DE430730C - Verfahren zum Erzeugen von Brennstoffbriketten - Google Patents

Verfahren zum Erzeugen von Brennstoffbriketten

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DE430730C
DE430730C DEM88530D DEM0088530D DE430730C DE 430730 C DE430730 C DE 430730C DE M88530 D DEM88530 D DE M88530D DE M0088530 D DEM0088530 D DE M0088530D DE 430730 C DE430730 C DE 430730C
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asphalt
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fuel
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DEM88530D
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10LFUELS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; NATURAL GAS; SYNTHETIC NATURAL GAS OBTAINED BY PROCESSES NOT COVERED BY SUBCLASSES C10G OR C10K; LIQUIFIED PETROLEUM GAS; USE OF ADDITIVES TO FUELS OR FIRES; FIRE-LIGHTERS
    • C10L5/00Solid fuels
    • C10L5/02Solid fuels such as briquettes consisting mainly of carbonaceous materials of mineral or non-mineral origin
    • C10L5/06Methods of shaping, e.g. pelletizing or briquetting
    • C10L5/10Methods of shaping, e.g. pelletizing or briquetting with the aid of binders, e.g. pretreated binders
    • C10L5/22Methods of applying the binder to the other compounding ingredients; Apparatus therefor

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Description

  • Verfahren zum Erzeugen von Brennstoffbriketten. Für diese Anmeldung ist gemäß dem ünionsvertrage vom 2. Juni tgt t die Priorität auf Grund der Anmeldung in Großbritannien vom 18. März ig2:f Beansprucht. Den Gegenstand der Erfindung bilden gewisse Verbesserungen bei dem Flocken und Brikettieren von Brennstoffen, z. B. nasser Kohle, und in gewissen Grenzen stellt der Erfindungsgegenstand eine Verbesserung oder Abänderung des Erfindungsgegenstandes gemäß Patent 423381 dar.
  • Brikette, die ,-t Kohlenteer allein als Bindemittel hergestellt werden, s.`nd leicht weich und krümelig. Wenn ein Brikett mit einem geeigneten Gem-sch von Kohlenteer und hartem Pech hergestellt wird, so kann es sehr hart sein, ist jedoch ebenfalls spröde. Es neigt infolgedessen zum Zerbrechen be'm Transport, und geeignete Versuche ergeben einen verhältnismäß'g niederen Kohäsionscharakter. Die Verwendung von größeren Mengen Pech gibt weichere Brikette, die aber doch nicht sehr zähe sind. Ein Zweck der Erfindung besteht darin, Brikette zu erzielen, die sowohl. hart wie auch zähe sind.
  • Ein anderes Bindemittel, das bei der Herstellung von Briketten bereits verwendet wurde, ist Asphalt, wie z. B. der Rückstand der Destillation von Petroleum mit asphaltischer Grundlage. Wenn be_ der Herstellung von Briketten Asphalt in geschmolzenem Zustand zugesetzt wird, werden zähe Brikette erzielt. die aber nicht sehr hart sind. Ihre Konsistenz `st ungefähr die von Hartgummi. Ein Zusatz von hartem Pech zu dem Asphalt erhöht die Härte des Briketts, wobei jedoch ein wesentlicher Teil der Zähigkeit geopfert werden muß. Es ist ferner festgestellt worden, daß die Verwendung von Asphalt mit einer Penetration von weniger als Zoo Penetrometereinheiten nach D o w Schwierigkeiten macht.
  • Die Erfinder haben festgestellt, daß, wenn die Verteilung des B'ndemittels durch Rühren des Brennstoffs mit dem Bindem-ttel und Wasser in Form einer le'chtflüssigen wäßrigen Trübe erfolgt, so daß der Brennstoff mit dem Bindem-ttel überzogen und geflockt wird, Brikette aus dem Produkt gemacht werden können, die sowohl hart wie auch zäh sind, vorausgesetzt, daß das Bindemittel in einer wäßrigen Emulsion von Asphalt besteht. Eine derartige Emulsion zerfällt bei dem Flockungsvorgang, wenn sie nicht unzuläss-g haltbar ist.
  • Demgemäß wird der Erfindungsgegenstand dadurch gekennzeichnet, daß das Bindecri ttel in einer wäßr_'gen Asphaltemulsion besteht, die unter den Bedingungen der Flockung unhaltbar ist, so daß ein dünnes Häutchen von Asphalt auf den Brennstoffteilchen erzeugt wird. Wäßrige Emuls=onen gewisser Asphaltsorten flocken den Brennstoff im kalten Bade nicht, und in solchen Fällen ist es vorteilhaft, ein geeignetes Flockungsmittel zuzusetzen, wie beispielsweise Kreosotöl. Wenn das Flockungsmittel mit dem geschmolzenen Asphalt vor dessen Emulgierung gemischt wird, kann die Menge des erforderlichen Flockungsmittels wesentlich herabgesetzt werden.
  • Vorzugsweise wird d'e Emulsion so hergestellt, daß man zunächst Asphalt von . der Art des Rückstandes der Destillation von asphaltischem Rohpetroleum (Petrolpech) gegebenenfalls unter Zufügung eines Verdünnungsmittels (cut back), wie Kreosotöl, schmilzt, eine der höheren Fettsäuren oder ein öl, das sie im Verhältnis von 1/h Prozent bis 2 Prozent des Asphaltgewichts enthält, zusetzt, das geschmolzene Gemisch einer warmen, alkalischen, wäßrigen Lösung unter Rühren zum Zweck des Emulgierens einträgt. Der Zusatz von Fettsäure o. dgl. fördert das Mischen des Verdünnungsmittels mit dem Asphalt und auch die Emulgierung des Gemisches. Die so hergestellte Asphaltemulsion ist eine unbeständige, indem der Asphalt sich in ungefähr einer Stunde absetzt. Eine derartige Emulsion wird beim Rühren mit dem Brennstoff leicht zerlegt, und die Kohl eteilchen werden in wirksamer Weise mit einer dünnen Asphalthaut überzogen, die die Herstellung eines harten und zähen Briketts ermöglicht.
  • Es ist zweckmäßig, nach dem Zumischen des emulgierten Bindemittels zu der Trübe das Rühren fortzusetzen und die Trübe auf 6o bis ioo° C zu erwärmen. Das Erwärmen fördert die Zerlegung der Emulsion und das wirksame Überziehen der Brennstoffteilchen.
  • Eine Ausführungsform des neuen Verfahrens zeigt das folgende Beispiel: 6 Teile Asphalt (Penetration ioo), gewonnen als Rückstand bei der D,estillat?on von mexikanischem Brennöl, wurde geschmolzen und ein Teil Kreosotöl aus den Teams Byproduct Works, Dunston-on-Tyne zugesetzt. Das Kreosotöl und der Asphalt mischten sich nicht, aber als ölsäure im Verhältn55s von 1/2 bis i Prozent des gesamten Gewichts des Asphalts und Kreosotöls zugesetzt wurde, gelang eine vollständige Mischung. Das geschmolzene Gemisch wurde in das dreifache Gewicht von Londoner Leitungswasser bei einer Temperatur von über 6o°, das durch Zusatz von Natriumkarbonat in einem Verhältnis von 2 Prozent des Gesamtgewichts des Asphalts und des Kreosotöls alkalisch gemacht war, eingeschüttet und durch heftiges Rühren eine Emulsion erzeugt. Es ergab sich, daß die Emulsion beim Abkühlen auseinanderfiel. Die heiße Emulsion wurde einer wäßrigen Trübe von fein verteilter Kohle in einem derartigen Verhältnis zugesetzt, daß 7 Teile des Asphalt-Kreosotölgemisches auf i oo Teile Kohle (Trockengewicht) kamen. Es erfolgt lebhafte Flockung der Kohle. Nach Erhitzen der Trübe auf ungefähr 8o° C ließ man die Flüssigkeit ablaufen und brachte de Masse in eine Form, die mit Wasserauslässen versehen war, und übte einen Preßdruck von 3oo kg auf den Quadratzentimeter aus. Das erzeugte Brikett war hart und zähe und enthielt etwa g Prozent Feuchtigkeit, die in 2 Stunden auf ¢ Prozent herabging.
  • Die dem Asphalt zum Zweck des Emulgierens zugesetzte Fettsäure oder fettes öl kann ölsäure enthalten, und die wäßrige alkalische Lösung, in der der Asphalt verteiilt wird, kann Natriumkarbonat in einem Verhältnis von 2 Prozent des Gewichts des zuzufügenden Asphalts enthalten. Der Verhältnis des Asphalts zur alkalischen Lösung ist vorzugsweise etwa i : ¢.
  • Wenn man die gefleckte Masse von Kohlenteilchen erzeugt in der oben gezeigten Weise, einem Preßdruck von ungefähr 3oo kg auf das Quadratzentimeter aussetzt, wird das freie Wasser im wesentlichen ausgetrieben und ein hartes und zähes Brikett erzielt. Statt Kreosotöl kann Brennöl aus Texas oder Mexiko als Verdünnungsmittel verwendet werden. Statt ölsäure kann Baumwollsamenöl als Fettsäure zur Herstellung der Asphaltemulsion dienen.

