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Kastenförmiger Motorradrahmen. Die für -Motorräder zur Anwendung komrnenden
kastenförmigen Tankrahmen ergeben insbesondere durch ihre eingesetzten Ouerhöden
eine große Starrheit und Festigkeit. Große Schwierigkeit verursacht jedoch die Abdichtung
des Lenkrohrführungsschaftes im Kopf des Rahmens, weil hier die Nähte des aus Blech
geformten Rahmenkopfes mit dem eigentlichen Kastenrahmen zu dichten sind und weil
auch der den Kopf durchdringende Lenkrohrfiihrungsschaft an ihm befestigt werden
muß. Die Erschütterungen des Lenkrohrs und des am Rahmen befestigten Unterbaus des
-Motorrades verursachen aber leicht eine Ermüdung der Nahtstellen und damit das
Undichtwerden.
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Vorliegende Erfindung stellt nun den Rahmenkopf aus einem besonderen,
zweckmäßig topfförmigen Kopfstück dar, das mit clern eingesetzten Lenkrohrführungsschaft
an dem den Tank enthaltenden Rahmen lösbar, z. B. durch Schrauben, verbunden ist.
Damit kommen alle erwähnten Nachteile in Wegfall. Die Verbindung des Kopfstücks
mit dem Lenkrohrführungsschaft ist an dem handlichen kleinen Stück bequem durchzuführen,
insbesondere von innen heraus, und der Kopf braucht auch nicht mehr dicht zu sein,
weil der im Rahmen enthaltene Tank für sich oder durch die eingesetzten Querwände
gedichtet ist. Gegen die Erschütterungen läßt sich das Kopfstück beliebig verstärken,
namentlich auch unter dem Gesichtspunkt, daß es mit dem Brennstoff nicht in Berührung
kommt. Ebenso können die Bowdenzüge durch das Kopfstück durchgelegt sein. Bei dieser
Ausbildung und Anordnung des Kopfes am Tankrahmen ergibt sich weiterhin die gut
übersichtliche und jederzeit nachprüfbare und sogar auswechsel-I>are Abdichtung
der -Naht des vorderen Tank-
Bodens. Bei Verwendung billiger und
dabei meist säure- und wasserhaltiger Brennstoffe ist es möglich, in den Rahmen
einen besonderen Brennstoffbehälter einzusetzen, ohne die Starrheit des ersteren,
die durch das geschlossene Profil und die eingesetzten Querbaden erzielt ist, aufzugeben.
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Die Zeichnung stellt in Abb. i und a zwei Ausführungsbeispiele des
Motorradrahmens gemäß der Erfindung im Längsschnitt dar. Abb. 3 und d. zeigen andere
Ausführungsformen des Kopfstücks im senkrechten Schnitt. Abb. 5 ist ein Querschnitt
durch die Verbindungsstelle zwischen Rahmen und Kopfstück mit Anschluß des Rahmenunterbaus.
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Der Motorradrahmen besteht aus dem Kasten a mit den Gabeln a'. Durch
eingesetzte Querwände b, b' kann der Rahmen a zu-
gleich Tank sein.
Der Lenkrohrführungsschaft c ist in einem besonderen Kopfstück d eingesetzt, das
einen für sich hergestellten Hohlkörper, z. B. einen gezogenen Topf, darstellt.
Dieser wird mit überlaschter Verbindung an den Rahmen a angeschlossen, und zwar
lösbar durch Schrauben e. Dabei kann das Kopfstück d den Rahmen a übergreifen
oder halsförmig eingezogen sein, so daß der Rahmen a das Kopfstück übergreift.
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Ist der Brennstoffbehälter f, wie in Abb. a angegeben, in den
Rahmen a besonders eingesetzt, dann kann er zur Aussteifung mit herangezogen werden,
indem er durch Querverbindungen gegen den Rahmen a abgestützt ist. Dabei kann der
Brennstoffbehälter f bis in den Hohlraum des Kopfstücks d hineingreifen, um den
voll zur Verfügung stehenden Raum des Rahmens für den Brennstoffbehälter f auszunutzen.
Zur Entlastung der Befestigungsmittel dienen die abgekröpften Bunde d' des Kopfstücks,
gegen die sich der Rahmen a stützt. Außerdem könnten besondere Verstärkungsringe
oder einzelne Anschläge g am Rahmen a befestigt oder, wie bei ä' in Abb. a angedeutet,
aus ihm herausgepreßt sein. Naturgemäß könnten Kopfstück und Rahmen a außer den
Befestigungsschrauben e auch durch Warmaufziehen vereinigt sein.
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Eine andere Aussteifung der Verbindungsstelle läßt sich durch einen
eingesetzten Ring h (.Abb.3) erzielen, der zugleich die Muttern ersetzt. Schließlich
könnte der Ring selbst durch den Bördel des vorderen Bodens b gebildet sein, wie
Abb. 4 zeigt. Dient als Anschlag eine obere Lasche i und eine untere Lasche i',
dann läßt sich das Verputzen der Verbindungsstelle ersparen, wenn die Lasche i durch
ein Blechschild h überdeckt ist, das die Typen-, Firmen- u. dgl. Bezeichnung enthält.
Überdies werden besondere Befestigungsmittel für das Typenschild erübrigt. Abb.
5 zeigt, wie die Schraubenverbindung zwischen Rahmen a. und Kopfstück d zugleich
zur Befestigung des Motorradunterbaus herangezogen werden kann. Auf der linken Seite
ist ein Zapfenstück L zum Aufschieben der Unterbaustreben in angenietet und auf
der rechten Seite als anderes Beispiel eine U-förmige Klammer l'.
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Das für sich hergestellte Kopfstück bildet auf diese Art einen jederzeit
zugänglichen und leicht ausbesserungsfähigen Bestandteil des Motorradrahmens. Die
Ausführungsform nach Abb. a gestattet die Verwendung der aus Festigkeitsgründen
besonders empfehlens-,Ä>erten konischen Form des für sich eingesetzten Brennstoffbehälters,
die nicht verwertbar ist, wenn der Rahmen mit seinem Kopf aus einem Stück besteht,
weil dann der Tank von unten eingesetzt werden muß und nur im Durchmesser dieser
Stelle gewählt werden kann, während sich bei dem vorstehend beschriebenen Beispiel
der ganze Raum einschließlich des Hohlraums des Kopfstücks ausnutzen läßt.
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Da das Kopfstück nicht mehr den Tank mitbildet und deshalb nicht dicht
zu sein braucht, kann es für die Durchführung der Bowdenkabel durchbrochen sein.
Hierfür werden beispielsweise in das Kopfstück Führungsrohre 1z (Abb. i) eingesetzt.