DE429832C - Verfahren zum Verpacken von Gegenstaenden aus Gummi zwecks Bildung einer als Ganzes verkaeuflichen Packung - Google Patents
Verfahren zum Verpacken von Gegenstaenden aus Gummi zwecks Bildung einer als Ganzes verkaeuflichen PackungInfo
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Classifications
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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Description
- Verfahren zum Verpacken von Gegenständen aus Gummi zwecks Bildung einer als Ganzes verkäuflichen Packung. Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Verpacken von Gegenständen aus Gummi zwecks Bildung einer als Ganzes verkäuflichen Packung, zum Zwecke, die in letzterer enthaltenen Gegenstände bis zu ihrer Verwendung gegen Zerstörung zu schützen. Als solche der Zerstörung während ihrer Lagerung leicht unterworfene Gegenstände sind vorzugsweise die aus Gummi, geeigneten Beimengungen und Schwefel bestehenden vulkanisierten Gegenstände zu nennen, die an der Luft leicht einem Ausblühen des Schwefels unterliegen, sowie unter der Einwirkung des Lichtes durch seine ultravioletten Strahlen zu Schaden kommen.
- Zur Verhütung der vorerwähnten Zerstörung von Gummigegenständen während des Lagerns vor ihrem Gebrauch soll das zum Verpacken von Gegenständen aus Gummi zwecks Bildung einer als Ganzes verkäuflichen Packung bestimmte Verfahren gemäß der Erfindung dienen, bei dem das Neue und Eigentümliche darin besteht, daß der Gegenstand in einen versandfähigen Behälter eingesetzt, der letztere verschlossen und aus ihm die Luft abgesaugt wird. Dieser zum Verpacken des Gegenstandes benutzte Behälter ist lichtundurchlässig und tragbar eingerichtet, und es wird nach dem Absaugen der Luft und vor seinem endgültigen Verschließen in den Behälter ein auf den Gegenstand aus Gummi nicht schädlich einwirkendes Gas eingebracht: Als ein solches wirkungsloses Gas kann z. B. Kohlensäure o. dgl. dienen.
- Die Packung besteht hauptsächlich aus einem verschlossenen, den Gummigegenstand aufnehmenden Behälter, aus dessen Innerem der freie Sauerstoff vollständig entfernt ist. Der Behälter selbst ist lichtundurchlässig.
- An Stelle der Luft kann in dem Behälter der Packung ein auf die Gummigegenstände schädlich nicht einwirkendes Gas, z. B. Kohlensäure, sich befinden.
- Zur Regelung der Feuchtigkeit des in den Behälter eingebrachten Gases kann in den Behälter ein hygroskopischer Körper, wie Chlornatrium oder Chlorcalcium, eingesetzt werden, der die Feuchtigkeit dem Gas entzieht. Andererseits kann aber auch ein auswitternder Körper, wie Natriumkarbonat, Gips o. dgl., in den Behälter eingebracht werden, welcher Feuchtigkeit an das Gas abgibt.
- Zur Erläuterung des Erfindungsgegenstandes dient die Zeichnung, die teils im vertikalen Schnitt und teils in Ansicht eine Vor; richtung darstellt, welche zum Zwecke des Absaugens der Luft aus dem Behälter und zur Zuführung von Gas in denselben Verwendung finden kann. Es sei hervorgehoben, daß ein Schutzanspruch auf die Vorrichtung nicht erhoben wird, und daß jedwede andere Vorrichtung zur Ausführung des Erfindungsgegenstandes dienen kann.
- Ein Tisch i oder ein sonst geeignetes Auflager ruht auf Füßen 2, und ein Ring 3 aus nachgiebiger Masse, wie Gummi, ist in die Oberfläche des Tisches so eingelegt, daß der Ring mit letzterem bündig abschließt. Ein runder Deckel 4, etwa vom Durchmesser des Ringes 3, kommt auf denselben zu liegen und ist an seiner unteren Kante bei 5 mit einer Rille versehen, damit eine bessere Abdichtung mit dem Ring 3 zustande kommen kann.
