehin vorgesehene Elemente, nämlich die
erwähnten
Partien, gleichzeitig auch als Zündelektrode eingesetzt
werden können.
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Eine
höchst
einfache Verfahrensvariante ergibt sich dabei gemäß Anspruch
4, indem die erwähnten
Partien über
ein passives Strombegrenzungs-Schaltelement, wie insbesondere über ein
Widerstandselement, gegebenenfalls auch über ein Diodenelement, auf
ein Festpotential gelegt werden. Ein Teil des Entladungsstromes
bewirkt im Entladungsbetrieb daran einen Spannungsabfall, derart, dass
die erwähnten
Partien während
des Betriebes der Niederspannungs-Bogenentladung bezüglich ihres
Zündpotentials
auf negativeres Potential gelegt werden. An dieser Stelle sei erwähnt, dass
der Begriff "Potential" im Sinne der Feldtheorie
verwendet wird, also bezugslos (Bezug → ∞).
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Es
ist aber auch durchaus möglich,
ergänzend
zu dem erwähnten
passiven Schaltelement oder stattdessen, die erwähnten Partien als Zündelektrode über eine
stromgesteuerte Spannungsquelle, auf ein Festpotential zu legen.
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Insbesondere
bei der gezielten Festlegung der erwähnten Partien auf vorbestimmte
elektrische Potentiale ist es weiter vorteilhaft, dies unabhängig davon
realisieren zu können,
wie die Wandung der Vakuumbehandlungskammer potentialgelegt bzw. -geführt wird.
Hierzu wird vorgeschlagen, die erwähnten Partien von der Wand
der Vakuumbehandlungskammer elektrisch zu isolieren.
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Weiter
werden bevorzugterweise die erwähnten
Partien durch die Kathodenkammerwand gebildet. Dies eröffnet insbesondere
die Möglichkeit, die
die Blendenanordnung bildenden bzw. die mindestens eine eigentliche
Blendenöffnung
umschließenden
Partien als Zündelektrode
zu verwenden.
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Bei
isolierter Montage der Vakuumbehandlungskammer von den erwähnten Partien
werden letztere bevorzugterweise auf unterschiedlichem elektrischem
Potential betrieben bezüglich
der Behandlungskammer-Innenwand. Damit wird ermöglicht, die Bogenentladung
nach deren Zünden
durch die Blendenanordnung in die Behandlungskammer zu ziehen, auch
wenn die erwähnten
Partien vorgängig
als Zündelektrode
beschaltet wurden.
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In
einer weiteren bevorzugten Ausbildungsvariante gemäß Anspruch
7 werden Kathodenkammer und Vakuumbehandlungskammer auf unterschiedlichen
Betriebsdrucken betrieben, zwischen denen die Blendenanordnung als
Druckstufe wirkt. Dadurch wird ermöglicht, insbesondere kathodenkammerseitig
einen höheren
Betriebsdruck aufzubauen, um eine Gasströmung während des Entladungsbetriebes
durch die Blendenanordnung strömen
zu lassen, nach Maßgabe
der Druckstufenwirkung der Blendenanordnung.
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Um
eine möglichst
gute druckmäßige Entkopplung
von Kathodenkammer und Behandlungskammer zu erzielen, wird weiter,
gemäß von Anspruch
20 vorgeschlagen, kathodenkammerseitig und/oder behandlungskammerseitig
die mindestens eine Öffnung
der Blendenanordnung mit einem Rohrstutzen als Strömungswiderstand
zu versehen, womit deren Druckstufenwirkung erhöht wird.
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Um
druckmäßig Kathodenkammer
und Behandlungskammer zu entkoppeln wird weiter vorgeschlagen, nach
Anspruch 8 vorzugehen.
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In
einer weiteren bevorzugten Ausführungsvariante
wird der erfindungsgemäß vorgesehene Schirm
bis unmittelbar um die mindestens eine Öffnung der Blendenanordnung
geführt,
und es kann dieser Schirm als Rohrstutzen weitergeführt werden, um
mit ihm die erwähnte
Druckstufenwirkung zu erhöhen.
