DE4233261C2 - Vorrichtung zur Bahnführung, mit Perforiermöglichkeit in einer Rollenrotationsdruckmaschine - Google Patents
Vorrichtung zur Bahnführung, mit Perforiermöglichkeit in einer RollenrotationsdruckmaschineInfo
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Description
Ein solcher Gegenstand weist die Merkmale nach dem Oberbegriff des Patentan
spruchs 1 auf.
Bei bestehenden Rollenrotationsdruckmaschinen sind gelegentlich Aufträge durch
zuführen, die außer der Mehrfarbenbedruckung des Druckprodukts weitere Gestal
tung wie z. B. das bekannte Falzen, Längs- bzw. Querleimen, Eindruckwerkanwen
dung, Formatschneiden und Perforieren aufweisen müssen. Zur Vermeidung der
Auslagerung dieser Arbeitsschritte in die Buchbinderei wird diese Bearbeitung be
vorzugt für eine In-Line-Fertigung innerhalb der Drucklinie der Rollenrotationsdruck
maschine vorgesehen.
In der Rollenrotationsdruckmaschine bestehen die Bearbeitungseinrichtungen dafür
als jeweils geeignet angeordnete Stationen, die bei Bedarf mit entsprechend geleg
ter Bahnabwicklung über Bahnleitwalzen befahren oder umfahren werden. Ihre An
ordnung in der Druckmaschine nimmt Platz und Kosten in Anspruch.
Aus der DE-OS 21 36 790 ist eine Druckmaschinenlinie zum Herstellen von Formu
laren, insbesondere Endlosformularen, bekannt, bei der die durch ein Dreifarb
druckwerk geführte Bahn u. a. längs- und querperforiert wird. Für die Längsperfora
tion ist eine gesonderte Perforierwalze im Bahntransport angeordnet. Die Vorrich
tung für die Querperforation besteht aus zwei auf einen Gegendruckzylinder arbei
tenden Zylindern, wobei diese Arbeitszylinder die Perforationsmesser in bestimmten
Abständen tragen.
Wegen von Auftrag zu Auftrag meistens wechselnder Perforiermuster werden die
Perforierzylinder mit variabler Perforierwerkzeug-Befestigung ausgerüstet. Beim
Perforierzylinder nach der US 43 43 215 ist auf der Mantelfläche des Zylinders ein
Muster zur Befestigung von die Perforierstifte haltenden Klemmsegmenten ange
bracht. Die Klemmsegmente erlauben einfache Montage, Halterung und zweck
mäßige Positionierung der Perforierstifte je nach Auftrag. Zur Positionierung und
Gestaltung verschiedener Perforiermuster ist es bekannt, die Perforierwerkzeuge
einzeln in Band- bzw. Blattform auf einen Magnetzylinder aufzuspannen. Daneben
besteht die Möglichkeit, die auf der Oberfläche des Perforierzylinders sitzenden
dünnen Perforiermatrizen auf einem Gegendruckzylinder einer Bogendruckmaschine
zu befestigen. Der Bogentransport ist dabei in üblicher Weise zwischen dem
Gummituch- und dem Gegendruckzylinder vorgesehen.
Aus der DE 23 41 326 B2 ist eine Mehrfarben-Rotationsmaschine mit Perforier
einrichtung bekannt, bei der Perforierstreifen auf einem mit einem Gegendruck
zylinder zusammenarbeitenden Zylinder befestigbar sind und der Umfang des
Gegendruckzylinders mit einer leicht austauschbaren Folie bespannbar ist.
Der Gegendruckzylinder ist für den Bogentransport mit Greifern versehen. Durch
die feste Konfiguration des 5-Zylindersystems mit den zwischen den Druckwerken
liegenden Bogentransportstrecken ist eine Abweichung vom gegebenen Bogen
transportweg nicht möglich. Dadurch kann der Bogen nur dem gegenüber mit den
Greifern versehenen Gegendruckzylinder perforiert werden. Eine solche Bogen
druckmaschine mit 5-Zylindersystem ist weniger variabel einsetzbar wie eine
Rollenrotationsmaschine für Schön- und Widerdruck. Reines Perforieren bei Nicht
nutzung der Farben aus den beiden Farbwerken des 5-Zylindersystems ist unge
bräuchlich.
