DE42640C - Verfahren und Einrichtung zum Zerfasern und Reinigen aufgeschlossenen Papierstoffs - Google Patents

Verfahren und Einrichtung zum Zerfasern und Reinigen aufgeschlossenen Papierstoffs

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DE42640C
DE42640C DENDAT42640D DE42640DA DE42640C DE 42640 C DE42640 C DE 42640C DE NDAT42640 D DENDAT42640 D DE NDAT42640D DE 42640D A DE42640D A DE 42640DA DE 42640 C DE42640 C DE 42640C
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DENDAT42640D
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H. BLACKMAN in New-York, V. St. A., Nr. 277 West 127 Street
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21BFIBROUS RAW MATERIALS OR THEIR MECHANICAL TREATMENT
    • D21B1/00Fibrous raw materials or their mechanical treatment
    • D21B1/04Fibrous raw materials or their mechanical treatment by dividing raw materials into small particles, e.g. fibres
    • D21B1/12Fibrous raw materials or their mechanical treatment by dividing raw materials into small particles, e.g. fibres by wet methods, by the use of steam

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  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Paper (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE SS: Papierfabrikation.
Papierstoff wird bekanntlich in der Weise hergestellt, dafs das bezügliche Fasermaterial zunächst auf chemischem oder mechanischem Wege aufgeschlossen und die Fasern alsdann in geeigneten Schlagmaschinen in einen flockigen Zustand übergeführt werden.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf diesen letzteren Theil der Bearbeitung. Nach derselben wird der aufgeschlossene Faserstoff mit Wasser durch eine Art von Rüttelwerk hindurchgetrieben, welches im wesentlichen aus einem langgestreckten Durchgang besteht, in welchem sich die den Durchflufs behindernden und den Faserstoff hin- und herrüttelnden Vorrichtungen befinden. Die Wirkung dieser Rüttelvorrichtungen zeigt sich darin, dafs sich die unregelmäfsigen Massen der Fasern lösen und in kleine flockige Theile zertheilen. Statt der sich hin- und herbewegenden Rüttelvorrichtungen können auch stillstehende Hindernisse Anwendung finden.
Zur völligen Zerlegung der Faserbündel in einer die Langfaserigkeit derselben möglichst wenig schädigenden Weise dient ein Bürstwerk, in welchem die Flüssigkeit zwischen Bürstenpaaren hindurchfliefst, bei welchen entweder nur die eine oder beide Bürsten in Bewegung gesetzt werden.
Auf beiliegender Zeichnung veranschaulicht Fig. ι in Seitenansicht und Fig. 2 in oberer Ansicht die Gesammtanordnung des bei vorliegendem Verfahren in Anwendung kommenden Apparates. Fig. 3 und 4 sind Einzelheiten des in Fig. 5 im Verticalschnitt und in Fig. 6 im Horizontalschnitt dargestellten Rüttel- und Bürstwerkes; Fig. 7 und 8 veranschaulichen Abarten hiervon; Fig. 9 ist eine vereinfachte Gesammteinrichtung des Apparates.
Der in Fig. 1 dargestellte Gesammtapparat besteht aus dem üblichen Kocher A, in welchem der Faserstoff unter Druck oder unter Luftleere und unter Einwirkung geeigneter Chemikalien gekocht wird. Der aufgeschlossene Stoff und das Wasser werden mittelst Dampfdruckes durch ein Ventil L und das Rohr L1, welches in ein verengtes Mundstück übergeht, in den Vacuumbebälter B UbergedrUckt. Hierbei wird der in den Zwischenräumen der Fasern befindliche Dampf bezw. das Wasser in dem Augenblick, wo die Fasern aus dem verengten Mundstück in den Behälter B übertreten, von dem Druck befreit, so dafs der Dampf plötzlich expandirt und die Fasern aus einander reifst. Das Vacuum im Behälter B wird durch Condensation des Dampfes mittelst eingespritzten kalten Wassers, sowie durch Absaugen der Gase mittelst der Vacuumpumpe E durch das Rohr E2 hindurch unterhalten.
Aus B fliefsen die Fasern mit dem Wasser nach dem Behälter C, welcher als Sandfang wirkt. Die gereinigten Fasern fliefsen mit dem Wasser durch das Rohr D1 hindurch nach der Pumpe D, welche die Masse durch das Rohr D2 hindurch nach dem Rüttelwerk F und von hier nach dem Bürstwerk G drückt. Beide sind in vorliegendem Falle in einem gemeinsamen Behälter h, Fig. 5 und 6, untergebracht. Der das Rüttelwerk aufnehmende Theil des Behälters ist durch Scheidewände h1, welche abwechselnd oben bezw. unten einen Durchgang lassen, in eine Anzahl Abtheilungen Q. getheilt. In diesen Abtheilungen sind in engen Abständen Zwischenwände i angeordnet, welche den Duchflufs des im Wasser suspendirten Stoffes behindern und ein gegenseitiges Umlaufen der Fasern veranlassen. Diese den
Dürchflufs behindernden Theile können entweder fest oder beweglich angeordnet sein. Bei der durch Fig. 3, 4, 5 und 6 veranschaulichten Einrichtung bestehen diese Zwischenwände aus gewellten Blechen, von welchen in den ersten vier Abtheilungen Q die eine Hälfte il an den Seitenwänden befestigt ist, während die andere Hälfte z'2 abwechselnd zwischen den Zwischenblechen i1 auf- und abverschiebbar sind und hierzu in Schlitzen in den Seitenwänden des Behälters geführt werden.
Die beweglichen Bleche i'2 der ersten und zweiten bezw. der dritten und vierten Abtheilung Q sind am oberen Ende je an einem Quersteg j befestigt, welcher an einer verticalen Stange jl sitzt, die durch eine Stopfbüchse hindurch nach aufsen führt und durch eine Schubstange kl mit der Kurbel k der Welle / verbunden ist. Hieraus ist ersichtlich, dafs die Zwischenbleche i2 bei Drehung der Welle / eine auf- und absteigende Bewegung machen. Die Kurbeln für die beiden Stege j sind zweckmäfsig versetzt. Die abwechselnd auf- und absteigende Bewegung der Zwischenbleche z'2 läfst sich natürlich auch durch andere Mechanismen erzielen. Uebrigens könnten auch die im vorliegenden Falle als fest angenommenen Zwischenbleche beweglich gemacht werden, und zwar derart, dafs ihr Gang entgegengesetzt zu dem der Bleche i2 gerichtet ist.
In beiden Fällen erlangen die Blechpaare Pi2 abwechselnd die beiden durch Fig. 3 und 4 dargestellten gegenseitigen Endstellungen. Die bei diesem Wechsel eintretende plötzliche Aenderung in der Form des Zwischenraumes zwischen den Blechen verursacht ein Schleudern der Flüssigkeit gegen die Wellen, so dafs dieselbe derart geschlagen und geschüttelt wird, dafs die Fasern von einander getrennt und gereinigt werden.
In den letzten drei Abtheilungen Q. sind sämmtliche Zwischen bleche in der aus Fig. 3 ersichtlichen Anordnung befestigt, so dafs der Dürchflufs hier also durchweg dasselbe Querprofil beibehält und nur durch die Schlangenform des Durchflusses ein sanftes Hin- und Herschwenken der Fasern erzielt wird, welches ein weiteres Waschen der Fasern bewirkt. Statt des Rüttelwerkes könnte auch ein aus Fig. 8 ersichtliches hin- und hergeführtes Rohr F Anwendung finden, welches mit Lagen von Stacheldraht gefüllt ist, durch welche die Flüssigkeit hindurchgetrieben wird. Die oben erwähnten Wellbleche z'z'2 könnten auch durch geeignet gebuckelte Platten ersetzt werden.
Aus der letzten Abtheilung Q tritt die Flüssigkeit oben in das Bürstwerk G, welches in Fig. 5 und 6 mit dem Rüttelwerk in demselben Behälter untergebracht ist. Das Bürstwerk besteht im dargestellten Falle aus zwei verticalen Walzenbürsten T, welche auf den Wellen T* befestigt sind und innerhalb zweier festen, im Innern als Bürsten ausgebildeten Hohlcylinder rotiren. Die Flüssigkeit fliefst durch die beiden zwischen den festen Hohlcylindern und den Bürstenwalzen verbleibenden engen cylindrischen Hohlräume R hindurch und werden hierbei durch die sich schwach berührenden Bürsten alle etwa noch an einander hängenden Fasern aus einander gehechelt, so dafs der Fasergehalt der bei G1 austretenden Flüssigkeit von durchaus homogener Beschaffenheit ist.
Statt der rotirenden Bürstenwalzen können, wie Fig. 7 veranschaulicht, auch flache hin- und hergehende Bürsten T Anwendung finden, welche zwischen gleichfalls flachen, aber feststehenden Bürsten R angeordnet sind. Der gemeinsame Antrieb kann mittelst Kurbel m von einer Welle m] aus bewirkt werden.
Bei der durch Fig. 9 veranschaulichten vereinfachten Gesammtanordnung ist der Vacuumbehälter B und der Sandfänger C fortgelassen. Der Papierstoff gelangt hier aus dem Kocher A direct in das Rüttelwerk F, welches in einem besonderen Behälter untergebracht ist und durch welches der Stoff mittelst der Pumpe D hindurchgesaugt wird. Diese Pumpe drückt den Stoff dann nach dem Bürstwerk G.

