DE4228232C2 - Airbageinheit - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine Airbageinheit nach dem Ober
begriff des Hauptanspruchs.
Es ist bereits bekannt, Airbags so auszuführen, daß sie
als vorgefertigte Baueinheit sehr schnell und einfach bei
der Kraftfahrzeugmontage an der entsprechenden Stelle im
Kraftfahrzeug angebracht werden können.
Die DE-PS 36 05 623 beschreibt eine solche Baueinheit und
ihre Befestigung im Kraftfahrzeug. Diese Airbageinheit
ist ausgelegt zur Benutzung von zwei Rundgeneratoren, die
bei Auslösung durch einen Sensor den Luftsack befüllen.
Die Verwendung von mehreren Generatoren in einer Airbag
einheit ist aufwendig und bedingt, daß Teile, wie zum
Beispiel der Zündmechanismus, mehrfach vorhanden sein
müssen.
Es sind auch Rohrgasgeneratoren zur Befüllung eines Luft
sacks zur Anwendung gekommen. So beschreibt die DE-OS 40
23 555 einen Airbag, der durch einen Rohrgasgenerator be
füllt wird, welcher beidendig direkt an einem Fahrzeug
träger angebracht ist. Das Luftsackgehäuse wird durch die
Armaturentafel gebildet, wodurch die Vorteile der Montage
als vorgefertigte Baueinheit entfallen.
Die DE-OS 41 39 405 und die DE-OS 39 39 311 beschreiben Airbageinheiten, die
als vorgefertigte Baueinheiten am Kraftfahrzeug befestigt werden. Der Rohrgas
generator wird bei beiden Entgegenhaltungen über ein Befestigungselement an
einer Art Grundplatte bzw. am Gassackbehälter festgelegt. Für die Befestigung der
Airbageinheiten am Armaturenbrett oder am Aufbau eines Kraftfahrzeugs sind
weitere Befestigungsmittel vorgesehen. Werden nun in verschiedenen Fahrzeug
typen, verschiedene Befestigungsmöglichkeiten für Airbageinheiten vorgesehen,
hat das den Nachteil, daß verschiedene Airbagmodule im zusammengebauten
Zustand bereitgehalten werden müssen, eventuell für jeden Fahrzeugtyp ein
anderes.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine gattungsgemäße Airbag
einheit mit Rohrgasgenerator so auszubilden, daß diese
als komplett vorgefertigte Baueinheit im Kraftfahrzeug
montiert werden kann und dabei einfach an Aufbauaus
führungen verschiedener Kraftfahrzeugtypen mit unter
schiedlichen Befestigungsmöglichkeiten angepaßt werden
kann.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß mit den kennzeichnenden
Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Weitere Ausgestaltungen
der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
Nach der Erfindung wird ein Rohrgasgenerator über min
destens ein Befestigungselement mit den weiteren Teilen
der Airbageinheit und dem Kraftfahrzeugaufbau oder dem
Armaturenbrett verbunden.
Das hat den Vorteil, daß eine Airbageinheit mit einem
Rohrgasgenerator als komplett vorgefertigte Baueinheit im
Kraftfahrzeug montiert werden kann.
In einer vorteilhaften Ausführung der Erfindung sind
Grundplatte, Befestigungsrahmen und Befestigungselement
so ausgebildet, daß keine zur oberen Seite der Airbag
einheit hinweisende Kanten vorhanden sind. Die fehlenden
Kanten an der oberen Seite der Airbageinheit verringern
die Verletzungsgefahr der Insassen, insbesondere bei
einem Sekundäraufprall.
In einer bevorzugten Ausführung der Erfindung entsteht
eine vorteilhaft einfache und wirkungsvolle Airbag
aufhängung mit den gewünschten Eigenschaften dadurch, daß
die Befestigungselemente als Blechschellen den Rohr
gasgenerator an den äußeren Enden zentrierend umgreifen.
In einer vorteilhaft einfachen Ausführung der Erfindung
sind die Blechschellen auf der hinteren Seite der Bau
einheit mit dem Befestigungsrahmen und auf der unteren
Seite der Baueinheit mit der Grundplatte verschraubt.
Um die Airbageinheit an Aufbauausführungen verschiedener
Kraftfahrzeugtypen mit unterschiedlichen Befestigungs
möglichkeiten anzupassen, besitzen in einer weiteren Aus
führung die Blechschellen Fortsätze, die die Baueinheit
seitlich überragen. Diese Fortsätze bilden die Be
festigungsstellen mit dem Fahrzeugaufbau.
In einer weiteren bevorzugten Ausführung der Erfindung
bildet jede Blechschelle einen Fortsatz, dessen vorderes
und hinteres Ende nach unten umgebogen ist. Dies ist eine
weitere vorteilhafte Art der Befestigung der Airbag
einheit am Aufbau.
