DE4210077C2 - Elektrophotographische Bilderzeugungseinrichtung - Google Patents
Elektrophotographische BilderzeugungseinrichtungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine elektrophotographische Bilderzeugungseinrichtung
nach dem Anspruch 1.
Aus der EP 0 332 223 A2 ist eine elektrophotographische Bilderzeugungseinrichtung
mit einem Bildaufzeichnungselement und
einem Übertragungsmedium bekannt, das dem Bildaufzeichnungselement
in einem Übertragungsbereich flächig gegenüberliegt.
Gemäß einer Ausführungsform enthält diese bekannte elektrophotographische
Bilderzeugungseinrichtung ein Bildaufzeichnungselement
und ein Übertragungsmedium in Form eines Übertragungs-Endlosbandes,
wobei ein Übertragungsbereich vorhanden
ist, in welchem sich das Übertragungsmedium und das Bildaufzeichnungselement
flächig berühren. Es sind ferner zwei
Elektroden vorhanden, die beide stromaufwärts vom Übertragungsbereich
vorgesehen sind, um auf das Übertragungs-Endlosband
elektrische Ladung zu übertragen.
Aus der Literaturstelle JP-OS 57-192 981,
ist ein Kopiergerät bekannt, bei dem lediglich
das Spannungspotential, welches sich auf einem Übertragungsmaterial,
wie beispielsweise Kopierpapier beim Kopiervorgang
ansammelt, soweit abgebaut wird, daß ein Ablösen des Kopierpapiers
von der Umfangsfläche einer Kopiertrommel leicht erfolgen
kann. Bei diesem bekannten Kopiergerät wird lediglich
das elektrische Potential einer einzelnen Elektrode gesteuert,
die stromaufwärts von einem Berührungsbereich zwischen
dem Kopierpapierkopier und der Umfangsfläche der Trommel
angeordnet ist. Bei dieser bekannten Konstruktion ist
auch ein Elektrometer in unmittelbarer Nähe eines Berührungsbereiches
vorhanden, wobei dieser Berührungsbereich den endgültigen
Bildübertragungsbereich bildet, in welchem das Tonerbild
auf ein Aufzeichnungsblatt bzw. Kopierpapier übertragen
wird.
Aus der US-PS 4 860 048 ist es in Verbindung mit Kopiergeräten
bekannt, eine Einrichtung zu verwenden, um das Oberflächenpotential
eines Bildaufzeichnungselements auf ein vorherbestimmtes
Potential in einem Bereich zu regulieren, in welchem
das Bildaufzeichnungselement keine Anlage zu irgendeinem
anderen Medium hat.
Aus der Literaturstelle "Electrophotography", R. Schaffert,
1975, Seiten 61 und 125, ist ein photoleitfähiges Schichtmaterial
bekannt, welches die Fähigkeit hat, schnell auf eine
Bestrahlung mit Licht anzusprechen, um eine selektive Entladung
von Flächenabschnitten des photoleitfähigen Schichtmaterials
zu erreichen.
Die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe besteht darin,
eine elektrophotographische Bilderzeugungseinrichtung nach
dem Anspruch 1 zu schaffen, bei welchem eine sichere und beständige
Bildübertragung unbeeinflußt von Alterungs- und Umgebungsbedingungen
gewährleistet wird.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die im Anspruch 1
aufgeführten Merkmale gelöst.
Besonders vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen
der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
Im folgenden wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen
unter Hinweis auf die Zeichnungen näher erläutert. Es
zeigt
Fig. 1 eine schematische Darstellung einer Bilderzeugungseinrichtung in Form eines Kopierers
mit Merkmalen nach der Erfindung;
Fig. 2 ein Blockdiagramm, in welchem schematisch ein we
sentlicher Teil einer in der Ausführungsform der
Fig. 1 untergebrachten Steuereinrichtung dargestellt ist;
Fig. 3 ein Flußdiagramm, das einen Teil einer speziellen
Elektrodenrollen-Einstellprozedur bei dieser Aus
führungsform wiedergibt;
Fig. 4 ein Flußdiagramm, das einen anderen Teil der spe
ziellen Elektrodenrollen-Einstellprozedur wieder
gibt;
Fig. 5 einen Graphen, welcher eine Beziehung eines Poten
tials zwischen in Fig. 1 dargestellten Elektroden
rollen, eines Potentials in einem Übertragungsbe
reich und ein Übertragungsverhältnis zueinander an
zeigt;
Fig. 6 ein Flußdiagramm, das noch eine andere spezielle
Elektrodenrollen-Einstellprozedur wiedergibt, die
eine alternative Ausführungsform
darstellt;
Fig. 7A und 7B Graphen, anhand welcher die in Fig. 6 dargestell
te Prozedur verständlich wird;
Fig. 8 ein schematisches Blockdiagramm einer Steuereinrichtung
noch einer weiteren Ausführungsform mit Merkmalen nach der Er
findung;
Fig. 9 ein Flußdiagramm, das eine andere spezielle Elek
trodenrollen-Einstellprozedur insbesondere bei der
Ausführungsform der Fig. 8 veranschaulicht;
Fig. 10 ein Flußdiagramm, das dem Flußdiagramm der Fig. 9
zugeordnet ist;
Fig. 11 ein Flußdiagramm, das noch eine weitere spezielle
Elektrodenrollen-Einstellprozedur bei noch einer
weiteren Ausführungsform mit Merkmalen nach der Erfindung wiedergibt; und
Fig. 12 ein Flußdiagramm, welches dem Flußdiagramm der
Fig. 11 zugeordnet ist.
