DE4239082C1 - Vorrichtung zur Aufnahme von wohlriechenden Duftstoffen wie Parfüm - Google Patents
Vorrichtung zur Aufnahme von wohlriechenden Duftstoffen wie ParfümInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Aufnahme von
beim Menschen zur Anwendung kommenden wohlriechenden Duft
stoffen wie Parfüm in Gestalt eines dünnen Flächenstücks,
an dessen einer Flachseite eine Haftschicht zum lösbaren haften
den Verbinden des Flächenstücks mit einem Kleidungsstück oder der
menschlichen Haut angeordnet ist.
Bei einer aus dem DE-GM 90 01 115 bekannten Vorrichtung dieser
Art ist an der der Haftschicht entgegengesetzten Seite des
Flächenstücks ein Duft-Saugmaterial angeordnet, das den be
treffenden Duftstoff, der beispielsweise aufgetupft oder auf
gesprüht wird, sozusagen durch Aufsaugen aufnimmt. Dieses Auf
tupfen oder Besprühen muß von Zeit zu Zeit wiederholt werden,
da ja das jeweilige Parfüm od. dgl. im Laufe der Zeit verriecht.
Die Benutzer wollen jedoch oftmals vermeiden, daß andere Personen
das Entnehmen des Parfüms od. dgl. aus einer Flasche und sein
Aufbringen bemerken. Daher wird häufig der Gang zur Toilette
gewählt, was jedoch umständlich ist und im übrigen ebenfalls
auffällt.
Ferner gibt es Situationen, so beispielsweise bei längerem
Tanzen, in denen das Aufbringen frischen Parfüms od. dgl. zum
Überdecken von Körpergeruch zwar erforderlich erscheint, jedoch
nicht durchgeführt wird, da die Benutzung einer Parfümflasche
od. dgl. stören würde oder weil solche momentan nicht bei der
Hand ist.
Der vorliegenden Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde,
eine Vorrichtung der eingangs genannten Art zu schaffen, mit der
unabhängig davon, wo sich der Benutzer bzw. die Benutzerin ge
rade befindet, praktisch zu beliebigen Zeitpunkten in unauffälliger
Weise eine frische Duftstoffanwendung möglich ist. Dies soll
mit möglichst einfachen und billigen Mitteln erreicht werden.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß an der
anderen Flachseite des Flächenstücks mindestens ein kleines,
eine Duftstoffportion enthaltendes, geschlossenes Behältnis aus
mit der Hand zerstörbarem Material angeordnet ist, das von
einer einstückig angeformten napfartigen Erhöhung eines Kunst
stoff-Folienstücks gebildet wird, deren Unterseite durch ein
die Haftschicht bildendes oder tragendes Verschlußstück ver
schlossen ist.
Ein solches Flächenstück läßt sich weiterhin wie das Flächen
stück gemäß dem DE-GM 90 01 115 an jeder beliebigen unsichtbaren
Stelle eines Kleidungsstückes bzw. unmittelbar am Körper
anbringen, so daß es unverlierbar mitgeführt wird. Der Benutzer
bzw. die Benutzerin hat nunmehr jedoch außerdem die Möglichkeit,
den Zeitpunkt der Freisetzung frischen Duftstoffes selbst zu
bestimmen. Zu diesem Zwecke braucht man nur mittels der Hand
durch die Bekleidung hindurch das betreffende Behältnis aufzu
drücken. Die erforderliche Handbewegung kann sozusagen bei
läufig und unauffällig ausgeführt werden, so daß die Umgebung
nichts bemerkt.
Die Ausbildung des mindestens einen Behältnisses als einstückig
angeformte napfartige Erhöhung eines Kunststoff-Folienstücks
ist in verschiedener Hinsicht vorteilhaft. Zum einen bringt
dies eine sehr einfache und billige Fertigung mit sich, bei
der unabhängig von ihrer Anzahl sämtliche napfförmigen Er
höhungen in einem Verfahrensschritt beispielsweise durch eine
Tiefziehoperation angeformt werden können. Zum anderen macht
es die Vielfalt der auf dem Markt befindlichen Folienmaterialien
möglich, ein solches Folienmaterial auszuwählen, das einerseits
ausreichend fest ist um ein unabsichtliches Öffnen zu vermeiden,
das sich jedoch andererseits mit den Fingern, beispielsweise
mit den Fingernägeln, aufreißen läßt.
Aus der DE-OS 34 15 156 ist zwar ein Flächenstück mit aus zer
störbarem Material bestehenden und jeweils eine Duftstoffportion
enthaltenden Behältnissen bekannt. Dieses Flächenstück wird
jedoch dazu verwendet, einzelne Parfümproben zur Verfügung zu
stellen, damit sie dem Kunden vorgeführt und von diesem geprüft
werden können. Daher ist das Flächenstück in einzelne, voneinander
weg reißbare Bereiche mit jeweils einem Behältnis unterteilt.
Somit wird dieses bekannte Flächenstück nicht an einem Kleidungs
stück oder auf der Haut getragen. Es weist auch keine ent
sprechende Haftschicht auf, mit der es irgendwo angebracht werden
könnte.
