DE4241795C2 - Vorrichtung zum paßgenauen Anlegen - Google Patents
Vorrichtung zum paßgenauen AnlegenInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum
paßgenauen Anlegen von vereinzelt als Bogenstrom auf einer Förderebene
zugeführten Bogen
gemäß dem
Oberbegriff des Patentanspruches 1.
Damit Bogen, insbesondere Blechtafeln und Kartonbogen
einwandfrei in einer Bogen verarbeitenden Maschine wie z. B.
einer Druckmaschine verarbeitete werden können, müssen sie
paßgerecht dieser Maschine zugeführt werden.
Aus der DE 34 38 134 A1 ist es bekannt, Bogen paßgerecht an die
Vordermarken anzulegen. Erreicht wird das dadurch, daß die
Bogen in einem ersten Teiltakt in Förderrichtung gegen die
Vordermarken bewegt werden. Anschließend werden die Bogen in
einem zweiten Teiltakt seitlich (zur Förderrichtung)
ausgerichtet und danach in einem dritten Teiltakt erneut gegen
die Vordermarken unter Verwendung von Saugern bewegt.
Nachteilig ist dabei, daß während der Seitenausrichtung in den
Saugern für den Transport gegen die Vordermarken ein Restvakuum
noch vorhanden sein kann oder daß bei höheren Flächengewichten
die Saugkraft zu gering ist, so daß keine exakte paßgerechte
Anlage der Bogen an den Vordermarken erzielt wird.
Weiterhin ist aus der DE 35 45 304 A1 eine Vorrichtung zum
Transportieren von dünnen Werkstoffen, z. B. Bogen, bekannt.
Eine antreibbare Transportwalze und eine Gegendruckwalze sind
dabei in Wirkverbindung mit dem Werkstoff, wobei eine Walze
exzentrisch und federnd gegen die benachbarten Walze in ihrem
Anpreßdruck anpaßbar ist. Eine paßgenaue Anlage ist mit
dieser Vorrichtung nicht beabsichtigt.
Aufgabe der Erfindung ist es daher eine Vorrichtung der eingangs
genannten Art zu schaffen, die ohne negativen pneumatischen
Einfluß bei einfachem Aufbau eine paßgenaue Anlage gewährleistet.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Ausbildungsmerkmale
des Hauptanspruches gelöst. Weiterbildungen ergeben sich durch die
Unteransprüche.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der
Zeichnung dargestellt und wird im folgenden näher be
schrieben. Es zeigen
Fig. 1 eine Seitenansicht einer Vorrich
tung zum paßgerechten Anlegen von
Bogen,
Fig. 2 eine Draufsicht des oberhalb der
Ebene des Bogens angeordneten Teils
der Vorrichtung nach Fig. 1,
Fig. 3 eine Draufsicht des unterhalb der
Ebene des Bogens angeordneten Teils
der Vorrichtung nach Fig. 1.
Die dargestellte Vorrichtung besitzt eine Förderebene
1, auf der in Förderrichtung 2 Bogen, insbesondere
Blechtafeln 3 der Vorrichtung im Arbeitstakt einer
Bogen verarbeitenden Maschine zugeführt werden. Die
Vorrichtung weist eine Transporteinrichtung mit einer
Antriebsrolle 4 auf, die derart unterhalb der Ebene der
Blechtafel 3 angeordnet ist, daß diese sich etwa
tangential zur zylindrischen Mantelfläche 5 der An
triebsrolle 4 erstreckt.