In Fig. 1 ist eine Bilderzeugungseinrichtung mit Merkmalen nach der Erfin
dung dargestellt, die beispielsweise als ein Kopierer ausge
führt ist, welcher ein Bildaufzeichnungselement in Form einer photoleit
fähigen Trommel 1 aufweist. Um die Trommel 1 herum sind ange
ordnet ein Lader 2, eine Entwicklungseinheit 3 für Cyanblau,
eine Entwicklungseinheit 4 für Magentarot, eine Entwicklungs
einheit 5 für Gelb, ein Übertragungsmedium in Form eines Übertragungsbandes 6 und eine Reini
gungseinheit 7. In den Entwicklungseinheiten 3 bis 5 sind
cyanblauer, magentaroter bzw. gelber Toner untergebracht,
welche für eine Entwicklung jeweils zu der Trommel 1 trans
portiert werden.
Während die Trommel 1 durch einen nicht dargestellten Motor
in einer durch einen Pfeil angezeigten Richtung gedreht wird,
lädt der Lader 2 gleichförmig die Oberfläche der Trommel 1.
Ein reflektiertes Bild von einer Vorlage, welche auf eine
nicht dargestellte Glasplatte gelegt ist, wird durch ein
Farbfilter in Farbkomponenten aufgeteilt. Zuerst beleuchtet
Licht 8, welches von dem Farbfilter durchgelassen worden ist,
einen Bereich der geladenen Oberfläche der Trommel 1, welcher
in Cyanblau belichtet werden sollte, um dadurch ein cyanblau
es latentes Bild zu erzeugen. Die Entwicklungseinheit 3 ent
wickelt dann das latente Bild mittels des cyanblauen Toners,
wodurch ein entsprechendes Tonerbild erzeugt wird. Das Über
tragungsband 6 läuft über zwei Elektrodenrollen 11 und 12 und
über eine Papierübertragungsrolle 13.
Wenn eine Vorspannung an die Elektrodenrollen 11 und 12 ange
legt wird, zwischen welchen ein Teil der Oberfläche der Trommel 1
liegt, wird ein elektrisches Feld in einem Übertragungsbe
reich entwickelt, in welchem das Band 6 die Trommel 1 berührt.
Folglich wird das cyanblaue Bild von der Trommel 1 an das
Übertragungsband 6 übertragen. Die Reinigungseinheit 7 ent
fernt den Toner, welcher auf der Trommel 1 nach der Bildüber
tragung zurückbleibt, und dann breitet eine nicht dargestell
te, die Ladung entfernende Lampe die Ladung aus, welche auf
der Trommel 1 zurückbleibt. Die Trommel 1 ist nunmehr wieder
für einen weiteren Erzeugungszyklus bereit.
Anschließend wird mit Licht 8 von dem Farbfilter ein anderer
Bereich der geladenen Oberfläche der Trommel 1 belichtet,
welcher in Magentarot entwickelt werden sollte, um dadurch
ein magentarotes, latentes Bild zu entwickeln. Die Entwick
lungseinrichtung 4 entwickelt das latente Bild, wodurch ein
magentarotes Tonerbild erzeugt wird, welches über das cyan
blaue Bild an das Übertragungsband 6 übertragen wird. Hierauf
folgt dann die vorstehend beschriebene Trommelreinigungsope
ration. Danach wird mit dem Licht 8 von dem Farbfilter ein
weiterer Bereich der Trommel 1 belichtet, welcher in Gelb
entwickelt werden sollte, um dadurch ein gelbes, latentes
Bild zu erzeugen. Die Entwicklungseinheit 5 entwickelt das
latente Bild, wodurch ein gelbes Tonerbild erzeugt wird, wel
ches über die cyanblauen und magentaroten Bilder, welche auf
dem Band 6 bereits vorhanden sind, an das Übertragungsband 6
übertragen wird. Folglich ist ein Vollfarbenbild auf dem
Übertragungsband 6 fertiggestellt.
