DE416904C - Verfahren zur Darstellung von oel- und harzartigen Kondensationsprodukten aus aromatischen Kohlenwasserstoffen und Aralkylhalogeniden - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von oel- und harzartigen Kondensationsprodukten aus aromatischen Kohlenwasserstoffen und Aralkylhalogeniden

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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01JCHEMICAL OR PHYSICAL PROCESSES, e.g. CATALYSIS OR COLLOID CHEMISTRY; THEIR RELEVANT APPARATUS
    • B01J23/00Catalysts comprising metals or metal oxides or hydroxides, not provided for in group B01J21/00
    • B01J23/38Catalysts comprising metals or metal oxides or hydroxides, not provided for in group B01J21/00 of noble metals

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Description

  • Verfahren zur Darstellung von öl- und harzartigen Kondensationsprodukten aus aromatischen Kohlenwasserstoffen und Aralkylhalogeniden. Die Einwirkung von Aralkylhalogeniden auf aromatische Kohlenwasserstoffe, deren Derivate und Substitutionsprodukte bei Gegenwart von Kondensationsmitteln, wie Aluminiumchlorid, Zink usw., ist als Friedel-Craftssche bzw. Zinckesche Synthese bekannt.
  • Es wurde gefunden, daß auch ohne die Anwendung von Kondensationsmitteln zwischen aromatischen Chloriden,- welche das Chlor in der Seitenkette enthalten, und arotnatischen Kohlenwasserstoften sowie deren Halogenderivaten eine Reaktion unter Abspaltung von Salzsäure stattfindet. Während die Produkte der Friedel-Craftschen bzw. der Zinckeschen Synthese wohldefinierte chemische Stoffe sind, erhält man nach vorliegendem Verfahren unerwarteterweise viskose Öle und Harze von wertvollen Eigenschaften. Auch unter Verwendung von Gemischen von Kohlenwasserstoffen, wie sie u. a. in den Rohölen vorliegen, gewinnt man wertvolle Produkte dieser Art.
  • Es sind bereits Verfahren zur Darstellung vor, öl- und harzartigen Kondensationsprodukten aus aromatischen Kohlenwasserstoffen dui ch Einwirkung von Aralkylhalogeniden bei Gegenwart von Kondensationsmitteln, wie Eisenchlorid oder Eisen, geschützt. Dabei kann ein besonderer Zusatz dieser Mittel unterbleiben, wenn die Ausführung der Reaktion in eisernen Gefäßen vorgenommen wird. Auch in diesem Sonderfalle aber ist das Zustandekommen der Kondensation an die Gegenwart von Eisen gebunden, dessen katalytische Wirkung dadurch zur Geltung kommt, daß gewisse Mengen des Kesselmaterials durch dic Einwirkung der bei der Reaktion frei werdenden Salzsäure in Lösung gehen. Demgegenüber wird gemäß der vorliegenden Erfindung die Anwendung von Kondensationsmitteln und damit eine Verunreinigung der Reaktionsprodukte völlig vermieden.
  • Das Verfahren kann in Gefäßen aus Ton oder Porzellan oder in mit Emaille oder sonstigen Mitteln überzogenen Eisenkesseln ausgeführt werden. Beispiele. i . 6.1 Teile Naphthalin werden mit 63 Teilen ßenzylchlorid am Rückflußkühler auf 16o0 erhitzt. Bei 13o0 beginnt schon lebhafte Salzsäureentwicklung. Es wird bis zur Beendigung der Salzs.äureentwicklung erhitzt. Das Reaktionsprodukt ist nach der Reinigung durch Wasserdampfdestillation ein durchsichtiges, klares, schwach gefärbtes, dickflüssiges Öl, das in Benzol löslich ist. Bei der Destillation im Vakuum von 12 mm gehen zwischen 18o-' und 2-,1o0 5o Prozent eines schwach gelb gefärbten.. klaren Öles von hoher Viskosität über, während als Rückstand ein bräunlich gefärbtes, klares, dickflüssiges Harz verbleibt. Fängt man bei der Vakuumdestillation die Fraktion 18o bis 2- i o", die den Hauptanteil des übergehenden Öles ausmacht, für sich auf, so erhält man ein fast farbloses Öl, das bei längerem Rühren und unter Kühlung zu einer weißen, leicht auf der Haut verreibbaren Salbe von butterweicher Konsistenz erstarrt.
  • L.äßt man auf i Molekül Naphthalin z Moleküle Benzylch:orid einwirken, so erhält man dieselben Produkte, wie in obigem Beispiel für die Einwirkung von t Molekül Naphthalin auf I Molekül Benzylchlorid angegeben ist.
  • 32 Teile Naphthalin werden am Rückflußkühler mit 126 Teilen Benzylchlorid auf t; o° erhitzt. _Nach Beendigung der Salzs.äureentwicklun:g wird das erhaltene bräunliche, klare, dickflüssige öl durch Wasserdampfdestillation von etwas unverändertem Benzylchlorid befreit. Alan erhält so ein klares, dickflüssiges, firnisartiges Harz.
  • 3. 5o Teile a-Me:hylnaplithalin und 5o Teile Benzylchlorid werden am Rückfluß auf 170' erhitzt. Es findet lebhafte Salzs;iureentwicklung statt. Nach Beendigung der Reaktion wird das erhaltene Produkt der Wasserdampfdestillation unterworfen. Das so gereinigte Reaktionsprodukt ist ein bräunliches, hochviskoses öl.
  • 4.. 4.5 Teile Anthracen werden mit 32 Teilen Benzylchlorid am Rückflußkühler erhitzt. Bei i 2o'' Badtemperatur beginnt, noch ehe alles Anthracen gelöst ist, lebhafte Salzsäureentw-icklung. Nach beendeter Reaktion wird das erhaltene braune Harz durch Wasserdampf gereinigt.
  • 5. 5o Teile Tetrachlornaphthalin werden mit 25 Teilen B&nzylchlorid am Rückflußküh:er erhitzt. Bei I oo° Badtemperatur beginnt starke Salzsäureentwicklung, die nach fünfstündigem Erhitzen, zusetzt auf I 6o°, beendet ist. Das erhaltene schwach grünlich gelbe Harz ist in der Kälte hart, aber in der warmen Hand ohne zu kleben kn.e-tbar; es ist geruch- und geschmacklos.
  • Die beiden Komponenten können auch in anderen als den im Beispiel angegebenen Verhältnissen aufeinander einwirken. Man erhält dann .ähnliche Harze.

Claims (1)

  1. PATEN T-ANSPRUCII: Verfahren zur Darstellung von öl- und harzartigen Kondensationsprodukten aus aromatischen Kohlenwasserstoffen und Aralkylhalogeniden, dadurch gekennzeichnet, daß man Aralkylhalogenide bei Abwesenheit -von Xonidehsationsmitteln und ohne Anwendung von erhöhtem Druck auf mehrkernige aromatische Kohlenwasserstoffe sowie deren Halogenderivate, mit Anisnahme der hydrierten Naphthaline, in der Hitze einwirken läßt,
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