DE4297C - Trocken- und Darrapparat mit rohrenden Trommeln - Google Patents
Trocken- und Darrapparat mit rohrenden TrommelnInfo
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Classifications
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
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- F26B—DRYING SOLID MATERIALS OR OBJECTS BY REMOVING LIQUID THEREFROM
- F26B23/00—Heating arrangements
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Description
1878.
Klasse 82.
HERMANN EMANUEL NOKE in LEUTEWITZ bei DRESDEN. Trocken- und Darr-Apparat mit rotirenden Trommeln.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 30. Mai 1878 ab. Längste Dauer: 21. Juli 1892.
Der Gegenstand dieses Zusatz-Patentes zu No. 1432 bezweckt die völlige Zersetzung der
bei dem Darren animalischer Stoffe sich entwickelnden Schwefel- und Phosphorwasserstoffe,
überhaupt aller übelriechenden und gesundheitsschädlichen Producte.
Dies will der Erfinder folgendermafsen erzielen:
Er schliefst mit Ausnahme der Zuströmungsöffhungen der die Darrluft liefernden Rohre r
den Darrraum D hermetisch von der Atmosphäre ab und leitet die entstehenden Gase in
Gemeinschaft mit der durch die Rohre r zugeleiteten Darrluft theils durch die Kanäle ci unter
den Feuerrost, theils durch die Kanäle c2 in die brennenden Feuergase, wobei eine vollständige Zersetzung der in den Gasen enthaltenen
Schwefel- und Phosphorwasserstoffe etc. stattfindet. Die neuen, nun unschädlichen Producte
gehen von da in Gemeinschaft mit den Feuergasen durch die Kanäle k und bei y nach
dem Schornstein.
Der Kanal c3, dessen Umfassungen gleichzeitig als. Stütze eines Geleises für den Transport
des zu darrenden bezw. gedarrten Materials dienen können, hat den Zweck, die aus den
Röhren r kommende heifse und trockene Luft von den Kanälen c' und c2 abzuschliefsen, den
Zutritt von nur ausgenutzter und dabei verdorbener Luft, welche die Horden h passirt hat,
zu vermitteln und die Kanäle c* und i2 vor
Verstopfung durch Klärsei und Schmutz. zu schützen. Letzteres geschieht dadurch, dafs der
Kanal c3 oberhalb der Kanäle cx und c2 massiv,
im übrigen jedoch durch Lochbleche oder dergleichen abgedeckt ist. Aufserdem sind zwei
Schutzbleche b angebracht, welche das etwa durch die Lochbleche Fallende von den Kanälen
ci und c2 abhalten.
Zwecks einer vorzunehmenden Reinigung des Kanals c 3 sind die Lochbleche wegnehmbar
eingerichtet. Auch für die Röhren r ist es von Nutzen, dieselben mit einem über eine geschlossene
Reihe hinlaufenden Längsstreifen / so zu überdecken, dafs die heifse, für das
Darren bestimmte Luft ungehindert ausströmen kann.
In den Horden befinden sich Einsteigeöffnungen, um den Raum zwischen Ofen und Horden
reinigen zu können.
Zur regelmäfsigen Functionirung dieses Darrapparates ist ein möglichst hoher und erwärmter,
also stark ziehender Schornstein nöthig. Sollte derselbe sich beim Anheizen der Darrvorrichtung
in kaltem Zustande befinden, so erzielt man die nöthige Erwärmung durch eine besondere Feuerungsanlage,
welche ihre Speiseluft nur durch y aus den Kanälen k erhält. Der hier entstehende
Luftabgang ersetzt sich, da dieFeuerungsöffhung/ und Aschenöffhung g hermetisch verschlossen
sind, aus den Kanälen c, Darrraum D, Röhren r, dem hier den Vorraum bildenden Raum R.
Die Oeffhung der Feuerthür f erfolgt nur beim
Aufschütten von frischem Brennmaterial.
Statt auf eben beschriebene Weise den Schornstein zu erwärmen, kann dies auch auf folgende
Weise geschehen:
Man verschliefst die zu dem massiv und luftdicht abgedeckten mittleren Theil des
Kanals c3 führenden, unmittelbar über den Schutzblechen b befindlichen Oeffnungen, so dafs
den Feuergasen nicht gestattet ist, nach dem Darrraum D zu entweichen und öffnet zu beiden
Seiten des Ofens je einen Schieber s1, Fig. 1,
wodurch den Gasen gestattet ist, von den Kanälen k * direct durch die Kanäle £*, Fig 1, und_y,
ohne Berührung der Kanäle k2 und k3, nach
dem Schornstein zu gelangen.
Zur Erzielung der Unschädlichmachung der Schwefel- und Phosphorwasserstoffe benutzt der
Erfinder jedoch auch und zwar an, Stelle des eben beschriebenen Kanalsystems c einen Abzugskanal
m für die verdorbene Luft, der womöglich da angeordnet ist, wo zwischen Darrraum
D und dem Schornstein die kürzeste Entfernung vorhanden ist, und leitet die Luft nach
vorheriger gehöriger Erhitzung in die brennenden Gase einer besonderen Feuerungsanlage;
die Speiseluft für diese Feuerungsanlage leitet der Erfinder aus dem Darrraum zu.
Claims (4)
1. Anordnung abgeschlossener Darrräume in Verbindung mit einem Kanalsystem c oder
einer besonderen Feuerungsanlage, wie oben beschrieben.
2. Anordnung von Kanälen c1, wie oben beschrieben,
behufs Bezug der für die Erzeugung von Feuergasen nöthigen Speiseluft aus den Darr- bezw. den zu heizenden
Räumen.
3. Anordnung von Kanälen t2, wie oben beschrieben,
behufs Erhitzung und nachheriger Verbrennung von übelriechenden und gesundheitsschädlichen
Gasen in brennenden Feuergasen.
4. Die beliebige Vereinigung der einzelnen beanspruchten Anordnungen unter einander an
einem Apparat.
Hierzu I Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1432T | 1877-07-22 | ||
| DE4297T | 1878-05-30 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4297C true DE4297C (de) | 1879-03-12 |
Family
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE18784297D Expired DE4297C (de) | 1877-07-22 | 1878-05-30 | Trocken- und Darrapparat mit rohrenden Trommeln |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4297C (de) |
-
1878
- 1878-05-30 DE DE18784297D patent/DE4297C/de not_active Expired
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