Aus der US 45 96 546 geht eine ähnliche Anordnung zum Perforieren oder verwand
ten Maßnahme hervor. Der bearbeitende Zylinderspalt ist der Zylinderspalt zwischen
dem mit Greifern versehenen Gegendruckzylinder und dem Gummidruckzylinder
einer Bogenmaschine mit 3-Zylindersystem. Auch hier kann vom vorgegebenen
Bogentransportweg nicht abgewichen werden.
Bei Rollenrotationsdruckmaschinen ist eine Konfiguration mit einem den Druckwer
ken vorgelagerten Eindruckwerk bekannt, bei dem ein zusätzlicher Arbeitszylinder
neben zwei Druckzylinderpaaren angeordnet ist.
Gegenüber diesem Stand der Technik stellt sich die Aufgabe, eine vorzusehende
Perforierung bei Rollenverarbeitung auf möglichst einfache Weise sowie vielseitig
ohne eigens zu installierende Perforierstation zu erreichen.
Die Lösung erfolgt durch die im Patentanspruch 1 angegebenen Merkmale.
Die übliche Bahnabwicklung bei ein- oder zweibahnigem Betrieb verläuft bei Druck
werken mit Vierzylindersystem für Schön- und Widerdruck wie bekannt durch den
Druckspalt zwischen den beiden Gummituchzylindern. Die Umfahrung von Druck
werken bei einer zweiten Bahn oder bei nicht belegten Druckwerken erfolgt mittels
geeignet angeordneter Bahnleitwalzen unterflur oder über die Druckwerke hinweg in
den Falzapparat.
Die Umrüstung eines der Druckwerke der Mehrfarbenrollenrotations-Druckmaschine
erfolgt durch Aufbringung des Perforierwerkzeugs auf einen Plattenzylinder eines
der Druckwerke, das vom Druck ausgenommen ist, also nicht einfärbend läuft. Die
Bahn wird durch den Platten- und Gummituchzylinderspalt geführt. Sie weicht
demnach vom üblichen Bahnweg, der zwischen Gummituchzylinder und Ge
gendruckzylinder oder beim Schön-/Widerdruckprinzip zwischen den Gummituch
zylindern verläuft, ab.
Der Versatz um einen Zylinderspalt vom normalen Druckspalt weg bedeutet für den
Bahn lauf Richtungsumkehr, so daß die Bahn im Vergleich zur üblichen Abwick
lungsrichtung entgegengesetzt einfährt, solange die Zylinderkämmung unverändert
besteht und keine Zylinder umgeschaltet sind.
Für diesen Fall der Zufuhr-Richtungsumkehr gelangt die Bahn in den Perforierspalt
zwischen umgerüsteten Plattenzylinder und Gummituchzylinder nach Unter- bzw.
Überfahren des Druckwerks mittels Bahnleitwalzen. Der weitere Bahnweg stromab
wärts zum nächsten Druckwerk oder Falzapparat ist erreichbar durch Umschlingung
des Gummituchzylinders durch den sonstigen Druckspalt. Anstelle des Gummituch
zylinders als Bahnleitwalze können selbstverständlich auch externe Umlenkwalzen
eingerichtet sein.
Ist vornan in der Drucklinie ein Eindruckwerk installiert, kann darauf entweder her
kömmlich blanket-to-blanket gedruckt werden oder die Bahn wird über den zusätz
lichen Zylinder als Gegendruckzylinder geführt. Hierbei stellt sich die Bedingung der
Umsteuerung des Räderzugs mit dem einen Gummituchzylinder zur Erzielung Syn
chronlaufs beider Zylinder in Anstellung an den
5. Zylinder. Die Bahnführung ergibt sich zwingend durch die von den kämmend dre
henden Zylindern gebildeten Transportspalte.