Die DE-OS 34 15 156 beschreibt somit eine Vorrichtung anderer
Art, der auch eine andere Aufgabenstellung zugrunde liegt.
Hinzu kommt, daß die weitere Ausgestaltung verschieden ist.
Die einzelnen Behältnisse werden von Kapseln gebildet, die mittels
eines sie umschließenden und auch ein Trägermaterial bedeckenden
Klebers an diesem befestigt sind. Dies ist verhältnismäßig auf
wendig. Außerdem werden diese Kapseln durch einfaches Reiben
zerstört und damit bestimmungsgemäß geöffnet, was für den der
vorliegenden Erfindung zugrunde liegenden Zweck ungeeignet wäre.
Beim Tragen am menschlichen Körper oder an Kleidungsstücken
treten ja andauernd Reibungskräfte auf, so daß sich die
Kapseln ungewollt öffnen würden.
Zweckmäßigerweise wird das Verschlußstück von einer sich über
die Fläche des die Behältnisse bildenden Kunststoff-Folienstücks
erstreckenden Verschlußfolie gebildet.
Die Haftschicht kann eine, zweckmäßigerweise durch eine Abzieh
folie abgedeckte, Klebeschicht aufweisen, mit der sich das
Flächenstück praktisch überall ankleben läßt. Bei der Auswahl
des Klebstoffes muß allerdings darauf geachtet werden, daß
er im Falle einer Befestigung des Flächenstücks an einem
Bekleidungsstück beim Entfernen keine Spuren hinterläßt.
Zweckmäßiger ist es daher, wenn das Flächenstück zur Befesti
gung an Bekleidungsstücken gedacht ist, daß die Haftschicht einen
Haftflächenverschluß aufweist, d. h. eine sogenannte Klettver
schlußfläche, die sich am Bekleidungsstoff verhakt.
An dem Flächenstück können mehrere voneinander getrennte, in
der Fläche verteilt angeordnete Behältnisse vorhanden sein.
Auf diese Weise kann man im Laufe der Zeit immer wieder ein
anderes Behältnis öffnen, so daß man sozusagen eine Langzeitan
wendung erhält. Außerdem ist es möglich, die Behältnisse mit
unterschiedlichen Duftstoffen zu füllen, so daß man je nach der
momentanen Situation den einen oder anderen Duftstoff wählen kann.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nun anhand der
Zeichnung im einzelnen erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine erfindungsgemäße Vorrichtung in Schrägansicht
in vergrößerter Darstellung und
Fig. 2 die Vorrichtung gemäß Fig. 1 in weiter vergrößerter
Teildarstellung im durch zwei Behältnisse gehenden
Schnitt, von denen eines geöffnet ist.
Die dargestellte Vorrichtung dient zur Aufnahme von wohl
riechenden Duftstoffen wie Parfüm und wird von einem flächen
haften Gebilde gebildet, das oben und nachfolgend als Flächen
stück 1 bezeichnet wird. Das Flächenstück 1 besitzt eine folien
ähnlich dünne Gestalt, wobei an der einen Flachseite 2,
die bei der Anwendung dem Benutzer bzw. der Benutzerin
zugewandt ist und deshalb als
Unterseite bezeichnet werden kann, eine Haftschicht 3 ange
ordnet ist, über die das Flächenstück 1 lösbar mit einem
Kleidungsstück oder der menschlichen Haut verbunden werden
kann.
Im dargestellten Falle handelt es sich bei der Haftschicht 3
um einen Haftflächenverschluß, der nur an Kleidungsstücken
hält. Solche Haftflächenverschlüsse, auch Klettverschlüsse genannt,
sind allgemein üblich, so daß sich eine weitere Beschreibung er
übrigt. Eine so ausgebildete Haftschicht verhakt sich sozusagen
in mechanischer Weise am betreffenden Bekleidungsstoff. Will
man das Flächenstück 1 wieder vom Kleidungsstück wegnehmen,
braucht man es nur wegzureißen. Das Kleidungsstück wird hierbei
nicht beschädigt.
Es ist leicht vorstellbar, daß die Haftschicht anstelle des
Haftflächenverschlusses auch eine Klebeschicht aufweisen könnte.
Diese Variante ist nicht dargestellt. Mit Hilfe einer solchen
Klebeschicht könnte das Flächenstück überall angeklebt werden,
auch auf der Haut. Im Neuzustand sollte die Klebeschicht
durch eine Abziehfolie abgedeckt sein.
An der anderen Flachseite 4, die man auch als Oberseite des
Flächenstücks 1 bezeichnen kann, sind mehrere kleine, voneinander
getrennte und in der Fläche verteilte Behältnisse 5 angeordnet,
die aus mit der Hand zerstörbarem Material bestehen und einen
geschlossenen Aufnahmeraum 6 begrenzen, in dem eine auf einmal
zur Anwendung kommende Duftstoffportion 7, insbesondere eine
Parfümportion, enthalten ist.
