DE415250C - Explosionszweitaktmotor - Google Patents

Explosionszweitaktmotor

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DE415250C
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F01MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
    • F01LCYCLICALLY OPERATING VALVES FOR MACHINES OR ENGINES
    • F01L7/00Rotary or oscillatory slide valve-gear or valve arrangements
    • F01L7/12Rotary or oscillatory slide valve-gear or valve arrangements specially for two-stroke engines

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Lubrication Of Internal Combustion Engines (AREA)

Description

  • Explosionszweitaktmotor. Die Erfindung bezieht sich auf einen Explosionszweitaktmotor mit zweierlei Zylinderschiebeböden und Kugelkardandichtungsgelenk für die Kolbenstange und auf einem im Zylinder einsetzbaren, regulierbaren Zylinderventilfutter, welches den Brennstoffeinlaß, die Kolbenschmierung und zugleich den Auspuff regelt.
  • Die Verwendung des Kurbelgehäuses bei den Zweitaktmotoren als Kompressionsraum ist unpraktisch und technisch verwerflich. Die Bearbeitung der Kurbel mittels der durch den Zylinderboden gerade geführten Kolbenstange mit Hilfe von Kniegelenken ist schlecht. Die Kolbenstange durch ein Kugelkardangelenk zu führen, welches an einem Schiebeboden angeordnet ist, um sodann einen geschlossenen Kompressionsraum an der unteren Seite des Kolbens herzustellen, ist wohl bekannt, allein es ergibt sich daraus für die genügende Schmierung der vielen wichtigen, sich lebhaft bewegenden Teile die größte Schwierigkeit, und aus diesem Grunde fiel diese Anordnung schnell der Abnutzung anheim. Bei der Einführung des Wechselgetriebes bei den Automobilen galt dies als das empfindlichste Organ des ganzen Automobils, bis es herausgefunden wurde, wie das Wechselgetriebe im geschlossenen Ölbehälter- zu laufen hat. Solche Wechselgetriebe laufen heute to Jahre, ohne eine Abnutzung aufzuweisen.
  • Durch gegenwärtige Erfindung werden nun, im ähnlichen Sinne wie bei den Wechselgetrieben, die Nachteile bei den Explosionszweitaktmotoren mit Schiebeböden für den Kompressionsraum behoben, indem der untere Raum des Zylinders gegen das Kurbelgehäuse zu mitIels zweierlei Schiebeböden abgeschlossen wird. Das von der Kolbenstange durchbohrte Kugelkardangelenk wird zwischen den beiden Schiebeböden so angeordnet, daß die Kugel sich in der Halsöffnung des einen Bodens senkrecht auf dem Bodenplane verschieben läßt, während sie in einer öffnung des zweiten Bodens, welche kleiner ist als der Durchmesser der Kugel, wie an einem Ventilsitze hineinpaßt. Mittels einer in der Halsöffnung der einen Platte angebrachten Dichtungsverstellschraube wird das Kugelkardangelenk senkrecht auf den Plänen der Platten verschoben, wodurch die Kugelform sich an dem Ventilsitz der kleineren Öffnung am zweiten Boden andrückt, und die beiden Böden entfernen sich im entgegengesetzten Sinne und legen sich sodann an ihren entsprechenden Dichtungssitzen an, die eine nach dem Kompressionsraume und die andere nach dem Kurbelgehäuse zu. In dieser Weise entsteht zwischen den beiden Schiebeböden ein dritter, nach außen dicht abgeschlossener Raum als Ölbehälter. Die der Kurbelbewegung entsprechenden Schwingungen der durch das Kugelgelenk dicht auf und ab gleitenden Kolbenstange werden von den so abgedichteten Schiebeböden nach allen Seiten mitgemacht. Durch die an dem Kugelgelenk angeordneten Schmierkanäle dringt das Öl aus dem diesen umgebenden Behälter an die Kolbenstange heran, und alle beweglichen Teile laufen sozusagen im Ölbade.
  • Es ist unpraktisch und unökonomisch, die MotorexplobionsdrossAung durch Regulierung der Luftzufuhr an dem Vergaser vorzunehmen. Einer der empfindlichsten Hilfsapparate des Explosionsmotors ist der Vergaser. Infolgedessen soll er in Ruhe bleiben und keinerlei Eingriffen ausgesetzt sein. Ebenso unpraktisch ist es, den Brennstoffzufluß unterwegs zum Zylinder abzudrosseln.
  • Bei gegenwärtiger Erfindung wird im Zylinder ein Futter eingesetzt, in welchem sich die Öffnungen für den Brennstoffeinlaß im Kompressionsraume, sowie die Öffnungen für die Kolbenschmierung und die Auspufföffnung befinden. Das eingesetzte Futter erlaubt sodann, von der Hand aus alle Kanäle, Behälter und Öffnungen im Gehäuse vor dem Einsetzen des Futters genau zu kontrollieren. Gußfehler in den verschlossenen und unkontrollierbaren Kanälen und Behältern, namentlich des Zweitaktkleinmotors, beeinflussen den ganzen Motorgang. Der untere Teil des Futters ist als eine Art Ringventil für den Kompressionsrückschlag ausgebildet und sitzt direkt schließend auf dem einen Schiebeboden auf. Der in dem ganzen Zylinderumkreise befindliche Brennstoff strömt durch die am Futter angeordneten Öffnungen unmittelbar in den Kompressionsraum hinein. Durch Drehen des Futters im Zylinder von außen mittels Verstellschrauben wird sodann der Gaseintritt nach dem Kompressionsraume unmittelbar an der Einflußöffnung geregelt oder gedrosselt, und sodann stellt das Futter eine denkbar empfindliche und die am schnellsten wirkende Drosselvorrichtung dar, ohne den Vergaser anzurühren.