Claims (6)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Erzeugen von Brennstoffbriketten, wobei der Brennstoff in wäßriger Suspension unter Zusatz von Bindemittel so gerührt wird, daß er vor dem Preßvorgang mit dem Bindemittel überzogen und geflockt wird, dadurch gekennzeichnet, daß als Bindemittel eine unter den Bedingungen des Fleckens unhaltbare wäßrig.e Asphaltemulsion dient, derart, daß auf den Brennstoffteilchen eine dünne Asphalthaut gebildet wird und harte und zähe Brikette erzeugt werden.
  2. 2. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß zum Gewinnen der Emulsion von Asphalt geschmolzen eine der höheren Fettsäuren (z. B. Ölsäure) oder ein sie enthaltendes Öl im Verhältnis Von 1/2 b_s 2 Gewichtsprozent des Asphalts zugesetzt und das geschmolzene Gemisch in eine warme, alkalische, wäßrige Lösung unter Rühren zur Erzielung einer vorübergehenden Emulsion des Asphalts eingetragen wird.
  3. 3. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß zur Erleichterung der Flockung ein Verdünnungsmittel, wie Kreosotöl, dem Asphalt vorzugsweise vor dem Emulgieren zugesetzt wird. q..
  4. Verfahren nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Rühren der Trübe mit dem Bindemittel bei einer Badtemperatur von 6o bis ioo° C durchgeführt wird.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daB die alkalische Lösung Natriumkarbonat im Verhältnis von etwa 2 Gewichtsprozent des zuzusetzenden Asphalts enthält.
  6. 6. Verfahren nach Anspruch a bis ¢, dadurch gekennzeichnet, daB das Verhält- ia nis des Asphaltgemisches zur alkalischen Lösung etwa i : 4 beträgt.
DEM88530D 1924-03-18 1925-02-24 Verfahren zum Erzeugen von Brennstoffbriketten Expired DE430730C (de)

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