DE4305447C2 - Fahrbare Patientenliege - Google Patents
Fahrbare PatientenliegeInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine fahrbare Patientenliege mit einem
Fahrgestell, einer an dem Fahrgestell gehaltenen höhenver
stellbaren Stützvorrichtung und einer von der Stützvorrichtung
getragenen Liegefläche, wobei die Stützvorrichtung eine Hub
vorrichtung mit Parallelogramm-Führung umfaßt, welche mit einem
Ende an einem unteren am Fahrgestell angeordneten Lagerbock ab
gestützt ist und mit dem anderen Ende einen oberen Lagerbock
trägt, an dem die Liegefläche gehalten ist.
Solche Patientenliegen werden häufig als multifunktionale Not
falltransporter verwendet, mit denen Patienten von der Patien
tenaufnahme bzw. der Ambulanz zu den einzelnen Funktionsberei
chen des Krankenhauses, wie z. B. Röntgenzentrum, Computertomo
graph, etc., gebracht werden.
Die Verwendung der Patientenliege auch in den unterschiedlichen
Funktionsbereichen des Krankenhauses, beispielsweise als Liege
für Röntgenuntersuchungen, etc., setzt voraus, daß der Patient
sehr stabil gelagert werden kann. Die bisherigen Notfalltrans
porter erfordern insbesondere aufgrund der geforderten Höhen
verstellbarkeit einen großen konstruktiven Aufwand.
Aus der DE 35 00 212 A1 ist ein Patiententrolley der eingangs
beschriebenen Art bekannt, bei dem an einem rechteckigen Fahr
gestellrahmen eine am linken und rechten Längsholm des Rah
mens angelenkte doppelte Parallelogrammführung als Hubvorrich
tung dient. Eine Trendelenburg- oder Anti-Trendelenburg-
Stellung ist mit diesem Patiententrolley nicht realisierbar.
Im Zusammenhang mit Lagerungsgestellen in Krankenkraftwagen ist
aus dem deutschen Gebrauchsmuster 76 16 607 bekannt, mittig zur
Liege eine Hub-/Schwenkvorrichtung mit Parallelogrammführung
anzuordnen. Mittels eines von der Parallelogrammführung ge
trennten Hydraulikzylinders ist eine zusammengesetzte Verschie
be- und Drehbewegung möglich.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine vereinfachte Konstruktion
einer fahrbaren Patientenliege vorzuschlagen, die den konstruk
tiven Aufwand insbesondere in bezug auf die Höhenverstell
barkeit der Liege minimiert und gleichzeitig die Möglichkeit
einer Trendelenburg- oder Anti-Trendelenburg-Stellung für die
Liege schafft.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Par
allelogrammführung der Hubvorrichtung einen tragenden Arm sowie
eine in ihrer Länge verstellbare Strebe umfaßt, welche mit ih
rer Längsachse parallel zur Längsachse des Arms angeordnet und
welche beide jeweils mit einem Ende am unteren Lagerbock und
mit dem anderen Ende am oberen Lagerbock schwenkbar gehalten
sind.
Die Stützvorrichtung wird vorzugsweise in etwa mittig zur
Längsrichtung der fahrbaren Patientenliege angeordnet und kann
insbesondere seitlich versetzt angeordnet werden, so daß der
Raum unterhalb der Patientenliege von einer Längsseite aus ge
sehen im wesentlichen frei zugänglich bleibt.
Die erfindungsgemäße konstruktive Lösung erfordert also nur ei
ne einzelne Stützvorrichtung, die mit wenigen mechanischen und
Antriebselementen auskommt.
Die Längenverstellbarkeit der Strebe hat den Vorteil, daß durch
ihre Längenverstellung eine Verschwenkung der Liegefläche aus
der Horizontalen heraus möglich ist. Damit lassen sich bei der
Patientenliege problemlos die sogenannten Trendelenburg- und
Antitrendelenburg-Stellungen realisieren, was einer Drehung der
Liege aus der Horizontalen um ihre Querachse um ca. 20° in bei
de Richtungen entspricht.
Die Bauweise der zuvor vorgestellten Parallelogrammführung ist
zudem recht kompakt zu gestalten, so daß eine relativ niedrige
minimale Höhe der Liege realisiert werden kann, welche wün
schenswerterweise deutlich weniger als 600 mm beträgt.