  • In ähnlicher Weise ermöglichen die am ganzen Zylinderumkreise im Futter befindlichen, von der Hand aus kontrollierbaren Auspuff -öl'lnungen die schnellste und genaueste Entleerung des Explosionsraumes für Verbrennungsgase und den kleinsten möglichen Totgang des Kolbens.
  • Im Augenblicke des Verbrennungsgasauspuffes entsteht im Explosionsraum ein Unterdruck (Vakuum). In diesem Intervall soll der Frischgaseintritt im Zweitaktmotor stattfinden. Mittels Rückschlagventil im Kolbenboden selbst wird in bekannter Weise erreicht, daß der Frischgaseintritt erst nach dem Auspuff eintreten kann.
  • Bei gegenwärtiger Erfindung wird eine trichterförmige Kappe über dem Ausflußventi1.e im Kolben angeordnet, und das Frischgas, welches aus dem Ventil erst in dem Augenblick, wo der Explosionsdruck schwächer ist als der Kompressionsdruck, heraustritt, wird vom Trichter einen Augenblick aufgehalten als ein in der Mitte des Explosionsraumes stehender Gaskegel; inzwischen entleert sich der Explosionsraum von Verbrennungsgasen, und im Augenblick des Entstehens des Unterdrucks werden die Auspufföffnungen geschlossen, und der Unterdruck im Explosionsraume wirkt beschleunigend auf die Verteilung der Gaskegel ein und erfüllt sodann den Explosionsraum mit Frischgas. ohne daß eine Vermengung mit den Verbrennungsgasen stallfindet. Die genaueRegulierung dieses in einem Bruchteil einer Sekunde sich abspielenden Vorgangs erfordert absolut genaue kontrollierte Kanäle und Betä,igungsöffnungen. Hieraus erfolgt, daß es Unsinn ist, besonders bei Zweitaktkleinmotoren, mit im Gehäuse verschlossenen, eingegossenen, nicht auf das genaueste regulierbaren Kanälen, Behältern und .Betätigungsöffnungen, von irgendeinem bestimmten Explosionsvorgange zu reden. Was an dem einen festgestellt wurde. das wurde durch die Ungenauigkeit des zweiten von derselben Gattung wieder umgestoßen. Das ist der Krebsschaden aller bisherigen Zweitaktkleinmotoren, welcher durch diese Erfindung behoben wird.
  • Eine Ausführungsform der Erfindung ist ersichtlich in Abb. r als Längsschnitt des Zylinders mit Kolben, und in Abb. 2 als Längsschnitt des Zylinders, um 9o° gedreht.
  • Abb.3 ist der Schnitt der EI insatzfutterventilteile.
  • a ist das einsetzbare Zylinderfutter, v der Ventiildoppelsitz, c der kingventilkegel, d die Brennstoffeinflußöffnungen, e der Kompressionsraum, f die mit kleinerem Ventilsitz für die Kardankugelflecke versehene Schiebeplatte, g das Kardankugelgelenk, h die Dichtungsverschraubung', i die zweite Schiebeplatte mit der größeren Halsöffnung für das Kugelgelenk, fder Schließungssitz für die Schiebeplatte nach dem Kurbelgehäuse, L ist die Dichtungsverschraubung für das Kugelgelenk in der Platte i, m ist der zwischen den Schiebeplatten entstehende Ölbehälter, it die im Kugelgelenk für die Schmierung der darin gleitenden Kolbenstange o angeordneten Schmierungsöffnungen, P ist die auf und ab spielende, nach dem Explosionsraume zu konvex gebogene Ventilkegeloberfläche mit Ausflußöffnung für den Brennstoff und g die darüber konkav gebogene, zentral geöffnete Ventilhaube. Y markiert den Gaskegel im Augenblick des Gasausflusses, s ist der Kolben, t die Schmierungsöffnung, u die Auspufföffnungen, v der Explosionsraum, und w ist die Verstellschraube für das Zylinderfutter a.
  • Die Betätigung der Funktionen erfolgt, indem der Kolben s bei dem Einsaugehub für die Kompression (Abb. i) den Brennstoff aus dem Behälter d durch die Einflußöffnungen im Kompressionsraume e durch die Ventilöffnung zwischen b und c hineinsaugt. Beim Kompressionshub (Abb.2) schließt sich der Ventilkegel c und drückt sodann den Doppelsitz b gegen die Schiebeplatte f, und diese wieder gegen den Konussitz am Kugelgelenk g, welcher wieder durch den Schraubenverschluß L auf die Schiebeplatte i einwirkt, wodurch diese am V erschlußsitze f gegen das Kurbelgehäuse angedrückt. wird. In dieser Weise geht die Schmierung der Schiebeplatten f und i durch den dazwischen befindlichen Schmierölbehälter m und der sich bewegenden Teile, vom Kompressionsdrucke unbeeinflußt, vor sich, trotzdem daß seine Wandungen aus den beweglichen Schiebeplatten f und i und dem beweglichen Kugelgelenk n gebildet sind. Das gepreßte Gas strömt vom Kompressionsraume e durch die Ausflußöffnung im konvexen Ventilkegel p zwischen diesem und der konkaven Haube g nach dem Explosionsraum v in der Form eines Gaskegels r (Abb. 2), welcher sich im Explosionsraum verbreitet im Augenblick des Unterdrucks und im Abschließungsaugenblick der Auspufföffnungen. Mittels der Schneckenschraube u, wird die Stellung des Zylinderfutters beliebig ge- regelt.

