DE42428C - Luft- und Wasserdruckharomer - Google Patents

Luft- und Wasserdruckharomer

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DE42428C
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Germany
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hammer
piston
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haromers
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DENDAT42428D
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H. wohlenberg in Hannover
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21JFORGING; HAMMERING; PRESSING METAL; RIVETING; FORGE FURNACES
    • B21J7/00Hammers; Forging machines with hammers or die jaws acting by impact
    • B21J7/02Special design or construction

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Toys (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 49: Mechanische Metallbearbeitung.
H. WOHLENBERG in HANNOVER. Luft- und Wasserdruckhammer.
Fatentirt im Deutschen Reiche vom 24. Juni 1887 ab.
Den Gegenstand der Erfindung bildet ein Luftdruckhammer, bei dem das Gewicht einer Wassersäule benutzt ist, um die Energie des Hammerschlages zu verstärken.
Die beiliegende Zeichnung veranschaulicht den Hammer durch Fig. 1 in einem Verticalschnitt, durch Fig. 2 in einer Seitenansicht und durch Fig. 3 in einem Detail.
Die Construction des Hammers ist folgende: In dem oben offenen Cylinder 1 ist ein Kolben 2 beweglich, der mittelst Lenker von der Schwungradwelle A aus, den Hammerschlägen entsprechend, auf- und abbewegt wird. Der Cylinder 1 setzt den nach aufwärts gerichteten Schenkel eines S-förmigen Rohres B fort, dessen nach unten gerichteter Schenkel von einem Cylinder 3 gebildet wird, in welchem der in seinem oberen Theil als Kolben hergerichtete oder mit einem Kolben verbundene Hammerbär 4 verschiebbar ist. Rohr B, 3 dient in Verbindung mit den erforderlichen Rippen und Platten zugleich als Hammergestell.
Das Rohr B, 3 ist in seiner ganzen Länge vom Hammerbärkolben an bis nahezu unterhalb des Kolbens 2 mit Wasser und der Raum zwischen dem Wasserspiegel und dem Kolben mit Luft gefüllt. Bewegt sich der Kolben 2 aufwärts, so entsteht unterhalb desselben eine Luftverdünnung. Es folgt daher unter dem Ueberdruck der äufseren Atmosphäre das im Rohr B 3 enthaltene Wasser dem Kolben und der Hammerbär geht hoch. Der Ueberdruck hat hierbei nur das Gewicht des Hammerbärs und die mit der Bewegung des Wassers im S - Rohr verbundenen Reibüngswiderstände, nicht aber zugleich das Gewicht der Flüssigkeitssäule zu überwinden. Wie leicht ersichtlich, erfährt der Schwerpunkt der Wassermasse bei ihrer Verschiebung innerhalb des Rohres B, i, 3 keine Aenderung seiner Höhenlage.
Zufolge des Beharrungsvermögens ist die Bewegung der Wassersäule noch nicht beendet, wenn der Kolben seinen höchsten Stand erreicht hat und seine Abwärtsbewegung beginnt. Die unterhalb des Kolbens befindliche Luft wird daher zusammengeprefst und ihre Spannung wirkt beschleunigend auf die Abwärtsbewegung der Flüssigkeitssäule und des Hammerbärs. Schlägt der Hammer auf das Schmiedestück, so drückt die Flüssigkeitssäule mit der in ihr aufgespeicherten lebendigen Kraft auf die obere Fläche des Hammerbärs und erhöht die Schlagwirkung des Hammers. Die Stärke der Schläge kann durch Gröfse und Luftspannung des zwischen Kolben 2 und Wasserspiegel der Flüssigkeitssäule befindlichen Raumes, der als Windkessel functionirt, geregelt werden. Man kann den Windkessel auch so anordnen, wie in Fig. 3 angegeben, d.h. das S-förmige Rohr oben kammerartig erweitern und in dasselbe ein den Cylinder 1 fortsetzendes Rohrstück eintreten lassen. Das Volumen der im Windkessel eingeschlossenen Luft kann durch bekannte Mittel adjustirt bezw. erhalten werden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Ein Luft- und Wasserdruckhammer, bei welchem der Aufgang bezw. Niedergang des Kolbenhammers 4 durch den begrenzten Hub eines zwangläufig angetriebenen Kolbens 2 im Cylinder 1 unter Vermittelung einer von einem S - förmigen Rohr B umschlossenen Flüssigkeitssäule und eines über derselben befindlichen Luftkissens erfolgt, wobei der Arbeitseffect des Hammerschlages durch die in der Flüssigkeitssäule aufgespeicherte Bewegungsenergie vermehrt wird.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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