DE415262C - Messer zum Schneiden von sich bewegendem Material - Google Patents
Messer zum Schneiden von sich bewegendem MaterialInfo
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- DE415262C DE415262C DEH96412D DEH0096412D DE415262C DE 415262 C DE415262 C DE 415262C DE H96412 D DEH96412 D DE H96412D DE H0096412 D DEH0096412 D DE H0096412D DE 415262 C DE415262 C DE 415262C
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- A—HUMAN NECESSITIES
- A24—TOBACCO; CIGARS; CIGARETTES; SIMULATED SMOKING DEVICES; SMOKERS' REQUISITES
- A24C—MACHINES FOR MAKING CIGARS OR CIGARETTES
- A24C5/00—Making cigarettes; Making tipping materials for, or attaching filters or mouthpieces to, cigars or cigarettes
- A24C5/14—Machines of the continuous-rod type
- A24C5/28—Cutting-off the tobacco rod
Landscapes
- Knives (AREA)
Description
In der Technik tritt oft das Problem auf, Material zu ritzen oder zu schneiden, während
sich dieses senkrecht oder, wenn der Schnitt schräg erfolgen soll, unter einem bestimmten Winkel zur Schnittebene fortbewegt.
Dies ist besonders häufig der Fall bei Maschinen, die nach dem sog. »Strangverfahren«
arbeiten, wo ι lso der zu schneidende Rohstoff oder das Erzeugnis durch die Maschine
in Form eines langen Stranges oder Bandes läuft, wie z. B. bei vielen Zigarettenmaschinen
oder bei Maschinen zur Herstellung von Taschenpappzündhölzchen usw.
Bei den meisten bisher bekannten Lösungen dieses Problems wird die für das Schneidwerkzeug während des Schnittes erforderliche Bewegung aufgelöst in zwei Komponenten, und zwar
Bei den meisten bisher bekannten Lösungen dieses Problems wird die für das Schneidwerkzeug während des Schnittes erforderliche Bewegung aufgelöst in zwei Komponenten, und zwar
i. in eine Bewegungskomponente in Richtung und mit angenähert derselben Geschwindigkeit
wie die Bewegung des Materials, um Relativbewegungen, die nicht in der Ebene der Schnittfläche liegen, zwischen Material
und Schneidkante zu vermeiden, und
2. in eine Bewegungskomponente in der Ebene der Schnittfläche unter einem bestimmten
Winkel zur Bewegungsrichtung des Materials zwecks Erzeugung des erforderlichen Schneidvorschubes.
Die Erzeugung dieser Bewegungskomponenten geschieht in der Regel durch Kurventriebe
oder auch, besonders der Schneidvorschubbewegung, durch geeignete Kurbeltriebe (Exzenter usw.) im Sinne der von
Reuleaux begründeten Zwanglaufmechanik, wobei natürlich beide Bewegungen, mindestens
zeitlich, gekuppelt sein müssen.
Der grundsätzliche Mangel dieser Anordnung beruht darauf, daß mindestens dem
'40 Messerträger schnelle Schwingbewegungen erteilt werden, die, besonders bei hoher Schnittzahl
in der Zeiteinheit, infolge der periodischen Beschleunigungen und Verzögerungen starke Massenkräfte hervorrufen und dadurch
zu häufigen Störungen oder doch zu starker Abnutzung der schwingenden Teile und ihrer
Antriebsorgane führen. Hierbei spielt es keine Rolle, ob die Schneidkante am Messerträger
fest angebracht oder als rotierende Scheibe oder sonstwie beweglich ausgebildet ist.
Dieser grundsätzliche Mangel wird vermieden durch eine andere bekannte Lösung,
bei der die für einen einwandfreien Schnitt erforderliche Bewegung" des Messers dadurch
erzeugt wird, daß die Schneidkante als Schraubengang einer Schnecke, das Messer also als Schraubenfläche ausgebildet ist.