Kämmend laufen selbstverständlich weiterhin, unabhängig der zu tätigenden Um
steuerung, die jeweiligen Platten- und Gummituchzylinder des um den Eindruck
zylinder erweiterten Doppeldruckwerks. Wegen der Drehrichtungsumkehr infolge der
Umsteuerung weist der Zylinderspalt zwischen dem Platten- und Gummituchzylinder
dieselbe Förderrichtung auf, wie sie nicht umgesteuert im blanket-to-blanket-Betrieb
zwischen den Schön- und Widerdruck-Gummituchzylindern herrscht. Ist das
umgesteuerte Druckwerk vom Druck ausgenommen, also nicht einfärbend, ist die
Bahn durch den Platten- und Gummituchzylinder-Spalt führbar. Die allgemeine
Bahnlaufrichtung bleibt dabei dieselbe wie bei Schön- und Widerdruck mit dem
Bahneintritt auf der einen Seite und dem Bahnaustritt auf der gegenüberliegenden
Seite des Druckwerks. Mit Ausrüstung des Plattenzylinders des nichtdruckenden
Druckwerks mit einem Perforierstrip zeigt sich ein einfacher Weg zur Durchführung
einer Produktion mit Perforierung.
Im folgenden wird ein Ausführungsbeispiel anhand der Zeichnung beschrieben. Es
zeigen:
Fig. 1 Bahnführung mit Perforiermöglichkeit bei einem
Doppeldruckwerk;
Fig. 2 dto. mit angeordnetem Eindruckzylinder.
Fig. 1 zeigt ein Doppeldruckwerk 1 mit 4-Zylindersystem für Schön- und Widerdruck.
Beim 4-Zylindersystem für Schön- und Widerdruck bilden die beiden Gummituch
zylinder 4a; 4b den Druckspalt mit Bedruckung der einen Bahnseite 2.1
(Schöndruckseite) und der anderen Bahnseite 2.2 (Widerdruckseite).
Der gängige Bahnverlauf der Bahn 2 folgt der eingezeichneten, den Druckspalt ge
radewegs durchsetzenden, gestrichelten Linie.
Im Fall einer eine Perforierung einschließenden Produktion wird eine Perforiermög
lichkeit dadurch geschaffen, daß ein Perforiermesser 6 auf einem Plattenzylinder 5a;
5b befestigt wird. Der Bahneinlaufspalt befindet sich zwecks Perforierung zwischen
Gummituchzylinder 4a/Plattenzylinder 5a oder Gummituchzylinder 4b/Plattenzylinder
5b in der Höhe um einen Zylinderdurchmesser verschoben auf der zum normalen
Bahneinlaufspalt (siehe die gestrichelte Linie) entgegengesetzten Seite (siehe die
durchgezogene Linie).
Die durchgezogene Linie beschreibt die Bahnführung der Bahn 2 mit Vornahme
einer Perforierung. Die Zugänglichkeit des Zylinderspalts zwischen Gummituch
zylinder 4a/Plattenzylinder 5a oder Gummituchzylinder 4b/Plattenzylinder 5b be
steht, wenn die Bahn außerhalb des von dem Farbwerk sowie Feuchtwerk einge
nommenen Raums mittels Bahnleitwalzen 3 erst über oder unter dem Druckwerk 1
geführt und dann zum betreffenden Zylinderspalt umgelenkt wird. Auf dem jeweiligen
Gummituchzylinder 4a; 4b beschreibt die Bahn 2 im Verlauf zum Spaltauslauf des
Druckspalts zwangsläufig eine ungefähr halbkreismäßige Umschlingung.
Die Befestigung des Perforiermessers 6 auf dem Plattenzylinder 5a; 5b beschränkt
den Perforiereingriff auf den Zylinderspalt gegenüber dem Gummituchzylinder 4a;
4b. Das Zylinderpaar mit einem nicht für eine Perforierung eingesetzten Plattenzylin
der 5a; 5b ist für normale Einfärbung einsetzbar. Damit ergibt sich eine Verwendung
eines Doppeldruckwerks 1 für den Zweck der Perforierung und zugleich Perforierung
nebst Bedruckung.
In Fig. 1 ist außer der gestrichelten Linie für den normalen Bahnweg W bezüglich
Schön- und Widerdruck die durchgezogene Linie für den Bahn W′ mit Perforiermög
lichkeit eingezeichnet. Darüber hinaus ist im Sinne der Seitenverkehrungauch die
Perforiermöglichkeit im oberen Zylinderspalt zwischen dem Plattenzylinder 5a und
Gummituchzylinder 4a möglich. Der entsprechende Bahnweg verläuft etwa symme
trisch längs der strichpunktierten Linie W′′.
