DE424476C - Durchflusswanne fuer die Dauererhitzung von Milch - Google Patents

Durchflusswanne fuer die Dauererhitzung von Milch

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DE424476C
DE424476C DER63029D DER0063029D DE424476C DE 424476 C DE424476 C DE 424476C DE R63029 D DER63029 D DE R63029D DE R0063029 D DER0063029 D DE R0063029D DE 424476 C DE424476 C DE 424476C
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23BPRESERVATION OF FOODS, FOODSTUFFS OR NON-ALCOHOLIC BEVERAGES; CHEMICAL RIPENING OF FRUIT OR VEGETABLES
    • A23B11/00Preservation of milk or dairy products
    • A23B11/10Preservation of milk or milk preparations
    • A23B11/12Preservation of milk or milk preparations by heating
    • A23B11/13Preservation of milk or milk preparations by heating the materials being loose unpacked
    • A23B11/133Preservation of milk or milk preparations by heating the materials being loose unpacked and progressively transported through the apparatus
    • A23B11/1336Preservation of milk or milk preparations by heating the materials being loose unpacked and progressively transported through the apparatus the milk flowing through with indirect heat exchange, containing rotating elements, e.g. for improving the heat exchange

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Description

  • Durchflußwanne für die Dauererhitzung von Milch. Zur Haltbar machung der Milch wendet man heute die Dauerpasteurisierung an, bei welcher die Milch etwa eine halbe Stunde lang auf der niedrigen Temperatur von 63° C erhalten wird, damit sie ihren ursprünglichen Charakter beibehält. Man unterscheidet zwei Verfahren: das eine benutzt eine Standwanne, in der die Milch in einem Raum eine halbe Stunde verweilt und dann abgelassen wird, das andere verwendet eine Durchflußwanne,welche von der Milch durchströmt wird, wobei die Flüssigkeit sich ebenfalls eine halbe Stunde in der Wanne aufhält. Die hierbei zur Anwendung kommenden Einrichtungen sind bei der Standerhitzung kompliziert und daher teuer, bei der Durchflußerhitzung arbeiten sie nicht zuverlässig und sind nur für geringe Stundenleistungen brauchbar.
  • Der Gegenstand vorliegender Erfindung ist eine Durchflußwanne für die Dauererhitzung der Milch, die in bekannter Weise aus mehreren durch Überlauf miteinander verbundenen Behältern besteht. Sie soll die Mängel' der bisher bekannten Einrichtungen beheben. Die Hauptforderung bei der Durchflußwanne ist, daß jedes Flüssigkeitsteilchen mit gleicher Geschwindigkeit die Wanne durchläuft, so daß alle Teile die vorgeschriebene und durch den Gesamtinhalt bestimmte Zeit in der Wanne sich aufhalten. Dies wird dadurch erreicht, daß - zunächst die Querschnitte der einzelnen Behälter der Wanne überall gleich und so bemessen sind, <iaß die Flüssigkeit stets mit demselben Widerstand ihren Weg durch die Wanne nimmt. Zu diesem Zweck sind alle Ecken und Winkel vermieden, in denen die Milch stagnieren könnte.
  • Damit die Flüssigkeit in den Behältern i, 2, 3 (Abb. i) auf- und absteigen kann, sind an den Deckeln q., 5, 6 Verdränger 7, 8, g angeordnet, welche in die Flüssigkeit hineinragen und eine reibungsfreie Bewegung mit gleichmäßiger Geschwindigkeit gestatten.
  • Von einem zum anderen Behälter gelangt die Milch über einen Überlauf io; auch bei dem Eintrittsbehälter i ist ein solcher überlauf i i angeordnet. Der Überlauf gewährleistet, daß sich die Flüssigkeit gleichmäßig über die ganze Breite verteilt und damit auch die volle Breite der Behälter i, 2, 3 mit gleicher Geschwindigkeit durchströmt.
  • Damit die Flüssigkeit sich in wagerechter Richtung ebenfalls gleichmäßig im Raum ausbreitet, ist hinter jedem Überlauf ein Sieb 12 vorgesehen, dessen Maschenweite so gewählt wird, daß ein genügender Widerstand vorhanden ist, um die Flüssigkeit über die ganze Breite zu verteilen. Diese Siebe haben aber noch eine andere Bedeutung. Bekanntlich entsteht bei der Milchverarbeitung Schaum, und in diesem halten sich nachgewiesenermaßen die meisten Keime auf, so daß der Schaum die Pasteurisierung zum Teil illusorisch macht. Dieser Schaum wird nun entweder durch die Siebbleche zurückgehalten oder die ihn bildenden Luftbläschen werden in den Maschen zerstört, und die nachbleibende Flüssigkeit nimmt an dem Durchfluß teil, so daß sie ebenfalls die vorgeschriebene Zeit der Temperatur ausgesetzt ist. .Auf diese Weise ergibt sich eine erhöhte Sicherheit für eine möglichst ge. ringe Keimzahl in der austretenden Milch.
  • LJm zu vermeiden, daß sich bei der aufsteigenden Milch an ihrer Oberfläche ein toter Querschnitt ergibt, haben die Verdränger an dieser Stelle eine Ausbauchung erhalten, welche die Milch zwargläufig zum tberlauf ablenkt (Abb. j).
