DE42640C - Verfahren und Einrichtung zum Zerfasern und Reinigen aufgeschlossenen Papierstoffs - Google Patents
Verfahren und Einrichtung zum Zerfasern und Reinigen aufgeschlossenen PapierstoffsInfo
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- DE42640C DE42640C DENDAT42640D DE42640DA DE42640C DE 42640 C DE42640 C DE 42640C DE NDAT42640 D DENDAT42640 D DE NDAT42640D DE 42640D A DE42640D A DE 42640DA DE 42640 C DE42640 C DE 42640C
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- D—TEXTILES; PAPER
- D21—PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
- D21B—FIBROUS RAW MATERIALS OR THEIR MECHANICAL TREATMENT
- D21B1/00—Fibrous raw materials or their mechanical treatment
- D21B1/04—Fibrous raw materials or their mechanical treatment by dividing raw materials into small particles, e.g. fibres
- D21B1/12—Fibrous raw materials or their mechanical treatment by dividing raw materials into small particles, e.g. fibres by wet methods, by the use of steam
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- Mechanical Engineering (AREA)
- Paper (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE SS: Papierfabrikation.
Papierstoff wird bekanntlich in der Weise hergestellt, dafs das bezügliche Fasermaterial
zunächst auf chemischem oder mechanischem Wege aufgeschlossen und die Fasern alsdann in
geeigneten Schlagmaschinen in einen flockigen Zustand übergeführt werden.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf diesen letzteren Theil der Bearbeitung. Nach
derselben wird der aufgeschlossene Faserstoff mit Wasser durch eine Art von Rüttelwerk
hindurchgetrieben, welches im wesentlichen aus einem langgestreckten Durchgang besteht, in
welchem sich die den Durchflufs behindernden und den Faserstoff hin- und herrüttelnden
Vorrichtungen befinden. Die Wirkung dieser Rüttelvorrichtungen zeigt sich darin, dafs sich
die unregelmäfsigen Massen der Fasern lösen und in kleine flockige Theile zertheilen. Statt
der sich hin- und herbewegenden Rüttelvorrichtungen können auch stillstehende Hindernisse
Anwendung finden.
Zur völligen Zerlegung der Faserbündel in einer die Langfaserigkeit derselben möglichst
wenig schädigenden Weise dient ein Bürstwerk, in welchem die Flüssigkeit zwischen Bürstenpaaren
hindurchfliefst, bei welchen entweder nur die eine oder beide Bürsten in Bewegung
gesetzt werden.
Auf beiliegender Zeichnung veranschaulicht Fig. ι in Seitenansicht und Fig. 2 in oberer
Ansicht die Gesammtanordnung des bei vorliegendem Verfahren in Anwendung kommenden
Apparates. Fig. 3 und 4 sind Einzelheiten des in Fig. 5 im Verticalschnitt und in Fig. 6
im Horizontalschnitt dargestellten Rüttel- und Bürstwerkes; Fig. 7 und 8 veranschaulichen
Abarten hiervon; Fig. 9 ist eine vereinfachte Gesammteinrichtung des Apparates.
Der in Fig. 1 dargestellte Gesammtapparat besteht aus dem üblichen Kocher A, in welchem
der Faserstoff unter Druck oder unter Luftleere und unter Einwirkung geeigneter Chemikalien gekocht wird. Der aufgeschlossene
Stoff und das Wasser werden mittelst Dampfdruckes durch ein Ventil L und das Rohr L1,
welches in ein verengtes Mundstück übergeht, in den Vacuumbebälter B UbergedrUckt. Hierbei
wird der in den Zwischenräumen der Fasern befindliche Dampf bezw. das Wasser in dem Augenblick, wo die Fasern aus dem
verengten Mundstück in den Behälter B übertreten, von dem Druck befreit, so dafs der
Dampf plötzlich expandirt und die Fasern aus einander reifst. Das Vacuum im Behälter B
wird durch Condensation des Dampfes mittelst eingespritzten kalten Wassers, sowie durch Absaugen
der Gase mittelst der Vacuumpumpe E durch das Rohr E2 hindurch unterhalten.
Aus B fliefsen die Fasern mit dem Wasser nach dem Behälter C, welcher als Sandfang
wirkt. Die gereinigten Fasern fliefsen mit dem Wasser durch das Rohr D1 hindurch nach der
Pumpe D, welche die Masse durch das Rohr D2 hindurch nach dem Rüttelwerk F und von
hier nach dem Bürstwerk G drückt. Beide sind in vorliegendem Falle in einem gemeinsamen
Behälter h, Fig. 5 und 6, untergebracht. Der das Rüttelwerk aufnehmende Theil des
Behälters ist durch Scheidewände h1, welche
abwechselnd oben bezw. unten einen Durchgang lassen, in eine Anzahl Abtheilungen Q.
getheilt. In diesen Abtheilungen sind in engen Abständen Zwischenwände i angeordnet, welche
den Duchflufs des im Wasser suspendirten Stoffes behindern und ein gegenseitiges Umlaufen
der Fasern veranlassen. Diese den
Dürchflufs behindernden Theile können entweder
fest oder beweglich angeordnet sein. Bei der durch Fig. 3, 4, 5 und 6 veranschaulichten
Einrichtung bestehen diese Zwischenwände aus gewellten Blechen, von welchen in den ersten vier Abtheilungen Q die eine
Hälfte il an den Seitenwänden befestigt ist,
während die andere Hälfte z'2 abwechselnd zwischen den Zwischenblechen i1 auf- und
abverschiebbar sind und hierzu in Schlitzen in den Seitenwänden des Behälters geführt werden.