Das Flächenstück 1 wird an einer möglichst unsichtbaren Stelle
an einem Kleidungsstück befestigt. Zerstört man eines der Be
hältnisse, was durch Zerdrücken insbesondere mit den Finger
nägeln erfolgen und durch das Kleidungsstück hindurch ausge
führt werden kann, reißt die Behältniswand 8 auf, wie es in
Fig. 2 bei dem rechts gezeichneten Behältnis schematisch darge
stellt ist, das, da es nicht mehr geschlossen sondern geöffnet
ist, mit der Bezugsziffer 5a bezeichnet worden ist. Die regel
mäßig flüssige Konsistenz aufweisende Duftstoffportion 7 kann
dann durch die sich ergebende Öffnung 9 entweichen.
Da mehrere Behältnisse 5 vorhanden sind, kann man in zeitlichen
Abständen immer wieder ein neues Behältnis öffnen, wenn der zuvor
freigesetzte Duftstoff verrochen ist.
In den Behältnissen 5 können unterschiedliche Duftstoffe ent
halten sein. Der Benutzer bzw. die Benutzerin kann dann die
jeweils gewünschte Duftnote durch Öffnen des betreffenden Be
hältnisses erhalten.
Selbstverständlich können auch weniger oder mehr Behältnisse
5 als dargestellt angeordnet werden, wobei prinzipiell bereits
ein Behältnis 5 ausreichend sein kann.
Die Umfangsgestalt des Flächenstückes 1 ist ebenfalls praktisch
beliebig, so daß das Flächenstück nicht, wie dargestellt, recht
eckig sein muß, sondern auch quadratisch, rund oder sonstwie
geformt sein kann.
Die Behältnisse 5 lassen sich sehr einfach dadurch herstellen,
daß man als Flächenstück-Oberseite ein Kunststoff-Folienstück
10, beispielsweise eine Polyäthylenfolie, nimmt, an das das
mindestens eine Behältnis 5 in Gestalt einer napfartigen Er
höhung einstückig angeformt ist. Solche napfartigen Erhöhungen
lassen sich insbesondere durch eine Tiefziehoperation in das
Folienstück einformen. Nach diesem Formen des Folienstücks 10
mit den Erhebungen 5 füllt man bei umgekehrter Lage des Folien
stücks 10 als dargestellt, die Duftstoffportionen in die napf
artigen Erhöhungen 5 - in diesem Verfahrensschritt könnte man
auch von Vertiefungen sprechen - ein. Sodann wird die im wesent
lichen in der Ebene des Kunststoff-Folienstücks 10 angeordnete
Behältnis-Unterseite durch ein folienartiges Verschlußstück 11
verschlossen.
Prinzipiell könnte man jedes Behältnis 5 mit einem gesonderten
Verschlußstück verschließen. Demgegenüber ist es wesentlich
einfacher, eine sich über die Fläche des Kunststoff-Folienstücks
10 erstreckende Verschlußfolie 12 zu nehmen, die fest mit der
Unterseite des Kunststoff-Folienstücks 10, beispielsweise durch
Kleben, verbunden wird und dabei die Behältnisse 5 übergreift
und somit verschließt.
Das Verschlußstück 11 bzw. die Verschlußfolie 12 kann gleichzeitig
die Haftschicht 3 bilden oder als Träger für die Haftschicht
dienen.
Claims (6)
1. Vorrichtung zur Aufnahme von beim Menschen zur Anwendung
kommenden wohlriechenden Duftstoffen wie Parfüm in Gestalt
eines dünnen Flächenstücks, an dessen einer Flachseite eine
Haftschicht zum lösbaren haftenden Verbinden des Flächenstücks
mit einem Kleidungsstück oder der menschlichen Haut angeordnet
ist, dadurch gekennzeichnet, daß an der anderen Flachseite
(4) des Flächenstücks (1) mindestens ein kleines, eine Duft
stoffportion enthaltendes, geschlossenes Behältnis (5) aus
mit der Hand zerstörbarem Material angeordnet ist, das von
einer einstückig angeformten napfartigen Erhöhung eines Kunst
stoffolienstücks (10) gebildet wird, deren Unterseite durch
ein die Haftschicht (3) bildendes oder tragendes Verschluß
stück (11) verschlossen ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß das Verschlußstück (11) von einer sich über die Fläche
des die Behältnisse (5) bildenden Kunststoff-Folienstücks (10)
erstreckenden Verschlußfolie (12) gebildet wird.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Haftschicht (3) einen Haftflächenverschluß aufweist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Haftschicht eine, zweckmäßigerweise durch eine
Abziehfolie abgedeckte, Klebeschicht aufweist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß mehrere voneinander getrennte, in der
Fläche verteilt angeordnete Behältnisse (5) vorhanden sind.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
daß Behältnisse (5) mit unterschiedlichen Duftstoffen vor
handen sind.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE19924239082 DE4239082C1 (de) | 1992-11-20 | 1992-11-20 | Vorrichtung zur Aufnahme von wohlriechenden Duftstoffen wie Parfüm |
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Publications (1)
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|---|---|
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Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4239082C1 (de) |
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1992
- 1992-11-20 DE DE19924239082 patent/DE4239082C1/de not_active Expired - Fee Related
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