Fig. 2 zeigt ein um einen Arbeitszylinder 4c erweitertes Doppeldruckwerk 1 als Ein
druckwerk, auf dem wahlweise Schön- und Widerdruck und alternativ einseitiger
Zweifarbendruck durchführbar sind.
Der Bahnverlauf der Bahn 2 mit Bedruckung der einen Bahnseite 2.1
(Schöndruckseite) und der anderen Bahnseite 2.2 (Widerdruckseite) verläuft entlang
der gepunkteten Linie durch den Druckspalt zwischen den Gummituchzylindern 4a;
4b über den lediglich Leitwalzenfunktion ausübenden zusätzlichen Arbeitszylinder 4c
(1/1-Druck).
Umfaßt die Produktion Eindrucken, ändert sich die Druckstellung durch Abstellen
des Schön-/Widerdruckspalts und Anstellen der beiden Gummituchzylinder 4a; 4b in
Druckstellung gegen den Arbeitszylinder 4c als Gegendruckzylinder. Im Hinblick auf
den stehenden Zylinderstrang der Zylinder 4a, 4b; 5a, 5b erfordert der Bahnweg mit
zwei aufeinander folgenden Druckspalten Umschlingung des Arbeitszylinders 4c mit
Bahnrichtungsumkehr. Der Bahnverlauf ist durch die gestrichelte Linie eingezeichnet
(1/0- bzw. 2/0-Druck). Wie ersichtlich, ist der Bahnverlauf in diesem Fall umgekehrt
liegend zum Bahneinlauf bei Schön- und Widerdruck. Je nachdem, ob die Bahn 2
entweder von oben bzw. unten einläuft und nach unten bzw. oben aus läuft, ist der
Arbeitszylinder 4c drehrichtungsstimmig zu schalten und die Drehrichtung des einen
Gummituchzylinders 4a oder des anderen Gummituchzylinders 4b für den Ablauf am
gegenüberliegenden Arbeitszylinders 4c von der bei Schön- und Widerdruck
herrschenden Drehrichtung auf Drehrichtungsumkehr umzusteuern. Wird die Bahn 2
wie gewöhnlich oberschlächtig über den Arbeitszylinder 4c gefahren, betrifft dies den
Räderzug des unteren Druckwerks 1b mit dem Gummituchzylinder 4b. Die
Drehrichtung des Gummituchzylinders 4b ändert sich von der Richtung des Pfeils R
auf die entgegengesetzte Richtung des Pfeils L. Die Gummituchzylinder 4a; 4b sind
voneinander abgestellt.
Mit der Umsteuerung verbunden ist im unteren Druckwerk 1b eine Umkehrung der
Spaltförderrichtung, d. h. Einlauf- und Auslaufspalt werden umgekehrt und der Spalt
vom Plattenzylinder 5b zum Gummituchzylinder 4b nimmt die Richtung an, in die der
ungefähr um 180° versetzte Spalt zwischen den Gummituchzylindern 4a; 4b bei
Schön- und Widerdruck gefördert hat. Dieser Umstand ergibt eine S-förmige Ab
laufkontur vom Druckwerkeingang links um den umgesteuert laufenden Gummituch
zylinder 4b mit nachfolgender Umschlingung des Arbeitszylinders 4c. Das umge
steuert laufende Druckwerk 1b mit dem Gummituchzylinder 4b führt keine Farbe.
Das darüberliegende Druckwerk 1a mit Gummituchzylinder 4a ist bevorzugt auf
Druck-Ab gestellt und somit ohne Abwälzung gegen den Arbeitszylinder 4c.
Auf dem Plattenzylinder 5b ist ein Perforiermesser 6 befestigt.
Der Bahnweg der Bahn 2 durch den Spalt des Plattenzylinders 5b und Gummituch
zylinders 4b wird definiert durch eine vorgelagerte Bahnleitwalze 3 zur Ausrichtung
des Bahneinlaufs. Mit einer Anordnung einer Bahnleitwalze 3 bahnauslaufseitig ist
die Richtung der Bahn 2 ab dem Arbeitszylinder 4c vorgebbar. Der Bahnweg ist
hierzu in Fig. 2 durchgezogen gezeichnet.