Andererseits wird durch die Parallelogrammführung die Hubbewe
gung keinesfalls eingeengt, so daß auch mit der vorliegenden
fahrbaren Patientenliege eine Verstellung der Höhe der Liege
fläche auf ca. 900 mm erfolgen kann. Diese Höhe der Liegefläche
wird für die Behandlung und Untersuchung des Patienten häufig
notwendig.
Die Länge des tragenden Arms wird vorzugsweise so bemessen, daß
die angestrebte Höhendifferenz der beiden Extrempositionen der
Liegefläche damit einstellbar sind, daß die Längsachsen des
tragenden Arms bzw. der Strebe beim Verstellen der Liegefläche
zwischen den Extrempositionen einen Winkelbereich β₂ von 25°
bis 40°, vorzugsweise ca. 30° bis ca. 35° überstreichen.
Günstig ist es ferner, wenn die Längsachsen des tragenden Arms
und der Strebe mit der Horizontalen im Zustand der vollständig
abgesenkten Liegefläche einen Winkel β₁ im Bereich von 30° bis
10°, vorzugsweise ca. 6° bilden.
Die Anlenkpunkte des tragenden Arms und der längenverstellbaren
Strebe am unteren Lagerbock werden vorzugsweise auf einer Gera
den angeordnet, welche mit der Horizontalen einen Winkel α im
Bereich von 60° bis 80°, vorzugsweise ca. 65° bis ca. 70° bil
det.
Vorzugsweise sollte die Winkelbeziehung
α + β₁ + β₂/2 ≈ 90°
gelten.
Wenn die obengenannten Vorgaben für die Winkel α, β₁ und den
Winkelbereich β₂ eingehalten werden, erhält man bei mittlerer
Stellung der Liegeflächenhöhe einen Winkel γ zwischen der
Längsachse des tragenden Arms und der Geraden, auf der die An
lenkpunkte des tragenden Arms und der Strebe liegen, der unge
fähr 90° beträgt.
Die Parallelogrammführung bildet mit ihren vier Seiten in die
sem Zustand des halben möglichen Hubes ungefähr ein Rechteck.
Die Abweichungen von dieser Winkelstellung zu den beiden Ex
trempositionen der Liegeflächenhöhen betragen für den Winkel γ
maximal ca. ± 20°, was sicherstellt, daß auch bei einer
Trendelenburg- oder Anti-Trendelenburg-Stellung der Liegefläche
noch im wesentlichen eine Parallelführung erfolgt, da der Win
kelfehler klein genug gehalten ist.
Der tragende Arm wird am oberen und unteren Lagerbock ferner
bevorzugt mittels außermittig angeordneten Lagerpunkten gehal
ten, was bei kleinstem Raumbedarf eine maximale Distanz zu den
Lagerpunkten der jeweils benachbarten Enden der Strebe und de
ren Lagerpunkten erlaubt und damit auch eine Optimierung der
Hebelverhältnisse für die Hubbewegung sowie die Verschwenkbewe
gung beim Kippen in die Trendelenburg- oder Anti-Trendelen
burg-Stellung der Liegefläche.
Die Höhenverstellbarkeit der Patientenliege mittels der Hubvor
richtung kann durch einen Hydraulikzylinder als Antriebsaggre
gat erfolgen, der beispielsweise mit einem Ende an der tragen
den Säule und mit dem anderen Ende an dem unteren Lagerbock an
gelenkt ist.
Vorzugsweise wird das Fahrgestell der erfindungsgemäßen fahrba
ren Patientenliege einen C-förmigen Rahmen umfassen, welcher
aus zwei Querholmen und einem dazwischenliegenden Längsholmen
zusammengesetzt ist. Der Längsholm wird dann auch den Träger
für den unteren Lagerbock bilden. Eine solche Fahrgestellkon
struktion ist an sich aus der DE 19 60 444 A1 bekannt. Hier ist
dann die Hubvorrichtung außermittig, d. h. an dem einen Längs
holm des Fahrgestells angeordnet.
