DE43059C - Gasmotor für Strafsenfahrzeuge - Google Patents

Gasmotor für Strafsenfahrzeuge

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DE43059C
DE43059C DENDAT43059D DE43059DA DE43059C DE 43059 C DE43059 C DE 43059C DE NDAT43059 D DENDAT43059 D DE NDAT43059D DE 43059D A DE43059D A DE 43059DA DE 43059 C DE43059 C DE 43059C
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DE
Germany
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air
engine
cylinder
motor
gas engine
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT43059D
Other languages
English (en)
Original Assignee
E. STEVENS in Brüssel, Belgien
Publication of DE43059C publication Critical patent/DE43059C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61CLOCOMOTIVES; MOTOR RAILCARS
    • B61C5/00Locomotives or motor railcars with IC engines or gas turbines

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Transportation (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Auf beiliegenden Zeichnungen veranschaulicht Fig. ι eine Lokomotive für Strafsenbahnen; Fig. 2 und 3 zeigen im Längs- bezw. Querschnitt einen Carburirapparat; Fig. 4 ist eine Modification desselben; Fig. 5 zeigt eine Vorrichtung zum anfänglichen Anwärmen der Carburirflüssigkeit; Fig. 6 und 7 zeigen zwei Ausführungen eines Apparates zum Verhüten des puffenden Geräusches beim Entweichen der Brenngase; Fig. 8 zeigt im Schnitt den Apparat zum Kühlen des in Umlauf befindlichen Wassers.
Der Gasmotor A (Fig. 1) dient einerseits zum Betriebe der Luftcompressionspumpe B und andererseits zum Betriebe der das Wasser in Umlauf versetzenden Pumpe P. Die Luftpumpe B drückt die Luft in den Behälter C, von wo aus dieselbe in den Luftmotor D tritt, um aus letzterem in den Behälter O zu entweichen. Die Wahl des Gasmotors ist gleichgültig, doch sei bemerkt, dafs sich die Construction desselben dadurch vereinfachen läfst, dafs man statt eines Gemisches aus Gas und gewöhnlicher Luft ein solches mit comprimirter Luft anwendet, welche dem Behälter C entnommen wird, so dafs also das Comprimiren der Luft des Gemisches durch den Motor selbst fortfällt. Zur Herstellung des zum Betriebe des Gasmotors dienenden Gemenges aus comprimirter Luft und den Dämpfen von Naphta, Petroleum oder anderen Kohlenwasserstoffen dient einer der beiden in den Fig. 2 und 3 bezw. 4 dargestellten Carburirapparate. Der durch Fig. 2 und 3 veranschaulichte Apparat eignet sich für den Fall, wo weniger stark flüchtige und weniger leicht entzündbare Carburirflüssigkeiten benutzt werden. Der Apparat besteht aus einem Röhrenkessel E mit doppelten Böden. Die Carburirflüssigkeit umspült die Rohre F, durch welche die aus dem Gasmotor A entweichenden Verbrennungsgase hindurchziehen. Letztere treten bei A' in den einen doppelten Boden ein und strömen am anderen Ende durch B' ab. Die aus der erwärmten Carburirflüssigkeit aufsteigenden Dämpfe sammeln sich in dem Dom H, woselbst dieselben mit atmosphärischer Luft gemengt werden, welche durch das Rohr D' zuströmt. Das Gemenge aus Luft und den Kohlenwasserstoffdämpfen strömt durch das Rohr C ab.
Das Einfüllen der Carburirflüssigkeit in den Kessel E erfolgt durch den Hahn /. Bei Inbetriebsetzung der gesammten Anlage mufs die Verdampfung der Carburirflüssigkeit durch Wärmezufuhr von einer besonderen Wärmequelle aus eingeleitet werden. Es kann dies durch Dampf erfolgen, welcher mittelst eines besonderen Petroleumkochers erzeugt und durch den Hahn L eingeleitet wird. Es kann, wie Fig. 5 veranschaulicht, hierzu mit dem Kessel E aber auch eine besondere Feuerungsanlage O' für Holz oder Kohlen combinirt werden, deren Brenngase durch Oeffnen einer Drosselklappe K durch das Ende des ebenfalls mit einer Drosselklappe versehenen Rohres A' in die Heizrohre F des Kessels eingeführt werden.
