DE417771C - Vorrichtung zur Reinigung von Gasen - Google Patents

Vorrichtung zur Reinigung von Gasen

Info

Publication number
DE417771C
DE417771C DEM71033D DEM0071033D DE417771C DE 417771 C DE417771 C DE 417771C DE M71033 D DEM71033 D DE M71033D DE M0071033 D DEM0071033 D DE M0071033D DE 417771 C DE417771 C DE 417771C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
disks
gas
internals
tubes
behind
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEM71033D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Melms & Pfenninger Komm Ges
Original Assignee
Melms & Pfenninger Komm Ges
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Melms & Pfenninger Komm Ges filed Critical Melms & Pfenninger Komm Ges
Priority to DEM71033D priority Critical patent/DE417771C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE417771C publication Critical patent/DE417771C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D46/00Filters or filtering processes specially modified for separating dispersed particles from gases or vapours
    • B01D46/10Particle separators, e.g. dust precipitators, using filter plates, sheets or pads having plane surfaces
    • B01D46/12Particle separators, e.g. dust precipitators, using filter plates, sheets or pads having plane surfaces in multiple arrangements

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Gas Separation By Absorption (AREA)

Description

  • Vorrichtung zur Reinigung von Gasen.
  • Es ist bekannt, aus Gasen feste oder flüssige Bestandteile dadurch zu entfernen, daß man die Gasmenge in Drehung versetzt.
  • Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Ausscheiden fester oder flüssiger Teilchen aus Gasen, wobei die Gasmasse durch ein sich drehendes System im wesentlichen in achsialer Richtung geleitet wird. Das System besteht erfindungsgemäß aus getrennt voneinander auf einer Welle befestigten Einbauten, zwischen denen Öffnungen vorgesehen sind, durch die das Gas hindurchstreicht, wie z. B. gelochte Scheiben u. del., ferner aus einem die Einbauten umgebenden kegelförmigen Niantel, der sich mit der geleichen Winkelgeschwingidkeit dreht wie die übrigen Einbauten. Es befinden sich also innerhalb der Vorrichtung nirgends Ixörper, die entweder ruhen oder sich mit einer anderen Winkelgeschwindigkeit drehen. Der Mantel wird zweckmäßig kegelförmig angeordnet, und zwar so, daß sich der innere Ixegelmantel im Sinne der Strömungstrictung der Gasmasse verjüngt. Sobald die Gasmasse durch das System geleitet wird, werden die Schwebeteilchen nach außen geschleudert und gelangen zwischen bzw. an den Einbauten entlang nach außen, bis sie schließlich an dem sich drehenden Kegelmantel gesammelt und getrennt von den Gasen abgeführt werden.
  • Die Zahl der einzelnen Einbauten und die Länge des Systems ist, wie die physikalische Theorie des Ausscheiders es erfordert. in Shhängigkeit von der Größe der auszuscheidenden Teilchen gewählt, und zwar derart, daß die Teilchen bis zu einer gewissen Njindestgröße, z. B. 5 µ = 0,005mm, vollständig durch die Schlecuderwirkung ausgeschieden werden.
  • Dadurch, daß mehrere Einbauten vorgesehen sind, die durch Zwischenräume voneinander getrennt werden, gibt man den in den einzeltien Teilsystemen ausgeschiedenen Teilchen Gelegenheit, sich nach außen am kegelförmigen Mantel zu sammeln.
  • Die Einbauten können aus gelochten Scheibein, aber auch aus Röhren, Winkeleisen o. dgl. bestehen, die sich mit der gleichen Geschwindigkeit drehen und den ausgeschleuderten festen und flüssigen Teilchen geeignete Berührungflächen darbieten, längs denen sich die Teilchen vermöge ihrer Fliehkraft fortbewegen und gegen einen sich ebenfalls mit gleicher Winkelgeschwindigkeit drehenden Mantel sreschleudert werden, wo sie gesammelt und abgeführt werden. Wesentlich ist, daß innerhalb eines Systems die Teilchen nicht mit ruhenden Flächen oder mit solchen in Berührung kommen, die mit einer anderen Geschwindigkeit bewegt werden, damit keine schädlichen Reibungskräfte auftreten und der Arbeitsaufwand möglichst gering bleibt. Zugleich muß das System dem Gase ein Durchströmen gestatten; bei Scheiben sind hierfür geeignete Löcher, Öffungen u. dgl. erforderlich. Um das Durchströmen zu gewährleisten bzw. um die Strömungswiderstnde zu überwinden, wird durch einen Ventilator eine Druckdifferenz geschaffen. Außerdem können noch besondere Flügel angeordnet werden, um die Drehbewegung der Gasmasse einzuleiten.
  • Unter Umständen können diese Flügel zugleich zur Förderung der Gasmasse dienen, so daß in diesem Falle die gleiche Vorrichtung sowohl zur Schaffung des erforderlichen Drucknterschiedes als auch zur Einleitung der Drehung dient. Mitunter genügt es, den Gasen lediglich durch geeignet angeordnete Flügel die Drehbewegung zu erteilen, so daß besondere Scheiben oder ähnliche Einrichtungen entbehrlich sind.