Vorzugsweise wird die fahrbare Patientenliege mit feststellba
ren Lenkrollen ausgerüstet (vgl. DE-GM 91 13 815) und
gegebenenfalls zusätzlich mit einer mittig zwischen vorderen
und hinteren Rollen angeordneten Steuerungsrolle, die vom
Gestell aus gesehen nach unten ausgefahren werden kann und
damit einen Drehpunkt für die Patientenliege insgesamt bilden
kann. Dies erlaubt die Realisierung eines extrem kleinen
Wendekreises, so daß die fahrbare Patientenliege auf diese
Weise sehr gut manövrierfähig ist und durch engste Flure bzw.
Durchlässe bewegt werden kann.
Bei einer weiteren Ausführungsform wird die Liegefläche der Pa
tientenliege dreigeteilt sein, wie dies aus der DE 23 23 760 an
sich bekannt ist, wobei das mittlere Segment, das Sitzsegment,
mit dem oberen Lagerbock verbunden ist. Damit wird die am
stärksten durch das Gewicht des Patienten belastete Teilfläche
der Liegefläche direkt mit der Hubvorrichtung gekoppelt, so daß
direkt die Krafteinleitung in die Hubvorrichtung vorgenommen
werden kann.
An dem mittleren Teilsegment der Liegefläche sind dann das
Beinsegment sowie die Rückenplatte schwenkbar angeordnet, wobei
vorzugsweise eine Verschwenkung gegen die Sitzfläche von bis zu
+ 75° für die Rückenlehne und für die Beinplatten von + 30° bis
-45° üblicherweise vorgesehen wird.
Bevorzugt werden für die Liegefläche bzw. deren Einzelsegmente
integralgeschäumte Polster verwendet, welche elektrisch leit
fähig und vor allem desinfektionsmittelbeständig sind.
Die Notfall-Erstversorgung in der Klinik umfaßt meist zahlrei
che Maßnahmen. Die erfindungsgemäße fahrbare Patientenliege
bietet vielseitige Verwendungsmöglichkeiten bei der Lagerung
von Patienten beim Transport, der Diagnostik, der Behandlung
etc.
Um möglichst umfassend allen Problemstellungen gerecht zu wer
den, beinhalten bevorzugte Patientenliegen gemäß der Erfindung:
- - einen seitlich offenen C-förmigen Fahrgestellrahmen für das problemlose Röntgen mit dem sogenannten C-Bogen;
- - große Rollen und ein fünftes Rad garantieren optimales Fahrverhalten;
- - ergonomischer Schiebegriff;
- - robuste und rostfreie Ausführung, um dem harten Klinik alltag gerecht zu werden;
- - weiches 50 mm integral geschäumtes Polster;
- - wartungsfreie Ölhydraulik;
- - Minimalhöhe von 560 mm, damit auch kleine Patienten leicht aufsteigen können;
- - 3teilige Liegefläche für eine gute Lagerung aller Not fall-Patienten (z. B. auch bei Asthma);
- - zentrale Bedienungselemente für die einfache Handhabung.
Die Erfindung wird im folgenden anhand der Zeichnung noch näher
erläutert. Es zeigen im einzelnen:
Fig. 1 perspektivische Ansicht einer erfindungsgemäßen
fahrbaren Patientenliege;
Fig. 2 Seitenansicht einer erfindungsgemäßen Patien
tenliege; und
Fig. 3 Schnittansicht längs Linie 3-3 in Fig. 2.
Fig. 1 zeigt eine insgesamt mit dem Bezugszeichen 10 bezeich
nete fahrbare Patientenliege mit einem Fahrgestell 12, an dem
zur Längsrichtung in etwa mittig eine Hubvorrichtung 14 ange
lenkt ist, welche an ihrem oberen Ende eine Liegefläche 16
trägt.
Das Fahrgestell 12 wird von einem C-förmigen Rahmen 18 gebil
det, welcher sich aus einem Querholmen 20 am Fußende der Liege,
einem Seitenteil 21 und einem kopfseitigen Querholmen 22 zusam
mensetzt, wobei die Querholme 20 und 22 über das Seitenteil 21
miteinander verbunden sind. An der Unterseite des C-förmigen
Rahmens 18 sind Räder 24 um eine Vertikalachse zusätzlich
verschwenkbar gelagert. Etwa in der Mitte des Seitenteils 21
ist ein weiteres Rad 26 ebenfalls um eine vertikale Achse
zusätzlich drehbar gelagert. Dieses Rad 26 ist in seiner Höhe
verstellbar, so daß es im ausgefahrenen Zustand als Drehpunkt
für das Fahrgestell 18 wirkt und damit die Manövrierfähigkeit
der fahrbaren Patientenliege extrem verbessert.