Die Antriebsrolle 4 ist auf einer sich quer zur Förder
richtung 2 erstreckenden Achse 6 frei drehbar gelagert,
wobei die Achse an dem einen Ende eines Schwenkhebels 7
angeordnet ist. Dieser Schwenkhebel 7 ist als zwei
armiger Hebel ausgebildet und um eine sich ebenfalls
quer zur Förderrichtung 2 erstreckende Schwenkachse 8
frei schwenkbar. Das freie Ende des der Antriebswelle 4
entgegengesetzten Arms des Schwenkhebels 7 ist durch
eine fest abgestützte, vorgespannte Druckfeder 9 die
Antriebsrolle 4 von der Ebene der Blechtafel 3 wegbe
wegend beaufschlagt. Durch die Beaufschlagung dieser
Druckfeder 9 wird die Antriebsrolle 4 mit ihrer zylin
drischen Mantelfläche 5 in Anlage an der radial um
laufenden etwa zylindrischen Mantelfläche 10 einer der
der Ebene der Blechtafel 3 etwa abgewandten Seite der
Antriebsrolle 4 befindlichen Kurvenrolle 11 gehalten,
die auf einer zur Achse 6 parallelen Antriebswelle 12
mit sechseckigem Querschnitt angeordnet ist. Diese An
triebswelle 12 wird durch eine nicht dargestellte Ein
tourenwelle entsprechend dem Arbeitstakt der Bogen ver
arbeitenden Maschine drehbar angetrieben.
In Umfangsrichtung im Abstand 15 hintereinander sind an
der zylindrischen Mantelfläche 10 der Kurvenrolle 11
radial hervorstehende Nockenbereiche 13 und 14 angeord
net. Befindet sich der Anlagebereich der Antriebsrolle
4 an der Kurvenrolle 11 außerhalb der Nockenbereiche 13
und 14, so ist die Antriebsrolle 4 durch die Kraft der
Druckfeder 9 mit seiner Mantelfläche 5 von der Ebene
der Blechtafel 3 wegbewegt und berührt diese nicht.
Kommen dagegen die Nockenbereiche 13 und 14 in Be
rührung mit der Antriebsrolle 4 so wird diese derart
angehoben, daß sie mit der Blechtafel 3 in Reibkontakt
gelangt. Da die Drehbewegung der Kurvenrolle 11 auf
grund von Reibung auf die Antriebsrolle 4 übertragen
wird und diese im angehobenen Zustand mit der Blech
tafel 3 ebenfalls in Reibkontakt ist, erfolgt eine
Förderung der Blechtafel 3 in Förderrichtung 2 um eine
Strecke, die der radial umlaufenden Erstreckung des je
weiligen Nockenbereichs 13 bzw. 14 entspricht.
Der Antriebsrolle 4 gegenüberliegend ist auf der an
deren Seite der Blechtafel 3 eine um eine zur Achse 6
parallelen Achse 16 frei drehbare Gegenrolle 17 ange
ordnet, die ebenfalls an dem einen Arm eines zwei
armigen, um eine Schwenkachse 18 schwenkbaren Schwenk
hebels 19 gelagert ist. Dieser Schwenkhebel 19 ist
durch eine an eine an einem Halter 20 fest abgestützte,
vorgespannte Druckfeder 21 derart beaufschlagt, daß die
Gegenrolle 17 gegen die Antriebsrolle 4 vorgespannt
ist. Damit wird bei einer zwischen den beiden Rollen 4
und 17 befindlichen Blechtafel 3 ein Durchrutschen der
Antriebsrolle 4 und damit ein unkorrektes Fördern der
Blechtafel 3 vermieden.
Die Schwenkbarkeit des Schwenkhebels 19 wird durch eine
Anschlagschraube 22 begrenzt, die in einer Gewinde
bohrung des Halters 20 angeordnet ist und gegen deren
Stirnseite der der Gegenrolle 17 abgewandte Arm des
Schwenkhebels 19 zur Anlage gelangt. Durch Verdrehen
der Anschlagschraube 22 kann deren Stirnseite 23 mehr
oder weniger rechtwinklig zum Schwenkhebel 19 hin be
wegt werden, so daß dessen Schwenkbereich vergrößert
bzw. verkleinert werden kann.
Der Halter 20 ist an einer sich quer zur Förderrichtung
2 erstreckenden Traverse 24 mit Sechseckquerschnitt be
festigbar. Diese Traverse 24 durchragt eine offene Aus
nehmung 25 etwa gleichen Querschnitts, wobei die
Öffnung 26 der Ausnehmung durch eine Schraube 27 über
brückt ist. Durch diese Schraube 27 kann die Öffnung 26
in Schließrichtung verspannt und damit der Halter 20 in
der jeweiligen Position an der Traverse 24 festgeklemmt
werden. Durch Öffnen der Schraube 27 wird diese Klem
mung gelöst und der Halter 20 kann quer zur Förder
richtung 2 z. B. für ein anderes Bogenformat verstellt
werden.