Mit der Befestigung des Perforiermessers 6 auf dem Plattenzylinder 5b kommt das
Perforierwerkzeug im Zylinderspalt zum Gummituchzylinder 4b zum Eingriff. Für die
Beanspruchung der Bahn 2 ab dem Perforierspalt über den ausgedehnten Umschlin
gungsbereich um den Gummituchzylinder 4b sowie den Arbeitszylinder 4c ist es
besser, wenn der Arbeitszylinder 4c ohne nachgiebige Mantelfläche besteht. Mit
bestimmten Maßnahmen für die Bahnabwicklung läßt sich jedoch auch mit dem obe
ren Druckwerk 1a drucken, wobei der Arbeitszylinder 4c als Gegendruckzylinder
läuft.
Die Beistellung des nicht ungesteuert laufenden Druckwerks 1a; 1b, gleichgültig ob
druckend oder nichtdruckend geschaltet, wirkt sich schonend auf den Zahnradan
trieb der Zylinder mit Regeleingriff aus.
Bei Führung der Bahn 2 durch den Spalt zwischen dem Plattenzylinder 5a und
Gummituchzylinder 4a wird das Perforiermesser 6 entsprechend auf dem Plattenzy
linder 5a befestigt. Die Umsteuerung betrifft in diesem Fall das obere Druckwerk 1a.
Der Arbeitszylinder 4c ist je nach Steuerbarkeit seiner Drehrichtung unterschlächtig
umfahrbar.
Der jeweils zu Fig. 1 sowie Fig. 2 neben dem als Eindruckwerk ausgebildeten Dop
peldruckwerk 1 mit zusätzlichem Arbeitszylinder 4c schematisch herausgezeichnete
Plattenzylinder 5b zeigt die Befestigung des Perforiermessers 6 in möglichen
Ausführungsvarianten. Die Positionierung des Perforiermessers 6.1 dient zur
Längsperforierung; das Perforiermesser 6.2 in der axial eingezeichneten Lage dient
der Querperforierung. Das Perforiermesser 6.3 ist für ein beliebiges Perforiermuster
vorgesehen.
Das Perforiermesser 6 wird bevorzugt auf einer auf dem Plattenzylinder 5b aufge
zogenen Platte 7 befestigt. Diese Maßnahme hat den Vorteil systematischer, re
gistergetreuer Befestigung. Eine Befestigungsmöglichkeit besteht durch Aufkleben
des Perforiermessers 6 auf der Platte 7. Das beim Anfahren der Produktion beste
hende voreingestellte Register des Perforiermessers 6 in Bezug auf das Druckbild
wird mittels der üblichen Registereinstellung produktionsgerecht auf Passer nachge
fahren.
Das Perforiermesser 6 kann auch über eine magnetische Halterung auf dem Plat
tenzylinder 5b befestigt werden.
Die im Ausführungsbeispiel gezeigte Bahnführung mit Perforiermöglichkeit zwischen
dem Gummituchzylinder 4a; 4b und Plattentuchzylinder 5a; 5b bei einem 4-Zylin
dersystem ist ebenso gut durchführbar auf einem 4/2-Zylindersystem, das für eine
Zwei/Einfarbenbedruckung angewendet wird. Es ist auch anwendbar bei einem
Vierfarben-Satellitensystem, das mit 4/0-, 3/1- oder 2/2-Farbenbedruckung fahrbar
ist. Das für die Perforiermöglichkeit umgerüstete Zylinderpaar entfällt natürlich je
weils für den Druckfarbenauftrag.
