DE41856C - Zündvorrichtung für Gasmaschinen - Google Patents

Zündvorrichtung für Gasmaschinen

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DE41856C
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DE
Germany
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ignition
tube
gas
space
flame
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT41856D
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English (en)
Original Assignee
TH. HEESE in Berlin NO., Landwehrstr. 40
Publication of DE41856C publication Critical patent/DE41856C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F02—COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
    • F02P—IGNITION, OTHER THAN COMPRESSION IGNITION, FOR INTERNAL-COMBUSTION ENGINES; TESTING OF IGNITION TIMING IN COMPRESSION-IGNITION ENGINES
    • F02P19/00—Incandescent ignition, e.g. during starting of internal combustion engines; Combination of incandescent and spark ignition

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Feeding And Controlling Fuel (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 46: Luft- und Gaskraftmaschinen.
THEODOR HEESE in BERLIN. Zündvorrichtung für Gasmaschinen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 17. Juni 1887 ab.
Diese Neuerung an Zündvorrichtungen für Gasmaschinen basirt auf der bekannten Entzündung des im Arbeitscylinder der Gasmaschine befindlichen explosiblen Gasgemenges mittelst eines glühenden Rohres und bezweckt, eine sichere Zündung des Gasgemenges herbeizuführen, sowie das glühende Rohr gegen Verbrennen möglichst zu schützen. Dies wird erreicht durch Anwendung eines rohrförmig gestalteten Bunsen-Brenners, der das zu erhitzende Zündrohr concentrisch umschliefst und dadurch nicht nur eine sehr vollkommene und constant bleibende Erhitzung desselben herbeiführt, sondern auch infolge der vollständigen Umhüllung des Rohres durch die reducirend wirkende Bu ns en-Flamme dasselbe vor Oxydation schützt.
Das senkrecht stehende Zündrohr r ist durch den Zündkanal h einerseits mit dem Cylinderraum B, andererseits mit einem Gasraum r1 verbunden. Dieser hinter der Zündrohrmündung befindliche Gasraum r1 ist für die schnelle und sichere Zündung von grofser Wichtigkeit, da er erstens die verbrannten Gasrückstände aufnimmt und zweitens ein Vorschlagen der Zündflamme in den Arbeitscylinder herbeiführt, wie aus Nachfolgendem ersichtlich ist:
Das comprimirte, aus dem Arbeitscylinder tretende Gasgemisch, welches entzündet werden soll, drückt zuerst die verbrannten Gasrückstände in h zurück und tritt dann gleichzeitig in r und r1 ein. In r entzündet sich das Gasgemisch an den heifsen Wänden, und diese Entzündung wird sich bis zur Vereinigung der Rohre r und h fortsetzen. Von diesem Augenblicke aber pflanzt sich die Entzündung nach zwei Seiten,, nach h und nach r1 hin fort, da in r1 ebenfalls explosibles Gasgemisch eingetreten ist. Diese beiderseitig in den Rohren h und r1 sich fortpflanzende Entzündung wirkt wegen des begrenzten Raumes r1 mit erhöhter Geschwindigkeit nach dem Arbeitscylinder hin und sichert die sofortige Zündung des Gasgemisches im Cylinder.
Der Gasbrenner besteht im wesentlichen aus dem Ansatz D, dem Injector A, dem Ring C, dem Zündrohr r und dem Kamin E.