Ein Aufzeichnungsmedium, beispielsweise ein Blatt Papier,
wird von einer Papierzuführeinheit 15 zugeführt. Wenn eine
Spannung an die Papierübertragungsrolle 16 angelegt wird,
wird das Vollfarbenbild von dem Übertragungsband 6 an das
Blatt Papier übertragen. Mittels einer Fixierrolle 17 wird
das Bild auf dem Blatt Papier fixiert, und die sich ergeben
de Farbkopie wird aus dem Kopierer ausgetragen.
In der dargestellten Ausführungsform ist die Elektrodenrolle
11 in einer durch einen Pfeil angezeigten Richtung drehbar,
wobei sie von einem nicht dargestellten Mechanismus angetrie
ben wird. Insbesondere wird die Elektrodenrolle 11 im Falle
einer Bilderzeugung und im Falle der Einstellung der Spannung
an der Rolle 11, was noch beschrieben wird, von einer durch
eine strichpunktierte Linie angedeuteten Position in eine
durch eine ausgezogene Linie wiedergegebene Position gebracht.
In der ausgezogen wiedergegebenen Position drückt die Elek
trodenrolle 11 das Übertragungsband 6 gegen die Trommel 1.
In Fig. 2 ist ein wesentlicher Teil einer Steuereinrichtung in dem
Kopierer dargestellt. Obwohl es in Fig. 1 nicht dargestellt
ist, ist ein Elektrometer 21 zwischen den Elektrodenrollen 11
und 12 auf der Rückseite (des Übertragungsbereichs) des Über
tragungsbandes 6 angeordnet. Das Ausgangssignal des Elektro
meters 21 wird durch eine E/A-(Eingabe/Ausgabe-)Einheit 22 in
digitale Daten umgesetzt und wird dann an eine Zentraleinheit
(CPU) 23 in Form von Daten Vt abgegeben. Mit Hilfe eines ROM
(Festwertspeichers) 24 und eines RAM (eines Randomspeichers)
25 steuert die Zentraleinheit 23 die Vorspannung, welche von
einer Energiequelle 26 an die Elektrodenrollen 11 und 12 an
zulegen ist, so daß die eingegebenen digitalen Daten Vt kon
stant bleiben können. Ein derartiges Routineprogramm, welches
mittels der Zentraleinheit 23 durchzuführen ist, wird nunmehr
anhand von Fig. 3 und 4 beschrieben.
Wenn der Kopierer beim Starten des Betriebs (durch Einschal
ten eines Netzschalters) oder bei Beendigen eines ganz be
stimmten Auftrags in den Elektrodenrollen-Einstellmodus ein
tritt, wird das Routineprogramm, welches noch beschrieben
wird, von einem nicht dargestellten Hauptprogramm abgerufen.
Zuerst stellt die Zentraleinheit 23 fest, ob das Übertragungsband
6 an der Trommel 1 anliegt oder nicht. Wenn das Band 6
keinen Kontakt mit der Trommel 1 hat, hebt die Zentralein
heit 23 die Elektrodenrolle 11 in die in Fig. 1 durch eine
ausgezogene Linie wiedergegebene Position, um dadurch das
Band 6 an der Trommel 1 in Anlage zu bringen. Danach steuert
die Zentraleinheit 23 die Trommel 1 und das Band 6 an. An
schließend legt die Zentraleinheit 23 eine Vorspannung Vb an
die Elektrodenrollen 11 und 12, während eingebaute Zeitge
ber A und B starten. Wenn der Zeitgeber B eine vorherbestimm
te, in dem ROM 24 gespeicherte Zeitspanne ta (d. h. eine ein
heitliche Zeitspanne für das Potential des Bandes 6, das in
einem vorherbestimmten Abstand über eine volle Umdrehung des
Bandes 6 abzutasten ist) zählt, löscht die Zentraleinheit 23
den Zeitgeber B. Gleichzeitig liest die Zentraleinheit 23 den
augenblicklichen Ausgangswert des Elektrometers 21, d. h. Da
ten Vt über die E/A-Einheit 22 und schreibt ihn in den RAM 25.