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Es
hat sich gezeigt, dass bereits ein Umschließen der erwähnten Partien durch den Schirm, auch
beabstandet von der mindestens einen Öffnung der Blendenanordnung,
eine ganz wesentliche Verbesserung bezüglich Funkenbildung an der
Innenwand der Behandlungskammer ergibt.
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Eine
Vakuumbehandlungsanlage, welche die eingangs genannte Aufgabe der
Erfindung löst, ist
im Anspruch 12 angegeben. Auf bevorzugte Ausführungsvarianten richten sich
die Ansprüche
13 bis 22.
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Wie
erwähnt
wurde, ergibt sich dank des erfindungsgemäßen Vorgehens die Möglichkeit,
Verfahren bzw. Vakuumbehandlungsanlagen der genannten Gattungen
erfindungsgemäß für speziell heikle
Behandlungsprozesse einzusetzen und insbesondere, gemäß Anspruch
23, zur Behandlung von Werkstücken
in der Behandlungskammer mit elektrostatisch und/oder elekt rodynamisch
aus der Entladung in der Behandlungskammer extrahierten, monopolaren
Ladungsträgern,
wie insbesondere für elektronenstimulierte,
chemische Reaktionen auf Werkstücken
bei hoher Elektronendichte und kleiner Elektronenenergie bzw., gemäß Anspruch
24, für Niedertemperatur-Behandlungsprozesse
in und/oder Schichtwachstumsprozesse auf Werkstücken in der Behandlungskammer,
wie Homo- und Hetero-Epitaxie-Beschichtungsprozesse.
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Die
Erfindung wird anschließend
beispielsweise anhand von Figuren erläutert.
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Es
zeigen:
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1 in
Form eines Blockdiagramms, das Prinzip einer erfindungsgemäßen Vakuumbehandlungsanlage
bzw. des erfindungsgemäßen Verfahrens,
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2 schematisch
eine bevorzugte Ausführungsvariante
einer erfindungsgemäßen Vakuumbehandlungsanlage,
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3 schematisch
einen Teilausschnitt des Überganges
von Kathodenkammer zu Vakuumbehandlungskammer gemäß 2 in
einer weiteren Ausführungsvariante,
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4a bis 4e Teilausschnitte des Überganges zwischen Kathodenkammer
und Vakuumbehandlungskammer gemäß 2 in
weiteren Ausführungsvarianten,
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5 qualitativ
den Verlauf von Potentialen über
der Zeitachse t an einer Kathodenkammer, wie an der Anlage gemäß 2 eingesetzt,
zur Erläuterung
des Zündverfahrens,
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6 schematisch
die Aufsicht auf eine erfindungsgemäße Vakuumbehandlungsanlage
mit Magnetfeldquellen zur gesteuerten Beeinflussung der Plasmaausbreitung
und insbesondere der Elektronenbahnen in der Behandlungskammer,
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7 eine
Anlage analog derjenigen von 2 schematisch
dargestellt, bei welcher ein Werkstückträger außer Sicht bezüglich der
thermionischen Kathode liegt und die Elektronen der Entladung, magnetfeldgesteuert,
gegen den Werkstückträger umgelenkt
werden,
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8 für einen
mittels einer erfindungsgemäßen Vakuumbehandlungsanlage
geätzten
Wafer die Ätzverteilung
in % ohne Magnetablenkung, und
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9 mit
Magnetablenkung,
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10 schematisch
einen Teilausschnitt aus einer Anlage gemäß 2, bei welcher
die Blendenanordnung mit zwei Druckstufen ausgebildet ist und dazwischen
differentiell gepumpt wird.
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In 1 ist
in Form eines Funktionsblockdiagramms die vorliegende Erfindung
prinzipiell dargestellt.