Bei einer weiteren Ausführung der Erfindung sind Be
festigungsrahmen und Grundplatte über Gewindestehbolzen
miteinander verschraubt, wobei dazwischen der Öffnungsrand
des Luftsacks und die Abdeckkappe eingespannt sind.
So entsteht ein vorteilhaft einfacher Aufbau der Airbag
einheit, die durch die Randausnehmungen für die Gewinde
stehbolzen in der Abdeckkappe auf einfache Weise vor
montiert werden kann.
Wird die Abdeckkappe zwischen den Randausnehmungen über
Fixierzapfen am Befestigungsrahmen eingehängt, ist die
richtige Position der Abdeckkappe immer gewährleistet.
Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in
den nachfolgenden Beschreibung und der zugehörigen Zeich
nung näher dargestellt. Es zeigen:
Fig. 1 den Aufbau der Airbageinheit aus den einzelnen
Bauteilen in einer perspektivischen Explosions
zeichnung,
Fig. 2 eine Seitenansicht der zusammengebauten Airbag
einheit.
Nach Fig. 1 ist bei einer vorfertigbaren Baueinheit
eines Airbags ein Luftsack 1 zwischen einer Grundplatte 2
und einem Befestigungsrahmen 3 an seinem Öffnungsrand 4
eingespannt. Eine Abdeckkappe 5 umschließt die Grund
platte 2 und den Luftsack 1 und ist zwischen dem
Öffnungsrand 4 des Luftsacks 1 und dem Befestigungsrahmen
3 festgeklemmt. Dazu besitzt die Grundplatte 2 an ihrem
Rand Gewindestehbolzen 6, über die der Luftsack 1 durch
Bohrungen 7 an seinem Öffnungsrand 4 zentriert wird.
Die über den Luftsack 1 gestülpte Abdeckkappe 5 besitzt
an ihrem unteren Rand Randausnehmungen 8 für die
Gewindestehbolzen 6 und wird durch Fixierzapfen 9 am
Befestigungsrahmen 3 zentriert. Die Fixierzapfen 9 ragen
dazu in entsprechende Ausnehmungen 10 des Befestigungs
rahmens 3, an dessen Rand sich Bohrungen 11 für die Ge
windestehbolzen 6 befinden. Die Muttern 12 werden auf die
Gewindestehbolzen 6 geschraubt und klemmen den Be
festigungsrahmen 3 und die Grundplatte 2 zusammen, wobei
der Luftsack 1 und die Abdeckkappe 5 dazwischen fest
geklemmt und fixiert werden.
Der Luftsack 1 erstreckt sich um die Grundplatte 2 herum
und ist in der Abdeckkappe 5 zusammengefaltet abgelegt.
Die Abdeckkappe 5 bildet die obere Seite und den größeren
Teil der vorderen Seite der Airbageinheit. In der Mitte
der oberen Seite und von dort ausgehend links und rechts
an der oberen Seite der Abdeckkappe 5 zur vorderen und
hinteren Kante hin ist eine Doppel-T-förmige Aufreiß
stelle 13 durch Verdünnung des Werkstoffes in die Abdeck
kappe 5 eingeprägt. Die Aufreißstelle 13 ist in der
Zeichnung gestrichelt dargestellt.
Der Befestigungsrahmen 3 ist von etwa der Mitte der Air
bageinheit nach hinten oben viertelkreisförmig zur Auf
nahme und Zentrierung eines Rohrgasgenerators 14 einge
wölbt. Durch zwei halbkreisförmig gebogene Befestigungs
elemente 15, 16 wird der Rohrgasgenerator 14 zentriert
in der Einwölbung des Befestigungsrahmens 3 und der
Grundplatte 2 gehalten. Dazu werden die Befestigungs
elemente 15, 16, die als Blechschellen ausgebildet sind,
auf der hinteren Seite 17 der Airbageinheit mit dem Be
festigungsrahmen 3 und auf der unteren Seite 18 der Bau
einheit mit der Grundplatte 2 verschraubt. Zur An
bringung am Fahrzeugaufbau weisen die Befestigungs
elemente 15, 16 an den Verschraubungsstellen 17, 18 Fort
sätze 19, 20 auf, die, die Baueinheit seitlich über
ragend, durch Biegekanten 21 die Befestigungsstellen 22,
23 am Fahrzeug so bilden, daß diese in einer zur oberen
Seite der Baueinheit parallelen Ebene liegen.