Claims (3)

  1. P_1TrNT-ANSPRÜCHE: i. Explosionszweitaktmotor, gekennzeichnet durch einen mit den von der Hand aus genau regulierbaren Brennstoffeinlaßöffnungen, Kolbenschmierungsöffnungen und Auspufföffnungen versehenen, von außen mittels Verstellschrauben (w) verstellbaren Zylinderfuttereinsatz (a) mit zweierlei parallelen Schiebeböden (j, i) und mit von der Kolbenstange (o) durchbohrtem Kugelkardandichtungsgelenk (g). Als Einlaßventil für den Brennstoff und Rückschlagventil für die Kompression dient der Futtereinsatz (a) (Abb. i und 2), der an seinem unteren Ende den ringförmigen Doppelventilsitz (b) und den ringförmigen Ventilkegel (c) so angeordnet trägt, daß der Brennstoff bei dem Saughube aus dem Behälter (d) durch die Öffnungen der Ringventile (b und c) im Kompressionsraume (e) eintritt, während bei dem Kompressionshube der Ventilkegel (c) sich am Sitze (b) auflegt und dieser auf die Schiebeplatte (f) wirkt. Letztere wirkt auf ihren Konussitz am Kardankugelgelenk (g), wodurch letzteres mittels Dichtungsverschraubung (l) die zweite Schiebeplatte (i) auf den Dichtungssitz (f) nach dem Kurbelgehäuse zu drückt. Zwischen den beiden Schiebeböden ist ein nach dem Kurbelgehäuse und nach dem Kompressionsraume dicht abgeschlossener Raum gebildet, in welchem als Ölbehälter (in) dienend; die sich bewegenden Teile sozusagen im Ölbade dauernd laufen.
  2. 2. Explosionszweitaktmotor nach Anspruch i, gekennzeichnet durch ein ausnehmbares Zylinderfutter (a), welches mittels Verstellschrauben (w) von außen während des Motorganges drehbar ist und sodann erlaubt, von der Hand aus die Brennstoffeinlaßöffnungen, die Kolbenölungsöffnungen (t) und die Auspufföffnungen (u) während des Motorganges genau zu regulieren.
  3. 3. Explosionszweitaktmotor nach Anspruch i und 2, gekennzeichnet durch die Anordnung des Kugelkardangelenks (g) zwischen zwei Bodenschiebeplatten (f, i), so daß die Öffnung in der einen Platte kleiner ist als der Kugeldurchmesser und die Halsöffnung der anderen Platte gleich dem Durchmesser der Kugel ist, zu dem Zwecke, durch die Dichtungsverstellschraube in der größeren Halsöffnung mittels dernKugelgelenk die beiden parallelen Schiebeplatten senkrecht auf ihren Plänen voneinander zu entfernen. Explosionszweitaktmotor nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die nach allen Seiten schwingende und auf und ab gehende Kolbenstange vom Ölbehälter stets umgeben ist.
DEA43409D 1924-11-04 1924-11-04 Explosionszweitaktmotor Expired DE415250C (de)

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