Auch der Schwenkhebel 7 der Antriebsrolle 4 ist an
einem Halter 28 drehbar gelagert, der auf einer sich
ebenfalls quer zur Förderrichtung 2 erstreckenden
zweiten Traverse 29 verschiebbar angeordnet ist.
Der Halter 28 besteht aus zwei im Abstand zueinander
angeordneten, sich in Förderrichtung 2 erstreckenden
Platten 30, die im Bereich der zweiten Traverse 29 huf
eisenartig miteinander verbunden sind. In dem den
offenen Enden der Platten 30 näheren Bereich weisen
diese koaxial zueinander angeordnete Durchgangs
bohrungen 31 auf, durch die die Antriebswelle 12
hindurchragt. In diesen Durchgangsbohrungen 31 sind
Wälzlager 32 angeordnet, in deren Bohrungen eine
Lagerhülse 33 drehbar gelagert ist, wobei die Bohrung
der Lagerhülse 33 den gleichen sechseckigen Querschnitt
wie die Antriebswelle 12 besitzt. Zwischen den beiden
Platten 30 ist auf der Lagerhülse 33 die Kurvenrolle 11
drehfest angeordnet. Durch diese Ausbildung kann der
Halter 28 mit allen daran angeordneten Bauteilen auf
der Traverse 29 und der Antriebswelle 12 verschoben
werden. Durch Verklemmen auf der Traverse 29 erfolgt
die Festlegung des Halters 28.
Durch die permanent drehbar angetriebene Antriebswelle
12 gelangen die Nockenbereiche 13 und 14 regelmäßig zur
Anlage an die Antriebsrolle 4 und heben diese an, so
daß sie mit ihrer zylindrischen Mantelfläche 10 an der
sich jeweils in diesem Bereich befindlichen Blechtafel
3 zur Anlage gelangt.
Durch die Bewegung des ersten Nockenbereichs 13 entlang
der Antriebsrolle 4 fördert diese die Blechtafel 3
gegen eine Vordermarke 34 der Bogen verarbeitenden
Maschine. Da nun der Nockenbereich 13 außer Eingriff
von der Antriebsrolle 4 gelangt, hebt diese nach unten
von der Blechtafel 3 ab und gibt diese frei. Nun kann
eine nicht dargestellte Seitenzieheinrichtung die
Blechtafel 3 ungehindert zur Anlage an ebenfalls nicht
dargestellte Seitenmarken seitlich bewegen und eine
Seitenausrichtung durchführen. Der nun folgende mit der
Antriebsrolle 4 in Kontakt gelangende zweite Nockenbe
reich 14 hebt jetzt wieder die Antriebsrolle 4 an, so
daß diese die Blechtafel 3 zur Nachausrichtung nochmals
gegen die Vordermarke 34 bewegt. Nach dem abermaligen
Absenken der Antriebsrolle 4 kann nun die exakt an
Seiten- und Vordermarken ausgerichtete Blechtafel 3
zur Weiterverarbeitung von der weiterverarbeitenden
Maschine übernommen werden.