Dann bestimmt die Zentraleinheit 23, ob der Zeitgeber A eine
vorherbestimmte, ebenfalls in dem ROM 24 gespeicherte Zeit
spanne tb (d. h. eine Zeitspanne, die das Band 6 benötigt, um
zumindest eine Umdrehung zu beenden) gezählt hat.
Wenn der Zeitgeber A die Zeitspanne tb nicht erreicht hat,
startet die Zentraleinheit 23 wieder den Zeitgeber B und wie
derholt dann die vorstehend beschriebene Schrittfolge. Wenn
der Zeitgeber A die Zeitspanne tb gezählt hat, löscht die
Zentraleinheit den Zeitgeber A und stoppt das Anlegen der
Vorspannung Vb an die Elektrodenrollen 11 und 12. Die Zen
traleinheit 23 erzeugt dann einen Mittelwert der Daten Vt,
welche nacheinander in den RAM 25 geschrieben worden sind,
(d. h. Potentiale des Übertragungsbereichs) und vergleicht
den sich ergebenden Mittelwert Vt′ mit zwei in dem ROM 24
gespeicherten Bezugswerten Vt1 und Vt2, welche einen oberen
bzw. einen unteren Grenzwert eines Bezugsspannungsbereichs
darstellen, in welchem Bilder in der gewünschten Weise über
tragen werden können, wie in Fig. 5 dargestellt ist. Wenn die
gemittelten Daten oder das Potential Vt′ kleiner als der Be
zugswert Vt1 sind, erhöht die Zentraleinheit 23 das Vorspan
nungspotential Vb um einen vorherbestimmten Wert ΔV, welcher
festlegt, daß das elektrische Feld in dem Übertragungsbereich
kurz ist. Dann stellt die Zentraleinheit 23 fest, ob die er
höhte Vorspannung Vb in dem steuerbaren Spannungsbereich
liegt oder nicht; wenn das Entscheidungsergebnis negativ ist,
d. h. wenn die Vorspannung Vb einen oberen Grenzwert Vb2 des
steuerbaren Spannungsbereichs überschritten hat, startet sie
einen Fehlermode und führt ein nicht dargestelltes Fehlerver
arbeitungsroutineprogramm durch. Andernfalls legt die Zentral
einheit 23 die erhöhte Vorspannung Vb an die Elektrodenrollen
11 und 12 an. Hierauf folgt dann dieselbe Prozedur, wie sie
vorstehend beschrieben ist.
Wenn dagegen die gemittelten Daten Vt′ größer als der Bezugs
wert Vt2 sind, erniedrigt die Zentraleinheit 23 die Vorspan
nung, die an die Elektrodenrollen 11 und 12 anzulegen ist, um
den vorherbestimmten Wert ΔV.
Dann stellt die Zentraleinheit 23 fest, ob die herabgesetzte
Vorspannung Vb in dem steuerbaren Spannungsbereich liegt oder
nicht. Wenn das Ergebnis dieser Entscheidung negativ ist,
d. h. wenn die herabgesetzte Spannung Vb niedriger als ein un
terer Grenzwert Vb1 des steuerbaren Spannungsbereichs ist,
startet die Zentraleinheit 23 wieder das Fehlerverarbeitungs-
Routineprogramm; andernfalls legt die Zentraleinheit 23 die
Vorspannung Vb an die Elektrodenrollen 11 und 12 an.
In dem Fehlerverarbeitungs-Routineprogramm kann die Zentral
einheit 23 die Drehbewegung des Motors unterbrechen oder eine
entsprechende Nachricht auf einem nicht dargestellten Display
anzeigen.
Wie vorstehend ausgeführt, wird in der beschriebenen Ausfüh
rungsform der Ausgangswert Vt des Elektrometers in einem vor
herbestimmten Zeitintervall abgetastet, während die Trommel 1 in
Kontakt mit dem Übertragungsband 6 steht und während die
Trommel 1 zumindest eine volle Umdrehung beendet. Der Mittel
wert Vt′ der abgetasteten Werte wird mit oberen und unteren
Grenzwerten des vorherbestimmten Bezugsspannungsbereichs ver
glichen. Wenn der Mittelwert Vt′ niedriger als der untere
Grenzwert ist, wird die an die Elektrodenrollen 11 und 12 an
zulegende Spannung um einen vorherbestimmten Wert erhöht.
