DE42344C - Verfahren, raschbindenden Cement durch Anwendung hygroskopischer Salze in langsam bindenden zu verwandeln - Google Patents

Verfahren, raschbindenden Cement durch Anwendung hygroskopischer Salze in langsam bindenden zu verwandeln

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DE42344C
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cement
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DENDAT42344D
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Dr. C. HEINTZEL in Lüneburg
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B22/00Use of inorganic materials as active ingredients for mortars, concrete or artificial stone, e.g. accelerators or shrinkage compensating agents
    • C04B22/08Acids or salts thereof
    • C04B22/12Acids or salts thereof containing halogen in the anion

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Ceramic Engineering (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Curing Cements, Concrete, And Artificial Stone (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT,
Die einzige bisher bekannte künstliche Methode, rasch bindenden Cement in langsam bindenden überzuführen, besteht darin, dafs dem Cement ein Zusatz von 1 bis 2 pCt. Gyps durch Zusammenmahlen incorporirt wird.
Bekannt ist aber auch, dafs bei einzelnen ultra rasch bindenden Cementsorten dieser Zusatz nur von mangelhafter Einwirkung ist, da das Erstarren des Cementbreies oft eher eintritt, als sich eine genügende Menge Gyps im Mörtelwasser lösen konnte. Einen erhöhten Procentsatz von Gyps anzuwenden, um den Verlangsamungsprocefs zu forciren, ist aber ganz inopportun, da der Cement leicht zu einem sehr gefährlichen »Gypstreiber« gemacht werden kann. Unter solchen Umständen bleibt dem Fabrikanten nur übrig, den Cement lagern zu lassen, ihm Gelegenheit zu geben, allmälig aus der Atmosphäre Wasser und Kohlensäure aufzusaugen, um so unempfindlicher für den Hydratisationsprocefs zu werden. Dieses kostspielige und unbequeme Lagern des Cementes ist zu vermeiden, wenn man die Zuführung atmosphärischer Feuchtigkeit erleichtert bezw. die Aufnahme des Wassers seitens des Cementes beschleunigt. Zu dem Zweck wird dem Cement eine geringe Menge eines hygroskopischen Salzes incorporirt, und zwar eignet sich hierzu Chlorcalcium, Chlormagnesium oder ein Salzgemisch, in welchem diese Stoffe als wesentliche Bestandtheile vorhanden sind. Es genügt, wenn Y2 bis 2 pCt. von dem trocken gehaltenen hygroskopischen Salz mit auf den Mahlgang gegeben werden, um selbst ultra rasch bindenden Cement zu verändern. Je nach den vorhandenen Verhältnissen ist die Abbindezeit des Cementes nach Tagesfrist auf 1 bis 6 Stunden verlängert. Eine Benachtheiligung der Qualität des Cementes findet nach keiner Richtung hin statt, vielmehr zeigt der veränderte Cement bezüglich Volumenbeständigkeit und Festigkeit durchaus die Vortheile, durch welche sich langsam bindende Waare vor rasch bindender auszeichnet.

Claims (1)

  1. Patent-An spruch:
    Die Anwendung hygroskopischer Salze, insonderheit des Chlorcalciums, des Chlormagnesiums oder eines Salzgemisches, in welchem diese Stoffe als wesentliche Bestandtheile vorhanden sind, um durch Zusammenmahlen mit rasch bindendem Cement diesen in langsam bindenden' zu verwandeln.
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