- In die Decke des Deckels 4 ist zu dem nachstehend angegebenen Zweck nahe am Rand desselben ein Stehbolzen 6 eingesetzt. Der Tisch i ist bei 7 durchbohrt zum Einschrauben eines Rohres 8 in denselben; dieses Rohr führt zu einer geeigneten (in der Zeichnung nicht ersichtlichen) Saugpumpe und ist mit einem Ventil 9 mit Handrad i o versehen. Im Tisch i ist noch eine zweite Bohrung i i vorhanden, in die ein zweites Rohr 12 eingeschraubt ist; das letztere führt zu einer geeigneten Gaszuleitungsquelle (die in der Zeichnung nicht ersichtlich ist). Im Rohr 12 befindet sich ebenfalls ein Ventil 13 mit Handrad 14, wie bei dem Rohr B.
- In den oberen Teil der Bohrung i i ist eine Düse 15 eingeschraubt, die unter dem Deckel 4 in. diesen hineinragt. An der Düse befindet sich ein Auslaßkanal 16, dessen Größe durch Verstellen des Stopfens 17 in bekannter Weise sich verändern läßt.
- Beim Arbeiten wird der Behälter, der hier als eine kreisrunde Büchse 18 aus Metall dargestellt ist, ohne den Deckel auf den Tisch i aufgesetzt, wobei der zu verpackende Schlauch i9 vorher in die Büchse eingebracht ist, und deren Oberteil 2o aul dem Schlauch aufliegt. Der Deckel 4 wird nunmehr in der aus der Zeichnung ersichtlichen Weise auf den Tisch i aufgesetzt, wobei der Bolzen 6 mit der einen Kante des Oberteiles 20 in Berührung ist und denselben derart niederdrückt, daß der abgewandte Rand des Oberteiles vom Behälter ein kleines Stück absteht und das Innere desselben mit dem Innenraum unter dem Deckel 4 in Verbindung tritt. Der Bolzen, 6 kann der Größe des in Behandlung befindlichen Behälters entsprechend eingestellt werden.
- Bei dieser Stellung der Teile ist das Ventil 13 geschlossen und das Ventil 9 geöffnet; hierauf wird die mit dem Rohr 8 in Verbindung stehende Saugpumpe angestellt, wodurch die Luft aus dem Behälter 18 und seinem Dekkel 4 in der Hauptsache abgesaugt wird. Nachdem der gewünschte Grad der Luftleere erreicht ist, wird das Ventil. 9 -geschlossen und das Ventil 13 geöffnet. Der letztgenannte Vorgang ermöglicht einen Übertritt des Schutzgases in den Deckel 4, und dasselbe kann in den Behälter 18 gelangen. Nachdem in der angegebenen Weise die gewünschte Gasmenge eingebracht ist, wird das Ventil 13 geschlossen, der Deckel 4 abgenommen und der Behälter 18 in dem Fachmann bekannter Weise in eine zum Umbördeln des Oberteiles oder Deckels 2o geeignete Maschine überführt. Während des überführens des- Behälters in den Bördelapparat kann der Oberteil 2o mit der Hand auf ersteren niedergedrückt werden. Während des Absaugens der Luft aus dem Behälter und des Einführens des Gases in denselben wird der Deckel 4 durch sein Eigengewicht oder durch die teilweise Luftleere in seiner Stellung gehalten; es können aber auch im Bedarfsfalle Hilfsmittel zum Festhalten des Deckels in luftdichter Verbindung mit dem Ring 3 vorgesehen sein; z. B. kann ein Gewicht oder eine geeignete Verschlußvorrichtung zur Verwendung kommen. Die Anbringung der zuletzt erwähnten Mittel ist so einfach, daß eine Beschreibung und Darstellung derselben nicht nötig ist.
- Soll irgendein verwitternder oder Feuchtigkeit entziehender Körper verwendet werden, so wird derselbe bei Beginn des Arbeitsvorganges in den Behälter 18 mit dem in ihm liegenden Schlauch i9 eingebracht. Soll unmittelbar das Gas angefeuchtet werden, so kann dies vor dem Einbringen desselben durch das Rohr 12 geschehen. Wie schön oben ausgeführt, kann auch das Verfahren ohne Einführung irgendwelchen Gases in den Behälter 18 und seinen Deckel q. ausgeübt werden, wobei einzig und allein eine entsprechend starke Luftleere in dein Behälter aufrechterhalten wird. In diesen Fällen wird natürlich ein Feuchtigkeit entziehender oder verwitternder Körper nicht . verwendet.