Claims (15)
1. Vorrichtung zum paßgenauen Anlegen von vereinzelt als
Bogenstrom auf einer Förderebene zugeführten Bogen,
insbesondere von Blechtafeln, an Vordermarken einer
bogenverarbeitenden Maschine in deren Arbeitstakt, wobei die
Bogen in einem ersten Teiltakt gegen die Vordermarken
bewegt, in einem zweiten Teiltakt seitlich ausgerichtet und
in einem dritten Teiltakt erneut gegen die Vordermarken
bewegt werden,
dadurch gekennzeichnet,
daß für die Bewegung der Bogen (3) gegen die Vordermarken
(34) eine auf einer sich quer zur Förderrichtung (2) der
Bogen (3) erstreckenden Achse (6) gelagerte, drehbar
antreibbare Antriebsrolle (4) mit zylindrischer Mantelfläche
(5) und eine der Antriebsrolle (4) gegenüberliegende, frei
drehbare Gegenrolle (17) vorgesehen sind, wobei die
Antriebsrolle (4) derart bewegbar angeordnet ist, daß sie
während des ersten und dritten Teiltaktes in Reibeingriff
und während des zweiten Teiltaktes außer Eingriff mit dem
jeweils auszurichtenden Bogen (3) ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
da durch gekennzeichnet,
daß die Antriebsrolle (4) von einer Kurvenrolle (11) drehbar
antreibbar ist, wobei die Antriebsrolle (4) von einer
Federkraft von der Fläche des Bogens weg mit ihrer
zylindrischen Mantelfläche (5) gegen die etwa zylindrische
Mantelfläche (10) der Kurvenrolle (11) beaufschlagt ist und
die Kurvenrolle (11) zwei in Umfangsrichtung im Abstand
hintereinander angeordnete, radial hervorstehende
Nockenbereiche (13/14) aufweist, durch die die Antriebsrolle
(4) entgegen der Federkraft in die Reibeingriffsposition mit
der Fläche des Bogens (3) bewegbar ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Kurvenrolle (11) permanent drehbar antreibbar ist.
4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Antriebsrolle (4) an einem Schwenkhebel (7) drehbar
gelagert ist, der um eine sich quer zur Bogenförderrichtung
(2) erstreckende Schwenkachse (8) schwenkbar ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Schwenkhebel (7) durch eine fest abgestützte,
vorgespannte Druckfeder (9) gegen die Kurvenrolle (11)
federbeaufschlagt ist.
6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Transporteinrichtung eine auf der Antriebsrolle (4)
gegenüberliegenden Seite des Bogens (3) angeordnete
Gegenrolle (17) aufweist, die um eine Achse (16) quer zur
Bogenförderrichtung (2) frei drehbar angeordnet und entgegen
einer Federkraft mit seiner zylindrischen Mantelfläche aus
der Ebene des Bogens (3) sich von der Antriebsrolle (4)
entfernend wegbewegbar ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Gegenrolle (17) an einem Schwenkhebel (18) drehbar
gelagert ist, der um eine sich quer zur Bogenförderrichtung
(2) erstreckende Schwenkachse (18) schwenkbar ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Schwenkhebel (19) durch eine fest abgestützte,
vorgespannte Druckfeder (21) gegen die Antriebsrolle (4)
federbeaufschlagt ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Bewegbarkeit der Gegenrolle (17) zur Ebene des
Bogens (3) hin begrenzbar ist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Schwenkbarkeit des Schwenkhebels (19) zur Ebene des
Bogens (3) hin durch einen fest angeordneten Anschlag
begrenzbar ist.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Anschlag durch eine Anschlagschraube (22) gebildet
ist.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6-11,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Achse des Schwenkhebels (19) und/oder die Abstützung
der Druckfeder (21) und/oder die Anschlagschraube (22) an
einem fest angeordneten Halter (20) angeordnet sind.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Halter (20) an einer sich quer zur
Bogenförderrichtung (2) erstreckenden Traverse (24)
befestigbar ist.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1-5,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Schwenkachse (8) des Schwenkhebels (7) und/oder die
Abstützung der Druckfeder (9) und/oder die Lagerung der
Kurvenrolle (11) an einem zweiten Halter (28) angeordnet
sind.
15. Vorrichtung nach Anspruch 14,
dadurch gekennzeichnet,
daß der zweite Halter (28) an einer sich quer zur
Bogenförderrichtung (2) erstreckenden zweiten Traverse (29)
befestigbar ist.
Priority Applications (5)
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| DE4241795A DE4241795C2 (de) | 1992-12-11 | 1992-12-11 | Vorrichtung zum paßgenauen Anlegen |
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| DE4241795A1 DE4241795A1 (de) | 1994-06-16 |
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