DE42994C - Herstellung der Böden und Deckel an Papierfässern - Google Patents
Herstellung der Böden und Deckel an PapierfässernInfo
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Classifications
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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- B65D—CONTAINERS FOR STORAGE OR TRANSPORT OF ARTICLES OR MATERIALS, e.g. BAGS, BARRELS, BOTTLES, BOXES, CANS, CARTONS, CRATES, DRUMS, JARS, TANKS, HOPPERS, FORWARDING CONTAINERS; ACCESSORIES, CLOSURES, OR FITTINGS THEREFOR; PACKAGING ELEMENTS; PACKAGES
- B65D15/00—Containers having bodies formed by interconnecting or uniting two or more rigid, or substantially rigid, sections made of different materials
- B65D15/02—Containers having bodies formed by interconnecting or uniting two or more rigid, or substantially rigid, sections made of different materials of curved, or partially curved, cross-section, e.g. cans, drums
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 54: Papiererzeugnisse.
BRUNO MEINERT in BERLIN. Herstellung der Böden und Deckel an Papierfässern.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 8. September 1887 ab.
Nach vorliegender Erfindung werden die drei seither von einander getrennt gehaltenen
'Hauptoperationen, nämlich das Gestalten, das Einpassen und das Abdichten der Deckel, in
eine Operation zusammengedrängt. Solches geschieht unter ZuhUlfenahme plastischer oder
giefsbarer Materialien, z. B. geeigneter Kitte, Pech, Schwefel, Asphalt, Cement oder dergleichen
mehr.
Die jeweilige Auswahl und Behandlung der Materialien hängt hierbei ab von mancherlei
Umständen, namentlich:
a) von der Art der in Fässern zu transportirenden Waaren;
b) von den Dimensionen der Fässer;
c) von den hieraus sich empfehlenden Querschnittsformen der Deckel und Böden;
d) von localen Verhältnissen und Anderem mehr.
Zunächst werden die meist nur aus Papier oder Pappe bestehenden Fafsmäntel oben und
unten mit zwei oder mehreren Lochreihen versehen, wie solches in flach liegender Bahn beispielsweise
die Fig. 1 und 2 der Zeichnungen andeuten. Derartige Lochungen können sowohl
parallelwandig sein, als auch konisch; im letzteren Falle befindet sich das engere Ende der
Löcher auf der Innenwand der Fässer, wodurch Verzapfungen schwalbenschwanzförmigen Profiles
zwischen den einzugiefsenden Deckeln und den Fafswandungen entstehen. Die Fig. 4
bis 10 veranschaulichen verschiedene Querschnittsformen der Deckel.
So z. B. stellen die Profile der Fig. 4, 5 und 6 Deckel hauptsächlich aus Asphalt vor,
die bei Ankunft und Verbrauch der eingeschlossenen Waare, z. B. Cement, einfach aufgeschlagen
werden. Die Brocken sammelt man, und können dieselben zu gleichen Zwecken wieder verarbeitet werden. Fig. 5 zeigt im
Specielleren einen einfachen Kapselverschlufs mit eisernem Verstärkungsreifen.
Fig. 6 ist ein Verschlufs mit starken radialen' Kreuzrippen.
Für Fässer, die vielen Stöfsen ausgesetzt werden, eignen sich besonders Deckel nach
Fig. 7 wegen der Wulst W, die aufserdem beim Transport der Fässer handlich ist. Auch
veranschaulicht diese Figur die Anbringung eines Zapfloches \.
Eine gröfsere Oeffnung in Form eines Füllloches, beispielsweise mit eingeformtem Gewinde
verschlufs, ist im Querschnitt in Fig. 8 zur Darstellung gebracht. Verschlüsse für dergleichen
Fülllöcher können selbstredend in sehr mannigfacher Weise ausgeführt werden.
Fig. 9 und 10 zeigen einen Verschlufs für Fässer von verhältnifsmäfsig grofsem Durchmesser
bei geringer Dicke des Bodens selbst. Die Festigkeit des letzteren, sowie seine Verbindung
mit der Fafswand wird erhöht durch Einbettung fester, auf Zug beanspruchter Flechtwerke
oder Verankerungen in entsprechender Querschnittszone; hier sind solche Verankerungen
beispielsweise aus Draht hergestellt, welcher durch die Fafswandung und einen eisernen Verstärkungsreifen hindurch geflochten
ist.