Ebenfalls am Seitenteil 21 ist ein unterer Lagerbock 28 der
Hubvorrichtung 14 festgelegt. Der Lagerbock 28 wird im wesent
lichen von zwei Platten 30, 31 gebildet, welche jeweils seit
lich an dem Rechteckprofil des Seitenteils 21 befestigt sind.
Die beiden Lagerplatten 30, 31 halten zwischen sich einen ver
schwenkbaren tragenden Arm 32, parallel versetzt dazu eine län
genverstellbare Strebe 34 sowie parallel zur Strebe einen
Hydraulikzylinder 36. Der Hydraulikzylinder 36 und die Strebe
34 sind mit benachbarten Enden an einer gemeinsamen Achse 38
verschwenkbar festgelegt. Der Hydraulikzylinder 36 stützt sich
mit seinem anderen Ende über ein Halteteil 40 am tragenden Arm
32 etwa auf halber Länge desselben ab (vgl. Fig. 2 und 3).
Der tragende Arm 32 und die längenverstellbare Strebe 34 sind
mit ihren dem unteren Lagerbock 28 entfernten Enden verschwenk
bar am oberen Lagerbock 42 gehalten, wobei der Abstand der La
gerpunkte am oberen und am unteren Lagerbock identisch sind, so
daß der Arm 32 und die längenverstellbare Strebe 34 eine Paral
lelogrammführung bilden.
Die Lagerpunkte, an denen der tragende Arm 32 und die längen
verstellbare Strebe 34 am unteren Lagerbock 28 gehalten sind,
liegen auf einer Geraden 44, welche zusammen mit der Horizonta
len einen Winkel α bilden, der im hier beschriebenen Ausfüh
rungsbeispiel 68° beträgt (vgl. Fig. 2).
Die Längsachsen der längenverstellbaren Strebe 34 und des tra
genden Arms 32 bilden mit der Horizontalen einen Winkel β, der
in der niedrigsten Stellung der Liegefläche den Wert β₁ von ca.
6° annimmt, und dieser Winkel β vergrößert sich um einen Ver
schwenkwinkel β₂ von ca. 32°, wenn die Liegefläche in ihre
höchstmögliche Position angehoben wird.
Die Längsachsen der Strebe 34 und des tragenden Arms 32 bilden
mit der Geraden 44 einen Winkel γ, der in der dazwischenlie
genden Position der Liegefläche, d. h. bei mittlerem Hub, unge
fähr einem rechten Winkel entspricht. Die Winkelabweichungen
von diesem 90°-Winkel beim Anheben der Liegefläche in ihre
höchste Position und beim Absenken in die tiefste Position be
trägt für beide Richtungen ca. 16°. Der Winkel γ nimmt also im
Verschwenkbereich des Arms 32 die Werte 90° ± 16° an.
Die Parallelogrammführung ermöglicht eine parallele Höhenver
stellung der Liegefläche 16, und durch eine Längenveränderung
der Strebe 34 kann die Liegefläche 16 in die gewünschte Schräg
stellung (Trendelenburg- oder Anti-Trendelenburg-Stellung) um
eine Achse 46 gekippt werden. Diese Achse 46 ist identisch mit
der Drehachse eines Lagers 48, welches den tragenden Arm 32 mit
dem oberen Lagerbock 42 verbindet.
Der tragende Arm 32 nimmt mit dem Lager 48 und einem Lager 50,
welches die längenverstellbare Strebe 34 mit dem unteren Lager
bock 28 verbindet, die Drehmomente MK um die Längsachse der
Liegefläche und das Drehmoment MD bezüglich der zur Längsachse
der Liegefläche senkrecht verlaufenden, vertikalen Achse auf.
Dazu müssen die Lager 48 und 50 entsprechend kräftig ausgeführt
sein und der tragende Arm 32 ein ausreichendes Trägheitsmoment
gegen Verdrehung und Durchbiegung besitzen.
Eine Drehung des Arms 32 um das Lager 50 wird durch ein
weiteres Bauelement verhindert, z. B. in Form des Hydraulikzy
linders 36, der den Arm 32 mittels des Lagers 40 stützt, so daß
die Säule die auf die Liegefläche wirkende Kraft sowie die von
der Liegefläche 16 selbst erzeugte Gewichtskraft aufnehmen
kann. Damit ist auch die Achse 46 in ihrer Höhe und in ihrer
Richtung fixiert.