Für sehr flüchtige und leicht entzündbare Carburirflüssigkeiten empfiehlt es sich, einen nach Fig. 4 eingerichteten Verdampfungskessel anzuwenden. Hier sind die inneren Böden P und Q selbst wieder doppelt hergestellt und durch die nur bis zu den innersten Böden reichenden Rohre F1 andere bis zu den äufseren
Böden der Doppelböden reichende Rohre f hindurchgezogen, durch welche Verbrennungsgase streichen. Die Räume e zwischen den Böden, sowie die Zwischenräume zwischen den Rohren F und/ sind mit Wasser gefüllt, so dafs also die durch die Rohre f abziehenden Verbrennungsgase, welche durch das Rohr A' aus dem Cylinder des Gasmotors A in den Kessel E einströmen, ihre Wärme nur an das Wasser und nicht direct an die Carburirflüssigkeit abgeben können. Es ist ersichtlich, dafs durch Ablassen des heifsen Wassers und Zulassen von kaltem Wasser die Temperatur im Kessel E derart geregell werden kann, dafs die für die betreffende Carburirflüssigkeit zulässige Erwärmung niemals überschritten und somit jede Selbstentzündung bezw. Explosion der Dämpfe verhindert wird. Letztere können nach einem besonderen Mischbehälter geleitet und hier statt mit gewöhnlicher auch mit compriminer Luft gemengt werden, welche zweckmälsig dem Behälter C entnommen wird. In diesem Falle kann das Comprimiren der den Gasmotor betreibenden Mischung innerhalb des Cylinders des Motors selbst fortfallen.
Die aus dem Kessel E abziehenden Verbrennungsgase treten durch das Rohr B' in den Apparat (Fig. 6) ein, welcher zum Dämpfen des mit dem Ausstofsen der Verbrennungsgase sonst verbundenen puffartigen Geräusches dient. Dieser Apparat besieht aus einem Rohr M, in welches ein Cylinder M' aus siebartig durchlochtem Blech eingesetzt ist. Der Raum zwischen M und M' ist mit einem derartigen unverbrennbaren Stoff, z. B. Asbest oder Glimmer, ausgefüllt, welcher die Schwingungen nicht zu übertragen vermag, so dafs hierdurch also das beim Ausstofsen der Verbrennungsgase entstehende Geräusch gedämpft wird.
In einzelnen Fällen, wo eine horizontale Lage dieses Schalldämpfungsapparates angemessen erscheint, empfiehlt es sich, demselben die durch Fig. 7 veranschaulichte Einrichtung zu geben. Die von dem Carburirbehälter it kommenden Verbrennungsgase treten durch B' ein, ziehen horizontal durch den siebartig gelochten und mit einem Mantel aus feuerfestem Material umgebenen Blechbehälter M' und treten durch den Schornstein S ins Freie. Die beim Durchgang durch den Carburirkessel E etwa condensirten Theile der Dämpfe fliefsen durch das Rohr B" ab.