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In
einer Kathodenkammer 1 mit einer thermionischen Kathode 3 wird
eine Niederspannungs-Bogenentladung
mittels einer Zündanode 5 gezündet. Die
Niederspannungs-Bogenentladung wird nach ihrem Zünden durch eine Blendenanordnung 7 mit
mindestens einer Blendenöffnung 9 in
eine Vakuumbehandlungskammer 11 gezogen. Dies erfolgt mit
Hilfe einer Hauptanode 13, die bezüglich der thermionischen Kathode 3 auf
entsprechend positives anodisches Potential gelegt ist.
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In
der Vakuumbehandlungskammer 11 sind, je nach durchgeführtem Prozess
potentialschwebend oder potentialgebunden, ein oder mehrere Werkstücke 15 gehaltert.
Gaseinlässe
sowie elektrische Speisungen und Pumpaggregate zu Kathodenkammer 1 bzw.
Behandlungskammer 11 bzw. zwischen den elektrisch als Elektroden
wirkenden kathodenkammerseitigen bzw. behandlungskammerseitigen Aggregaten
sind in 1 nicht eingetragen.
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Die
Erfindung besteht darin, Wandungspartien 17, welche die
mindestens eine Blendenöffnung 9 umranden
bzw. umgeben und welche gegen die Behandlungskammer 11 freiliegen, mit
einem Schirm 20 zu versehen, welcher einerseits die mindestens
eine Öffnung 9 der
Blendenanordnung mindestens weitgehend, also, wenn überhaupt,
mit nur geringfügigen Unterbrüchen umschließt und welcher
bezüglich
der Wandungsflächen
der Partien 17, welche der Behandlungskammer 11 zugewandt
sind, auf Dunkelraumabstand d gehalten ist. Dabei kann der Schirm 20 mit
relativ großem
Abstand die erwähnte Öffnung 9 umlaufen,
kann aber auch, wie noch ausgeführt werden
soll, bis unmittelbar in den Öffnungsbereich gezogen
sein.
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Durch
erfindungsgemäßes Vorsehen
des Schirmes 20 wird ein arcing auf den erwähnten Wandungsflächen, weitestgehend
verhindert und mithin auf diejenigen Partien der dem Prozessraum
P in der Behandlungskammer 11 ausgesetzten Flächen, welche
dem arcing am meisten ausgesetzt sind.
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In 2 ist
schematisch eine erste bevorzugte Ausführungsvariante einer erfindungsgemäßen Anlage
dargestellt. Einheiten, die denjenigen entsprechen, welche bereits
anhand von 1 erläutert wurden, sind mit denselben
Bezugszeichen versehen.
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Die
Partien 17, welche die Blendenanordnung bzw. deren mindestens
eine Öffnung 9 umranden,
sind bei dieser Ausführungsvariante
Teil der Kathodenkammerwand. Die Kathodenkammer 1 ist über Isolationsträger 22 an
der Wand der Behandlungskammer 11 montiert. Hier umschließt der Schirm 20,
der sowohl bezüglich
der Kathodenkammer 1, wie auch bezüglich der Behandlungskammer 11,
potentialschwebend betrieben wird, die erwähnten Partien 17 auf
Dunkelraumabstand d bis unmittelbar in den Bereich der vorgesehenen
Blendenöffnung 9.
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Die
thermionische Kathode 3 wird mittels einer Quelle 24 mit
dem Heizstrom IH betrieben und ist über eine
Spannungsquelle 26 und; generell gesprochen, eine Einheit 28 auf
mindestens einen Teil der Kathodenkammerwand geführt, bevorzugterweise auf die
Kathodenkammerwand an sich. Die Einheit 28 wirkt als Strombegrenzung
und bewirkt, in Funktion des sie durchfließenden Stromes i, einen Spannungsabfall
u. Sie kann, wie gestrichelt dargestellt, durch eine stromgesteuerte
Spannungsquelle realisiert sein, wird aber bevorzugterweise durch
ein passives Schaltelement, insbesondere durch ein Widerstandselement 30,
realisiert.