- Die vorzugsweise verwendete Form des Behälters ist die einer Zinnbüchse mit einem umgelegten Streifen 21, der in bekannter Weise durch einen geeigneten, mit Spalt versehenen Schlüssel zum öffnen des Behälters abgenommen werden kann. Ein Zinnbehälter ist natürlich nicht durchsichtig, und der Bördelvorgang, durch welchen die Teile miteinander verbunden werden, dient dazu, den Behälter sehr luftdicht zu verschließen. Ein solcher Behälter ist leicht, kräftig, kann in gewünschtem Maße mit Verzierungen versehen werden und ist äußerst billig herzustellen. Es kann jedoch auch irgendwelche andere Form des Behälters verwendet werden, beispielsweise ein solcher aus Faserstoff, der vorher z. B. durch eine als »Hermativ< bekannte Mischung behandelt wurde, um ihn gut luft- und wasserdicht zu machen.
- Der in der angegebenen Weise im Behälter verpackte Schlauch ist gegen Beschädigung durch Luft und Licht vollkommen geschützt und auch durch das Gas geschützt, wodurch die sämtlichen brauchbaren Eigenschaften und Merkmale genau so aufrechterhalten bleiben, als wenn der Schlauch erst gefertigt wird, so daß der Verbraucher einen Gegenstand besitzt, der in der Zeit zwischen seiner Fertigstellung und seiner Verwendung irgendwelcher Zerstörung nicht unterworfen gewesen ist. Hierdurch wird die begründete Beanstandung, die bisher als >:altes Lager« oder »Lagerhüter« bekannt war, beseitigt, da es als ein Ergebnis vorliegender Erfindung solche alte Lager oder Lagerhüter im Sinne eines minderwertigen Lagers nicht mehr gibt.
- Es können verschiedene Abänderungen in den einzelnen Stufen des Verfahrens, in den verwendeten Stoffen und Apparaten getroffen werden, so daß die Erfinderin mit Ausnahme des Inhaltes der Patentansprüche in keiner, Weise an die in der Zeichnung dargestelltem und in der Beschreibung genannten Einzelheiten gebunden sein soll.
Claims (6)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Verpacken von Gegenständen aus Gummi zwecks Bildung einer als Ganzes verkäuflichen Packung, dadurch gekennzeichnet, daß der Gegenstand in einen versandfähigen Behälter eingesetzt, der letztere verschlossen und aus ihm die Luft abgesaugt wird.
- 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß zum Verpacken des Gegenstandes ein lichtundurchlässiger, tragbarer Behälter benutzt wird.
- 3. Verfahren nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß in dem lichtundurchlässigen, tragbaren Behälter nach dem Absaugen der Luft und vor seinem endgültigen Verschließen ein auf den Gegenstand aus Gummi nicht schädlich einwirkendes Gas eingebracht wird. .
- Verfahren nach Anspruch 1, 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß vor dem endgültigen Verschließen des lichtundurchlässigen Behälters in denselben ein auf den Gummigegenstand wirkungsloses Gas, wie Kohlensäure o. dgl., eingebracht wird.
- 5. Packung für Gegenstände aus Gummi, dadurch gekennzeichnet, daß sie aus einem verschlossenen, den Gummigegenstand aufnehmenden Behälter besteht, aus dessen Innerem der freie Sauerstoff vollständig entfernt ist.
- 6. Packung für Gegenstände aus Gummi nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Behälter lichtundurchlässig ist. y. Packung für Gegenstände aus Gummi nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Behälter an Stelle der Luft ein auf die Gummigegenstände nicht schädlich einwirkendes Gas, z. B. Kohlensäure, sich befindet.
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-
1924
- 1924-11-06 DE DER62459D patent/DE429832C/de not_active Expired
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