Fig. 11 veranschaulicht Einrichtungen zur
Ausführung des Verfahrens. Als Querschnittsprofil sei ein der Fig. 4 ähnlicher kuppeiförmiger Vollboden aus Asphalt, Harz, Schwefel
oder dergleichen gewählt. Zum bequemen Abmessen und Eingiefsen des Bodens wird
der entsprechend perforirte Fafscylinder von der Höhe H über das Kaliber gestülpt. Das
letztere besteht aus einer entsprechend abgedrehten gufseisernen Fufsplatte P mit Säule Q,
in welcher die Gewindespindel ρ und mit ihr der Kaliberteller T vertical verstellbar sind.
Die Herstellung ist jeweilig zu bemessen nach der Höhe h des zu formenden Bodens JB.
Nachdem T in seiner Höhe, wie gezeichnet, eingestellt ist, wird zunächst eine dünne Sandschicht
aufgestreut, welche ein Anbacken des flüssigen Materiales verhindert. Die Durchlochungen
im Fafsmantel verschliefst man provisorisch , indem man um denselben einen
entsprechend breiten, in der Zeichnung nicht zur Darstellung gebrachten Papierstreifen legt;
derselbe verhindert das Ausfliefsen des Materiales, gestattet aber durch geeignete, sehr
kleine Löcher das Abziehen der eingeschlossenen Luft.
Es wird nun die dem herzustellenden Boden sich anschliefsende Oberform O herabgelassen;
dieselbe ist beispielsweise ausgeführt für irgend welches heifse Formmaterial, das später nöthigenfalls
auch gekühlt werden kann. Hierzu kann Kühlwasser durch das Mittelrohr r zu- und durch einen oder mehrere Ausflüsse q nach besonderen
Kanälen abfliefsen; die letzteren sind als nebensächlich in der Zeichnung nicht besonders
dargestellt.
Während der Zuführung des Gufsmateriales durch den Trichter t entweicht die eingeschlossene
Luft aus dem Obertheil, wie die Pfeile v-v andeuten, in der Hauptsache über
die Kante des Fafscylinders, an welchen man die Form O nur oberflächlich anschliefsen läfst.
Nachdem der gegossene Boden genügend erkaltet und erhärtet ist, wird O in der Achse NN
von Hand oder vermittelst irgend welcher geeigneten Vorrichtung wieder aufwärts geführt,
sodann mittelst des Armes A an der Hauptsäule S zur Seite gedreht und der Fafsmantel
vom Apparat abgehoben. Nach vollständiger Erhärtung des hergestellten Bodens kann nun
das Fafs, wie auf der rechten Seite von Fig. 11 zur Darstellung gebracht, gefüllt werden. Letzteres
geschieht genau bis unter den zu formenden Deckel. Die Fafsfüllung selbst vertritt also
hierbei den Kaliberteller T, wobei man sich aufserdem der vorerwähnten Deckschicht s aus
Sand oder irgend welchem geeigneten Material bedienen kann. Im Uebrigen wird verfahren
wie beschrieben.
Bei Auftragung plastischer Materialien in sehr dicker Consistenz genügt auch einfache Schablonenformerei,
wozu Schablonen U (beispielsweise auf der rechten Seite von Fig. 11 skizzirt)
um ihre Achse V-V drehbar und vertical verstellbar angeordnet sein können.
Claims (1)
- Patent-Anspruch: ■ .'<Plastisch eingeformte bezw. eingegossene Böden oder Deckel an Hohlkörpern aus Papiermasse, Papier oder Pappe, deren Wandungen behufs gegenseitigen Ineinandergreifens der Massen mit geeigneten Durchbrechungen oder Vertiefungen versehen sind.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE42994C true DE42994C (de) |
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ID=318355
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| DENDAT42994D Expired - Lifetime DE42994C (de) | Herstellung der Böden und Deckel an Papierfässern |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE42994C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US20080042823A1 (en) * | 2004-11-12 | 2008-02-21 | Heasley Matthew G | Sensor System with Acoustic Transducer |
-
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Cited By (1)
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|---|---|---|---|---|
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