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Der
negative Pol der Spannungsquelle 26 kann auf ein Bezugspotential,
sei dies Masse oder ein weiteres vorgegebenes Potential, gelegt
werden oder kann potentialfrei betrieben werden, wie dies rein schematisch
durch den Möglichkeitsumschalter 32 dargestellt
ist. Desgleichen kann, da von der Kathodenkammer 1 elektrisch
isoliert, die Vakuumbehandlungskammer 11, wie mit dem Möglichkeitsumschalter 34 rein
schematisch dargestellt, auf Massepotential, auf einem Bezugspotential
oder gegebenenfalls sogar potentialschwebend betrieben werden. Je
nach dem im Prozessraum P durchzuführenden Prozess wird die Behandlungskammer-Innenwand 36 oder
mindestens Partien davon bezüglich der
thermionischen Kathode 3 als Anode geschaltet, so dass
sich die Entladung hauptsächlich
zwischen der genannten Kathode 3 und den genannten Innenwandungspartien
ausbildet.
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Andernfalls
wird, wie gestrichelt dargestellt, eine separate Anode 38 vorgesehen,
welche über eine
Spannungsquelle 14 mit Bezug auf die thermionische Kathode 3 anodisch,
d.h. positiv, beschaltet wird. Dann ist man bezüglich Potentiallegung der Behandlungskammerwand
prozessangepasst frei. Als Anode kann dabei irgendein Teil in der
Kammer 11 wirken, insbesondere auch ein Werkstückträger.
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Der
Kathodenkammer 1 und/oder der Vakuumbehandlungskammer 11 wird über Gaszuspeiseleitungen 40 ein
Ionisierungsgas für
die Niederspannungsentladung zugeführt und gegebenenfalls wird der
Kathodenkammer 1 und/oder bevorzugterweise der Behandlungskammer 11 ein
Reaktivgas zugeführt,
welches in bekannter Art und Weise in der Glimmentladung chemisch
mit am Prozess beteiligten Materieteilchen, wie verdampften oder
abgeätzten,
reagiert, insbesondere im Rahmen eines reaktiven Ätz- oder
Beschichtungsprozesses.
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Wie
bei 35 schematisch dargestellt, kann die Gaszuspeiseleitung 40,
entkoppelt vom Potential der Kammerwand, auf Massepotential, auf
einem anderen Potential oder potentialfrei betrieben werden, um gezielt
zusätzliche
Anregungs- oder Ionisationseffekte zu erzeugen.
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Im
weiteren wird die Behandlungskammer 11 mittels eines Pumpaggregates 42 zur
Vakuumlegung betrieben.
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Die
Blendenanordnung mit der mindestens einen Blendenöffnung 9 wirkt
als Druckstufe zwischen dem Druck in der Kathodenkammer 1 und
dem Druck in der Behandlungskammer 11.
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Je
nach Ausbildung ihrer Druck-Entkopplungswirkung können die
beiden Kammern, im wesentlichen druckunabhängig voneinander betrieben werden.
Damit kann z.B. der Partialdruck eines Reaktivgases in der Behandlungskammer 11 wesentlich höher gehalten
werden als in der Kathodenkammer 1, welcher in ein solches
Gas z.B. an der Kathode 3 reagieren und deren Standzeit
drastisch reduzieren könnte.
Umgekehrt kann der Partialdruck von Hintergrundgasen, wie z.B. von
Ar in der Behandlungskammer 11 wesentlich tiefer gehalten
werden als in der Kathodenkammer 1, wo dieses Gas zur Erzeugung der
Entladung notwendig ist.
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Wie
in 2 dargestellt, ist der Schirm 20 unmittelbar
in den Bereich der Blendenöffnung 9 gezogen
und bildet mit Teilen der Kathodenkammerwand einen Zwischenraum.
Gleichzeitig bildet die Öffnung 9a eine
weitere Blende. Deshalb kann, wie mit 42a dargestellt,
bei dieser Anordnung, durch Abpumpen im erwähnten Zwischenraum, differentielles Pumpen
realisiert werden, womit eine weitere Verbesserung der Druckentkopplung
realisiert wird.