Die längenveränderliche Strebe 34 als Teil des Parallelogramms
ermöglicht eine Drehung und Fixierung der Liegefläche 16 um die
Achse 46 und nimmt ein Drehmoment M₁ auf. Diese Strebe 34 muß
nur Zug- und Druckkräfte aufnehmen. Sie kann beispielsweise ei
nen Hydraulikzylinder, eine Gasfeder, einen Hydraulikdämpfer,
eine Spindel, einen Pneumatikzylinder oder eine mechanisch in
ihrer Länge verstellbare Strebe als Verstellelement umfassen.
Die in der Zeichnung dargestellte Ausführungsform zeichnet sich
insbesondere dadurch aus, daß ein Drehpunkt 52 zur gemeinsamen
Anlenkung der Strebe 34 und zur Anlenkung des Hydraulikzylin
ders 36 als Antriebselement für die Höhenverstellung genutzt
wird.
Wird die Strebe 34 in ihrer Länge verändert, kippt die Liege
fläche 16 aus der Horizontalen, und es ist eine exakte Paralle
logrammführung bei einer Höhenverstellung der Liegefläche 16
nicht mehr gegeben.
Durch die oben beschriebene, spezielle Anordnung der Lagerpunk
te der Parallelogramm-Führung werden die Winkelfehler den ein
gestellten Neigungs- oder Kippwinkel der Liegefläche 16 betref
fend, die aus der Längenänderung der Strebe 34 resultieren,
klein gehalten:
- 1. Die Verbindungslinie 44 der Drehpunkte der Lager 50 und 52 wurde so gelegt, daß der Arm 32 und die Strebe 34 mög lichst im gesamten Hubbereich für die Liegefläche 16 in etwa senkrecht auf der Verbindungslinie 44 stehen. Die Verbindungslinie 44 wurde deshalb gegen die Vertikale um einen Winkel β₁ zuzüglich des halben Drehwinkels der Ver stellbewegung, d. h. 160° gekippt. Dadurch ergibt sich der Gegenwinkel α (Fig. 2 mit 68°) entsprechend der Winkel beziehung α + β₁ + β₂/2 ≈ 90°.
- 2. Der Ausgangswinkel ß₁ wurde möglichst flach gewählt, um bei vorgegebenem Hub mit möglichst wenig seitlichem Ver satz in Richtung der Längsrichtung der Patientenliege und einem kleinen Drehwinkel bei der Höhenverstellung auszu kommen. Der kleine Drehwinkel ist erforderlich, um den Winkelfehler bei einer Schrägstellung der Liegefläche (Trendelenburg- bzw. Anti-Trendelenburg-Stellung) bei Hö henänderungen klein zu halten.
Als weiterer Vorteil für einen kleinen Winkel β₁ ergibt sich,
daß die Hauptbelastung des unteren Lagerbocks 28, die sich aus
einem Drehmoment MK um die Längsachse der Liegefläche (Kantung
der Liegefläche) ergibt, hauptsächlich als Zug- und Druckkraft
in den Lagerbock 28 eingeleitet wird. Nur die Drehung um die
Vertikale tritt als Torsion bei den Lagerböcken 28 und 42 auf.
Bei waagerechter Stellung der Liegefläche 16 ist eine ideale
Parallelogrammführung gegeben. Wird die Liegefläche 16 um einen
Winkel δ geneigt, so verändert sich dieser Winkel bei der Hö
henverstellung. Durch die oben genannten Maßnahmen konnte je
doch erreicht werden, daß bei einer maximalen Schrägstellung
der Liegefläche von δ = ± 20° eine Winkeländerung (d. h. Winkel
fehler) δ < 2° bei maximalem Hub von 300 mm erreicht werden
konnte. In allen anderen Zwischenstellungen der Liegefläche 16
ist der Fehler kleiner.
Aus der bisherigen Beschreibung ergeben sich insbesondere zwei
Vorteile der Erfindung, nämlich
- - es sind nur wenige Konstruktionselemente erforderlich;
- - eine geringe minimale Bauhöhe ist bei Erhalt der Röntgenfä higkeit möglich.