  • Falls das Gas durch Röhren oder kaiialartige Einbauten geleitet wird, müssen mehrere voneinander getrennte Systeme mit derartigen Einbauten vorgesehen werden, damit sich die Schwebeteilchen in den Zwischenräumen ausscheilen können.
  • Uin auch im Gas vorhandene Schwebestoffe von sehr kleiven Dimensionen aususcheiden, die durch die Fliehkraft infolge der verhältnismäßig hohen Reibung nicht rasch genug ausgeschleudert werden, kann eine Flüssigkeit in fein verteilter Form zugesetzt werden.
  • Hierfür wird z. B. ein Zerstäuber eingebaut. aus dem Flüssigkeit in fein verteilter Form schleierartig ausströmt, die die festen Teilellen bindet und die ganz kleinen flüssigen Teilchen zu größeren Tropfen vereinigt, wodii reh die Wirkung der Zentrifugalkraft erhöbt wird. Durch die vorstehend erwähnten Flügel kann die WIischung der zu reinigenden Gasmassen mit der zerstäubten Flüssigkeit begünstigt werden.
  • In der Zeichnung sind einige Ausführungs beispiele dargestellt.
  • Nach Abb. I wird durch die Welle A eine Reihe von Scheiben B mit voller Kreisform angetrieben. Die Scheiben sind zentrisch auf eine Xabe aufgesetzt und erhalten eine große Anzahl von Öffnungen, wodurch dem Gas ein achsiales Durchströmen ermöglicht wird.
  • Rings um die Scheiben ist ein kegelförmiger Mantel oder Deckring D, der ebenfalls mitrotiert, derart angebracht, daß zwischen den Scheiben und dem Deckring ein gewisser Spielraum bestehen bleibt. Dieser DEckring dient zugleich zum Sammeln der abgeschleuderten Teile, die durch Öffnungen in einen Sammelkanal E geleitet werden. Abb. Ia zeigt die Seitenansicht auf eine Scheibe; es ist daraus die Form und Anordnung der Öffnungen zu ersehen.
  • Um die Drehung der Gasmassen einzuleiten, ist vor dem Scheibensystem ein Ventilator F angeordnet. Dieser Ventilator wird zweckmäßig so als Achsialventilator ausgebildet, daß das Gas dem Scheibensystem in der gewünschten Richtung zuströmt. Die Schaufeln des Ventilators können ähnlich wie Dampfturbinenschaufeln ausgebildet sein; sie fördern die Gase und erteilen ihnen gleichzeitig eine Drehbewegung Abb. Ib zeigt eine beispielsweise Ausführung der Ventilatorschaufelung in abgewickelter Darstellungsweise. Der einbezeichnete Pfeil gibt die Richtung an, in der die Schaufeln bewegt werden, stellt also für das Rad die Drehrichtung dar. Außerdem kann, wie in Abb. I, ein Ventilator G augebracht sein, der die Durchströmung der Gasmassen durch die Scheiben unter Überwindung der Widerstände gewährleistet. Der Ventilator G kamin auch mit den Flügeln F auf dieselbe Achse gesetzt werden. Dadurch, daß der Deckring D mit dem gesamten Scheiben system in Drehung versetzt wird, entstehen am Anfang keine Reibungskräfte, die die Drehung hemmen. Das Gehäuse H ist fest angeordnet. Innerhalb des Gehäuses kann vor den Scheiben ein Zerstäuber J angebracht werden, durch den eine Flüssigkeit in fein verteilter Form dem eintretenden Gas beigeilien gt wird. wodurch die Bindung der im Gase vorhandenen festen Bestandteile bzw. eiiie Vereinigung kleinerer Tröpfchen bewirkt wird. Die Löcher in den eingebauten Scheihell (Abb 1a) können beliebig angeordnet werden. Es empfiehlt sich jedoch, daß sie sich iii aufeinanderfolgenden Scheiben nicht lecken, da in diesem Falle die in der Gasmase enthaltenen Teilchen mit ihr durch die Löcher strömen würden, wodurch der Trennungsvorgang gestört würde. Die Anzahl der Scheiben sowie deren Größe und Anordnung richtet sich nach der Beschaffenheit der aus dem Gas auszuscheidenden Teilchen und der zulässigen Durchströmungsgeschwindigkeit des Gases.
  • Abb. 2 zeigt ein Ausführungsbeispiel, bei dem mehrere Einzelkörper, die mit röhrenartigen Kanälen versehen sind, auf der antreibenden Welle angeordnet sind. In den Zwischenräumen zwischen diesen einzelnen Einbauten werden die ausgeschleuderten Teile ach außen gegen den Deckring geführt.
  • Abb. 2a stellt die Seitenansicht eines solchen Köropers dar.
  • In Abb. 3 sind Röhrenbündel zwischen je zwei Scheiben rings um die Welle eingebaut.
  • Es ist zweekmäßig, die Rohrenden gegenüber den Scheiben vorstehen zu lassen, damit die ausgeschleuderten Teile zwischen den einzelnen Röhren nach außen in den Sammelraum gefördert werden.
  • Abb. 3a zeigt die Seitenansicht auf ein Röhrensystem.
  • In Abb. 4 ist ein System von Winkeleisen W ringsherum in einer Nahe angeordnet, wodurch die Drehung der Gasmasse bewirkt wird.
  • Abb. 4a stellt eine Abwickelung bei gehobenem Deckring dar. W sind die Winkeleisen.
  • Gegebenenfalls können auch verschiedenartige Schleudervorrichtungen nach Art der Abb 1 bis 4 miteinander vereinigt werden.