Dieser Anordnung haften aber bei den bisher bekannten Ausführungsformen folgende
Mängel an:
1. Das Messer hat, da es eine Schraubenfläche bildet, eine verhältnismäßig komplizierte
Form, woraus sich Schwierigkeiten bei der Herstellung, der Schärfung usw. ergeben;
2. in Fällen, wo das zu schneidende Material bei gegebener Schnittzahl in der Zeiteinheit
und dadurch bestimmter Drehzahl der Schnecke eine hohe Schnittgeschwindigkeit
(z. B. bei Zigarettenmaschinen ungefähr V = 30 m/sek.) verlangt, muß der Durchmesser
der schraubengangförmigen Schneide sehr groß gewählt werden, was unerwünscht großen
Raumbedarf zur Folge hat, und
3. bei Änderung der Schnittlänge, d. h. der Länge der von dem Material abzutrennenden
Stücke bzw. der Abstände, in welchen das Material angeschnitten oder geritzt werden
soll, ist für jede Schnittlänge je ein besonderer Schneckenkörper mit einer, der verlangten
Schnittlänge entsprechenden, anderen Steigung der schraubenförmigen Schneidkante
nötig.
Diesen letzten Nachteil hat die schraubenförmige Schneidkante mit den durch Kurven
betätigten Vorrichtungen gemeinsam, bei denen theoretisch für jede verlangte Schnittlänge,
praktisch für sehr eng zu haltende Schnittlängenintervalle, je eine besondere Kurve für die Verschiebung des Messers in
der Bewegungsrichtung des Materials erforderlich ist, während bei den durch irgendwelche
Kurbeltriebe betätigten Vorrichtungen sich in diesem Fall komplizierte Verstellungseinrichtungen nötig machen.
Durch die vorliegende Erfindung, die im folgenden beschrieben ist, werden diese Nachteile
der bisher bekannten Anordnungen völlig beseitigt, und darauf beruht der durch sie
herbeigeführte technische Fortschritt.
Der meiner Erfindung zugrunde liegende Gedanke ist, das Prinzip der schraubenförmigen
Bewegung der Schneidkante mit einer für die Bedürfnisse der Praxis hinreichenden
Genauigkeit dadurch zu verwirklichen, daß das bei den bisher bekannten Vorrichtungen
eine Schraubenfläche bildende Schneidmesser ersetzt wird durch ein oder mehrere ebene
Messer, die möglichst gut in Schmiegungsebenen der gedachten, schraubenförmigen Schneidkante liegen, wie dies die Abb. 1 schematisch
veranschaulicht. In diesem Falle tritt dann die genau schraubenförmige Schneidkante
nur noch als ideales, nur angenähert verwirklichtes, geometrisch abstraktes Gebilde
auf.
Dieser eben erläuterte Gedanke kann konstruktiv auf außerordentlich mannigfache
Weise verwirklicht werden. So zeigt Abb. 1, daß man die einzelne Schneidkante auch als
Kreis, das Messer also als »Kreismesser«, ausführen kann, was den Vorteil bietet, daß man,
wenn sich der zum Schnitt kommende Teil des Messers abgenutzt hat, diesen durch einfache
Verstellung des Messers um seine Kreisachse durch ein« neue, noch scharfe Stelle
ersetzen kann, so daß das Messer weniger häufig ausgewechselt zu werden braucht.
Der Ersatz der idealen, theoretisch richtigen Schraubenfläche des Messers durch ein
oder mehrere, an sie sich möglichst gut anschmiegende ebene Flächen bietet aber bei
geeigneter Anordnung von η (wobei η eine beliebige Zahl bedeutet) solcher Messer auf
dem Schneckenkörper noch den ganz besonders erwünschten Vorteil, daß die Vorrichtung
auf eine andere beliebige Schnittlänge dadurch eingestellt werden kann, daß alle
η Messer um eine beliebige Achse, die in der Messerebene oder zu ihr parallel liegt und am
zweckmäßigsten durch die Schneckenachse geht, geschwenkt und in — 1) Messer in der
Richtung der Schneckenachse verschoben werden, entsprechend der durch die neue Schnittlänge
bedingten, anderen Steigung der idealen
. schraubenförmigen Schneidkante.