Der Ansatz D ist mit dem Arbeitscylinder der Maschine verbunden und mit zwei Bohrungen versehen, wovon die eine h im Moment der Zündung durch einen Schieber oder sonst eine geeignete Vorrichtung mit dem Innern des Cylinders B in Communication gebracht wird. Die andere Bohrung trägt das senkrechte Zündrohr r. Der Injector A ist unten an dem Ansatz D befestigt und erweitert sich nach oben zu dem Raum d. Dieser Raum d ist durch den Ring C nach oben verjüngt. Der Ring C, welcher aus Eisen oder sonst einem Metall hergestellt ist, umschliefst das Zündrohr r concentrisch und bildet mit diesem den runden Brennerschlitz e e, aus welchem das Gas austritt, um zu verbrennen. Der mit Ghamotte ausgefütterte Kamin E ist mit den
Fig. 3>
verseitlichen Luftzuführungslöchern
sehen.
Die Wirkungsweise des Brenners ist folgende:
Das Gas wird durch den Hahn η zugelassen und strömt unter Druck aus der kleinen Oeffnung der Düse α aus, wodurch Luft durch die seitlichen Löcher c c angesaugt wird. Gas
und Luft werden beim Durchströmen der nach oben konisch erweiterten Düse b innig gemischt, gelangen in den Raum d, um sehliefslich aus dem runden Brennerschlitz e e auszutreten und zu verbrennen. Der Brennerschlitz e e ist so eng bemessen, dafs. ein Rückschlagen der Flamme in den Raum d vermieden wird.
Infolge der eigenthümlichen Anordnung des Brennerschlitzes umspült die Flamme s das Zündrohr r unmittelbar, wodurch bei verhältnifsmäfsig kleiner Flamme eine genügende Erhitzung des Zündrohres stattfindet.
Durch die Löcher c c wird nur so viel Luft eingeführt, als zur Erzielung einer intensiven Verbrennung nothwendig ist. Infolge dessen hat die Flamme s an der Stelle, wo sie das Zündrohr r umspült, eine reducirende Wirkung, wodurch einer Oxydation der äufseren glühenden Zündrohrfläche vorgebeugt und eine rasche Zerstörung des Rohres verhütet wird.
Die Löcher i, Fig. 3, bezwecken eine genügende Luftzufuhr, um eine vollkommene Verbrennung der Flamme s zu erzielen. Der hier etwa eintretende Luftüberschufs gelangt jedoch nur zum äufseren Umfang der Flamme s und berührt nicht den glühenden Theil des Zündrohres, er kann also auf die Oberfläche desselben eine oxydirende Wirkung nicht ausüben.
Das Rohr r1 ist an dem Ansatz D so befestigt, dafs es die Fortsetzung des Kanals h bildet.
Dieses Rohr r1 hat,-wie vorhin beschrieben, den Zweck der sicheren Zündung; es nimmt ferner die etwa aus dem Cylinder eintretenden Schmutz- und Schmiertheilchen auf, wenn durch den Schieber oder sonst eine geeignete .Vorrichtung das comprimirte Gasgemisch im Moment der Zündung in den Kanal h eingelassen wird.
Wenn man den am Rohr r1 angebrachten Pfropfen wegnimmt, so kann dieses sowohl als auch der Kanal h leicht gereinigt werden.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Eine Rohrzündung für Gasmaschinen, bestehend aus dem Metallstück D, in welches das Zündrohr r eingeschraubt ist, das durch den Zündkanal h mit dem Cylinderraum intermittirend in Verbindung tritt, um die Ladung zu entzünden, dem Bunsen-Brenner A, dessen konische Erweiterung d durch den Einsatzring C nach oben so verengt wird, dafs die erzeugte Flamme nicht in den Raum d zurückschlagen kann und das Zündrohr r behufs intensiver Erhitzung und Verhütung von Oxydation dicht umschliefst, dem mit Chamotte ausgefütterten Kamin E, bei welchem durch seitliche Oeffhungen i der ringförmigen Flamme s Luft zugeführt wird.
2. Bei der unter 1. geschützten Anordnung der hinter der Mündung des Zündrohres in dem Gaszuführungskanal angeordnete Gasraum r1, zum Zwecke, eine sichere Zündung im Cylinder zu erhalten und leichte Reinigung des Zuführungskanals zu ermöglichen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT41856D Zündvorrichtung für Gasmaschinen Expired - Lifetime DE41856C (de)

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