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In 10 ist
ausschnittsweise eine weitere Ausbildung des Blendenanordnungsbereiches
an der Anlage gemäß 2 dargestellt,
wo die Blendenanordnung selbst doppelt ausgebildet ist und im so
gebildeten Zwischenraum 10 differentiell gepumpt wird. Auf
die gemäß 10 bevorzugterweise
vorgesehenen Rohrstutzen an den Blendenöffnungen 9a bzw. 9b wird
im Zusammenhang mit 4 eingegangen.
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In
der in 2 dargestellten Ausführungsvariante ist die Kathodenkammer
in weiterer Ausgestaltung der Erfindung so ausgebildet, dass mindestens ein
Teil ihrer Innenwandung als Zündelektroden
eingesetzt wird, und dies bevorzugterweise in der in 2 dargestellten
Art und Weise.
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Die
Funktion des dadurch realisierten Zündens soll anhand von 5 erläutert werden.
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Darin
sind über
der Zeitachse t qualitativ eingetragen:
- ΦB
- das negative Potential
der Quelle 26 gemäß 2,
- ΦA
- das Potential einer
behandlungskammerseitig vorgesehenen Entladungsanode, sei dies 38 gemäß 2 oder
mindestens von Teilen der Behandlungskammer-Innenwand 36,
- Φz
- das Potential mindestens
des Teils der Kathodenkammer-Innenwand, der als Zündelektrode
eingesetzt wird,
- ΦK
- das Potential der
thermionischen Kathode 3, entsprechend dem negativen Pol
der Quelle 26, das in 5 als Bezugspotential
eingesetzt ist.
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Zum
Zünden
der Niederspannungs-Bogenentladung wird vorerst die thermionische
Kathode 3 zur Elektronenemission mit dem Heizstrom IH aufgeheizt. Es wird mindestens ein Ionisierungsgas,
wie beispielsweise Argon, durch Leitung 40, sei dies über die
Behandlungskammer 11 oder üblicherweise direkt, in die
Kathodenkammer 1 eingelassen.
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Am
dargestellten Beispiel von 2 wird die ganze
Wand der Kathodenkammer 1 bezüglich der thermionischen Kathode 3 auf
positives Potential gelegt, womit sich zwischen thermionischer Kathode 3 und
Wandung der Kathodenkammer 1, vor Zünden der Entladung, die Zündspannung
UZ gemäß 5 einstellt.
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Aufgrund
des durch die Abstandsrelation zwischen besagter Wand und der Kathode
resultierenden elektrischen Feldes erfolgt die Zündung der Entladung, worauf,
bezüglich
des Elektronenstromes in Gegenrichtung (Stromrichtungskonvention),
ein Strom i entsprechend einem Entladungsstromanteil durch die Einheit 28 und
insbesondere in deren bevorzugter Ausführungsvariante durch das Widerstandselement 30 fließt.
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Das
Potential ΦZ der Wandung der Kathodenkammer 1 sinkt,
womit gemäß 5 während des
Entladungsbetriebes zwischen der Wandung der Kathodenkammer 1 und
der Kathode 3 sich eine wesentlich reduzierte Spannung
UB einstellt.
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Damit
wirkt, im Betrieb, die Wandung der Kammer 1 nur noch in
vernachlässigbarem
Maße als Anode.
Die Primärentladung
wird durch die Blendenanordnung mit der Öffnung 9 zwischen
Kathode 3 und behandlungskammerseitiger Anode aufrechterhalten.
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Um
dieses einfache Vorgehen realisieren zu können, muss mindestens der als
Zündelektrode
verwendete Teil der Kathodenkammerwand dann vom Potential der Behandlungskammerwand
getrennt sein, wenn letztere, wie bevorzugt, als behandlungskammerseitige
Anode eingesetzt wird. Werden dabei in einfacher Art und Weise die
gesamte Wand der Kathodenkammer und mithin auch die Partien 17 als Zündelektrode
eingesetzt, so bleiben diese Partien 17 nach dem Zünden, wie 5 zeigt,
kathodisch, womit sich dieses einfache Vorgehen insbesondere für heikle
Prozesse erst durch das erfindungsgemäße Vorsehen des Schirmes 20 ohne
arcing-Gefahr realisieren lässt.