Claims (9)
1. Vorrichtung zur Bahnführung mit Perforiermöglichkeit in einer Rollenrotations
druckmaschine, die eine Anzahl von Platten-/Gummituchzylinderpaaren
zur Bedruckung einer über ein Perforierwerk geführten Bahn aufweist, wobei
der Bahnweg zum Perforierwerk und zu Druckwerken über Bahnleitwalzen
erfolgt,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Perforierwerk (6; 6.1, 6.2, 6.3) aus einem nicht einfärbenden Platten-/
Gummituchzylinderpaar (4a/5a; 4b/5b) gebildet ist mit Führung der Bahn (2)
durch den Zylinderspalt dieses Zylinderpaares (4a/5a; 4b/5b) und daß auf dem
zugehörigen Plattenzylinder (5a; 5b) ein Perforiermesser (6) befestigbar ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Bahn (2) entgegen der bestehenden Bahnabwicklungsrichtung über
umlenkende Bahnleitwalzen (3) in das Perforierwerk (6; 6.1, 6.2, 6.3) mit
nachfolgender Umschlingung des nicht einfärbenden, normal drehenden
Gummituchzylinders (4a; 4b) zum Druckspalt zwischen den Gummituchzylin
dern (4a; 4b) führbar ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß eines der Druckwerke (1) als Ein
druckwerk mit einem Arbeitszylinder (4c) besteht, daß das Perforierwerk (6; 6.1,
6.2, 6.3) aus einem umgesteuert drehenden Zylinderpaar (4a/5a; 4b/5b)
in Druck-Ab-Stellung gebildet ist, wobei die Bahn (2) in den Zylinderspalt des
umgesteuert drehenden, beigestellt laufenden Zylinderpaares (4a/5a; 4b/5b)
mit nachfolgender Umschlingung eines Teilumfangs des nicht einfärbenden
Gummituchzylinders (4a; 4b) weiter über den beigestellt laufenden Arbeits
zylinder (4c) führbar ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß das Perforiermesser (6; 6.1, 6.2, 6.3)
auf einer auf dem Plattenzylinder (5a; 5b) aufgezogenen Druckplatte (7)
befestigbar ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, daß das Perforiermesser (6; 6.1, 6.2, 6.3)
auf der Platte (7) bildgerecht aufklebbar ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Arbeitszylinder (4c) ohne weichen Aufzug besteht.
7. Vorrichtung nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß das nicht umgesteuert drehende, parallele Zylinderpaar (4a/5a; 4b/5b)
des Eindruckwerkes beim Perforierablauf druckend gegen den mit einem Auf
zug versehenen Arbeitszylinder (4c) beistellbar ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß das nicht umgesteuert drehende, parallele Zylinderpaar (4a/5a; 4b/5b)
nichtdruckend gegen den ohne Aufzug bestehenden Arbeitszylinder (4c)
beistellbar ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die Bahn (2) in dem Druckwerk (1)
mit der gebildeten Perforiermöglichkeit perforierbar ist und gleichzeitig mit min
destens einer Farbe durch einen zuordenbaren, einfärbbaren Gummituch
zylinder (4a; 4b) bedruckbar ist.
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| DE4233261A DE4233261C2 (de) | 1991-10-04 | 1992-10-02 | Vorrichtung zur Bahnführung, mit Perforiermöglichkeit in einer Rollenrotationsdruckmaschine |
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| DE9205792U DE9205792U1 (de) | 1991-10-04 | 1992-04-30 | Vorrichtung zur Bahnführung mit Perforiermöglichkeit |
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Publications (2)
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|---|---|
| DE4233261A1 DE4233261A1 (de) | 1993-11-04 |
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| DE4233261A Expired - Fee Related DE4233261C2 (de) | 1991-10-04 | 1992-10-02 | Vorrichtung zur Bahnführung, mit Perforiermöglichkeit in einer Rollenrotationsdruckmaschine |
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Families Citing this family (2)
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| DE20218308U1 (de) | 2002-11-20 | 2003-01-23 | Kocher + Beck Gmbh + Co. Rotationsstanztechnik Kg, 72124 Pliezhausen | Magnetzylinder |
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-
1992
- 1992-10-02 DE DE4233261A patent/DE4233261C2/de not_active Expired - Fee Related
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|---|---|
| DE4233261A1 (de) | 1993-11-04 |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
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| OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
| D2 | Grant after examination | ||
| 8364 | No opposition during term of opposition | ||
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Owner name: MAN ROLAND DRUCKMASCHINEN AG, 63075 OFFENBACH, DE |
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| 8327 | Change in the person/name/address of the patent owner |
Owner name: MANROLAND AG, 63075 OFFENBACH, DE |
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| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |