DE424924C - Anlage zum Aufschuetten von Daemmen - Google Patents

Anlage zum Aufschuetten von Daemmen

Info

Publication number
DE424924C
DE424924C DEW68710D DEW0068710D DE424924C DE 424924 C DE424924 C DE 424924C DE W68710 D DEW68710 D DE W68710D DE W0068710 D DEW0068710 D DE W0068710D DE 424924 C DE424924 C DE 424924C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
scaffolding
dam
train
dump
read
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEW68710D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
MAX JASCHKE
WERSCHEN WEISSENFELSER BRAUNKO
Original Assignee
MAX JASCHKE
WERSCHEN WEISSENFELSER BRAUNKO
Publication date
Priority to DEW68710D priority Critical patent/DE424924C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE424924C publication Critical patent/DE424924C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B65CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
    • B65GTRANSPORT OR STORAGE DEVICES, e.g. CONVEYORS FOR LOADING OR TIPPING, SHOP CONVEYOR SYSTEMS OR PNEUMATIC TUBE CONVEYORS
    • B65G65/00Loading or unloading
    • B65G65/28Piling or unpiling loose materials in bulk, e.g. coal, manure, timber, not otherwise provided for

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Auxiliary Methods And Devices For Loading And Unloading (AREA)

Description

  • Anlage zum Aufschütten von Dämmen. Im Abraumbetrieb der Braunkohlentagebaue muß ein großer Teil der Massen auf Haldenkippe gefahren «-erden, bevor die Möglichkeit besteht, die Massen im ausgekohlten Tagebauraum zu verstürzen. Die Abraummassen werden dabei in übereinanderliegenden Scheiben von etwa 7 m Höhe verstürzt. Die Versturzmöglichkeit wird dadurch geschaffen, daß ein Damm von etwa 7 m Höhe und einer dein Kippgelände entsprechenden Länge als Ausgangsbasis des Kippbetriebes für jede einzelne Scheibe aufgeschüttet wird.
  • Die Herstellung dieser Dämme geschieht in der Weise, daß die mittels Zugförderung herangebrachten Abraummassen zu beiden Seiten des Kippengleises entladen und nach Abfahrt des Zuges von Hand unter die Gleisschwellen gestopft werden. Auf diese Weise wird das Kippengleis auf seiner ganzen Länge zentimeterweise allmählich hochgetrieben, bis schließlich der Kippendamm die gewünschte Höhe erreicht hat. Es liegt auf der Hand, (laß dieses Verfahren sehr zeitraubend und kostspielig ist, ganz besonders (lang, wenn nicht Sand und ILies, sondern Lehm und Ton als Material in Frage kommen.
  • Bekannt ist, daß in England und Amerika beim Bau von Kanälen die Bodenmassen in kleinen lluldetikippwagen auf kürzestem Wege mittels Kabelwinde auf ein fahrbares Gerüst hochgezogen werden, (las parallel zum Erdeinschnitt dein Vorrücken des Baggers entsprechend verschoben werden kann. Von der Plattform des Gerüstes aus werden die Wagen gekippt, so daß sich entlang dem Kai,aleinschnitt eine langgestreckte Halde von mehreren 1Tetern Hölle und Breite ergibt. Es handelt sich hierbei also uni eine fahrbare Kippenbühne.
  • Diese '\"orrichtunr ist für den Abratnnbetriell nicht anwendbar, weil die bei der Zugför(lerun- in Frage kommenden großen Gewichte eine außerordentlich schwere Durchkonstruktion der Kippenbühne notwendig machen würden und außerdem die Auffahrt:-möglichkeit auf die ständig wandernde Bühne nicht gegeben ist.
  • Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist eine Vorrichtung, die bei ihrer prinzipiell anders gearteten Arbeitsweise diese Nachteile @-erineidet. In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Abb. i zeigt die Vorrichtung für (las Aufschütten von Dämmen im Grundriß, Abb. 2 in der Seitenansicht, Abb.3 stellt eine weitere Anwendungsmöglichkeit der Vorrichtung beim Aufschütten von Halden im Grundriß dar, und Abb.:1 gibt eine übersichtliche Darstellung der Betriebsverhältnisse einer Hallenkippe, gleichfalls im Grundriß.
  • Die Vorrichtung besteht aus einem etwa 7 m hohen fahrbaren Gerüst b, (las als Holz-oder Eisenkonstruktion ausgebildet ist. Das Gerüst wird mit seiner Mittelachse in der Längsrichtung des aufzuschüttenden Dammes aufgestellt. Das auf der Krone des Dainmes a liegende Fahrgleis liegt mit seinem freien Ende auf dein Gerüst b auf, ohne (laß zwischen den Schwellen des Fahrleises und der oberen Plattforen des Gerüstes eine feste Verbindung bestände. "Zwischen (leg Kopfseite des Dammes a und dem Gerüst b wird ein Zwischenraum von etwa i m Breite gelassen. Zur einwandfreien 'Unterstützung des Gleises all dieser Stelle ist ein Ausleger c angeordnet, der an dem einen Ende mit (lein Gerüst fest verbunden ist und mit dem anderen auf dem Dannnkrone Sich auflegt. Zum Transport des Gerüstes b in der Längsrichtung des aufzuschüttenden Dammes dient eine Kabelwin(le d, die bequem von zwei Leuten bedient werden kann.
  • Der Arlaeitsprozeß gestaltet sich folgendermaßen Es wird zunächst eine Auffahrtsralilpe unter einem bestimmten Steigungsverhältnis eil der ein Abraunibetriell üblichen Weise aufgeschüttet. All dein Ende (leg Auffahrtsrampe, (las etwa 7 111 höher liegt als sein Allfang, wird (las fahrbare Gerüst t) aufgestellt, so daß ein Zwischenraum \-on etwa i in Länge zwischen beiden verbleibt. Die Verl:inrel-tillg des Fahrgleises der Auffahrtsrampe ruht auf der Plattform des Gerüstes h auf, wobei die Fahr-leisschwellen lose auf der Plattforen des Gerüstes aufliegen.