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In 3 ist
mit Bezug auf die Erfindung dargestellt, dass die Blendenanordnung
mit ihrer mindestens einen Öffnung 9 auch
durch die Wandung der Behandlungskammer 11 gebildet sein
kann.
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In
den 4a bis 4e sind weitere,
teilweise bevorzugte Ausführungsvarianten
des Ausschnittes gemäß 2 um
die Blendenanordnung dargestellt.
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Gemäß 4a ist
der Schirm 20 an der Anordnung gemäß 2 nicht
bis unmittelbar an die mindestens eine Öffnung 9 der Blendenanordnung gezogen,
sondern umgibt die Partien 17 und ist von der Öffnung 9 der
Blendenanordnung beabstandet. Bereits dadurch wird eine maßgebliche
Reduktion des arcings erzielt, und zwar insbesondere dann, wenn
die Kathodenkammer bezüglich
der Behandlungskammerwand auf unterschiedlichem Potential betrieben
wird, z.B. wenn letztere als Anode eingesetzt ist.
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Wie
erwähnt
wurde, ist es äußerst vorteilhaft, dass
mit der Blendenanordnung eine Druckstufe zwischen Kathodenkammer
und Behandlungskammer realisiert wird. Dieser Effekt kann gemäß den 4b bis 4d dadurch
verstärkt
werden, dass an der mindestens einen Blendenöffnung 9 kathodenkammerseitig
und behandlungskammerseitig gemäß 4b je ein Rohrstutzen 44K bzw. 44B vorgesehen wird bzw. gemäß 4c nur kathodenkammerseitig der Stutzen 44K bzw. gemäß 4b nur
behandlungskammerseitig der Stutzen 44B .
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Gestrichelt
sind in den 4b bis 4d die
erfindungsgemäßen Schirme 20 dargestellt.
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Gemäß 4e wird der Stutzen 44B1 ,
durch den Schirm 20 gebildet, ist also potentialfliegend,
wozu, wie schematisch dargestellt, gegebenenfalls zusätzliche
Isolationsabstützungen 46 vorgesehen
werden.
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Nach
dem erfindungsgemäßen Verfahren bzw.
mit der erfindungsgemäßen Vakuumbehandlungsanlage
wird eine Niederspannungs-Bogenentladung, d. h. eine Niederspannungs-Hochstrom-Gasentladung
verwendet bzw. erzeugt. Dieses Verfahren eignet sich ausgezeichnet
für Anwendungen,
worin eine Materialabtragung an einer Oberfläche in der Behandlungskammer
vorgenommen werden soll. Dabei können
entweder Werkstücke
oberflächengereinigt
werden, oder es kann die Innenwand der Vakuumbehandlungskammer 11 gemäß 2 gereinigt werden.
Es hat sich dabei gezeigt, dass ein reaktiver Abtragprozess, beispielsweise
zum Entfernen von Verunreinigungen, die aus Oxid, Kohlenstoff und auch
Kohlenverbindungen bestehen, mit Hilfe von Wasserstoffgas als Reaktivgas
außerordentlich
gute Resultate ergibt. Deshalb wird in dieser Verwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens
bzw. der entsprechenden Anlage, an der Anlage gemäß 2 Wasserstoffgas
in die Behandlungskammer 11 eingelassen und in der Niedervolt-Bogenentladung
aktiviert. Das dadurch realisierte Abtragungsverfahren ermöglicht die
Reinigung von Oberflächen,
auf welche anschließend
haftfeste Schichten höchster
Reinheit abgeschieden werden können.
Dabei ergibt sich eine hohe Abtragrate, was eine hohe Wirtschaftlichkeit
des Verfahrens bedeutet.