  • Der Fettgehalt der Milch ist 'bekanntlich ni Form vo;: -%.erschieden großen 1#-°_ttl;figelclien in dci- i12iicli enthalten, welche bei stehende- .-Milch nach gewisser Zeit die Aufrahmung verursachen. Dabei erscheinen die größten Fettkügelchen zuerst, die kleinsten zuletzt an der Oberfläche. Diese Erscheinung verursacht bei der Dauererhitzung mancherlei Unzuträglichkeiten, da sie die Veranlassung dazu gibt, daß die austretende Milch einen verschiedenen Fettgehalt besitzt. Um dies zu vermeiden, erhalten die Wannen meist ein Rührwerk. Bei der vorliegenden Erfindung wird der Übelstand dadurch vermieden, daß durch Bemessung des Querschnittes in der Wanne die Geschwindigkeit der absteigenden Milch größer gewählt wird als der Auftrieb der größten Fettkügelchen, so daß alle Fettkügelchen gezwungen sind, der Bewegung der Milch zu folgen, wenn auch gegenüber dieser mit einer Verzögerung. Hiermit ist aber kein Nachteil verknüpft, denn bei der aufsteigenden Milch tritt wegen des gleichen Querschnittes umgekehrt eine gleiche Beschleunigung der Fettkügelchen in der Bewegungsrichtung der Milch ein, so daß vor jedem Überlauf stets wieder die gleiche Fettverteilung in der Milch vorhanden ist wie hinter dem vorhergehenden.
  • Der endgültige Austritt der Milch erfolgt bei dem Austrittsbehälter 13, welcher mit dem Sammelrohr 14 verbunden ist.
  • Nachdem der Zufluß in den Eintrittsbehälter i i aufgehört hat, werden nacheinander die Behälter 3, 2, i von ihrem Inhalt entleert, sobald dieser die erforderliche Zeit sich darin aufgehalten hat. Zur Entleerung dienen die Stutzen i9, welche untereinander und mit einer Absaugevorrichtung verbunden werden.
  • Einige Einzelheiten vervollständigen die Wanne. Zur leichteren Reinigung sind die Verdränger 7, 8, g an den Deckeln q., 5, 6 befestigt. Letztere hängen vermittels Trageisen 15 an der Welle 16, die ihrerseits wiederum von zwei Streben 17 (Abb.2) gehalten wird, Diese endigen in einer Zahnstange, so daß sie nach Beendigung der Pasteurisierung hochgewunden werden können. Um die Deckel noch besser für die Reinigung zugänglich zu machen, lassen sich die Streben 17 um die Achse 18 drehen, so daß die Deckel nach vorn oder hinten geschwenkt werden können. Neben der Sicherheit, daß die Pasteurisierung auch wirklich bei alilen Flüssigkeitsteilchen in der vorgeschriebenen Zeit zur Durchführung kommt, bietet der Gegenstand der vorliegenden Erfindung noch den Vorteil, daß er besonders einfach und billig in der Herstellung ist, da er keinen Antrieb zur Bewegung von Ventilen und Rührwerken nötig hat. Dieser letzte Umstand erlaubt seine Aufstellung in Räumen, in denen eine Transmission nicht vorhanden ist oder sich schwer unterbringen läßt.
  • Zur Vervollkommnung der Einrichtung kann der Maschinenraum an eine Absaugevorrichtung anveschlossen werden, welche einen Unterdruck herstellt. In diesem Fall müssen die Deckel luftdicht auf die Wanne aufgesetzt werden. Der Unterdruck wird so bemessen, daß er völlig oder nahezu der Siedetemperatur entspricht, so daß die Milch entweder in der Wanne kocht oder sich in einem dicht daran grenzenden Zustand befindet. Durch die so geschaffene Druckentlastung entweichen alle schädlichen und den Geschmack der Milch ungünstig beeinflussenden Gase, welche durch die Beschaffenheit mancher Futtermittel in der Milch enthalten sind. Da im Kochzustande auch ein Teil des in der Milch enthaltenen Wassers verdampft, so wird ein Gewichtsverlust eintreten, welcher, wenn es sich um Trinkmilch handelt, unerwünscht ist, bei Rahm zur Verbutterung oder Käsereimilch aber keine Rolle spielt. Ferner -wird es stören, wenn beim Kochen eine starke Schaumbildung auftritt. Zur Vermeidung dieser beiden Übelstände wird es daher zweckmäßig sein, mit der Spannung über der Milchoberfläche nicht ganz bis zur Siedegrenze zu gehen, sondern dicht darunter zu bleiben. Der Umstand, daß in diesem Fall die Intensität der Entgasung nur eine geringe ist, wird ausgeglichen durch die Länge der Einwirkung.
  • Zur Einstellung eines beliebigen Unterdruckes dient ein federbelastetes Ventil, welches einstellbar ist und bei einer gewünschten Spannung Luft eintreten läßt.
  • Dabei sei bemerkt, daß die Behandlung von Milch unter Unterdruck während des Pasteurisierens zwecks Entgasung an sich bekannt ist.
  • Die mehr oder weniger intensive Verdampfung und Entgasung kann durch Ein-Stellung der Temperatur des als Heizmedium dienenden Warmwassers im Heizmantel erfolgen, wodurch der Temperaturunterschied und damit der Wärmeübergang zwischen Milch und Heizmedium beliebig groß gestaltet werden kann.

