DE426355C - Fliehkraftgewichts-Schalter zur funkenfreien An- und Abschaltung von unter Spannung stehenden rotierenden Wicklungen - Google Patents

Fliehkraftgewichts-Schalter zur funkenfreien An- und Abschaltung von unter Spannung stehenden rotierenden Wicklungen

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DE426355C
DE426355C DEW62322D DEW0062322D DE426355C DE 426355 C DE426355 C DE 426355C DE W62322 D DEW62322 D DE W62322D DE W0062322 D DEW0062322 D DE W0062322D DE 426355 C DE426355 C DE 426355C
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    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01HELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H35/00Switches operated by change of a physical condition
    • H01H35/06Switches operated by change of speed
    • H01H35/10Centrifugal switches

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  • Braking Arrangements (AREA)

Description

DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM 8. MÄRZ 1926
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
- JVe 426355 -KLASSE 21 c GRUPPE 59
(W 62322 VIIII2IC2)
Ernst Weißberg in Waidmannslust.
Fliehkraftgewichts-Schalter zur funkenfreien An- und Abschaltung von unter Spannung stehenden rotierenden Wicklungen.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 15. Oktober 1922 ab.
Die Erfindung betrifft einen Fliehkraftschalter zur funkenfreien An- und Abschaltung von unter Spannung stehenden rotierenden Wicklungen durch Fliehkraftpendel, bei denen die Pendelwirkung mittels zweckmäßig regel-
Durch die Bremsfedern wird eine absolut funkenlose Einschaltung und das normale Kippmoment des Motors erreicht. Bei gewöhnlichen Fliehkraftschaltern geraten nämlieh die Bürsten durch die beim Lauf entste-
barer Bremsfedern verzögert wird. j henden Erschütterungen in Zittern, die Kon-
takte werden nicht augenblicklich geschlossen, und es entstehen Funken, wodurch die Kontaktflächen verbrennen. Wendet man dagegen Bremsfedern gemäß der Erfindung an, so können die Fliehgewichte erst dann das Schließen der Kontakte, und zwar in diesem Falle funkenfrei, bewirken, wenn sie infolge der Fliehkraft eine solche Kraft aufgespeichert haben, daß die Federn eine Hemmung (leistenartige Vorsprünge) vor dem Kontaktschluß mit einer schnellen Bewegung überwinden können.
Ebenso wird durch die die geschlossene Lage der Kontakte sichernden Bremsfedern das Öffnen der Kontakte so lange verhindert, bis die Drehzahl des Motors ganz beträchtlich zurückgegangen ist. Diese kann dabei so eingestellt werden, daß das Öffnungs-Kippmoment der Schalter ohne diese Sicherung ao bereits überschritten wäre. Das heißt also, daß ohne diese Brems- und Sicherungsfedern die Kontakte bei im Betrieb häufig vorkommenden kleinen Überlastungen und Drehzahlrückgängen des Motors geöffnet wurden. Der Motor würde also ebenso häufig außer Betrieb gesetzt, was unangängig ist, und die Kontakte würden außerdem dadurch in ganz kurzer Zeit verschmoren.
Der in Abb. 1 in einem radialen Teilschnitt durch das Gehäuse und in Abb. 2 in einer Draufsicht beispielsweise gezeigte Fliehkraftschalter gemäß einer Ausführungsart der Erfindung besteht aus einem auf die Welle a aufzusetzenden, als Kontaktträger ausgebildeten Gehäuse b, in welchem die erforderlichen Vorrichtungen eingebaut sind.
Die Wirkungsweise des dargestellten Fliehkraftschalters ist folgende:
Das um den Bolzen d im Gehäuse b drehbar angeordnete Pendelgewicht c trägt die Kontaktfedern f mit den Vorkontakten Jf1 und wird durch eine am hinteren Ende aiigreif ende bekannte Spiralfeder g bei Tourennachlaß oder Stillstand des Motors in die Ruhestellung gemäß Abb. I zurückgeführt. Dabei ist der Kontakt zwischen den gegeneinander isolierten, zum Anschluß der einzelnen Wicklungsteile dienenden Kontaktstücken k und den Kontaktfedern f, ft unterbrochen. Diese Rückführwirkung der Feder g wird noch durch die Bremsfedern h unterstützt, wenn diese auf der vorderen Seite (nach links hin) von leistenartigen Vorsprüngen b2 abgleiten. Bei einer bestimmten Umdrehungszahl des Motors dreht sich infolge der Fliehkraftwirkung das Pendelgewicht c um den Bolzen d und überwindet die Wirkung der Rückführfeder g und die bremsende Wirkung der Bremsfeder Ji, so daß bei einer bestimmten einstellbaren Drehzahl der Stromschluß zwisehen k und f hergestellt wird. In der so hergestellten Schlußlage für die Kontakte greifen dann an den Bremsfedern h angebrachte Nocken Ji1 über den hinteren (nach rechts hin) Rand von leistenartigen Vorsprüngen b2 hinweg, wobei sie durch Schlitze bx des Gehäuses hindurchgehen, so daß der Kontaktschluß durch diese Verriegelung der Nocken Zi1 hinter den leistenartigen Vorsprüngen b2 gesichert und auch das Pendelgewicht c so .verriegelt ist, daß ein erheblicher Tourennachlaß erfolgen muß, bis die Überwindung dieser zusätzlichen Wirkung durch die Rückführkraft g erfolgt.
Die Bremswirkung der Bremsfedern Ji kann verschieden eingestellt werden, z. B. durch Anziehen oder Lockern der seitlichen Befestigungsschrauben. Auch die Wirkung der Feder g kann z. B. mittels einer Schraube im Federbolzen gx, der im Schlitz C1 des Pendelgewichtes c verschiebbar geführt ist, geregelt werden.
Die Anzahl der Pendelgewichte c mit den dazugehörigen Nebenteilen sowie die Anzahl der gegeneinander isolierten Kontakte k kann entsprechend der in Betracht kommenden Zahl der Wicklungsteile gewählt werden.
Die Einstellung der aufeinanderfolgenden Zeitpunkte der Einschaltung oder Öffnung der Pendelgewichtsschalter und damit der Drehzahlen, bei denen die Betätigung erfolgen soll, kann in bekannter Weise durch Anwendung verschieden schwerer Gewichte c, verschieden bemessener bzw. eingestellter Spiralfedern g oder Bremsfedern h bewirkt werden, wobei entweder jede von diesen Maßnahmen allein oder auch in beliebiger Kombination mit einer oder mehreren der andern vorgenommen werden kann.

Claims (2)

  1. P ATENT-Ansprüche:
    i. Fliehkraftgewichts-Schalter zur funkenfreien An- und Abschaltung von unter Spannung stehenden rotierenden Wickhingen, dadurch gekennzeichnet, daß die Wirkung der die Schalter steuernden Gewichte mittels zweckmäßig regelbarer, mit den Kontaktstellen zusammenwirkender Bremsfedern (K) verzögert wird.
  2. 2. Fliehkraftgewichts-Schalter nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Bremsfedern (Ji) mittels Nocken (Ji1), die hinter leistenartige Vorsprünge (b2) greifen, den Schalter in der Schließlage sichern.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DEW62322D 1922-10-15 1922-10-15 Fliehkraftgewichts-Schalter zur funkenfreien An- und Abschaltung von unter Spannung stehenden rotierenden Wicklungen Expired DE426355C (de)

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