Claims (6)

  1. PATENT-ANSPRÜCH: I. Rotierende Vorrichtung zur Reiniging von Gasen, insbesondere zur Ausscheidung in ihnen enthaltener fester oder flüssiger Teilchen, durch welche die zu reinigende Gasmasse im wesentlichen in achsialer Richtung geleitet wird, dadurch gekennzeichnet, daß das ganze System, d. h. sowohl die auf der Drehachse getrennt voneinander befestigten, mit Gasdurchtrittsöffnungen versehenen Einbauten, wie gelochte Scheiben u. dgl, als auch der die Einbauten umgebende kegelförmige Mantel sich mit der gleichen Winkelgeschwindigkeit drehen.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch I, gekennzeichnet durch die Anordnung eines Mlüssigkeitsverteilers am Gaseintrittsende des Svstems.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß das umlaufende System statt der Scheiben Röhren, Kanäle o. dgl. enthält, die knapp aneinandergebaut und zwei- oder mehrfach hintereinander angeordnet sind.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß das umlaufende System aus Scheiben mit Röhrenbündeln besteht, wobei die letzteren zwischen je zwei Scheiben eingebaut sind.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekenzeichnet, daß die Rohrenden beiderseitig über die Scheiben vorstehen
  6. 6. Vorrichtung nach Anspruchs, dadurch geliennzeichnet, daß das umlaufende System statt der Scheiben Winkeleisen, Stäbe 0. dgl. enthält, die nebeneinander und versetzt hintereinander angeordnet sind.
DEM71033D 1920-10-12 1920-10-12 Vorrichtung zur Reinigung von Gasen Expired DE417771C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEM71033D DE417771C (de) 1920-10-12 1920-10-12 Vorrichtung zur Reinigung von Gasen

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEM71033D DE417771C (de) 1920-10-12 1920-10-12 Vorrichtung zur Reinigung von Gasen

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE417771C true DE417771C (de) 1925-08-22

Family

ID=7313756

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEM71033D Expired DE417771C (de) 1920-10-12 1920-10-12 Vorrichtung zur Reinigung von Gasen

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE417771C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2848689C2 (de) Kammer zur nassen Luftentstaubung
DE1118431B (de) Vorrichtung zum Abscheiden von Fluessigkeiten aus stroemender Luft
DE10338770A1 (de) Zentrifugalabscheider
DE2542236C2 (de) Dünnschichtapparat
DE417771C (de) Vorrichtung zur Reinigung von Gasen
DE2556382B2 (de) Zentrifugalwindsichter
DE1056590B (de) Vorrichtung zur Behandlung eines stroemenden, beispielsweise gasfoermigen Mediums mit einem zweiten, beispielsweise fluessigen Medium, insbesondere zum Waschen von Gasen
DE2335339C3 (de) Vorrichtung zum Beseitigen bzw. Abscheiden von Staub- und Dunstteilchen aus einem Gas
DE913845C (de) Gasreiniger
DE2010128B1 (de) Verfahren zum mechanischen Entwässern und thermischen Trocknen von körnigen Feststoffen, insbesondere von Kunststoffen und'Zentrifuge zum Durchführen des Verfahrens
DE234509C (de)
DE2809597A1 (de) Radial-ventilator
DE716573C (de) Putzsandschleuder
DE1546645B1 (de) Gaswaschgerät mit einem rotierenden Zentrifugalsprühgenerator
WO2004003354A1 (de) Zentrifuge, insbesondere zur abscheidung von russ aus einem abgasstrom einer brennkraftmaschine
DE1619756C (de) Vorrichtung zur Flüssig-flüssig-Extraktion
DE102008022731A1 (de) Ventilator mit Kühleffekt durch Verdunstungskälte
DE2946256A1 (de) Vorrichtung zum abscheiden von fluessigkeiten und feststoffen aus gasen
AT108405B (de) Verfahren und Vorrichtung zur Abscheidung von Staub oder festen Teilchen aus Gasen.
DE1926651C (de) Verfahren und Vorrichtung zur Agglomeration und Niederschlagung von Schwebestoffen aus Gasen und Dämpfen und/oder zur Absorption von Gasbestandteilen
DE590832C (de) Einrichtung zur Reinigung der Verbrennungsluft von Brennkraftmaschinen
DE1794280C (de) Magnetische Filtervorrichtung
DE188790C (de)
DE1940642B2 (de) Vorrichrung zum reinigen von gasen
DE1558569A1 (de) Vorrichtung zur Vorerhitzung von Zementrohmehl mit Hilfe heisser Ofenabgase