Dies ist, ebenfalls schematisch, in der Abb. 2 veranschaulicht, in der zwecks besserer
: Übersichtlichkeit nur η = 3 Messer a, und
zwar jedesmal um i8o° versetzt, dargestellt
; sind. Aus der Abbildung geht hervor, daß
] (n — ι) = 2 Messerhalter h drehbar gelagert
sind in Gleitstückeng·, die ihrerseits auf dem
Schneckenkörper k verschieblich angebracht sind, während die drehbare Lagerung eines
. Messerhalters h unmittelbar im Schneckenkörper
k selbst erfolgen kann. Auch für diese
j Anordnung bestehen zahlreiche, hinsichtlich des verwirklichten Grundgedankens gleich-
: wertige Möglichkeiten der konstruktiven
Durchbildung.
Die Schnittgeschwindigkeit jedes Punktes der Schneidkante, d. h. seine Umfangsgeschwindigkeit
bei der Drehung der Schnecke, ist direkt abhängig von seinem Abstand von
der Schneckenachse und von der Drehzahl der Schnecke, also von der Zahl der in der Zeiteinheit
auszuführenden Schnitte. In solchen Fällen nun, wo letztere durch die Arbeitsgeschwindigkeit der übrigen Teile der betref-
fenden Maschine festgelegt ist, anderseits aber das zu schneidende Material eine hohe S chnittgeschwindigkeit
verlangt, kann, um den Abstand der Schneidkante von der Drehachse der Schnecke in praktisch brauchbaren Grenzen
zu halten, die erforderliche Schnittgeschwindigkeit dadurch erzielt werden, daß man der Schneidkante eine genügend große
zusätzliche Eigengeschwindigkeit erteilt. Dies
■ läßt sich am einfachsten dadurch bewerkstelligen, daß die ideale Schraubenfläche des
Messers, wie oben schon erläutert, durch Kreismesser ersetzt wird und diese nunmehr
um ihre eigene Achse in geeigneter Weise zusätzlich angetrieben werden. Konstruktiv läßt
sich dies auf sehr verschiedene Weise verwirklichen; deshalb sei als Beispiel durch die
schematische Abb. 3 nur eine besonders einfache Ausführungsmöglichkeit angedeutet, bei
der die zusätzliche Antriebsbewegung des Kreismessers α in an sich bekannter Weise
dadurch erfolgt, daß sich bei der Drehung des Schneckenkörpers k um seine Achse M-M
das auf der Messerwelle sitzende Antriebsschraubenrad g auf dem am ruhenden Gestell
befindlichen, festen Schraubenrad / mit geeigneter Übersetzung abrollt.
Diese zusätzliche Antriebsbewegung des Messers α kann natürlich auch in anderer
Weise bewirkt werden, z. B. dadurch, daß das Räderpaar f-g der Abb. 3 ersetzt wird durch
einen Schnurtrieb, oder auch dadurch, daß an die Stelle des Rades g ein kleiner Elektromotor
tritt, der seinen Strom durch feste, an die Stelle des Rades / tretende Schleifringe
erhält usw., ohne daß durch diese an sich bekannten Ausführungsmöglichkeiten der
grundsätzlich neue "Gedanke des zusätzlichen Antriebs von Messern, die angenähert Teile
einer gedachten, schraubengangförmigen Schneidkante bilden, irgendwie berührt wird.
Im folgenden soll, der Kürze halber, das Schneidobjekt einfach mit »Strang« und seine
Bewegungsrichtung mit »Strangachse« bezeichnet werden, ohne daß damit etwa die Form
oder sonstige Eigenschaften des zu schneidenden Materials festgelegt werden sollen.
In Abb. 4 ist als Beispiel noch eine konstruktive Lösungsmöglichkeit für den Fall
schematisch veranschaulicht, daß für Material, das eine hohe Schnittgeschwindigkeit verlangt,
die Schnittlänge verstellbar sein soll, ohne daß durch die Verstellung der Winkel, unter
dem der Strang geschnitten werden soll, geändert wird. Dies wird dadurch erreicht, daß
nicht nur die Messerebene α gegenüber der Schneckenachse M-M, sondern auch der
Schneckenkörper k gegenüber dem ruhende.! Maschinengestell w bzw. dem Strang 5-S
schwenkbar angeordnet ist, wobei die beiden Schwenkachsen zueinander parallel laufen.