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Aufgrund
der hohen Ströme
der Niederspannungs-Bogenentladung tritt, je nach ihrer Bündelung, ein
Elektronenstrahl auf die Rezipientenwand, der lokale Erwärmungen
bis beispielsweise 400°C
ergeben kann, was in gewissen Fällen
unzulässig
ist. Trifft der Elektronenstrahl nicht, wie beim Reinigen auf der Rezipienten-Innenwandung,
sondern zum Reinigen auf einer Substratoberfläche auf, so sind selbstverständlich die
erwähnten
Temperaturbelastungen in vielen Fällen ebenfalls unzulässig. Substrattemperaturen,
welche unter anderem von der Prozesszeit abhängen, dürfen vielfach nicht größer als
110°C betragen,
was oft nach wenigen Minuten bereits erreicht ist. Im weiteren wird
der Elektronenstrahl von Rest-Magnetfeldern der Anlage und Umgebung
sowie vom Erdmagnetfeld abgelenkt. Damit ergeben sich Elektronenflugbahnen
und damit ein Strahlauffreffbereich, der von der lokalen Anlagenorientierung im
Raum abhängt.
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Im
weiteren ergibt sich bei der Oberflächenbehandlung von Substraten
oft und insbesondere bei relativ gebündeltem Plasma der Niederspannungs-Bogenentladung
eine inhomogene Bearbeitungswirkung, wie z.B. eine inhomogene Abtragrate, in
dem Sinne, dass im einen Flächenbereich
des Werkstückes
bzw. Substrates mehr als in einem anderen abgetragen wird, und zwar
relativ unkontrolliert.
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All
diese Probleme, welche sich durch die hohen Werte des Entladungsstromes
von beispielsweise 90 Ampere bei 40 Volt ergeben, lassen sich durch
Anlegen eines zeitkonstanten und/oder zeitvariablen Magnetfeldes
in der Behandlungskammer weitgehendst lösen.
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Um
zu verhindern, dass beim Reinigen der Rezipientenwand oder eines
Substrates eine zu hohe lokale Erwärmung auftritt, werden die
Elektronen des Niederspannungs-Entladungsplasmas mittels eines Magnetfeldes
abgelenkt, d.h. der zu reinigende Bereich wird überstrichen oder es wird der Elektronenstrahl
mit Hilfe des Magnetfeldes örtlich oszillierend
betrieben, d.h. gewobbelt. Damit ergibt sich entlang der gereinigten
Oberfläche
ein Temperaturausgleich.
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Einflüsse des
Erdmagnetfeldes und von Restmagnetfeldern auf die Bahn der Elektronen
werden, nachdem eine Anlage an ihrem Bestimmungsort aufgestellt
ist, mit Hilfe von Kompensationsmagnetfeldern an der Vakuumbehandlungskammer
kompensiert. Eine inhomogene Wirkungsverteilung der Niederspannungsentladung
auf einem zu bearbeitenden Substrat, insbesondere auf einem zu ätzenden,
beispielsweise reinigungszuätzenden
Substrat, wird ebenfalls durch Anlegen bahnkorrigierender Magnetfelder
mindestens teilweise behoben, wobei mit den erwähnten Magnetfeldern der Elektronenstrahl auch
aufgeweitet werden kann. Der Unterschied eines Ätz-Prozesses mit und ohne Magnetablenkung an
einer Anlage gemäß 2 ist
in den 8 und 9 veranschaulicht:
Das Ätzprofil
lässt sich
magnetisch steuern.
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Im
weiteren wird durch Anlegen eines Magnetfeldes die Plasmadichte
erhöht.
Erfolgt dies im Bereich eines zu ätzenden Substrates, so wird
durch die lokale Erhöhung
der Plasmadichte die Abtragrate erhöht. Dies ohne dass die kinetische
Energie auftreffender Partikel erhöht würde. Mithin wird dadurch die Ätzrate erhöht, die
Bearbeitungszeit reduziert und damit die thermische Belastung des
Substrates herabgesetzt.