  • Der Abratiniztig, der auf die Auffahrtsrampe durch die Lokomotive heraufgeschoben ovorden ist, wird nun eil den vorerwahlltln Zwischenraum Wagetl für Wagen abgekippt. Jede#nial wenn ein Wagen entleert ist, wird der Zug tun eine Wagenlänge vorgeschoben. so (saß stets ein voller gen über dein ZwisChenrauill steht. ---ührencl die bereits ciltleerteil Wagen auf dein Gerüst Aufstellung finden.
  • Ist der Zwischenraum auf diese Weise ausgefüllt. (l. 11. der Daillili uni etwa r in verlüngc@t, so wird (las Gerüst h in der Lä ngsrichtuig entsprechend vorgezogen, wobei inan sich (leg kleinen Kabelwinde d bedient. Um ein teilweises Cherschiitteil (leg Brücke finit Abrauirniassen zu vermeiden, -wird das dein Damm zugekehrte Eilde des Gerüstes (furch einen Bohlenhelag verkleidet, gegen den sich die Abraunmiassen anlegen. Infolgedessen üben sie auf das Gerüst eine Art Schuhwirkung aus, was den Transport des Gerüstes wesentlich erleichtert.
  • Auf- diese Weise wird der Damm in seiner ganzen Höhe abschnittsweise in einem Bruchteil der Zeit leergestellt, die beim bisherig en Verfahren für das zentimeterweise Hochbringen des Dammes in seiner ganzen Länge eiforderlich ist.
  • Die gleiche vorteilhafte Anwendung findet der Gegenstand unserer Erfindung auch beine weiteren eigentlichen Betrieb' der Haldenkippe. Dieser geht, -wie in (lese Abb. und 4 dargestellt, in der Weise vor sich, daß der Ausgangsdannn a (gestrichelt gezeichnet) in entsprechender Weise, uni den Punkt D schwenkend, ständig verbreitert wird. Da die im Abrauinbetrieb üblichen Seitenentlader immer nur nach der zum Fahrgleis parallelen Seite entladen,- dagegen nicht quer dazu, so ist die natürliche Folge, daß die Kippe, deren schwenkendes Kopfende Bodenmassen nicht erhält, inisner kürzer -wird und etwa in der gestrichelt gezeichneten Weise zurückzieht, -was dein Aufnahmevermögen der Kippe naturgemäß erheblichen Abbruch tut. Außer-(lein bereitet es vermehrte Nebenarbeiten, dieses freie Kippenende vor dem Abgehen zu sichern, -was in der Regel durch Unterstapelung mit Schwellen oder (furch Unterstützung mittels eines einfachen schmalen Bockes geschiebt.
  • Es kommt hinzu, (saß auf (leg äußersten Spitze nach (leg Natur (leg Sache (sie meisten Bodenmassen untergebracht werden müssen, cla hier (leg Ausschlag bei (leg Schwenkung der Kippe am größten ist. Uns ein Zurück-])leihen dieses schwenkenden Endes zu vermeiden, ist es erforderlich, beine Kippen auf (leg letzten Zuglänge mit Zügen von ganz kurzer L äuge (ß bis 4 Wagen) zu fahren, (sie a111 äußersten Ende allgekippt werden. Beins Arbeiten finit so kurzen Zügen entstellen liaturgeiniiß sehr erhebliche Zeitverloste und 1_.eisttuigseilil>tilien, und zwar wirken sich die Zeitverluste beim Zugwechsel auf der mehrere icio in langen Kippenfront um so ungünstiger aus, je kürzer die "Lüge sind, die-dein äußersten Eilde der Kippe zugeführt werden.
  • Diese drei großen Nachteile des üblichen Kippenbetriebes werden durch den Einbau unserer Erfindung beseitigt. Das Gereist h %-ird am schwenkenden Ende der Kippe aufgestellt und das freie Ende des Fahrgleises lose auf die Plattform des Gerüstes b aufgelegt.
  • Der Arbeitsvorgang gestaltet sich (sann in der Weise, daß der Vollzug in seines: normalen Länge nach dem äußersten Ende der Kippe gefahren und hier wagenweise abgekippt- wird, wobei die entleerten Wagen auf (las Gerüst b geschoben werden, dessen Länge der eines normalen Zuges entspricht. Auf diese Weise ist es möglich, die Kippe in ihrer ursprünglichen Länge zu erhalten, ja sogar beliebig zu verlängern, und auch auf dem äußersten Kippenende ileit ganzen Zügen zu arbeiten, so claß (sie Leistungsfähigkeit (leg Kippe wesentlich gesteigert wird. Beim Rücken des Fahrgleises auf Kippe in P ichtung (leg Böschung wird naturgemäß auch in entsprechendem Umfange das Gerüst b mittels der kleinen Kabelwinde d vorgezogen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: r. Vorrichtung zum Aufschütten von Dämmen, Kippen oder Halden, dadurch gekennzeichnet, daß vor dem anzuschüttenden Ende des Dammes ein fahrbares Gerüst angeordnet ist, welches das Zufahrtgleis aufnimmt, -wobei der Abstand zwischen Böschung und Gerüst so gewählt ist, daß der Inhalt des Zuges @@'agen für Wagen in den Zwischenraum abgekippt werden kann. a. Vorrichtung nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, (saß auf dem Gerüst das Zufahr tgleis lose aufliegt und das Gerüst sowohl in der Längsrichtung des Dammes oder der Kippe als auch in der Querrichtung dazu fahrbar ist, so daß (las Gerüst -entsprechend der Schwenkbewegung der Kippe finit vorgenommen -wird, -wobei es zum Auffahren des Leerzuges dient, um das Kürzerwerden der Kippfront beine Schweliken zu vermeiden.
DEW68710D Anlage zum Aufschuetten von Daemmen Expired DE424924C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEW68710D DE424924C (de) Anlage zum Aufschuetten von Daemmen