Wenn der Mittelwert Vt′ höher als der obere Grenzwert ist,
wird die interessierende Spannung um den vorherbestimmten
Wert herabgesetzt. Folglich ist der Mittelwert Vt′ auf den
Bezugsspannungsbereich begrenzt. Hierdurch ist mit Erfolg das
elektrische Feld in dem Übertragungsbereich aufrechterhalten,
während sich die Trommel 1 und das Band 6 ständig berühren,
und folglich ist eine zuverlässige Bildübertragung unabhängig
von Alterung und Umgebungsbedingungen gewährleistet.
Ferner wird die an die Elektrodenrollen 11 und 12 anzule
gende Vorspannung Vb mit den oberen und unteren Grenzwerten
des steuerbaren Spannungsbereichs verglichen, und wenn sie in
einem solchen Bereich liegt, kann die Spannung an den Rollen
11 und 12 ständig eingestellt werden. Sobald die Vorspannung
Vb aus dem steuerbaren Spannungsbereich herausgebracht wird,
tritt das Programm in einen Fehlermode ein, um das Bedie
nungspersonal von einem derartigen Vorkommnis zu informieren.
Folglich ist verhindert, daß das Programm infolge einer miß
glückten Steuerung in eine endlose Schleife fällt oder eine
übermäßige Spannung an die Elektrodenrollen 11 und 12 ange
legt wird, was für den Kopierer und das Bedienungspersonal
von Nachteil wäre.
Erforderlichenfalls kann eine Anordnung realisiert werden, so
daß die Ausgangswerte des Elektrometers 21, die während einer
Umdrehung des Übertragungsbandes 6 erschienen sind, inte
griert oder geglättet werden können, um die Vorspannung an
den Elektrodenrollen 11 und 12 auf der Basis des sich erge
benden Werts zu steuern. Eine andere mögliche Anordnung ist
die, daß die Vorspannung an den Elektrodenrollen 11 und 12
entsprechend den Ausgangswerten des Elektrometers 21 zu vor
herbestimmten Zeiten während einer Umdrehung des Bandes 6
eingestellt wird.
Wenn eine Vorspannung an die Elektrodenrollen 11 und 12 an
gelegt wird, wird die Trommel 1 mit einer Polarität geladen,
welche der Polarität der Vorspannung entgegengesetzt ist.
Dies erfolgt vorsorglich, da Entladung infolge des Spaltes
zwischen der Trommel 1 und dem Übertragungsband 6 vorkommt.
Sollte unter einer solchen Voraussetzung das Elektrometer 21
das Potential in dem Übertragungsbereich des Übertragungsban
des 6 feststellen, würde es auch das Potential der Trommel 1
feststellen, und folglich keine genaue Messung durchführen.
Vorzugsweise ist daher ein Schritt vorgesehen, die Oberfläche
der Trommel 1 auf ein vorherbestimmtes Potential (z. B. einen
Restpotentialpegel) zu regulieren, während das Übertragungs
band 6 in einem Abstand von der Trommel 1 angeordnet ist.
Hierzu kann die Oberfläche der Trommel 1 durch den Lader 2
oder einen nicht dargestellten Vorreinigungslader gleichför
mig geladen oder durch einen Laserstrahl oder entsprechendes
Licht gleichförmig belichtet werden.
In Fig. 6 ist ein spezieller Betrieb einer alternativen Aus
führungsform mit Merkmalen nach der Erfindung dargestellt, welcher ebenfalls
mittels der Zentraleinheit (CPU) 23 durchgeführt wird. Da
dieser Betrieb auch mit der in Fig. 1 und 2 dargestellten
Hardware in der Praxis durchführbar ist, wird in der folgen
den Beschreibung auf diese Figuren Bezug genommen. Während
die Trommel 1 und das Übertragungsmedium 6 aneinander anliegen, wird der
Ausgangswert Vt des Elektrometers 21 in einem vorherbestimm
ten Abstand abgetastet und gespeichert wie bei dem Ablauf
nach Fig. 3. Nachdem die Zentraleinheit 23 das Anlegen der
Vorspannung an die Elektrodenrollen 11 und 12 gestoppt hat,
nimmt sie den maximalen Wert Vtmax und den minimalen Wert
Vtmin aus den nachfolgenden, in dem RAM 25 gespeicherten Da
ten Vt auf und berechnet eine Differenz Vtmax - Vtmin. Dann
vergleicht die Zentraleinheit 23 die sich ergebende Differenz
mit der Differenz zwischen dem oberen Grenzwert Vt2 und dem
unteren Grenzwert Vt1, d. h. den steuerbaren Spannungsbereich
V (Vt2 - Vt1). Wenn die Differenz Vtmax - Vtmin kleiner als V
ist, führt die Zentraleinheit 23 einen Schritt durch, um
einen Mittelwert der in dem RAM 25 gespeicherten Daten Vt und
die nachfolgenden Schritte wie in Fig. 3 zu erzeugen. Wenn der
erstere größer als letztere ist, oder gleich letzterem ist,
startet die Zentraleinheit 23 ein Fehlerverarbeitungs
Programm.