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In 6 ist
rein schematisch die Behandlungskammer 11 gemäß 2 dargestellt,
mit einer schematisch dargestellten Elektronenbahn e. Durch Anlegen
des Magnetfeldes B wird die Bahn e, wie gestrichelt eingetragen,
abgelenkt. Die Erzeugung des Magnetfeldes B erfolgt mittels Permanentmagneten oder,
wie dargestellt, mittels Elektromagneten, die als Paar, oder im
Sinne eines Quadropols, als Doppelpaar entlang der Wandung der Behandlungskammer vorgesehen
sind und zur Optimierung der Elektronenbahnen bzw. des Elektronenstrahls,
gestellt werden.
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Gemäß 7,
welche im Längsschnitt
schematisch die Anlage gemäß 2 zeigt,
ist ein Werkstückträger 50 in
der Vakuumbehandlungskammer 11 so angeordnet, dass er außer Sichtverbindung
zur thermionischen Kathode 3 ist. Dies hat den wesentlichen
Vorteil, dass störende
Wechselwirkungen von Kathode und Werkstück unterbunden sind. Der Elektronenstrahl
e wird mittels des Magnetfeldes B nach Austreten aus der Blende 9 gegen
den Werkstückträger 50 bzw.
die Werkstücke
abgelenkt.
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Somit
können
durch Anlegen von Magnetfeldern der Verlauf und/oder die Aufweitung
des Elektronenstrahls im Niederspannungsentladungsplasma gezielt
gestellt werden.
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Rückblickend
auf die Anlage gemäß 2 wurde
weiter ein Widerstandswert für
das Widerstandselement 30 von 22 Ohm eingesetzt, was bei
einem Gesamtentla-dungsstrom 10 bis 20 Ampere
und einer Kathoden/Anoden-Spannung von 25 Volt zu einem Strom durch
den Widerstand von 1 Ampere führte.
Im weiteren muss erwähnt
werden, dass der gefundene starke Einfluss der erwähnten Magnetfelder, und
damit die gute Steuerbarkeit der Elektronenbahnen, wesentlich dadurch
bedingt ist, dass die kinetische Energie der Elektronen dank der
eingesetzten Niederspannungs-Bogenentladung gering ist.
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Die
erfindungsgemäße Anlage
bzw. das erfindungsgemäße Vorgehen,
ergeben die Möglichkeit, Niederspannungs-Bogenentladungen
einzusetzen für
hoch diffizile Anwendungen, wie beispielsweise für die Halbleiterherstellung,
bei denen Prozessgas-Partialdrucke von typisch kleiner als 10–9 mbar eingesetzt
werden müssen.
Das Vorgehen ergibt aber bereits bei wesentlich höheren Prozess-Total-Drucken
schon ab 10–1 mbar
bezüglich
des erwähnten
arcings wesentliche Vorteile.
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Falls
das erfindungsgemäße Vorgehen
für Hochvakuum-
oder gar Ultrahochvakuum-Anwendungen
eingesetzt wird, werden selbstverständlich die Isolations- bzw.
Dichtungsverbindungen der- in 2 prinzipiell
vorzusehenden Teile in den den jeweiligen Vakuumbereichen üblichen
Techniken ausgeführt.
Gerade bei Behandlungsprozessen, in welchen extrem tiefe Partialdrucke
der beteiligten Prozessgase bzw. Arbeitsgase sicherzustellen sind,
hat sich die Ausbildung der Blendenanordnung zur Druckstufenbildung
gemäß den 4b bis 4e bzw. 10 ausgezeichnet
bewährt.
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Damit
lassen sich nun die erwähnten
Niederspannungs-Bogenentladungen einsetzen für hoch diffizile Verfahren,
wie insbesondere für
die Behandlung von Werkstücken
mit elektrostatisch aus der Entladung in der Behandlungskammer extrahierten monopolaren
Ladungsträgern,
wie für
elektronenstimulierte chemische Reaktionen auf den Werkstücken bei
hoher Elektronendichte und kleiner Elektronenenergie, dabei insbesondere
auch für
Niedertemperatur-Behandlungsprozesse und Schichtwachstumsprozesse
auf den Werkstücken,
wie für
Homo- und Hetero-Epitaxie-Beschichtungsprozesse.