Claims (3)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι . Bei der Herstellung von Papierstoff das Verfahren, den aufgeschlossenen Faserstoff in suspendirtem Zustande durch eine Anzahl von Kanälen (Q) hindurchzutreiben, in welchen feststehende oder bewegte Hindernisse derart angeordnet sind, dafs die Flüssigkeit mit dem Stoff so durchgeschüttelt wird, dafs ein vollständiges Trennen der Fasern von einander erzielt wird.
  2. 2. Zur Ausübung des durch Anspruch 1. gekennzeichneten Verfahrens ein Rüttelwerk (F), bestehend aus durchweg stillstehenden oder theils festen, theils beweglichen oder durchweg sich entgegengesetzt verschiebenden gewellten oder gebuckelten Platten (P i2), welche in einer geeigneten Anzahl von abwechselnd an dem einen bezw. dem anderen Ende mit einander communicirenden Abtheilungen(Q) angeordnet sind.
  3. 3. In Verbindung mit dem unter 2. bezeichneten Apparat ein Bürstwerk (G), welches entweder aus Bürstenwalze und Bürstenhohlcylinder oder aus flachen, an einander hin- und hergleitenden Bürsten besteht.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT42640D Verfahren und Einrichtung zum Zerfasern und Reinigen aufgeschlossenen Papierstoffs Expired - Lifetime DE42640C (de)

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