Fig. 2 zeigt den Rohrgasgenerator 14, der mit dem Befe
stigungselement 15 über die Schraubverbindung 18 mit der
Grundplatte 2 und durch die weitere Schraubverbindung 17
mit dem Befestigungsrahmen 3 verbunden ist. Am Befesti
gungsrahmen 3 ist durch die Fixierzapfen 9 die Abdeck
kappe 5 fixiert, mit der der Luftsack abgedeckt ist. Die
durch strichpunktierte Linien 22, 23 am Befe
stigungselement 15 angedeuteten Bohrungen dienen zur Ver
schraubung der Airbageinheit mit dem Kraftfahrzeugaufbau.
Die mit dem Pfeil angedeutete Ausströmrichtung 24 des
Rohrgenerators 14 ist so eingestellt, daß sie von der
Richtung der gestrichelt dargestellten Diagonalen 25 zwi
schen der oberen vorderen Kante der Abdeckkappe 5 und der
Mittenachse des Rohrgenerators 14 nach oben abweichend,
zur oberen Seite der Baueinheit gerichtet ist.
Ein die Airbageinheit umgebendes Armaturenbrett 26 und
eine Frontscheibe 27 sind ebenfalls angedeutet im Schnitt
dargestellt.
Claims (9)
1. Airbageinheit, die als vorgefertigte Baueinheit
unter dem Armaturenbrett am Aufbau eines Kraftfahr
zeugs befestigbar ist, bestehend aus einem Gas
generator, einem den Gasgenerator aufnehmenden Be
festigungsrahmen (3), einer Grundplatte (2), einem
Luftsack (1), der mit einem Öffnungsrand (4)
zwischen dem Befestigungsrahmen (3) und der Grund
platte (2) eingespannt ist, einer den Luftsack (1)
aufnehmenden Abdeckkappe (5) und wenigstens einem
Befestigungselement (15, 16) für den Gasgenerator,
das mit dem Befestigungsrahmen (3) und/oder der
Grundplatte (2) verbunden ist, dadurch gekenn
zeichnet, daß die gesamte Airbageinheit über das Be
festigungselement (15, 16) am Aufbau oder am Ar
maturenbrett festlegbar ist.
2. Airbageinheit nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Gasgenerator ein Rohrgasgenerator
(14) ist.
3. Airbageinheit nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß Grundplatte (2), Befestigungs
rahmen (3) und Befestigungselement (15, 16) so aus
gebildet sind, daß keine zur oberen Seite der Air
bageinheit hinweisenden Kanten vorhanden sind.
4. Airbageinheit nach Anspruch 2 oder 3, dadurch
gekennzeichnet, daß wenigstens zwei Befestigungs
elemente (15, 16) Blechschellen sind, die den
Rohrgasgenerator (14) an den äußeren Enden zen
trierend umgreifen und ihn in einer viertelkreis
förmigen Ausnehmung der Grundplatte (2) fixieren.
5. Airbageinheit nach Anspruch 4, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Blechschellen auf der hinteren
Seite der Baueinheit eine Verschraubungsstelle (17)
für die Verbindung mit dem Befestigungsrahmen (3)
und auf der unteren Seite der Baueinheit eine Ver
schraubungsstelle (18) für die Verbindung mit der
Grundplatte (2) aufweisen.
6. Airbageinheit nach Anspruch 5, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Blechschellen zur Anbringung der
Baueinheit am Fahrzeugaufbau an den Verschraubungs
stellen (17, 18) Fortsätze (19, 20) aufweisen, die,
die Baueinheit seitlich überragend, die Be
festigungsstellen (22, 23) mit dem Fahrzeugaufbau
bilden.
7. Airbageinheit nach Anspruch 5, dadurch gekenn
zeichnet, daß jede Blechschelle zur Anbringung der
Baueinheit am Fahrzeugaufbau an der Verschraubungs
stelle (18) auf der unteren Seite der Baueinheit
einen Fortsatz aufweist, dessen vorderes und hin
teres Ende nach unten umgebogen ist und die Be
festigungsstelle mit dem Fahrzeugaufbau bildet.
8. Airbageinheit nach einem der vorhergehenden An
sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Be
festigungsrahmen (3) durch Muttern (12) mit an der
Grundplatte (2) angebrachten Gewindestehbolzen (6)
verschraubt ist und daß zwischen Grundplatte (2) und
Befestigungsrahmen (3) der Öffnungsrand (4) des
Luftsacks (1) und die Abdeckkappe (5) eingespannt
sind, wobei der Öffnungsrand (4) über Bohrungen (7)
an den Gewindestehbolzen (6) fixiert wird und die
Abdeckkappe (5) an ihrem Rand mit Randausnehmungen
(8) für die Gewindestehbolzen (6) versehen ist.
9. Airbageinheit nach Anspruch 8, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Abdeckkappe (5) zwischen den
Randausnehmungen (8) Fixierzapfen (9) aufweist, die
in entsprechende Ausnehmungen (10) des Befestigungs
rahmens (3) ragen.
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