Claims (1)

  1. PATE NT-A\SYRI.TCHE: r-. Durchflußwanne für die Dauererhitzung von Milch mit mehreren durch -Überlauf miteinander verbundenen Behältern, dadurch gekennzeichnet, daß diese Behälter (i, z, 3 ... ) von oben eintauchende Verdrängen (7, 8; 9...) enthalten, welche jeden Behälter in einen in absteigender und einen in ansteigender Richtung von-der Milch mit gleicher Geschwindigkeit durchflossenen Teil zerlegen. z. Durchflußwanne nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß hinter jedem Überlauf ein wagerechtes Sieb angeordnet ist, daß die Milch gleichmäßig über den ganzen absteigenden Schenkel des Behälters (i, a, 3 .. .) verteilt. 3. Durchflußwanne nach Anspruch i, dadurch -gekenzeichnet, daß die Verdrängen (7, 8, 9...) die ansteigende Milch durch eine Verdickung nach dem Überlauf lenken. .4. Durchflußwanne nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Behälter (i, a, 3...) wie auch die in ihnen befindlichen Verdrängen (7, 8, 9...) im Querschnitt und in ihrem Verhältnis zueinander derart bemessen sind, daß die Geschwindigkeit der absteigenden Milch größer ist als der Auftrieb der größten in der Milch enthaltener Fettkügelchen. 5. Durchflußwanne nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Verdrängen (7, 8, 9...) mit den sie tragenden Behälterdeckeln (.4, 5, 6) anhebbar und seitlich ausschwenkbar mit der Wanne verbunden sind. 6. Durchflußwanne nach Anspruch i bzw. 5, dadurch gekennzeichnet, daß die die Verdrängen (7, 8, 9 ... ) tragenden Behälterdeckel (4, 5, 6 ... ) die Behälter luftdicht abschließen. und an die Behälter eine Saugleitung zur Erzielung eines Unterdruckes soxvie ein die Höhe des Unterdruckes selbsttätig regelndes Ventil angeschlossen ist.
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