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEW68710D DE424924C (de) Anlage zum Aufschuetten von Daemmen

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE424924C true DE424924C (de) 1926-02-08

Family

ID=7608168

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEW68710D Expired DE424924C (de) Anlage zum Aufschuetten von Daemmen

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE424924C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE102020119716A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Anheben einer vorgeschobenen Hohlkastenbrücke, um eine übermäßige Abwärtsneigung zu verhindern
DE424924C (de) Anlage zum Aufschuetten von Daemmen
DE457830C (de) Grabenbagger zum Ziehen und Raeumen von beiderseits beliebig abgeboeschten Graeben
DE389235C (de) Eimerkettenbagger mit zum Hoch- und Tiefbaggern verwendbarer Knickleiter
DE409650C (de) Turmkran
DE650609C (de) Bunkeranlage fuer Schuettgut mit Schoepfwerk als Entnahmeeinrichtung
DE599437C (de) Fahrbares Geraet zum Aufnehmen und Reinigen von vor den Schwellenkoepfen auf dem Seitenbankett lagernden Bettungsmassen und Verladen der Abfallstoffe
DE428434C (de) Haldenschuetter
DE752958C (de) Schaufelradbagger mit schwenkbarem, den laengsverschiebbaren und heb- und senkbaren Schaufelradausleger tragenden Oberbau
DE446990C (de) Verfahren zum Absetzen von Abraummassen bei grosser Absturzhoehe
DE443389C (de) Kippgleis-Rueckmaschine
DE420332C (de) Vorrichtung zum Bekleiden von Uferboeschungen mit Beton
DE441946C (de) Absturzstelle fuer Haldendrahtseilbahnen
DE955037C (de) Einrichtung zur Schuetkegelverbreiterung fuer Halden-Drahtseilbahnen
DE391369C (de) Pflug zum Ausheben von Gleisbetten mit einem von einer Lokomotive zu ziehenden schneepflugartigen Koerper
DE539963C (de) Stuetzwerkanordnung an fahrbaren Bruecken
DE972417C (de) Verfahren und Vorrichtung zum selbsttaetigen Gewinnen und Verladen von Kohle im Strebbau
DE342874C (de) Vorrichtung zum Heben und Kippen von Eisenbahnwagen
DE867679C (de) Verfahren zum Verladen von Gleiskettenbaggern auf Eisenbahnwagen
DE445757C (de) Anlage zur Gewinnung und Foerderung des Abraums im Tagebau von Braunkohlen u. dgl.
DE441009C (de) Fahrbare Vorrichtung zum Verebnen und Unterstopfen von anzuhebenden Kippgleisen senkrecht zur Gleisrichtung
DE654153C (de) Fahrbares Tagebaugeraet zur gesonderten Hereingewinnung von Zwischenschichten
DE718930C (de) Seilbahn mit einem quer zur Hauptstrecke angeordneten und laengs dieser verfahrbaren Abzweig
DE941268C (de) Schaufelradbagger
DE581119C (de) Verfahren und Einrichtung zum Absetzen von Abraum mit wechselseitiger Hoch- und Tiefschuettung