Um von vornherein die Menge der in den Carburirapparat eintretenden Verbrennungsgase regeln zu können, empfiehlt es sich, in dem Ueberleitungsrohr A' eine Drosselklappe anzuordnen und vor dieser Klappe ein direct nach dem Dämpfungsapparat M führendes Rohr abzuzweigen. Der Luftmotor D ist in gleicher Weise wie der Gasmotor A mit doppelwandig«!! Cylinderinanlel versehen. Ein Rohr t t' verbindet die beiden hohlen Mantelräume von A und D. Der letztere ist durch das Rohr t" t'" mit der Pumpe P in Verbindung gebracht, deren Druckrohr t!V nach dem Kühlapparat O geleitet ist, in welchem die Kühlung des aus den beiden Mantelräumen durch die Pumpe abgesaugten Wassers durch die aus dem Luftmotor entweichende expandirte Luft bewirkt wird. Der Kühlapparat O ist in Fig. 8 für sich dargestellt. Derselbe gleicht in seiner Einrichtung im wesentlichen einem stehenden Röhrenkessel, dessen ä'ufserer Mantel nach Art eines Heizkörpers mit Rippen versehen sein kann. Dnc aus den Cylindern des Luftmotors abziehende, sich wieder ausdehnende und demgemä'fs auch abkühlende Luft tritt unten durch das Rohr T ein, passirt die verticalen, von dem warmen Wasser umspülten Rohre und entweicht durch T". Das von der Pumpe P durch t" t'" aus den Cylindermänteln angesaugte Wasser tritt durch das Rohr tIV in den die Rohre umsehenden Raum ein und fliefst oben abgekühlt durch das Rohr tv nach dem Mantelraum des Gasmotors ab.
Das Wasser macht also einen beständigen Umlauf und wirkt hierbei einerseits kühlend auf den Cylinder des Gasmotors und andererseits erwärmend auf die Cylinder des Luftmotors ein, indem dasselbe hier die am Gasmotor aufgenommene Wärme wieder theilweise abgiebt.
Falls der Behälter für die comprimirte Luft ebenfalls doppelwandig gefertigt wird, kann der Umlauf des Wassers auch noch durch diesen Mantelraum hindurchgeleitet werden.
Um die mit der Zeit eintretenden Verluste an Kühlwasser ausgleichen und nöthigenfalls die Kühlwirkung des Kühlapparates O unterstützen zu können, ist ein kleines Kaltwasserreservoir R angeordnet, aus welchem durch Oeffnen des Hahnes V durch das Rohr u kaltes Wasser direct in das Rohr t" t'" eingelassen werden kann.
In einzelnen Fällen wird es möglich sein, die Pumpe P fortzulassen und schon durch die verschiedenen Dichtigkeiten des Wassers in den verschiedenen Theilen der Leitung einen hinreichenden Umlauf zu erzielen.
Um bei Inbetriebsetzung des Gasmotors den Widerstand der comprimirten Luft nicht zur Geltung kommen zu lassen, empfiehlt es sich, einen an der Luftpumpe vorhandenen Hahn zu öffnen, so dafs diese Pumpe also Anfangs leer geht, bezw. die Pumpe zunächst ganz auszuschalten und erst später einzurücken.
Der vorliegende Motor kann natürlich auch für andere Zwecke als Strafsenbahnbetrieb Anwendung finden.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche:
    Ein Motor für Strafsenbahn-Fahrzeuge, bestehend aus der Combination eines Luftmotors mit doppelwandigem Cylinder (D) und eines gleichfalls mit doppelwandigem Cylinder (A) versehenen Gasmotors, mittelst dessen die zum Betriebe des Luftmotors erforderliche comprimirte Luft gewonnen wird, in Verbindung mit einem stetigen, auf den Cylinder des Gasmotors kühlend, auf den Cylinder des Luftmotors wärmend einwirkenden Wasserumlauf und einem Kühlapparat, in welchem die Kühlung des von dem Cylindermantel des Luftmotors kommenden warmen Wassers durch die mit der Ausdehnung der aus dem Luftmotor abziehenden Luft verbundene Wärmebindung bewirkt wird.
    In Verbindung mit dem unter ι. gekennzeichneten Motor ein Apparat zur Dämpfung des mit dem Abziehen der Verbrennungsgase des Gasmotors verbundenen Geräusches, bestehend aus einem verticalen oder horizontalen erweiterten Cylinder (M) mit einem cylindrischen Einsatz (M1) aus durchlochtem Blech und einer Zwischenfüllung aus feuerfestem Material (Asbest, Glimmer).
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
DENDAT43059D Gasmotor für Strafsenfahrzeuge Expired - Lifetime DE43059C (de)

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