Fig. 7A bzw. 7B zeigen das Streuen des Potentials in dem ge
messenen Übertragungsbereich, wenn das Übertragungsband 6
nicht fehlerhaft ist, und das Streuen des gleichen gemessenen
Potentials, wenn es fehlerhaft war, jeweils bezüglich einer
Umdrehung des Übertragungs-Bandes 6. Wie die Fig. 7A und 7B zeigen, ist,
selbst wenn das ermittelte Potential in dem steuerbaren Spannungsbereich
V(Vt2-Vt1) liegen kann, ein gewünschtes Bild
nicht erreichbar, selbst wenn ein Teil der Potentialänderung
nicht in einem derartigen Bereich liegt. In dieser Ausfüh
rungsform wird der steuerbare Spannungsbereich V in dem ROM
24 vorher eingestellt und mit dem Ausgangswert des Elektro
meters 21 verglichen, um zu sehen, ob er akzeptabel ist.
Mit der dargestellten Ausführungsform können elektrische Feh
ler des Übertragungsbandes 6, beispielsweise eine unregelmä
ßige Widerstandsverteilung festgestellt werden, indem die
Maximum- und Minimum-Werte des Ausgangswertes des Elektrome
ters 21 bestimmt werden, und bei einer fehlerhaften Bedingung
der Art, die für eine Bildübertragung unerwünscht ist, wird
ein Fehlermode eingestellt. Mit dieser Ausführungsform werden
daher nicht nur die Vorteile erreicht, welche bezüglich der
vorherigen Ausführungsform beschrieben worden sind, sondern
es wird auch verhindert, daß fehlerhafte Bilder erzeugt wer
den.
In Fig. 8 ist eine Steuereinrichtung wiedergegeben, die eine andere
alternative Ausführungsform darstellt, welche
im wesentlichen der Steuereinrichtung der Fig. 2 entspricht. In
Fig. 8 sind dieselben oder ähnliche Elemente mit den gleichen
Bezugszeichen bezeichnet und werden daher nicht nochmals be
schrieben. Wie dargestellt, ist ein Elektrometer 31 (in der
Drehrichtung der Trommel) vor dem Übertragungsbereich der
Trommel 1 (in welchem die Trommel 1 das Übertragungsband 6
berührt) angeordnet. Der Ausgangswert des Elektrometers 31
wird durch eine E/A-Einheit 32 digitalisiert und dann der
Zentraleinheit 23 in Form von Daten Vpc zugeführt.
Insbesondere wird, da das Potential der Trommel 1 Einfluß auf
das Übertragungspotential hat, vorzugsweise die Oberfläche
der Trommel 1 auf ein vorherbestimmtes Potential reguliert,
wie früher bereits ausgeführt ist. Jedoch ist das vorherbe
stimmte Potential selbst voraussichtlich infolge einer Ände
rung der Charakteristik der Trommel 1 zu ändern, was auf die
Alterung oder die Umgebung zurückzuführen ist. Bei dieser
Ausführungsform wird das Elektrometer 31, das auf das Ober
flächenpotential der Trommel 1 anspricht, zusätzlich zu dem
Elektrometer verwendet, welches auf das Potential des Über
tragungsbereichs anspricht, und somit wird das Übertragungs
potential auf der Basis des Ausgangswertes des Elektrometers
31 gesteuert.
Wie im einzelnen in Fig. 9 und 10 dargestellt ist, legt die
Zentraleinheit 23 eine Vorspannung Vb an die Elektrodenrollen
11 und 12 an und speichert dann die Ausgangswerte des Elek
trometers 31, d. h. Oberflächenpotentiale Vpc, die in einem
vorherbestimmten Abstand während zumindest einer vollen Um
drehung der Trommel 1 erscheinen, mit Hilfe der Zeitgeber A
und B. Anschließend stellt die Zentraleinheit 23 das Poten
tial Vt in einem Übertragungsbereich in einem vorherbestimm
ten Abstand mittels des Elektrometers 21 fest und speichert
es, während das Übertragungsband 6 zumindest eine Umdrehung
beendet. Nach dem Unterbrechen der Vorspannung V an den Elek
trodenrollen 11 und 12 erzeugt die Zentraleinheit 23 einen
Mittelwert Vpc′ von festgestellten Mittelwerten Vpc und
einen Mittelwert Vt′ von festgestellten Mittelwerten Vt.