Die Liegefläche 16 wird vorzugsweise in Längsrichtung in drei
Segmente 54, 55, 56 unterteilt, wobei das mittlere Segment 55
an dem Lagerbock 42 gehalten ist.
Das kopfseitige Segment 54 und das als Beinauflage dienende
Segment 56 sind gegenüber dem mittleren Segment 55 verschwenk
bar gehalten und dabei sowohl nach oben als auch nach unten aus
der Ebene des mittleren Segments 55 heraus verschwenkbar. Damit
kann die Liegefläche 16 in jede beliebige notwendige Lagerungs
position für den Patienten eingestellt werden.
Am kopf- und fußseitigen Ende der Liegefläche 16 sind Bügel 58,
59 angeordnet, welche vorzugsweise Bedienelemente 60, 61 inte
griert enthalten, die der Bedienung der Verstellfunktionen der
Patientenliege dienen. Hierbei kann es sich insbesondere um
Seilzugmechanismen handeln, die die Höhenverstellung entriegeln
bzw. die längenverstellbare Strebe 34 entriegeln und so die
Einstellung einer Trendelenburg- oder Anti-Trendelen
burg-Stellung der Liegefläche erlauben. Ferner ist damit natür
lich auch die Verschwenkbarkeit der Segmente 54 und 56 gegen
über dem mittleren Segment 55 auslösbar, welche vorzugsweise
über Gasfedern 62, 63 unterstützt wird. Die Bügel 58, 59 dienen
ferner der Handhabung der fahrbaren Patientenliege 10 insgesamt
und sind deshalb als stabile Handgriffe ausgeführt.
Claims (8)
1. Fahrbare Patientenliege mit einem Fahrgestell, einer an
dem Fahrgestell gehaltenen höhenverstellbaren Stützvor
richtung und einer von der Stützvorrichtung getragenen
Liegefläche, wobei die Stützvorrichtung eine Hubvorrich
tung mit Parallelogramm-Führung umfaßt, welche mit einem
Ende an einem unteren am Fahrgestell angeordneten Lager
bock abgestützt ist und mit dem anderen Ende einen oberen
Lagerbock trägt, an dem die Liegefläche gehalten ist, da
durch gekennzeichnet, daß die Parallelogramm-Führung ei
nen tragenden Arm (32) sowie eine in ihrer Länge ver
stellbare Strebe (34) umfaßt, welche mit ihren Längsach
sen parallel zueinander angeordnet und jeweils mit einem
Ende am unteren Lagerbock (28) und mit ihrem anderen Ende
am oberen Lagerbock (42) schwenkbar gehalten sind.
2. Patientenliege nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß das Fahrgestell (12) einen C-förmigen Rahmen (18) mit
einem Längsholm (21) und zwei Querholmen (20, 22) umfaßt.
3. Patientenliege nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die Stützvorrichtung (14) seitlich
versetzt angeordnet ist.
4. Patientenliege nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß die Anlenkpunkte des tragenden Arms
(32) und der Strebe (34) am unteren Lagerbock (28) auf
einer Geraden liegen, welche mit der Horizontalen einen
Winkel α im Bereich von 60° bis 80°, vorzugsweise von ca.
65° bis ca. 70° bildet.
5. Patientenliege nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß die Längsachsen des tragenden Arms
(32) bzw. der Strebe (34) mit der Horizontalen bei
vollständig abgesenkter Liegefläche (16) einen Winkel β₁
im Bereich von 3° bis 10°, vorzugsweise ca. 6° bilden.
6. Patientenliege nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß die Längsachsen des tragenden Arms
(32) bzw. der Strebe (34) beim Verstellen der Liegefläche
(16) zwischen ihrer höchsten und ihrer niedrigsten Posi
tion einen Winkelbereich β₂ von 25° bis 40°, vorzugsweise
ca. 30° bis ca. 35° überstreichen.
7. Patientenliege nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch
gekennzeichnet, daß das Fahrgestell (12) feststellbare
Lenkrollen (24) sowie eine zwischen Vorder- und Hinter
achse angeordnete, absenkbare Steuerungsrolle (26) umfaßt.
8. Patientenliege nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch
gekennzeichnet, daß die Liegefläche (16) drei Einzelseg
mente (54, 55, 56) aufweist, wobei ein mittleres Segment
(55) an dem oberen Lagerbock (42) gehalten ist.
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