Das wegen der verlangten hohen Schnittgeschwindigkeit zusätzlich angetriebene Schneidwerkzeug α ist als Kreismesser ausgebildet
und drehbar gelagert am Messerhalter //, der seinerseits in dem Schneckenkörper k
drehbar gelagert ist und mittels der Schrauben y unter dem jeweiligen, durch die verlangte
Schnittlänge bestimmten Winkel festgeklemmt werden kann. Der Schneckenkörper k
wiederum ist in dem Schneckenträger/ drehbar gelagert, während dieser selbst konachsial
mit der Schwenkachse zwischen h und k in dem Maschinengestell w drehbar gelagert
ist und auf diesem mittels der Schrauben χ so festgeklemmt werden kann, daß der Strang
unter dem jeweils verlangten Winkel geschnitten wird. Der Antrieb von k um seine
Achse M-M erfolgt durch das konzentrisch zu der Schwenkachse zwischen / und w im
Gestell w gelagerte Kegelrad b und wird durch die auf / drehbar sitzenden Räder c
und d auf das mit k fest verbundene Zahnrad e übertragen. Der zusätzliche Antrieb des
Kreismessers α erfolgt dadurch, daß bei der Drehung von k um M-M das auf k drehbar
gelagerte Schraubenrad g sich auf dem an / I undrehbar befestigten Schraubenrad r abrollt
und seine Drehbewegung mit Hilfe der kon- | achsialen Schnurscheibe ti und einer Spiral- drahtschnur
auf das Antriebsrad ν des Kreis- ; messers α überträgt. Hierbei kreuzen sich die
Achsen von tt-g und M-M unter einem solchen Winkel, daß bei Einstellung von α auf eine
mittlere Schnittlänge die Achsen von u-g und a-v zueinander parallel laufen.
Der Messerhalter h besteht aus zwei aufeinander
verschiebbar angeordneten Teilen, so daß bei Abnutzung des Messers auf einen kleineren Durchmesser seine Exzentrizität ·>
gegenüber der Schneckenachse M-M entsprechend vergrößert werden kann.
Die in Abb. 4 als Beispiel gezeigte Vorrichtung läßt sich auf vielfache Weise in ihrer
äußeren Erscheinungsform variieren, da ja beliebige Gruppen des Getriebes sich durch
andere, kinematisch gleichwertige Gruppen ersetzen lassen. So brauchen z. B. die beiden
Schwenkachsen des Bügels / in w und h ink
durchaus nicht konachsial zu sein, ebenso könnte der Antrieb des Schneckenkörpers k
um M-M von außen direkt mit Hilfe eines Kardangetriebes erfolgen usw., ohne daß der
der Erfindung zugrunde liegende Grundgedanke der genau oder angenähert schraubenförmigen
Bewegung der im Schnitt befindlichen Schneidkantenteile irgendwelche Änderung erfährt.
Claims (3)
1. Messer zum Schneiden von sich bewegendem Material, deren Schneidkante
sich ständig mit dem Material mitbewegt, indem die Messer den Schraubengang einer ein- oder mehrgängigen Schnecke
bilden, dadurch gekennzeichnet, daß die Schraubenfläche der Messer ersetzt ist durch ein oder mehrere ebene Messer,
deren durch ihre Schneidkante gebildete Ebene sich möglichst gut der Fläche des ersetzten, idealen Schneidenschraubenganges
anschmiegt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die der Fläche
der gedachten, schraubengangförmigen Schneidkante angeschmiegten ebenen Messer in an sich bekannter Weise eine
zusätzliche Bewegung um eine zu ihrer
. Ebene senkrecht stehende Achse ausführen.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Messer
auf beliebige andere Steigungen der gedachten, schraubengangförmigen Schneide eingestellt werden können, was bei Ver-Wendung
von η Messern dadurch erreicht wird, daß η Messer schwenkbar und (n·—1)
Messer verschiebbar auf dem Schneckenkörper angeordnet sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEH96412D DE415262C (de) | Messer zum Schneiden von sich bewegendem Material |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEH96412D DE415262C (de) | Messer zum Schneiden von sich bewegendem Material |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE415262C true DE415262C (de) | 1925-06-17 |
Family
ID=7167547
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEH96412D Expired DE415262C (de) | Messer zum Schneiden von sich bewegendem Material |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE415262C (de) |
-
0
- DE DEH96412D patent/DE415262C/de not_active Expired
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