Dann legt die Zentraleinheit 23 fest, daß eine Differenz zwi
schen Vt′ und Vpc′ (|Vt′ - Vpc′|) die wesentliche Übertra
gungsspannung ist, vergleicht die Differenz oder Spannung mit
den oberen und unteren Grenzwerten des Bezugsspannungsbe
reichs und ändert dann die Vorspannung Vb, welche an die
Elektrodenrollen 11 und 12 anzulegen ist, wie in den vorheri
gen Ausführungsformen.
Durch diese Ausführungsformen wird somit eine zuverlässige
und sichere Bildübertragung noch gesteigert, da das elektri
sche Feld im Übertragungsbereich unabhängig von dem Potential
der Trommel 1 konstant gehalten werden kann.
Anhand von Fig. 11 und 12 wird eine weitere spezielle Arbeits
weise einer weiteren alternativen Ausführungsform mit Merkmalen nach der Erfin
dung beschrieben. Auch diese Ausführungsform ist mit der in
Fig. 1 und 2 dargestellten Hardware in der Praxis durchführbar.
Während, wie dargestellt, die Trommel 1 und das Übertragungs
band 6 einander berühren, wird das Potential Vto in dem Über
tragungsbereich in einem vorherbestimmten Abstand mittels des
Elektrometers 21 während zumindest einer Umdrehung des Bandes
6 abgetastet, bevor eine Vorspannung an die Elektrodenrollen
11 und 12 angelegt wird. Nachdem eine Vorspannung an die
Elektrodenrollen 11 und 12 angelegt worden ist, tastet das
Elektrometer 21 das Potential Vt in dem Übertragungsbereich
in einem vorherbestimmten Abstand bei zumindest einer Umdre
hung des Bandes 6 ab. Die Zentraleinheit 23 erzeugt einen
Mittelwert Vto′ der abgetasteten Werte Vto und einen Mittel
wert Vt′ der abgetasteten Werte Vt, legt fest, daß eine Dif
ferenz zwischen Vt′ und Vto′ (|t′ - Vto′|) die wesentliche
Übertragungsspannung ist, vergleicht die Differenz oder das
Potential mit den oberen und unteren Grenzwerten des Bezugs
spannungsbereichs und ändert dann wie in den vorherigen Aus
führungsformen die Vorspannung Vb, welche an die Elektroden
rollen 11 und 12 anzulegen ist.
Bei der vorstehend beschriebenen Ausführungsform wird folg
lich das elektrische Feld in dem Übertragungsbereich konstant
gehalten, indem der Einfluß des Potentials der Trommel 1 und
des Potentials, das auf dem Übertragungsband 6 verbleibt, aus
geschaltet wird, wodurch eine viel zuverlässigere und stabi
lere Bildübertragung gewährleistet ist.