Die beweglichen Bleche i'2 der ersten und zweiten bezw. der dritten und vierten Abtheilung
Q sind am oberen Ende je an einem Quersteg j befestigt, welcher an einer verticalen
Stange jl sitzt, die durch eine Stopfbüchse
hindurch nach aufsen führt und durch eine Schubstange kl mit der Kurbel k der
Welle / verbunden ist. Hieraus ist ersichtlich, dafs die Zwischenbleche i2 bei Drehung der
Welle / eine auf- und absteigende Bewegung machen. Die Kurbeln für die beiden Stege j
sind zweckmäfsig versetzt. Die abwechselnd auf- und absteigende Bewegung der Zwischenbleche
z'2 läfst sich natürlich auch durch andere Mechanismen erzielen. Uebrigens könnten
auch die im vorliegenden Falle als fest angenommenen Zwischenbleche beweglich gemacht
werden, und zwar derart, dafs ihr Gang entgegengesetzt zu dem der Bleche i2 gerichtet
ist.
In beiden Fällen erlangen die Blechpaare Pi2 abwechselnd die beiden durch Fig. 3 und 4
dargestellten gegenseitigen Endstellungen. Die bei diesem Wechsel eintretende plötzliche
Aenderung in der Form des Zwischenraumes zwischen den Blechen verursacht ein Schleudern
der Flüssigkeit gegen die Wellen, so dafs dieselbe derart geschlagen und geschüttelt wird,
dafs die Fasern von einander getrennt und gereinigt werden.
In den letzten drei Abtheilungen Q. sind sämmtliche Zwischen bleche in der aus Fig. 3
ersichtlichen Anordnung befestigt, so dafs der Dürchflufs hier also durchweg dasselbe Querprofil
beibehält und nur durch die Schlangenform des Durchflusses ein sanftes Hin- und Herschwenken der Fasern erzielt wird, welches
ein weiteres Waschen der Fasern bewirkt. Statt des Rüttelwerkes könnte auch ein aus
Fig. 8 ersichtliches hin- und hergeführtes Rohr F Anwendung finden, welches mit Lagen von
Stacheldraht gefüllt ist, durch welche die Flüssigkeit hindurchgetrieben wird. Die oben
erwähnten Wellbleche z'z'2 könnten auch durch
geeignet gebuckelte Platten ersetzt werden.
Aus der letzten Abtheilung Q tritt die Flüssigkeit oben in das Bürstwerk G, welches
in Fig. 5 und 6 mit dem Rüttelwerk in demselben Behälter untergebracht ist. Das Bürstwerk
besteht im dargestellten Falle aus zwei verticalen Walzenbürsten T, welche auf den
Wellen T* befestigt sind und innerhalb zweier
festen, im Innern als Bürsten ausgebildeten Hohlcylinder rotiren. Die Flüssigkeit fliefst
durch die beiden zwischen den festen Hohlcylindern und den Bürstenwalzen verbleibenden
engen cylindrischen Hohlräume R hindurch und werden hierbei durch die sich
schwach berührenden Bürsten alle etwa noch an einander hängenden Fasern aus einander
gehechelt, so dafs der Fasergehalt der bei G1 austretenden Flüssigkeit von durchaus homogener
Beschaffenheit ist.
Statt der rotirenden Bürstenwalzen können, wie Fig. 7 veranschaulicht, auch flache hin-
und hergehende Bürsten T Anwendung finden, welche zwischen gleichfalls flachen, aber feststehenden
Bürsten R angeordnet sind. Der gemeinsame Antrieb kann mittelst Kurbel m
von einer Welle m] aus bewirkt werden.
Bei der durch Fig. 9 veranschaulichten vereinfachten Gesammtanordnung ist der Vacuumbehälter
B und der Sandfänger C fortgelassen. Der Papierstoff gelangt hier aus dem Kocher A
direct in das Rüttelwerk F, welches in einem besonderen Behälter untergebracht ist und
durch welches der Stoff mittelst der Pumpe D hindurchgesaugt wird. Diese Pumpe drückt den
Stoff dann nach dem Bürstwerk G.
Claims (3)
- Patent-Ansprüche:ι . Bei der Herstellung von Papierstoff das Verfahren, den aufgeschlossenen Faserstoff in suspendirtem Zustande durch eine Anzahl von Kanälen (Q) hindurchzutreiben, in welchen feststehende oder bewegte Hindernisse derart angeordnet sind, dafs die Flüssigkeit mit dem Stoff so durchgeschüttelt wird, dafs ein vollständiges Trennen der Fasern von einander erzielt wird.
- 2. Zur Ausübung des durch Anspruch 1. gekennzeichneten Verfahrens ein Rüttelwerk (F), bestehend aus durchweg stillstehenden oder theils festen, theils beweglichen oder durchweg sich entgegengesetzt verschiebenden gewellten oder gebuckelten Platten (P i2), welche in einer geeigneten Anzahl von abwechselnd an dem einen bezw. dem anderen Ende mit einander communicirenden Abtheilungen(Q) angeordnet sind.
- 3. In Verbindung mit dem unter 2. bezeichneten Apparat ein Bürstwerk (G), welches entweder aus Bürstenwalze und Bürstenhohlcylinder oder aus flachen, an einander hin- und hergleitenden Bürsten besteht.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE42640C true DE42640C (de) |
Family
ID=318022
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT42640D Expired - Lifetime DE42640C (de) | Verfahren und Einrichtung zum Zerfasern und Reinigen aufgeschlossenen Papierstoffs |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE42640C (de) |
-
0
- DE DENDAT42640D patent/DE42640C/de not_active Expired - Lifetime
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