Claims (6)
1. Elektrophotographische Bilderzeugungseinrichtung, mit
einem Bildaufzeichnungselement (1), einem bandförmigen,
aufladbaren Übertragungsmedium aus isolierendem Material
(6), das dem Bildaufzeichnungselement (1) in einem Übertragungsbereich
flächig gegenüberliegt,
mit zwei Elektroden (11, 12), von denen eine (12) in einer Position stromaufwärts vom Übertragungsbereich und die andere (11) stromabwärts vom Übertragungsbereich angeordnet ist, um durch eine an sie angelegte Vorspannung (Vb) eine elektrische Ladung zur Bildung einer Übertragungsspannung (Vt) auf das Übertragungsmedium (6) zu übertragen, wobei dann, wenn das Bildaufzeichnungselement (1) und das Übertragungsmedium (6) aneinander anliegen und angetrieben werden, ein auf dem Bildaufzeichnungselement (1) erzeugtes Tonerbild an das Übertragungsmedium (6) mittels der Übertragungsspannung (Vt) übertragen und dann vom Übertragungsmedium (6) an ein Bildempfangsmaterial übertragen wird,
mit einem Elektrometer (21) zur Messung der Übertragungsspannung (Vt), das im Übertragungsbereich auf der Rückseite des Übertragungsmediums (6) angeordnet ist, und
mit einer Spannungssteuereinrichtung (23), die
mit zwei Elektroden (11, 12), von denen eine (12) in einer Position stromaufwärts vom Übertragungsbereich und die andere (11) stromabwärts vom Übertragungsbereich angeordnet ist, um durch eine an sie angelegte Vorspannung (Vb) eine elektrische Ladung zur Bildung einer Übertragungsspannung (Vt) auf das Übertragungsmedium (6) zu übertragen, wobei dann, wenn das Bildaufzeichnungselement (1) und das Übertragungsmedium (6) aneinander anliegen und angetrieben werden, ein auf dem Bildaufzeichnungselement (1) erzeugtes Tonerbild an das Übertragungsmedium (6) mittels der Übertragungsspannung (Vt) übertragen und dann vom Übertragungsmedium (6) an ein Bildempfangsmaterial übertragen wird,
mit einem Elektrometer (21) zur Messung der Übertragungsspannung (Vt), das im Übertragungsbereich auf der Rückseite des Übertragungsmediums (6) angeordnet ist, und
mit einer Spannungssteuereinrichtung (23), die
- a) außerhalb des Kopierbetriebs das Bildaufzeichnungselement (1) und das Übertragungsmedium (6) aneinander anlegt und antreibt,
- b) an die Elektroden (11, 12) eine Vorspannung (Vb) anlegt,
- c) die Ausgangswerte (Vt) des Elektrometers (21) in Zeitintervallen ausliest und speichert, wobei die Summe der Zeitintervalle mindestens einer Umlaufdauer des Übertragungsmediums (6) entspricht,
- d) die gespeicherten Werte mit Sollwerten vergleicht und entsprechend dieses Vergleichs die an die Elektroden anzulegende Vorspannung (Vb) korrigiert.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine
Einrichtung (2), um, während die Spannungssteuereinrichtung
(23) in Betrieb ist, das Oberflächenpotential des Bildaufzeichnungselements
(1) auf ein vorherbestimmtes Potential
in einem Bereich zu regulieren, in welchem der Bildaufzeichnungselement
(1) und das Übertragungsmedium (6) nicht
aneinander anliegen.
3. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Spannungssteuereinrichtung (23) dafür ausgebildet
ist, um eine Spannung an die Elektrode (11) anzulegen, während
das Bildaufzeichnungselement (1) und das Übertragungsmedium
(6) aneinander anliegen und in Anlage gehalten werden,
um dann einen Zustand zu bestimmen, bei welchem der
Ausgangswert des Eleketrometers (21) ansteigt, und um dann
die Spannung, welche an die Elektrode (11) anzulegen ist,
auf der Basis des festgestellten Zustands zu steuern.
4. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Spannungssteuereinrichtung (23) dafür ausgebildet
ist, um die Spannung, welche an die Elektrode (11) anzulegen
ist, so zu steuern, daß eine Spannung, die in Verbindung
mit dem Ausgangswert des Elektrometers (21) bestimmt
worden ist, konstant gehalten wird.
5. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Spannungssteuereinrichtung (23) dafür ausgebildet
ist, um den Ausgangswert des Elektrometers (21) mit einem
oberen und einem unteren Grenzwert eines vorherbestimmten
Bezugsspannungsbereichs zu vergleichen, um, wenn der Ausgangswert
des Elektrometers (21) niedriger als der untere
Grenzwert ist, die Spannung, welche an die Elektrode anzulegen
ist, um einen vorherbestimmten Wert zu erhöhen, oder
wenn der Ausgangswert höher als der obere Grenzwert ist,
diese Spannung um den vorherbestimmten Wert zu erniedrigen,
um dadurch den Ausgangswert in dem Bezugsspannungsbereich
zu halten.
6. Einrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch ein
zweites Elektrometer (31), das vor dem Übertragungsbereich
des Bildaufzeichnungselements angeordnet ist, um das Oberflächenpotential
des Bildaufzeichnungselements (1) zu messen,
durch eine Korrektureinrichtung, um den Ausgangswert
des ersten Elektrometers (21) mittels des Ausgangswerts des
zweiten Elektrometers (31) zu korrigieren, wobei die Spannungssteuereinrichtung
(23) dafür ausgebildet ist, um die
an die Elektroden anzulegende Spannung entsprechend dem
korrigierten Ausgangswert der Korrektureinrichtung zu
steuern.
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